Einigung auf Brexit-Deal am Dienstag rückt in weite Ferne

May droht Unterhaus: »Vielleicht treten wir gar nicht aus«

Am 12. März will Premierministerin Theresa May im britischen Unterhaus die finale Abstimmung über ein Brexit-Abkommen durchführen. Ihr droht erneut eine Niederlage. Am Wochenende brachte May ins Spiel, dass man dann vielleicht gar nicht aus der EU austrete.

Foto: European Commission
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Am 29. März soll der Austritt Großbritannien aus der EU erfolgen, doch nach der klaren Ablehnung des Brexit-Deals durch das britische Unterhaus bleibt unklar, wie genau der Austritt aus der Staatengemeinschaft ablaufen soll - und ob er womöglich gar nicht so zu diesem Datum erfolgt.

Die britische Premierministerin Theresa May konnte bis Montagfrüh keine neuen Zugeständnisse der Europäischen Union beim Brexit-Vertrag erreichen. Die Gespräche mit Brüssel gelten als festgefahren. Damit sinken Mays Chancen auf eine Zustimmung des britischen Parlaments zum EU-Austrittsabkommen an diesem Dienstag.

Lediglich gibt es ein Angebot von EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier an Großbritannien, dass dieses bei der umstrittenen Auffanglösung für Nordirland nicht Teil einer Zollunion mit der Europäischen Union sein solle. Damit gebe die EU London »die Option zu einem einseitigen Austritt« aus der Zollunion, teilte Barnier am Freitag mit.

Die Nordirland-Frage gilt als größtes Problem bei der Ratifizierung eines Austrittsabkommens, da sowohl die EU als auch Großbritannien verhindern wollen, dass nach dem Brexit eine »harte Grenze« mit Kontrollen zwischen der britischen Provinz Nordirland und dem EU-Mitglied Irland entstehe.

Darum hat Premierministerin Theresa May die EU zu einer letzten Anstrengung auf dem Weg zu einem Brexit-Kompromiss aufgerufen. Sie drohte zugleich ihren Abgeordneten, eine Ablehnung des Austrittsvertrags könnte letztlich bedeuten, »dass wir die EU vielleicht nie verlassen werden« und der geplante Brexit nicht stattfinde.

Diesen Dienstag stehen im britischen Unterhaus eine Reihe entscheidender Brexit-Abstimmungen auf der Tagesordnung. Eine Mehrheit ist für May abermals nicht in Sicht. »Es ist unausweichlich, dass das unveränderte Austrittsabkommen wieder abgelehnt wird«, erklärten die Abgeordneten Steve Baker von Mays konservativen Tories und Nigel Dodds von der nordirischen DUP, die entschiedene Brexit-Befürworter sind.

Kommt es erneut zu einer Ablehnung des Brexit-Deals, stimmen am Mittwoch die Abgeordneten darüber ab, ob Großbritannien am 29. März ohne Vertrag aus der EU austreten soll, was zuvor auch schon mal abgelehnt wurde. Wird der harte Brexit zurückgewiesen, wird am Donnerstag über eine Verschiebung des Austrittsdatums entschieden. Ebenso liegt im Parlament ein Antrag für ein zweites Referendum vor.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Am Wochenende brachte May ins Spiel, dass man dann vielleicht gar nicht aus der EU austrete.“ ...

War das nicht von Anfang an ihre Absicht???

Gravatar: Marc Hofmann

So ein Schwachsinn!!!
Wie so ein Austritt aussehen soll....England ist bereits ausgetreten....da schaut gar nichts mehr aus!
Am 01.04.2019 wird England wieder FREI SEINE EIGENEN VERORDNUNGEN und GESETZE MACHEN....und nicht mehr von der EU die Vorgaben bekommen...wieviel CO2 eingesparrt werden soll...ob man Plastik verbietet....wie die Gurkenkrümmung ist...wieviel illegale Einwanderer man zu übernehmen hat usw.
Der Austritt ist kein Austritt sondern einfach nur die Verabschiedung von der Fremdbestimmung (Gesetzgebung) der EU Mafia!

Gravatar: Doris Mahlberg

"Vielleicht treten wir gar nicht aus."

Dear Mrs.May, sollte das ihr Plan sein, den sie tatsächlich verwirklichen wollen, werden Sie Ihre Engländer kennen-
lernen.

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Nun denn , Chuchill und Bomber Harris , die Deutschen haben doch gesiegt !!! Das das nun gerade diese Rautenfrau den Siegesstiefel versinnbildlicht ist schon grenzwertig demütigend !!!!Ha, Ha , ha

Gravatar: Karl Brenner

Alles bestens inszeniert. Von Beratern der US-Bank Goldman & Sachs. Wie beim Griechenland-Euro. Der ehemalige Kommissionspräsident und Sozialist Barroso gehört jetzt zu dieser Verräterbande. Welch Zufall.

Kein Vaterland, keine Ehre und keine Würde.
Alles nur noch Gier.
Wer am meisten Zahlt, dem wird gefolgt.
Joseph Fischer und seine Thinktanks lassen Grüßen.
Das ist das Ziel der globalen Oligarchen.
Und das hat man davon, wenn man sein Land aufgibt.
Schöne Zeiten.

Gravatar: Jutta

Die treten auch nicht aus, das würde der NWO nicht bekommen. Die Freimaurer haben auch da den Daumen drauf.
Wir dürfen uns warm anziehen und und an den Einen klammern, und in Erwartung Seiner Wiederkunft leben.
Dann kommt das Beste und echte Freiheit ! Dann haben wir es geschafft, die IHM sind, weil ER alles für uns getan hat.

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