Kulturmarxisten und Finanzglobalisten treiben die Mittelschicht in den Kollaps

Der globale Krieg der Kulturmarxisten gegen die Mittelschicht und klassische Familie

Die klassische Familie und die bürgerliche Mittelschicht sind das Rückgrat der Gesellschaft. Beides wird durch linksliberale Ideologie und globalistische Finanzpolitik demontiert. In den westlichen Staaten schrumpft die Mittelschicht. Die Gesellschaft spaltet sich in Oberschicht und Prekariat.

Symboldbild. Foto: Pixabay
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Ex-Trump-Berater Stephen (Steve) Bannon und Geschichtsprofessor Christopher Lasch (in seinem Buch: »Die blinde Elite: Macht ohne Verantwortung«) hatten frühzeitig den Finger in die Wunde gelegt. Sie haben kritisiert, wie Kulturmarxisten und Finanzglobalisten einen regelrechten Krieg gegen die bürgerliche Mittelschicht führen.


Das Rückgrat der bürgerlichen Mittelschicht ist die klassische Familie mit ihren Werten und Tugenden. Exakt diese ist im Visier der Kulturmarxisten und Finanzglobalisten. Wirtschaftlich wird die Familie in die Verschuldung getrieben, ideologisch auseinandergerissen. Innerhalb nur einer Generation wurde der Zivilgesellschaft ihr Rückgrat herausgerissen. Geblieben ist eine desorientierte, verzweifelte, verschuldete und individualisierte Bevölkerung.


Emanzipation ins Nirgendwo – Wer arm ist und Angst um seine Zukunft hat, ist nicht frei


Auf der Verpackung steht Freiheit und Emanzipation. Doch der Inhalt ist Armut und Unsicherheit. Die größte Mogelpackung in der Geschichte der Menschheit zerstört gesellschaftliche Kohärenz und soziale Sicherheit – sowie Kulturen, Traditionen, Nationen und vor allem Familien.


Es ist die Kombination aus dem schlechtesten des Sozialismus mit dem Schlechtesten des Kapitalismus – oder die Ehe des Kulturmarxismus mit dem Finanzkapitalismus. Der Einzelne soll aus den Ketten gesellschaftlicher Zwänge befreit werden, um in den Ketten der Verschuldung zu enden. Die Atomisierung und Individualisierung der Gesellschaft dient dazu, mehr Menschen zu wirtschaftlichen Entitäten herabzudefinieren, denen man eine möglichst große Schuldenlast auf die Schultern legen kann. Das ist globale Schuldsklaverei. Menschen sind auf ihr Arbeitskräftepotential reduziert.


Seit Jahrtausenden haben sich Menschen über ihren Stand in der Gesellschaft und ihre Rolle in der Familie definiert. Die Rolle als Sohn oder Vater, Tochter oder Mutter, Schwester oder Bruder, Großvater oder Großmutter bestimmte ihre Position im Miteinander. In nahezu allen Gesellschaften war das Individuum Teil einer kleinen oder großen Schicksalsgemeinschaft. Das soll vorbei sein. Jetzt ist jeder für sich allein. Und damit völlig verlassen – und im Notfall der Obhut von Vater Staat und der Kreditgroßzügigkeit der Banken überlassen.


In den USA müssen in einer Durchschnittsfamilie heute beide Eltern arbeiten, um den Lebensstandard aufrecht zu erhalten, für den früher ein einzelnes Einkommen gereicht hat


Auch die Harvard-Professorin Elizabeth Warren warnt vor dem Zusammenbruch der Mittelschicht. In ihrem Vortrag an der University of California in Berkeley prophezeite sie den Kollaps der US-amerikanischen »Middle Class«. Die Bürger würden zunehmend höheren wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, bei gleichzeitig geringeren Chancen, den eigenen Lebensstandard zu erhöhen. Die sozialen Sicherheitsnetze würden immer poröser. Um 1970 war es weniger wahrscheinlich, dass eine Mutter mit 16-jährigem Kind arbeiten gehen musste, als es heute bei einer Mutter mit einem sechs Monate alten Säugling der Fall ist.


In rund dreißig Jahren hat sich die typische Durchschnittsfamilie in den USA radikal gewandelt: Von der Familie, in der durchschnittlich EIN Einkommen ausreichte, um alle durchzubringen, zur Familie, in der sind nun ZWEI Einkommen notwendig sind, um denselben Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Wo ist der Zugewinn an Lebensqualität für die Familie und für die Kinder? Die damaligen Versprechen, dass bei höherer (Aus-)Bildung und Erwerbstätigkeitsbeteiligung der Frauen das Gesamteinkommen und somit der Lebensstandard der Familie steigen würde, hat sich nicht erfüllt, weil im Gegenzug das jeweilige Einzeleinkommen eines jeden Elternteils inflationsbereinigt geringer wurde.


Um 1970 konnte eine amerikanischer Durchschnittsfamilie (Vater, Mutter, zwei Kinder) noch 11 Prozent des Einkommens als Ersparnisse zurücklegen. Heute dagegen liegt diese Summe im negativen Bereich: Das heißt, es werden Schulden gemacht. Was im Gegenzug stark gestiegen ist, sind die Kreditkartenschulden, die in den letzten Jahren nahezu konstant gestiegen sind – und das obwohl inflationsbereinigt die wirklichen Konsumausgaben in Bezug auf das Gesamteinkommen nicht gestiegen, sondern gesunken sind. Dafür ist derjenige Anteil erheblich gestiegen, den eine Durchschnittsfamilie für Miete oder Wohneigentum, für Krankenversicherung, Steuern und Kindererziehung ausgeben muss – also alles feste Kosten.


Immer mehr Familien der Mittelschicht stehen unter wirtschaftlichem Druck und psychischem Stress


Ein weiterer Aspekt ist das gewachsene Risiko, den Job zu verlieren. In den 1970er Jahren konnte im Falle der Arbeitslosigkeit eines Elternteils das andere Elternteil einspringen. Wenn der Vater mal berufliche Probleme hatte, konnte die Mutter mit zusätzlichem Einkommen das Familienbudget aufbessern. Heute geht das nicht mehr, weil ohnehin beide in Vollzeit beschäftigt sind. Wenn einer wegfällt, können die festen Ausgaben (Miete, Schuldzinsen) nicht mehr bedient werden. Not droht.


Flankiert wird diese Entwicklung durch die Inflation der Bildungsabschlüsse. In den 1970er Jahren galt ein Highschool- oder gar College-Abschluss als Garantie für den gesellschaftlichen Aufstieg. Heute haben zwar immer mehr junge Menschen einen College-Abschluss, doch eine Job-Garantie gibt es nicht. Noch schlimmer: Mit dem höheren Schulabschlüssen sind keineswegs die durchschnittlichen akademischen Fähigkeiten (Lesen, Rechnen, Schreiben, Analysieren) gestiegen. Vielmehr ist das Niveau an den Colleges gesunken. Gleichzeitig sind die Kosten (und somit die Schulden der Bildungskreditnehmer) für Bildung gestiegen. Gerade für Familien der Mittelschicht wird die College-Bildung ihrer Kinder zur Kosten- und Schuldenfalle. Familien, die sich das nicht leisten können, riskieren, dass ihre Kinder den Anschluss verlieren und die Familie insgesamt ins Prekariat abrutscht.


Statt starker Mittelschicht als Rückgrat der Gesellschaft gibt es eine wachsende Spaltung der Gesellschaft in Oberschicht und Prekariat


Für die Professorin Elizabeth Warren stellt sich zusammenfassend die Entwicklung für die US-Gesellschaft so dar: Von einer dreigeteilten Gesellschaft mit einer zahlenmäßig starken Mittelschicht, einer kleinen Oberschicht und einer kleinen Unterschicht, entwickeln sich die USA zu einer Zweiklassengesellschaft mit einer wachsenden Oberschicht auf der einen Seite und einem wachsenden Prekariat auf der anderen Seite. Die Mittelschicht dagegen schrumpft. Damit kann sie nicht mehr das identitätsstiftende Rückgrat der US-amerikanischen Gesellschaft sein.


(Für ähnliche Ausführungen siehe auch das Gespräch mit Elizabeth Warren an der Massachusetts School of Law at Andover auf YouTube. Siehe auch das Buch von Elizabeth Warren & Amelia Warren Tyagi: »The Two Income Trap: Why Middle-Class Parents Are Going Broke«)


Die Prekarisierung der Gesellschaft ist kein rein amerikanisches, sondern ein westliches Phänomen


Während in China und Südkorea eine neue gesunde und wirtschaftlich starke Mittelschicht herangewachsen ist, ist zur selben Zeit in Nordamerika und Europa die Mittelschicht geschrumpft. Steve Bannon sprach davon, dass die Chinesen den Aufstieg ihrer Mittelschicht dem Verrat der US-Eliten an ihrer eigenen Mittelschicht und Arbeiterklasse zu verdanken haben: Durch die Auslagerung der Industrieproduktion nach Asien sind vielen Menschen in den USA die Einkommensmöglichkeiten verloren gegangen.


Doch es ist nicht nur die Abwanderung des Kapitals und der Produktion, sondern auch die Ideologie des Kulturmarxismus, die der Arbeiterklasse und der bürgerlichen Mittelschicht (zu der die Arbeiterklasse längst aufgestiegen war) den Garaus gemacht hat. Die weiße, bürgerliche amerikanische Durchschnittsfamilie war zum Feindbild geworden. Diese Ideologie hat sich auch in Europa breit gemacht.


Wenn Familien auseinandergerissen und Eltern gegen ihre Kinder gehetzt werden, dann erinnert das an die Kulturrevolution im China der 1960er und 1970er Jahre – mit dem Unterschied, dass diesmal die großen internationalen Konzerne und Banken mitspielen. Nur so können sie ihre globalistische Wirtschafts- und Finanzpolitik durchsetzen, ohne nationale Widerstände befürchten zu müssen. EU, TTIP, TPP, NAFTA – all diese Institutionen dienen diesem Ziel.


Der beste Widerstand gegen diese Entwicklung ist glasklar die ideologische und wirtschaftliche Stärkung der Familien als Rückgrat der bürgerlichen Mittelschicht. Das kann nur über Aufklärung, Bildung und Steuererleichterungen geschehen. Und dazu braucht es politische Kräfte die bereit sind, diese Themen auf die Agenda zu setzen und sich mutig dem globalen Multikulti-Individualismus-Trend entgegenzustellen.

 

Siehe auch Beitrag: Amerikas neue Armut: Obdachlos trotz Arbeit


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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: E. Ludwig

@Elvi Stegner
Zitat:Von "Marx´emanzipatorischen "Schriften über die Religion" haben die meisten "Marxisten" so wenig verstanden wie staatlich alimentierte Bischöfe vom emanzipatorischen Gehalt der Botschaft Jesu in den Evangelien...

Die religiöse und familienidyllische Gloriole von Marx vermag ich nicht zu sehen und stelle dem einige Zitate gegenüber:

Zunächst: In seiner frühen Jugend war Karl Marx Christ. Sein Reli­gionsaufsatz im Abitur trägt den Titel „Die Vereinigung der Gläubigen mit Christo" (nach Joh. 15, 1‑14) Darin lesen wir die Worte:
„So besteht die Vereinigung mit Christo aus der innig­sten, lebendigsten Gemeinschaft mit ihm darin, daß wir so von Christi Liebe durchdrungen sind, daß wir unser Herz zugleich den Brüdern zuwenden, die er inniger mit uns ver­bunden und für die er sich auch geopfert hat."(Marx und Engels, Ges. Werke Teil I, Intern. Publishers, New York 1974)

Kurz nachdem er dieses Zeugnis erhielt, geschah etwas Mysteriöses in seinem Leben. Lange bevor Moses Hess ihn 1841 zur sozialistischen Überzeugung brachte, war er leidenschaftlich anti‑religiös geworden.

In seinem Buch „Das Kapital“, in denen Gedanken über die Religion nicht gerade üblich sind, schrieb der er­wachsene, anti‑religiöse Marx völlig zusammenhanglos: „Das Christentum mit seinem Kult des abstrakten Men­schen und besonders in seiner bourgeoisen Entwicklung, dem Protestantismus, Deismus usw., ist die geeignetste Form der Religion." (Kapital I, Abs. IV)

Zitat aus „Des Verzweifelnden Gebet", Karl Marx, Collected Works, Bd.I., International Publishers, 1974)

„Einen Thron will ich mir auferbauen,
kalt und riesig soll sein Gipfel sein,
sein Bollwerk sei ihm übermenschlich Grauen,
und sein Marschall sei die düst're Pein!"
„Wer mit gesundem Auge darauf sieht,
soll tödlich blaß und stumm sich wenden,
von blinder, kalter Sterblichkeit ergriffen,
soll das Glück sein Grab bereiten."

In seinem Gedicht „Die blasse Maid" schreibt er:
„So hab ich den Himmel verscherzt,
ich weiß es genau.
Meine Seele, die einst Gott gehörte,
ist nun für die Hölle bestimmt."

Zur Familienidylle:
Seine Tochter Eleonor schrieb ein Buch mit dem Titel „Der Mohr und der General, Erinnerungen an Marx und Engels". (Dietz, Berlin, 1964) Sie berichtet darin, daß Marx ihr und ihrer Schwester viele Geschichten erzählte, als sie noch klein waren. Eine Geschichte mit einem Hans Röckle gefiel ihr dabei am meisten. „Diese Geschichte dauerte viele Monate und hatte kein Ende. Hans Röckle war ein Zauberer, der ein Geschäft mit Spielsachen besaß, aber hohe Schulden hatte . . . Obwohl er ein Zauberer war, befand er sich ständig in Geldnot. So mußte er gegen seinen Willen all seine schönen Sachen nach und nach dem Teufel verkaufen. Manche dieser Abenteuer waren so grausig, daß einem die Haare zu Berg standen..."

Arnold Künzli erzählt in seinem Buch „Karl Marx: Eine Psychographie" (Europa Verlag Zürich, 1966) von diesem Leben, das zum Selbstmord von zwei Töchtern und einem Schwiegersohn führte. Drei Kinder starben an Unterernäh­rung. Seine Tochter Laura, die mit dem Sozialisten Lafor­gue verheiratet war, verlor drei ihrer Kinder. Dann be­gingen beide Selbstmord. Seine Tochter Eleonor beschloss ebenfalls, gemeinsam mit ihrem Mann aus dem Leben zu scheiden. Sie starb. Er machte in letzter Minute einen Rückzieher. Marx fühlte sich nicht verpflichtet, den Lebensunterhalt für seine Familie zu verdienen, ob­wohl ihm das zumindest wegen seiner ungeheuren Sprach­kenntnisse nicht schwergefallen wäre. Er lebte vom Bet­teln bei Engels. Er hatte ein uneheliches Kind von seinem Dienstmädchen. Später schob er das Kind Engels zu, der diese Komödie mitspielte. Er war aber auch starker Trin­ker. Rjazanow, der Direktor des Marx‑Engels Instituts in Moskau, gibt diesen Punkt in seinem Buch zu.(Karl Marx als Denker, Mensch und Revolutionär, Verlag für Litera­tur und Politik, Wien, 1928)

E. Ludwig

Gravatar: Elvi Stegner

Sehr geehrte(r) @E. Ludwig,
danke für Ihre interessante Replik, inbes. der Kritik an meiner absolut verkürzten, daher "glorifizierten" Familienidylle, (die ich der a.a.O. biografischen Quelle des renommierten Autors entnommen habe, Piper, 650 S.) Das Buch von Künzli werde ich mir gerne besorgen..

Natürlich haben Sie darin völlig recht, dass Marx alles andere als ein vorbildlicher Charakter war. Doch geht es mir um das Lehrgebäude, auf dass sich die Marxisten aller Couleur beziehen und mit dem "Kommunistischen Manifest" in der Hand eine Blutspur nach der anderen in der Völkergeschichte hinterlassen, schlimmste Christenverfolgungen implizt.

Fakt ist aber dass Marx den religiösen Glauben als Menschenrecht des Individuums ansah, deshalb seine Ausübung zu schützen sei - solange er staatlich unabhängige Privatsache blieb.
Das war für mich die eigentlich überraschende Entdeckung. Die teile ich 100%ig.

"Marxismus" selbst ist m.E. - wie der Glaube an das Heil im "Kapitalismus" - wie überhaupt jeder "-ismus" - quasi "Religion"
Marx selber hätte sich nie als "religiös" bezeichnet. Wiewohl ihn das Religiöse lebenslang in Bann hielt, wie auch die von Ihnen zitierten Verse belegen. So denkt kein A-theist.

Das Judentum seiner Zeit reduzierte Marx schlicht auf "Rothschild", synonym für den "Besitzjuden", den "Geldjuden".
Den hatte er selbst am besten kennen - und verachten gelernt (und über die reiche Bankier-Verwandtschaft für sich hemmungslos ausgenutzt) Das "Kapital" hätte er vielleicht ohne diese spezif. ausschließende Erfahrung nie verfasst, vermutet sein jüdischer Biograf Friedenthal (a.a.O.)
Von einer jüdisch-nationalen Bindung (Judenstaat), wie sie sich bei Moses Heß bereits andeutete, wollte er überhaupt nichts wissen.

Dagegen plädierte Marx für die strikte Trennung von Staat und Religion als reine Privatsache. Aber für die "Freiheit des RELIGIÖSEN", des Glaubens, welche sich von der institutionalisierten "Religion", emanzipieren müsse:

Dazu einige Zitathappen aus seinem Aufsatz "Zur Judenfrage" (1843), an dem er monatelang gearbeitet hatte:

"Der Mensch emanzipiert sich politisch von der Religion, indem er sie aus dem öffentlichen Recht in das Privatrecht verbannt ...Die unendliche Zersplitterung der Religion in Nordamerika z.B. gibt ihr schon äußerlich die Form einer rein individuellen Angelegenheit... (Er meint das Freikirchentum als Vorbild)) Ja, nicht der sogenannte christliche Staat, der das Christenturn als seine Grundlage, als Staatsreligion bekennt und sich daher ausschließend zu andern Religionen verhält, ist der vollendete christliche Staat, sondern vielmehr der atheistische Staat, der demokratische Staat, der Staat, der die Religion unter die übrigen Elemente der bürgerlichen Gesellschaft verweist.

Der sogenannte christliche Staat ist der unvollkommene Staat, und die christliche Religion gilt ihm als Ergänzung und als Heiligung seiner Unvollkommenheit. Die Religion wird ihm daher notwendig zum Mittel, und er ist der Staat der Heuchelei...
Der sogenannte christliche Staat bedarf der christlichen Religion, um sich als Staat zu vervollständigen.
Der demokratische Staat, der wirkliche Staat, bedarf NICHT der Religion zu seiner politischen Vervollständigung. Er kann vielmehr von der Religion abstrahieren, weil in ihm die menschliche Grundlage der Religion auf weltliche Weise ausgeführt ist. Der sogenannte christliche Staat verhält sich dagegen politisch zur Religion und religiös zur Politik. Wenn er die Staatsformen zum Schein herabsetzt, so setzt er ebensosehr die Religion zum Schein herab. ...
Aber der religiöse Geist kann auch nicht wirklich verweltlicht werden, denn was ist er selbst, als die unweltliche Form einer Entwicklungsstufe des menschlichen Geistes?
Der religiöse Geist kann nur verwirklicht werden, insofern die Entwicklungsstufe des menschlichen Geistes, deren religiöser Ausdruck er ist, in ihrer weltlichen Form heraustritt und sich konstituiert.
Dies geschieht im demokratischen Staat.

Nicht das Christentum, sondern der menschliche Grund des Christentums ist der Grund dieses Staates.
Die Religion bleibt das ideale, unweltliche Bewußtsein seiner Glieder, weil sie die ideale Form der menschlichen Entwicklungsstufe ist, die in ihm durchgeführt wird...
Die politische Emanzipation von der Religion läßt die Religion bestehn, wenn auch keine privilegierte Religion...
Die Vollendung des christlichen Staats ist der Staat, der sich als Staat bekennt und von der Religion seiner Glieder abstrahiert...
Die Emanzipation des Staats von der Religion ist nicht die Emanzipation des wirklichen Menschen von der Religion...
...Das PRIVILEGIUM DES GLAUBENS ist ein allgemeines MENSCHENRECHT."
Aus: http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_347.htm

In unserem Zeitalter der Globalisierung mit all seinen verlogenen materialistischen Heilsversprechen hat sich das Verhältnis zur Religion so sehr gewandelt, dass "Opium Religion fürs Volk" geworden ist, wozu generell metaphorisch alle "Betäubungsmittel" zählen, die selbständiges Denken verhindern.
Dazu gehört die staatlich beförderte mediale Dauerkonsumberieselung als ablenkendes Must-have- Wellnessprogramm, High-tec Hirnwaschanlagen aller Art - und auch die manipulative Funktion des Internets.

Danke für Ihre Geduld bis hierher
mit freundlichen Grüßen
E.Stegner

Gravatar: Anne R.

"Die Familie ist wohl die letzte einigermaßen intakte menschliche Reserve gegen die völlige Verstaatlichung und die reine Verberuflichung des Menschen gegen seine Verameisung, die auch Vereinsamung werden kann."

Theodor Heuss

Gravatar: Egon Beier

Liebe Clara, (ich darf Sie doch so nennen).

Ich denke Sie haben nichts verstanden.
In der Anfangszeiten der s.g. soziale Marktwirtschaft war es gelungen, infolge der Lehren aus den I. u. II. Wk, einen gewissen Wohlstand für breitere Gesellschaftsgruppen zu erzeugen. Diese Gesellschaftsschichten haben diesen Wohlstand selbst erzeugt! Die Parteien waren damals nicht in der Lage , evtl. auch nicht Willens, den Bürger unter die Knute zu zwingen. Es war auch deshalb nicht opurtun, da die BRD als Bollwerk gegen den Sozialismus etwas vorzeigen sollte. Die Menschen auf der anderen Seite sollten sehen wie toll kapital. Verhältnisse sind.
Mit dem Fall der Mauer sind auch hier alle Hemmungen gefallen.
Die Bürger dieses Landes sind nur noch 'Verfügungsmasse' für geopolitische und wirtschaftliche Spielchen. Die Parteien an den Fleischtöpfen leben in den Wahn den neuen Menschen in neuer Umwelt zu schaffen. Und sie werden ihre Macht notfalls auch mit Gewalt verteidigen! Was gelten Heute noch Gesetze für die Regierung?
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Die Parteien wollen dabei nicht sehen, oder sie ignorieren es bewusst, das dabei der Nationalstaat, die Kultur, die Familie und letztendlich der Mensch selbst zerstört wird! Was soll so toll der an neuen Welt sein? Jeder für sich gegen alle und allein? Eine Welt voll Psychopathen? Einen besseren Weg Menschen wie Vieh zu lenken gibt es nicht!
Wer sind die Drahtzieher? Wem folgen die Politiker?

Wie haben es zugelassen, das sich eine politische Kaste etabliert, die der Meinung ist, das der Bürger zwar unendlich von seiner Arbeit abzugeben hat, aber sonst 'Dreck und Pack' ist.
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Wir leben längst in einer Parteien und Konzerndiktatur!
Wer in der Demokratie schläft wacht in der Diktatur auf.
Willkommen im Arbeits- und Umerziehungslager.
Wenn es nicht gelingt Heute umzusteuern sind wir bald das Armenhaus Europas. Dann kann man ja das Monopoly neu anwerfen und es geht aufwärts? Meinen Sie? Nein! D hat zwei Kriege verloren, große Teile der Landesfläche verloren, Millionen Frauen und Kinder sind verdorben. Wir schaffen es ja noch nicht mal für diese Opfer ein Denkmal zu setzen. Einen dritten, jetzt gerade laufenden Krieg von Innen , wird dieses Land als Kultur nicht überleben.
Ich erinnere an die Resolution des Bundestages bzgl. Völkermord in Tibet durch Ansiedlung von Chinesen. Dann schauen sie nach D. Meinen Sie mehr als 20% Einwohner mit Migrationshintergrund in einem Land, und das alles in wenigen Jahren, sind kein Genozid am Wahlvolk?
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Gravatar: Clara West

Lieber Egon,

Der Wohlstand in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg entstand zum einen durch Foerderprogramme (Marshall-Plan) und Billigproduktion - z.B. der VW Kaefer. Diese Wohlstandsentwicklung konnte man aber auch in den USA zur gleichen Zeit beobachten, obschon dort nichts zerstoert war.

Der Wohlstand hueben wie drueben wurde durch politische Lenkung ermoeglicht, weil man erkannte, dass der reine Kapitalismus nichts bringt. Der Trick war, dass ein Volk sich die eigenen Produkte leisten koennen muss (soziale Marktwirtschaft). Es war also die staatliche Intervention - auch und gerade in den USA durch Praesident Truman, die diese sogenannten Wirtschaftswunder ermoeglichten. Hinzu kam noch, dass in der Bundesrepublik ziemlich viel zerstoert war. Aber da half auch u.a. amerikanische Unterstuetzung, nicht zuletzt mit schwerem Geraet.

Nur Fleiss hilft gar nichts. Es ist einfach ein Ammenmaerchen, das immer und immer wieder zu wiederholen. Es wird dadurch nicht wahrer. Fleiss ist eine gute Eigenschaft, die in entsprechenden Rahmenverhaeltnissen zu passablem Erfolg fuehren kann.

Weiterhin gilt trotz alledem, dass das ganze nur dann funktioniert, wenn die Rohstoffe billigst von woanders herkommen. Deutschland hat nahezu keine eigenen Rohstoffe. Bedeutet, dass wir extrem auf dieses Gefaelle angewiesen sind, um passabel wirtschaften zu koennen. Wir leben also umso besser, je mehr wir andere arm halten. Klingt drastisch, zeigt aber, wie das ganze funktioniert.

Gravatar: Unmensch

Angebot und Nachfrage: wenn alle studieren dann ist das zwar schön egalitär und alle sind gleich viel wert - es hat so ein Studienabschlus dann aber auch keinen besonderen Wert mehr. Und so wird viel Zeit und Energie aufgewendet für etwas, das wenig bringt. Verschwendung.
Angebot und Nachfrage, auch auf dem Arbeitsmarkt: wenn Männer UND Frauen alle Vollzeit arbeiten, dann muss entweder sehr viel mehr zu tun sein als früher, oder es wird aufgrund des Überangebots an Arbeitskraft einfach nur der Preis gedrückt. Anbetracht der Lohnentwicklung ist also eher Preisdrückerei zu vermuten.
Und was das Thema Familie betrifft: das ist eng mit Nachwuchs verbunden - was heutzutage schon in gefährlicher Nähe zu Rassismus steht, weil es doch menschlich moralisch viel wertvoller wäre, Flüchtlinge aufzunehmen als eigene Kinder in die Welt zu setzen. Sagen die Selbstlosen.

Gravatar: Th.Borgartz

Für Linke ist das weite Feld der Erziehung schon immer das beherrschende Thema gewesen. den wer den neuen Menschen schaffen will, muss schon in deren Kindheit anfangen.
Zur Schaffung eines neuen Typus Mensch, muss der alte von seinen Traditionen "befreit" werden. "Denn nur mit der Distanzierung von kulturellen Bindungen" kann, so der Erziehungswissenschaftler W. Lempert, den bestehende Gesellschaft überwunden werden. Das Ergebnis sehen wir in der Praxis.Ca. 80.000 Jugendliche verlassen Jahr für Jahr die Schule ohne jeglichen Abschluss. Unser Land ist durch die linke Unterwanderung und damit verbundene " Stigmatisierung der Anstrengungskultur" zu einem bildungsarmen Land mutiert.

Gravatar: Karin Weber

Hier mal ein gutes Beispiel, wie das rotgrüne Gewaltschutzgesetz wirkt und internationale beurteilt wird:

https://vimeo.com/238780126

Asylantinnen lernen verdammt schnell von den hiesigen Feministinnen.

Gravatar: Petru

Es spielt keine Rolle was Marx war. Seine Analyse der kapitalistischen Ökonomie ist glasklar. Entscheidend ist nach dem Motto: guckt mal, dem hängt der Schlips schief und das Hemd ist nicht gebügelt. Den braucht man nicht zuzuhören.. Die Gleichheit bedeutet Aufhebung der Klassenunterschiede. Wer Worte wie Marxist benutzt, sollte schon die Bedeutung kennen.

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