Bevölkerung: Ägypten hat die 100-Millionenmarke überschritten

Neue Weltsprachen: Arabisch und Chinesisch auf dem Vormarsch

China wächst zur Weltmacht heran. Und die arabischsprachige Welt hat ein enormes Bevölkerungswachstum: Allein Ägyptens Bevölkerung ist in ca. 200 Jahren von 2 Millionen auf rund 100 Millionen gestiegen. Arabisch und Chinesisch werden als Verkehrssprachen weltweit an Bedeutung gewinnen.

Foto: Ramy Raoof [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons
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Englisch und Spanisch werden wegen ihrer Verbreitung bedeutende Weltsprachen bleiben. Die US-amerikanische Dominanz im Netz sorgt ebenfalls für eine überwältigende Präsenz des Englischen im Netz. Französisch wird an Bedeutung verlieren. Zwei Sprachen werden in Zukunft international an Bedeutung gewinnen: Arabisch und Chinesisch.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war das Arabische stark zurückgedrängt. Im Maghreb war durch die Kolonien Französisch Verkehrssprache geworden und im Osten durch das Osmanische Reich Türkisch. Mit dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches und des französischen Kolonialreiches gewann das Arabische wieder an Bedeutung als Verkehrs- und Verwaltungssprache.

Doch der wichtigste Aspekt ist die wachsende Bevölkerung. Um 1800 und um 1900 war die Zahl der arabischen Muttersprachler gering, weil zuvor das Bevölkerungswachstum in Nordafrika und Vorderasien über mehrere Jahrhunderte stagnierte.

Ägyptens Bevölkerung ist in nur 60 Jahren von 27 Millionen auf rund 100 Millionen gestiegen

Zum Vergleich: Um 1800 hatte Ägypten 2-3 Millionen Einwohner. Um 1960 waren es 27 Millionen. 1980 waren es schon 44 Millionen (Quelle: Weltbank). 97 Millionen waren es offiziell im Jahr 2017 (Quelle: World Fact Book 2018). Mittlerweile hat das Land die 100-Millionenmarke überschritten. Heute (2019) hat das Land rund 101 Millionen Einwohner.

Nun ist es so, dass die Zahlen der Erhebungen und Berechnungen unterschiedlich ausfallen. Wegen der Flüchtlinge, Migranten, illegaler Umzüge innerhalb des Landes und wegen der starken Landflucht (nach Kairo) sind die Ämter mit genauen Erhebungen überfordert. Klar ist nur folgendes: Entweder hat Ägypten die 100-Millionenmarke gerade überschritten oder es wird diese Zahl in jedem Moment überschreiten.

Arabisch wird Weltsprache

Andere Länder haben ebenfalls ein enormes Wachstum, und das trotz Kriegen und Krisen. Beispiel: Der Irak hatte (nach Weltbankinformationen) 1960 rund 7 Millionen Einwohner. 1980 waren es fast 14 Millionen. 2018 hatte der Irak rund 38,2 Millionen Einwohner und dürfte demnächst die 40-Millionen Einwohnermarke erreichen. Bis 2050 soll die Bevölkerung auf rund 80 Millionen angestiegen sein.

Arabisch wird von mehr als 320 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Rund 420-430 Millionen sprechen es als Zweitsprache. Das sind zusammen rund 750 Millionen. Bald dürfte es eine Milliarde sein. Bis 2050 dürfte sich die zahl der arabischsprachigen Staaten von Marokko bis Irak und Oman verdoppelt haben.

Doch es gibt noch andere Gründe, die dafür sprechen, dass Arabisch Weltsprache wird. Araber leben überall auf der Welt. Ihre Zahl wächst in Großbritannien, Frankreich, in den USA und auch in Deutschland beständig. Sie bauen Netzwerke auf und finden Gemeinsamkeiten.

Man kann es im Alltag beobachten. In Berlin stoßen immer mehr Urlauber aus den arabischen Golfstaaten auf arabischsprachige Bewohner der Stadt. Die arabischen Touristen aus den VAE (Duai und Abu Dhabi) oder aus Kuwait wundern sich, dass sie im Berliner Restaurant oder an der Imbissbude von Arabern aus Syrien oder dem Libanon bedient werden. Oft hört man Sätze und Dialoge wie »Btitkallem arabi?« —  »Aiwa«, »Naam« — und verwunderte oder freudige Gesichter, weil sie alle auf Arabisch in Deutschland kommunizieren können.

Chinas Netzwerk umschließt die Welt

China hatte schon immer eine große Einwohnerzahl. Somit gab es schon immer viele Menschen, die Chinesisch (Inklusive Mandarin und Kantonesisch) sprechen oder verstehen. Doch zu Zeiten, als die Volksrepublik China abgekapselt war, hatte dies kaum Einfluss auf die globale Kommunikation.

Das hat sich nun gewandelt. Denn den rund 1,4 Milliarden Chinesen in der Volksrepublik (inkl. Hongkong und Macao) sowie in Taiwan und Singapur stehen noch zusätzlich rund 40 Millionen Auslandschinesen gegenüber, die in verschiedenen Teilen Asiens, Europas und Nordamerikas leben. Ihre Zahl steigt beständig und führt zu einem Wachsen chinesischer Netzwerke. In immer mehr Staaten dominieren Chinesen den Handel (Thailand, Malaysia, Indonesien).

Das hat sich herumgesprochen. Daher lernen immer mehr Schulkinder in den USA, Kanada und Großbritannien Chinesisch, weil die Eltern Sorge haben, dass ihre Kinder in der globalen Welt der Zukunft den Anschluss verlieren könnten.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Oskar

@ Hartwig

Chinas 1-Kind-Politik ist längst aufgehoben.
Die dürfen sich lustig extrem weiter vermehren.

Gravatar: Freigeist

Da sich in den Entwicklungsländern fast nicht vorwärts bewegt, außer die Überbevölkerung, werden viele Menschen nach den Wohlstand-Oasen kommen wollen und auch kommen. Sofortige Schließung der Grenzen für angesteuerte Zuwanderung.

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Auch hierzu wieder als Pflichtlektüre Gunnar Heinsohn ,,Söhne und Weltmacht " !!!!!!

Gravatar: Hartwig

Es ist alles wunderbar in Ordnung.

Vermehret euch und macht euch die Erde untertan.

Chinesen und Araber machen das einfach gut.

Da man hier auf "Autoritäten" steht. Der bekannte dänische Statistiker Bjorn Lomborg hat in einem seiner Bücher, bereits vor etwa 10 Jahren, auf folgende Fakten hingewiesen.

1. Die Niederlande ist dichter besiedelt als Indien. Trotzdem ist da noch viel Platz. Komisch, oder? Wenn also in den Niederlanden noch viel Platz ist, dann??
2. Indien, das bestätigen gelegentliche Berichte, wird China in Zukunft überholen, was die Bevölkerungszahl betrifft. Denn die Rotchinesen haben ja sehr viele ihrer Kinder politisch töten lassen.
3. Indien hat aber nur etwa 1/3 der Fläche Chinas.
4. China wiederum ist in etwa so groß wie die USA (plus Alaska oder so).

5. Nur die berühmte Schule mit der Verstandesanbetung, Kants Freimaurer, haben hier eine andere Ansicht. Aber das macht nichts, denn die werden mit der Zeit verschwinden. Kaum Vermehrung!! Ziel der Schüler Kants ist die Bevölkerung auf 500 Millionen "herunter zu schmelzen", also zu töten, weil sie nicht nur nicht richtig denken können, sondern auch sehr böse sind. Vergleiche die sogenannten Georgia Stones (USA), aus dem Jahr 1984 (drei sechs Meter hohe Steinplatten, die diese Feiglinge neben einer Straße aufgestellt haben, in vielen Sprachen, davon antike und dann feige abgehauen sind).

Es ist alles wunderbar in Ordnung.

6. Die Bevölkerungsexplosion (Peng!! Puff!!) soll sich lediglich in zehn Ländern abspielen.

7. Und es wäre gut auch mal über die schweren Probleme zu reden, die auf dieses rote China zukommen, durch deren extrem dumme und kriminelle 1-Kind-Mörderpolitik. Dann würden viele hier sehr schnell Abstand von den Weltmachtallüren der immer noch sehr dummen und kriminellen Rotchinesen halten wollen und klarer sehen, mit deren "Verstand".

8. Und die Araber, sofern sie keine christlichen Werte haben sollten, werden deren Probleme noch weiter verschärfen. Platz ist jedoch genug vorhanden.

9. Ach ja. Es wäre auch korrekt zu bemerken: Diese Rotchinesen sollen sich für eine dem Rest der Welt überlegenere Rasse halten. Das ist kein Scherz. Nein.

Und die Araber sind nicht besser, wie man hierzulande jetzt empirisch feststellen muß, weil man vorher nichts im "Kopf" hatte, obwohl man stets das Gegenteil behauptete. Denn, in Berlin regieren Kants Schüler. Logisch. Oder im Saarland ja auch. Denn, für 400 Kriminelle ist immer Platz und viel Geld, aber für 400 Christen soll keines vorhanden sein.

Gravatar: Müller Milch

Länder wie Ägypten platzen aus allen Nähten. Dort ist nur 95% der Fläche bewohnbar: namentlich Nil und Delta. Der Rest ist Wüste. Und in Saudi-Arabien drängt sich alles an der Küste und in den Oasen.

Gravatar: Schnully

In muslimischen Ländern wie Ägypten Türkei Tunesien usw. befiehlt die Religion die Überbevölkerung um anders Gläubige zu überrennen . Wie wir das ja gerade im eigenen Land erleben. Zu China meine ich das es an den Ländern liegt die China ihr eigenes Land nach und nach verkaufen und sich irgendwann von den Chinesen abhängig machen

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Bevölkerung: Ägypten hat die 100-Millionenmarke überschritten
Neue Weltsprachen: Arabisch und Chinesisch auf dem Vormarsch“ ...

Dass sich Arabisch als eine der Weltsprachen durchsetzen kann, glaube ich kaum, denn das könnte auch der Donald wegen des in diesem Raum zu findenden Öl verhindern, wobei der Iran dies bzgl. wohl am Anfang stehen soll!
https://www.fr.de/politik/us-praesident-trump-droht-iran-ausloeschung-12301751.html

Könnten sich die auch dies bzgl. als Experten ausgebenden Forscher in Sachen China und die Sprache des Drachens aber gewaltig geirrt haben??? https://www.abcomm.de/sprachenmagazin/artikel/wie-wichtig-wird-chinesisch-in-der-zukunft-sein

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