Buchbesprechung

Von Meinungsmacht und Alpha-Journalisten

Eine Studie über die Medienbranche hat herausgefunden: Die Nähe führender Journalisten zu elitären Netzwerken führt zu einer Kluft zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung.

Foto: Stephan Röhl / boellstiftung / flickr.com / CC BY-SA 2.0
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Wie kommt es, dass die Medien die Europäische Union als Zukunftsprojekt feiern, obwohl europaweit Millionen Menschen der EU kritisch gegenüberstehen? Wie kann es sein, dass die Medien verbal gegen Russland aufrüsten und dabei ignorieren, dass sich die Zeitungsleser und Fernsehzuschauer über die einseitige Berichterstattung beschweren? Wieso wird das Thema Freihandelszone mit den USA in den Medien marginalisiert oder verschwiegen, obwohl sich große Teile der Bevölkerung darüber empören?

In den letzten Monaten hat sich wieder die tiefe Kluft zwischen der medialen Berichterstattung und der Sichtweise der Bevölkerung offenbart, zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Menschen auf die vielseitigen Informationsangebote des Internets ausweichen. Das Vertrauen in die klassischen Zeitungen und Rundfunkanstalten schrumpft. Neue ausländische Medien wie Russia Today und Al Jazeera freuen sich dagegen über wachsende Zuschauerzahlen, weil sie alternative Sichtweisen zur Berichterstattung von ARD, ZDF, BBC und CNN bieten.

Studien zeigen: Journalismus ist selten unabhängig

Jährlich werden Milliarden für Propaganda, Public Relations und Werbung ausgegeben. Besonders wirkungsvoll ist die gezielte Einflussnahme auf die Leitmedien. Im schnelllebigen Alltag ist für die meisten Menschen nicht durchschaubar, über welche Informationskanäle und Netzwerke die Nachrichten zum Publikum lanciert werden.

Berühmt ist mittlerweile die US-amerikanische Studie von Noam Chomsky und Edward S. Herman: »Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media« (New York: Pantheon Verlag 1988). In ihren Untersuchungen entwickelten die beiden Wissenschaftler das sogenannte Propagandamodell. Sie erkannten einen Mechanismus, der zur Schaffung eines Konsenses ganz im Sinne der gesellschaftlichen Eliten führt und Dissens marginalisiert. Dies geschieht durch verschiedene Filter, die zur Selektion von Nachrichten führen. Dazu gehören zum Beispiel die Ansichten und Interessen der Investoren und Geschäftsinhaber eines Mediums, die Profit- und Markausrichtungen der Werbekunden sowie die Beziehungen der Journalisten zu Machtzentren, um Informationszugang aus erster Hand zu erhalten. Hinzu kommen der versteckte Druck der Machteliten auf die Medien, um Kritiker ruhig zu stellen, und schließlich ideologische Hintergründe.

In Deutschland ist es kaum besser als in den USA

In einer aktuell viel beachteten Studie hat der Leipziger Medienwissenschaftler Uwe Krüger die Verflechtungen von elitären Netzwerken und Journalisten untersucht (Meinungsmacht. Der Einfluss der Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse, Reihe des Instituts für Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung, Band 9, Köln: Herbert von Halem Verlag, 2013, zugleich Dissertation).

Besonders auffällig ist die Eingebundenheit prominenter Alpha-Journalisten in elitäre Machtzirkel. Ihre Nähe zu spezifischen Milieus aus Politik und Wirtschaft hat Einfluss darauf, inwiefern sich die Themen und Diskurse der Eliten auf die Berichterstattung in den Medien auswirken. Dabei dürfte es selbst für unvoreingenommene und bemüht neutral wirkende Journalisten schwierig sein, sich der Beeinflussung zu entziehen. Sie sind längst Teil eines komplexen Kommunikationssystems gegenseitiger Gesinnungsnähe geworden, in dem die Themen gesetzt und akzentuiert werden.

Ein prominentes Beispiel ist der Mitherausgeber der Zeit, Josef Joffe. Seine transatlantische Affinität ist seit langem bekannt und nicht ungewöhnlich, zumal er an der John Hopkins-University in Washington und an der Harvard-University studiert hat, außerdem an den Eliteuniversitäten Stanford und Princeton tätig war.</strpong>

Zu den Eckpunkte seines Netzwerkes gehören neben der Zeit unter anderem (siehe Kröger, S. 137 ff.): Goldman Sachs Foundation (USA), American Academy in Berlin, American Institute for Contemporary German Studies (USA), International Institute for Strategic Studies (UK), American Council on Germany (USA), Trilaterale Kommission, Weltwirtschaftsforum in Davos, Bilderberg, Aspen Institute, Europe’s World, The American Interest (USA), Council on Public Policy, Atlantik-Brücke, usw.

Die Vernetzungen einflussreicher Journalisten mit internationalen Organisationen und Regierungsinstitutionen bleiben dem Zeitungsleser meist verborgen. Immerhin wurden die Verflechtungen von Josef Joffe (Die Zeit), Stefan Kornelius (Süddeutsche), Michael Stürmer (Welt), Günther Nonnenmacher und Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ) sowie Kai Diekmann (Bild), die auch in der Studie von Uwe Krüger besprochen werden, in der ZDF-Kabarett-Sendung »Die Anstalt« am 29. April 2014 einem staunenden Publikum vorgetragen.

Wie sich transatlantische Netzwerke in der deutschen Berichterstattung widerspiegeln

Nach umfangreicher Analyse der Netzwerke prominenter Journalisten untersuchte Uwe Krüger die Auswirkungen auf die Berichterstattung. Dabei bediente er sich der, aus der Soziologie bekannten, Frame-Analyse bzw. Rahmen-Analyse. Unter Frames werden typische Deutungsmuster verstanden, nach denen Themen journalistisch aufgearbeitet werden. Hierzu gehören spezifische Charakteristika: Wie strukturiert der Journalist seine Informationen? Wie reduziert er Komplexität, um das Thema auf den Punkt zu bringen? Wie werden Probleme und Ursachen identifiziert? Welche Lösungen werden angeboten?

Anhand des Beispiels der Außen- und Sicherheitspolitik wurde festgestellt, dass die untersuchten Journalisten sich des erweiterten Sicherheitsbegriffs der USA und NATO bedienen und in ihren Darstellungen und Argumentationen stärker von den Diskursen der transatlantischen Netzwerke geprägt sind als etwa vom innerdeutschen Diskurs. Das zeigt sich mitunter darin, dass diese Alpha-Journalisten ganz im US-amerikanischen Sinne die Deutschen zu mehr Engagement in der NATO auffordern, während viele Journalisten außerhalb der großen Leitmedien Auslandseinsätze der Bundeswehr tendenziell ablehnen.

Exemplifiziert werden die Beobachtungen anhand des Beispiels der Münchener Sicherheitskonferenz (Munic Security Conference, MSC). Hierbei handelt es sich um eine bedeutende, jährlich stattfindende Tagung, bei der sich internationale Politiker, Militärs und Rüstungsindustrielle ihr Stelldichein geben, um die Lage der Welt zu erörtern.

Deutlich wurde hierbei, wie die führenden Journalisten der Welt, FAZ und Süddeutschen Zeitung dieser Veranstaltung positiv gegenüberstehen. Berichtet wurde hauptsächlich über den Fortgang der Konferenz selbst. Proteste gegen die MSC wurden nur am Rande erwähnt oder marginalisiert. Eine kritische, distanzierte Auseinandersetzung mit den Hintergründen und Zielen fand kaum statt. Anders bei den kleinen Zeitungen wie beispielsweise der taz: Hier wurde der kritischen Beurteilung der MSC mehr Raum gewährt und ausführlicher über die umfangreichen Proteste geschrieben.

Die mangelnde Distanz zur Macht erschwert die kritische Sicht von außen

Fazit: Bei der Studie »Meinungsmacht« handelt es sich, trotz des wissenschaftlichen Stils, um eine rasant lesbare Untersuchung zu elitären Netzwerken und ihren Einfluss auf das Mediengeschehen. Ergänzt wird die kritische Abhandlung von einer umfangreichen Dokumentation der Verbindungen von Journalisten zu Organisationen.

Das Buch von Uwe Krüger hebt sich angenehm von verschwörungstheoretischen Ansätzen ab, die sämtliche Nachrichtenmanipulationen als bewusste Propaganda hinstellen. Vielmehr wird das Augenmerk auf die mangelnde Distanz zwischen Journalismus und Eliten gelegt. Wer sich permanent im elitären Diskurs der Mächtigen bewegt, tendiert dazu, die Objektivität einer kritischen Außenperspektive zu verlieren.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: mestro

Um das zu merken, brauchte es keine Studie über die Medienbranche. Dennoch ist sie gut für Leute, die noch immer nicht gemerkt haben, wie der Hase auf diesem Gebiet läuft.

Gravatar: patrick feldmann

Anders als "mestro" sehe ich diese Studie als elementar an, um dem allgemeinen Gefühl für jene immer weiter aufgehende Schere zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung eine Fassbarkeit zu geben. Mit so einer Studie auf dem Tisch ist es eben keine Verschwörungstheorie, wenn man feststellt, dass die Medien sich als Ausführende der Mächtigen verstehen und bspw. eine Partei wie die AfD kontinuierlich diffamieren und verhetzen ohne je auf ihre Inhalte einzugehen.
Man kann nur hoffen, dass immer mehr Menschen wachwerden und abgesehen von den zwangsfinanzierten ÖR-Journalisten die Zeitungen auch ökonomisch spüren lassen, dass Realitätsverweigerung im Fiasko endet.

Gravatar: Dr.Claus-Dieter Kkügel Landolfshausen

WELT und FAZ waren für mich bis in die 80iger Meinungsbildner. Heute ist das "Gestriges Relikt". Ich wurde 1945 in der SBZ Mitglied der "LDP" (Mein Vater war !945 Mitbegründer in Zeitz)und ich meinte nach meiner Flucht 1947 darum bis 1994 die LDP unterstützen zu müssen. Ich hoffe auf die A.f.D. Dr. Klügel Landolfshausen.

Gravatar: Eber

Wie man neulich las, befinden sich die verkauften Auflagen der Mainstreamer im rapiden Sturzflug - wie ich, kaufen bzw. abonnieren wohl immer weniger Leute deren "Produkte". Ich selbst habe nur noch ein Lokalblatt, das braucht man eben.

Wenn die Auflagen soweit sinken, dass die Existenz der Blätter bedroht ist, wachen die Herrschaften vielleicht auf?

Die FAZ hat kürzlich den Umfang von täglich regulär 32 Seiten auf 28 verringert, so kann man ein Preiserhöhung von 12,5 Prozent natürlich schon kaschieren, aber eben nicht oft ...

Ich bin durchaus gespannt darauf, wie das bei den Mainstreamern weiter gehen wird. Ich schätze mal, es wird in naher Zukunft einige Erschütterungen und Überraschungen geben.
Vielleicht fusionieren FAZ und Bild ??? :-))) - Bild will doch zum Qualitätsmedium aufsteigen, wie man las?

Warum fällt mir jetzt ganz spontan Monty Python ein ???

Gravatar: Dr. Michael Schneider-Flagmeyer

Ganz kann ich dem hier Gesagten und Herrn Krüger nicht zustimmen. Es ist nicht nur die Bindung der "Alpha-Journalisten" (lächerliches Wort) an die Macht und die transatlantischen Netzwerke, die die Journalisten der Leitmedien immer mehr der Bevölkerung entfremden. Es ist auch das Pisa-Syndrom, das mitunter miserable Bildungsniveau dieser Leute in fast allen Medien.
Aus diesem Artikel hier geht nicht hervor, wieweit Krüger die Studie der Hamburger Universität von 2005 berücksichtigt. Danach fühlen sich zwei Drittel der Journalisten den linken Parteien verpflichtet, davon der größte Anteil den Grünen. Die Mehrheit der Journalisten ist parteipolitisch gebunden bzw stark beeinflusst. Nur 19 % hatten sich in der Hamburger Studie als parteipolitisch unabhängig erklärt.
Nicht zu unterschätzen ist das wirklich beklagenswert schlechte Bildungsniveau. Besonders sichtbar wird das an den Berichten über die katholische Kirche. Hier schwafelt inzwischen jeder Schreiberlehrling bis zum Redaktionsleiter daher ohne jede Kenntnis und Wissen von Religion und Kirche.
Selbst in der früher einmal sehr ernstzunehmenden FAZ verbreiten verkrachte Theologen und Expriester wie Deckers und Töpfer ihre Unkenntnis über elementare Sätze und Regeln ihrer Kirche , die nicht nur ihrer persönlichen Situation geschuldet sind, sondern der blanken Ignorantia (=schuldhaftes Nichtwissen). Im Feuilleton (heute oft als "Salon" bezeichnenderweise genannt) offenbart sich in den Leitmedien, besonders in den öffentlich-rechtlichen, ein Unwissen und ein Niveau, das peinlich bis lächerlich ist. Das Ganze wirft natürlich auch ein Licht auf die universitären deutschen Ausbildungsstätten, die der an eine amerikanische Eliteuniversität ausgewanderte Philosoph Vittorio Hösle für hoffnungslos verrottet hält.
Es wären hier noch viele andere Punkte anzuführen, die für dieses Thema wichtig sind.

Gravatar: Ulrich Dittmann

John Swinton artikulierte schon etwa um 1880 die Wahrheit betr. Meinungsmache , resp. der sog. Pressefreiheit:

Eines Abends etwa um das Jahr 1880 war John Swinton, damals der bedeutendste New Yorker Journalist, Gast eines ihm zu Ehren von seinen früheren Branchenkollegen gegebenen Banketts. Irgendjemand, der weder die Presse noch Swinton kannte, brachte einen Trinkspruch aus, auf die unabhängige Presse. Swinton schockierte seine Kollegen mit der Antwort:

“Es gibt hier und heute in Amerika nichts, was man als unabhängige Presse bezeichnen könnte. Sie wissen das und ich weiß das. Es gibt keinen unter Ihnen, der es wagt seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn Sie sie schrieben, wüssten Sie im voraus, dass sie niemals gedruckt würde. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, meine ehrliche Überzeugung aus der Zeitung, der ich verbunden bin, herauszuhalten. Anderen von Ihnen werden ähnliche Gehälter für ähnliches gezahlt, und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde auf der Straße und müsste sich nach einer anderen Arbeit umsehen. Würde ich mir erlauben, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, würden keine vierundzwanzig Stunden vergehen und ich wäre meine Stelle los. Das Geschäft von uns Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, freiheraus zu lügen, zu verfälschen, zu Füßen des Mammons zu kriechen und unser Land und seine Menschen fürs tägliche Brot zu verkaufen. Sie wissen es, ich weiß es, wozu der törichte Trinkspruch auf die unabhängige Presse. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen reicher Menschen hinter der Szene. Wir sind die Marionetten, sie ziehen die Schnüre und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unsere Leben sind alle das Eigentum anderer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.”

Tja, dem ist leider, leider nichts hinzuzufügen. So ist es auch bei uns – bei mindestens 95 % unserer gleichgeschalteten und gut dressierten “Political-Correctness”-Presse.

Um so wichtiger ,UNABHÄNGIGE Medien und Presseorgane wie beispielsweise ´Die FREIE WELT`, die Wochenzeitschrift ´Junge Freiheit´, oder ´JOURNALISTENWATCH` in jeglicher Beziehung zu unterstützen – finanziell, oder zumindest durch “Werbung” für diese Publikationen !!!

Gravatar: karl

Kriminalitätsstatistik „Die Statistik ist ein Lügenmärchen“
05.06.2014

Kay Wegermann, Vorsitzender des Bezirksverbandes Gummersbach im Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), nennt die Statistik ein „Lügenmärchen“. Sie spiegele nicht die reale Belastung der Kripobeamten und die Kriminalität wider, die es in Oberberg wirklich gebe.

Im Jahr 2013 habe man im Oberbergischen nur die Hälfte der Fälle statistisch erfassen dürfen, die zu bearbeiten waren.

„Viele Arbeiten, die die Kripo erledigen muss, dürfen nicht erfasst werden, weil sie von der Statistik nicht vorgesehen sind.“

Vor allem die Internetkriminalität werde immer mehr und bereite den Kollegen viel Arbeit. Wenn sich während der Ermittlungen dann aber herausstelle, dass die Spur des Täters ins Ausland führe, werde der Vorgang abgegeben und die aufgebrachte Zeit von der Statistik im Oberbergischen nicht mehr berücksichtigt.

http://www.rundschau-online.de/oberberg/-kriminalitaetsstatistik--die-statistik-ist-ein-luegenmaerchen-,15185498,27361072.html

Selbes Thema andere Zeitung:
Die Statistik ist nur eine Seite der Medaille. Tatsächlich hatte die oberbergische Kripo im Jahr 2013 mehr als doppelt so viele Fälle zu bearbeiten, als statistisch erfasst werden durften. In den letzten acht Jahren stieg die Vorgangsbelastung um knapp 30 Prozent, das Personal wurde hingegen seit 2005 um zwölf Prozent verringert.“ In diese Belastung nicht eingerechnet seien hochgerechnet 2.800 Fälle von Wirtschaftsspionage und –betrug mit einem Schaden von bis zu 300 Millionen Euro für den Mittelstand allein im Oberbergischen. Ebenfalls nicht eingerechnet sind laut Wegermann hunderte Anfragen von Betroffenen, denen täglich tausendfach Betrügereien, Erpressungen sowie Daten- und Identitätsdiebstähle durch internationale Computerkriminalität drohen.

Dann stellen sie fest, dass die Tat einen Auslandsbezug hat, dürfen sie statistisch nicht erfassen und bekommen mangels Arbeits- und Belastungsmessung keine personelle Unterstützung“, erklärt Kay Wegermann das Dilemma. Das sei abstrus und er warte auf den Moment, in dem die Politik aus Gründen der Personalreduzierung entscheide, dass beispielsweise von im Ausland zugelassenen Fahrzeugen verursachte Verkehrsunfälle oder durch südosteuropäische Banden begangene Einbrüche und Raubüberfälle nicht mehr zu erheben seien. „Hierdurch könnte die Statistik leicht ein viel rosigeres Unfall- und Kriminalitätsbild malen. Die Bürger und Wirtschaftsunternehmen wären damit aber im doppelten Wortsinne Diebstahl, Lug und Betrug machtlos ausgeliefert“, erklärte Wegermann weiter.

Der Finanzminister würde seinem Innenminister hingegen zumuten, bei der Polizei mit Zielsollstärken und Luftbuchungen zu operieren sowie die Behörden mit ihren nicht mehr zu verkraftenden Ausfällen allein zu lassen. NRW brauche 4.000 Polizisten mehr, die Kripo davon die Hälfte.

http://www.oberberg-aktuell.de/index.php?id=432&amp;tx_ttnews[tt_news]=158046&amp;cHash=7f56942e4d

Gravatar: Beate Kruse

Spruch des Tages

»Wenn mein Sohn mit zwanzig Jahren nicht Kommunist ist, enterbe ich ihn; wenn er mit dreißig Jahren noch immer Kommunist ist, enterbe ich ihn auch.«
George Clémenceau

Und erneut ein so sinnloser dummer Spruch, der offenbar nur der Sprücheredaktion gefällt!!
Wann hört der Unsinn endlich auf? Wann erreichen Sie das hohe Niveau Ihrer übrigen Redaktion???

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