Mainstream-Medien schnüren unser Denken in ein Korsett

Medien als Konsens-Fabrik: Freies Denken unerwünscht

In den Mainstream-Medien rufen Journalisten und Politiker nach Vielfalt. Gleichzeitig bekämpfen sie die Vielfalt der Meinungen, indem sie als »Gatekeeper« ein enges Meinungsspektrum abstecken.

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1988 erschien von Noam Chomsky und Edward S. Herman die medienkritische Studie »Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media«. Nüchtern entblößen die Autoren, wie die Massen-Medien die systemerhaltende Propagandafunktion erfüllen, nämlich einen gesellschaftlichen Konsens zu schaffen.

Dabei greifen sie auf Arbeiten von Walter Lippmann zurück, der in seinem Buch »Die öffentliche Meinung« das »Agenda Setting« wie die »Gatekeeper«-Funktion und das Bias-Problem der Medien erstmals im Sinne der Nachrichtenforschung beschrieben hatte.

Ohne auf die Details einzugehen, sei hier auf einen wichtigen Punkt hingewiesen: Die Mainstream-Medien spiegeln nicht das wirkliche Meinungsspektrum wider. Sie stecken vielmehr ein Meinungsspektrum ab. Das bedeutet: Die Eigentumsverhältnisse (Träger des Mediums), die Einnahmequellen (z.B. Werbung), die Quellen der Nachrichten, die Reaktionen der Konsumenten und schließlich der ideologische oder anti-ideologische Hintergrund stecken einen Rahmen.

Dieser Rahmen ist in Deutschland in der Regel »zweidimensional« (rechts-links) abgesteckt, obwohl die tatsächliche Meinungsvielfalt »dreidimensional« in alle Richtungen gehen kann. »Gatekeeper« stecken ab, was noch innerhalb des Aussprechbaren liegt und was nicht. Meinungen außerhalb dieses Spektrums werden marginalisiert, verschwiegen oder diskreditiert, schlimmstenfalls sogar (zumindest verbal) kriminalisiert.

Typisch für die jüngere deutsche Medien-Landschaft: Eine weitere Form der Einschränkung der Meinungsvielfalt ist es, alle Meinungen außerhalb eines eng gesteckten Spektrums fest mit negativen Attributen verknüpfen (»verschwörungstheoretisch«, »rechtspopulistisch«, »altlinks« und »neurechts«, »reaktionär«, etc.). Durch Wiederholungen der Attribut-Zuschreibungen mit bestimmten Meinungen werden am Ende feste Assoziationen erzeugt. Dadurch entsteht unter den Journalisten eine Selbstzensur, Bewertungen von Meinungen durchführen zu müssen.

Je mehr die Mainstream-Medien einseitig als Konsensmaschine fungieren und alternative Meinungen ausgrenzen, um so mehr formieren sich die »Gegen-Medien«


Was völlig unter dem Tisch fällt und heute dringend vermisst wird, ist die wertfreie Wiedergabe unterschiedlicher Meinungen. Das erkennt man am Beispiel der Berichterstattung zur Corona-Politik. Es ist nicht mehr möglich, unterschiedliche Meinungen, Ansichten, Informationen und Forderungen wertfrei nebeneinander zu stellen, um eine ergebnisoffene Debatte zu führen. Stattdessen kreieren die Mainstream-Medien ein derart enges Meinungskorsett, dass alternative Ansichten daneben als radikal erscheinen.

Diese Mainstream-Berichterstattung mit ihrem engen Meinungsspektrum kann nur durchbrochen werden, wenn alternative Medien den Gegenpunkt setzen. Dies wird dann von den Mainstream-Medien als »Fake News« und »Desinformation« diffamiert. Doch die Mainstream-Medien sind selbst schuld: Je mehr sie einseitig als Konsensmaschine fungieren und alternative Meinungen ausgrenzen, um so mehr formieren sich die »Gegen-Medien«. Auch in den USA hat man dies gesehen: Je mehr die »New York Times« gegen den damaligen US-Präsidenten Donald Trump hetzte, desto mehr hat sich »FOX News« auf die Seite des Präsidenten gestellt. Die deutschen Medien haben sich ruckzuck hinter das Meinungsfenster der »New York Times« gestellt und »FOX News« als unseriös dargestellt.

Fazit für den Leser: Solange die Mainstream-Medien das wirkliche Meinungs- und Informationsspektrum nicht komplett widerspiegeln, hilft es nur, unterschiedliche Medien zu konsultieren und miteinander zu vergleichen, um anschließend sich ein eigenes Bild von der Lage zu machen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: F. Michael

Die Schäm-Medien sind daran Schuld, dass gestern in Darmstadt die ANTIFA gemeinsam mit der IG Metall und Fahnen der Gewerkschaft friedliche Spaziergänger jagt und auf sie einschlägt und dann noch brüllt Nazis raus.
Das kommt nur durch die Jahre lange Hetze in unseren Medien, besonders ARD + ZDF haben in den letzten zwei Jahren massive Hetze betrieben, deshalb verweigert ihnen den Dauereinzug und überweist nur noch kleine Teilbeträge.

Gravatar: I. Mayer

Auch in den Medien wird die Meinungsfreiheit mit Füßen getreten sowie Angst, Lügen und Hetze verbreitet.
Ausschalten ist sinnvoll.

Gravatar: Ekkehardt Fritz+Beyer

... „Fazit für den Leser: Solange die Mainstream-Medien das wirkliche Meinungs- und Informationsspektrum nicht komplett widerspiegeln, hilft es nur, unterschiedliche Medien zu konsultieren und miteinander zu vergleichen, um anschließend sich ein eigenes Bild von der Lage zu machen.“

Was auch m. E. ´ganz besonders` wichtig ist, da die auch für mein Empfinden göttlich(?) diktierte Bundesregierung scheinbar nicht nur in Zeiten der GroKo mit Pfizer & Co. in großer Eintracht zusammen arbeitet/e!
https://de.rt.com/nordamerika/129633-geheimhaltung-von-pfizer-daten-rechtswidrig/

So bin auch ´ich` davon überzeugt, dass es den Erfolg(?) der ´Corona-Impfung` betreffend in Deutschland in Kürze ähnlich aussehen soll/wird wie schon jetzt in Israel!
https://report24.news/israelische-impfopfer-zu-covid-19-injektion-eine-spritze-die-alles-beenden-kann/

Wird nun klar, warum die politischen Eliten des Westens den entsprechenden Befehl des Billy zur Militarisierung eben ´nicht` nicht verweigerten?
https://report24.news/bill-gates-befahl-militarisierung-in-seuchenbekaempfung-gecko-general-liefert/

So erkenne ich den einzigen ´friedlichen` Ausweg für noch immer Ungeimpfte natürlich nur in der strikten Verweigerung dieses ´Koktails`(?)!!!

Gravatar: madelaine chaproll

Vorwort von mein Buch "Die Geschichte der Traurigkeit" am 30 December 2021 bei B&N USA, erschienen.

Die Traurigkeit der Menschen entsteht, wenn sie das Vertrauen in die eigene Zukunft verloren haben.

Besonders schädlich ist in der westlichen Welt von heute die Gewalt, mit der sich sogenannte
Berühmtheiten in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit drängen. Wenn einmal jemand berühmt geworden
ist, kümmert er sich nicht mehr darum, sich gegenüber den Mitmenschen demütig zu verhalten.
Je aufdringlicher und skrupelloser sich dieses in den Vordergrund kämpfen geschieht, desto trauriger
werden Zeitgenossen, die am Rande bleiben. Dazu kommt, dass die westliche Zivilisation einen gefährlichen
Feldzug gegen die richtige Verwendung lebenswichtiger Begriffe führt. Es wäre wünschenswert, wenn
jene, die sich in den Vordergrund der Öffentlichkeit gedrängt haben, keine Wörter und Wendungen
verwenden würden, deren Sinn sie nicht verstehen. Die unsachgemäße Verwendung von Begriffen der
Wirtschaft oder der Politik verursacht im Denken des einfachen Volkes einen fürchterlichen Wirrwarr.
Politiker, Medien und Analysten müssten die hochtrabenden, aber hohlen Begriffe, wieder in allgemein
zugängliche Worte verwandeln. Nur auf diese Weise kann ein arbeitender Mensch sie in Taten umsetzen.
Die unerklärliche Traurigkeit der westlichen Welt rührt daher, dass Begriffe mit den Wörtern, die sie
eigentlich definieren, nicht mehr übereinstimmen. Niemand kann aber eine unverständliche Sprache in
konkrete Taten umsetzen. So sind mittlerweile Ethik, Moral, Humanität, Recht, Kunst zu Begriffen
geworden, die zu dem, was sie aussagen sollen, nicht mehr passen. Die Tatsache, dass man den Common
sense des Volkes gezielt ignoriert, führt zu einer sich mehr und mehr breitmachenden Traurigkeit der
westlichen Welt. In Wirklichkeit denkt das Volk nicht chaotisch.
Die Geschichte der Traurigkeit will daran erinnern, dass die Menschen Worte brauchen, wenn sie etwas
in Taten umsetzen wollen. Begriffe, die nichts mehr aussagen, verwirren das Volk und führen zum
Stillstand. Sie werden ein löchriges Fundament für Leute, die sich nichts mehr zu sagen haben. Und das ist
die Traurigkeit, die uns bedroht.
Die Ideen dieses Buches sind nicht originell. Ich habe mit dem Text
versucht, die Lehre von Konfuzius neu zu interpretieren.

Gravatar: Werner N.

Das Denken der meisten Intellektuellen ist nicht zwei-, sondern ein-dimensional. Es wird entweder eine "rechte" ODER "linke" Ideologie propagiert - oder man lässt nur das "wissenschaftliche Denken" gelten, blendet "Religion" aus. Das eindimensionale Denken ist eine Droge für Intellektuelle wegen der additiven oder subtraktiven Einfachheit mit der man dann vermeintlich argumentieren kann. Holistisches Denken benötigt in der Tat mindestens trinitistisches Vorgehen.

Gravatar: Otto Normalverbraucher

Ganz einfach, diese Medien nicht einschalten oder blättern, es gibt noch viel zu viel.
Bald kommt ein nicht abhörbares Internet noch 7 Monate.
Wenn Israel das nicht schafft, wer schon?
Wir bestimmt nicht.
Hiermit fordere ich einen TV-Sender ohne Reklame.

Gravatar: werner S.

Video: Angela Spelsberg, Exfrau von Karl Lauterbach.

Gravatar: Bertl

Bei dem ÖRR gibt es fast kein Programm ohne vor dem Klimawandel zu warnen. Wird dort Klimakatastrophe genannt. Aber fragen Sie mal in ihrem Umkreis wieviel C02 in der Luft ist. Und dann dürfen Sie sich wundern, von 5% bis 70% ist alles dabei. Nur ganz ganz wenige wissen dass es nur knapp 0,04% sind, also 4 Moleküle auf 10000 andere Luftteilchen.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „In den Mainstream-Medien rufen Journalisten und Politiker nach Vielfalt. Gleichzeitig bekämpfen sie die Vielfalt der Meinungen, indem sie als »Gatekeeper« ein enges Meinungsspektrum abstecken.“ ...

Was selbst ´mir` zeigt:

Freies Denken ist unerwünscht`!
https://www.youtube.com/watch?v=aOX-B2R5Pc0,

Weil politische Korrektheit auch m. E. zur geistigen Knechtschaft führt
https://causa.tagesspiegel.de/politik/haben-wir-es-mit-der-politischen-korrektheit-uebertrieben/politische-korrektheit-fuehrt-zur-geistigen-knechtschaft.html
und es für unsere(?) sich als Eliten Bezeichnenden scheinbar sehr viel wichtiger ist, dem aus ihrer Sicht scheinbar ganz grauslich dummen Volk „islamische Werte frei Haus“ zu liefern!!!
https://www.cicero.de/innenpolitik/massenmigration-islamische-werte-frei-haus

Deshalb das Fazit auch für mich:

„Solange die Mainstream-Medien das wirkliche Meinungs- und Informationsspektrum nicht komplett widerspiegeln, hilft es nur, unterschiedliche Medien zu konsultieren und miteinander zu vergleichen, um anschließend sich ein eigenes Bild von der Lage zu machen“!!!

Allerdings: Komme ich damit nicht ´schon wieder` in den Konflikt zwischen dem Selbstdenken und dem mir vorgegebenen - von Scholz & Co. überneommenen - göttlich-politischen Diktat???

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