Am Beispiel von Gender Mainstreaming

Wie aus Empfehlungen Verpflichtungen werden

Angeblich ist der Global Compact bloß eine politische Willenserklärung, die rechtlich nicht bindend ist und die ganze Aufregung darüber nicht rechtfertigt. Doch man darf sich nicht täuschen lassen. Es ist ein bewährter Trick der Politik, eine gefährliche Sache als harmlos hinzustellen. Hier lohnt es sich, einen Blick in die jüngste Geschichte zu werfen und nachzuvollziehen, wie das Gender Mainstreaming durchgesetzt wurde, das inzwischen mehr und mehr unser Leben bestimmt.

Foto: Pixabay
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Amsterdamer Vertrag, Claudia Nolte, Europäischen Union, Frauenministerin, Gender Mainstreaming, NGO, Peking, top down, Weltfrauenkonferenz
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Es kam – so heißt es offiziell – folgendermaßen: Die Gender-Perspektive wurde 1995 in Peking auf der Weltfrauenkonferenz vorgegeben. Durch den Amsterdamer Vertrag von 1997/1999 wurde sie zum offiziellen Ziel der Gleichstellungspolitik der Europäischen Union, und seit der Regierung Schröder wird sie in Deutschland als so genannte Querschnittsaufgabe intensiv gefördert und aus Steuermitteln finanziert. Nun ist die Gender-Perspektive in Deutschland fest verankert und setzt sich in allen Lebensbereichen immer mehr durch.

Man kann wirklich sagen, dass dieses Gender Mainstreaming, das für viele immer noch fremd ist und oft unterschätzt wird, erfolgreich »top down« durchgesetzt wurde – also von oben nach unten, das heißt: undemokratisch und unrealistisch, nicht etwa an Empirie, sondern an Ideologie orientiert. Gender Mainstreaming wurde – so wird es tatsächlich bezeichnet – in die Politik »implantiert«. Gender Mainstreaming ist also ein Implantat. Der Skandal liegt darin, dass bei diesem schweren Eingriff der Patient vorher nicht informiert wurde.

Nun wachen wir aus der Narkose auf und fragen uns: Wieso müssen wir uns eigentlich danach richten, was 1995 in Peking beschlossen wurde? Sitzt da etwa neuerdings unsere Weltregierung? Wieso konnte ein Treffen der Weltfrauen, die man besser als Halbweltfrauen bezeichnen sollte, so einen Einfluss haben? Halbweltfrauen sollte man sie nennen, weil sie nicht etwa die Welt, sondern die nur die halbe Welt – d.h. eine Welt ohne Männer – repräsentierten. Wie konnte das passieren?

In Peking trafen sich Nichtregierungsorganisationen, sogenannte NGOs, non-governmental organisations, die ihre Autorität daraus beziehen, dass sie als unabhängig gelten und dadurch so etwas wie das gute Gewissen der Welt verkörpern, weil sie – jedenfalls tun sie so – Basisgruppen repräsentieren und ganz allein von ihrem ehrenhaften und ehrenamtlichen Engagement für eine gute Sache geleitet werden. Sie haben lediglich Beraterstatus. Sie geben nur Empfehlungen an die Vereinten Nationen. Mehr nicht. Das wirkt harmlos.

Doch sowohl beim Stichwort »unabhängig « als auch bei den »Empfehlungen« wurde gemogelt. Wie unabhängig kann denn auch jemand sein, der nach Peking reisen und da an einer Konferenz teilnehmen will? Wer zahlt das? Die Regierung tut es – wer sonst? Mehr oder weniger verdeckt. Sie schieben Freiwillige vor, die unabhängig wirken, und lassen sich von denen die moralische Rechtfertigung für neuen politischen Handlungsbedarf liefern.

Claudia Nolte bezahlte als Frauenministerin seinerzeit »ihre« Leute und schickte sie zu einem Luxusurlaub nach Peking, wo sie sich als unabhängige Basisbewegung tarnten. In Amsterdam wurde kurzerhand aus den Empfehlungen eine »Verpflichtung« gemacht, und die Frauen von Rot-Grün übernahmen begeistert, was »ihre« Leute von langer Hand vorbereitet hatten.

So schuf sich die Politik über den Umweg von Empfehlungen neue Aufgabenbereiche.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Karl

so geht das halt in dieser "Demokratischen Diktatur"

>> also von oben nach unten, das heißt: undemokratisch und unrealistisch, <<

Gravatar: karlheinz gampe

CDU Stasi Merkel mit ihrer gleichgeschalteten roten CDU und SPD versucht Stück für Stück die Demokratie zurück zu drängen.

"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." - in Die Brüsseler Republik, Der Spiegel, 27. Dezember 1999.

Wir werden von kriminellen Antidemokraten regiert !!!

Gravatar: Peter

Danke für diesen wichtigen Artikel.

Ganz genau so wie es beim "Gender Mainstreaming" lief wird es auch beim UN-Migrationspakt laufen wenn er nicht gestoppt wird.

Die besten Redner der AfD sollten das im Bundestag laut und deutlich erklären, damit es auch die letzten Hinterbänkler von CDU und FDP (und Journalisten) vielleicht begreifen.

Gravatar: H.M.

Wenn ein Vertrag angeblich nicht verbindlich sein soll, dann braucht man ihn doch auch nicht unterschreiben!

Wie hinterhältig und dumm, die Bedeutung des Vertrags herunterzuspielen. Die Christdemokratin glaubt, dass die Menschen ihr dies glauben (einige werden es sogar). Ich hoffe, dass sie sich mal eines Tages vor Gott für den ganzen Müll, den sie uns antut, verantworten muss!

Diese Frau ist innerlich und äußerlich hässlich und widerlich. Ich verachte Merkel von ganzem Herzen.

HERR, hilf uns und schenke uns eine neue Regierung!

Gravatar: Matthias Rahrbach

Ich habe mein feminismus- und genderkritischen Buch auf GMX ("Die Gedanken sind frei") bewerben wollen.

In letzter Sekunde, als ich das Werbematerial mühevoll erstellt hatte, kam eine Absage von ihnen. Bücher zu solchen Themen könnten bei ihnen nicht beworben werden. Die Richtlinie sei verschärft worden.

Dass die mit einem Werbespot für sich Reklame machen, in dem eine unschuldige Kinderstimme "Die Gedanken sind frei" singt, könnte glatt aus den Simpsons stammen.

Die E-Bookversion von meinem Büchlein gibt es jedenfalls bis zum 30.11.2018 für 3,99€ (statt reulärer 9,99€). Hier bei Bedarf mehr

https://www.verlag-natur-und-gesellschaft.de

Gravatar: Insasse

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“
(Zitat von Jean-Ischias Juncker)

Gravatar: Thomas Waibel

Aus einem Empfehlung wird eine Pflicht und aus einer Ausnahme die Regel.

Deswegen muß immer nach den Grundsätzen "Wehrt die Anfänge" und "Null-Toleranz" gehandelt werden.

Gravatar: Barbara

Der größte Schock des Wochenendes kam heute morgen. Da haben doch sogenannte Künstler in Hamburg und auch in Wien die "Europäische Republik" ausgerufen. Ich kann darüber nicht lachen, denn es ist bitterernst. Vor allem, wenn man auf den hier im Artikel erklärten Zusammenhang zwischen unverbindlicher Empfehlung und der späteren Verpflichtung sieht.
Ich bin ja gespannt, ob und wie die ReGIERung und die Blockflötenparteien reagieren. Werden sie sich ebenso empören wie gegenüber den Reichsbürgern?
Denn wenn da solch ein paar durchgeknallte Typen plötzlich eine Republik in einer Republik ausrufen - ist das dann Anarchie oder ein Putsch oder Revolution, Umsturz?

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