Erste Präsidentschaftsdebatte: schlecht moderierte Schlammschlacht, Biden unterlegen

Trump über Biden: »Er wird unser Land zerstören! Recht und Ordnung kennt er nicht«

Joe Biden kontert fast nur mit persönlichen Beleidigungen: »Willst Du wohl die Klappe halten, Mann!«

Foto: Screenshot YouTube, MSNBC
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Es war ein Auftreffen von historischen Ausmaßen: Donald Trump focht mit seinem Kontrahenten der Präsidentschaftswahl Joe Biden am 29. September in der ersten Debatte vor der Präsidentschaftswahl.

Bereits im Vorfeld gab es eine Kontroverse: das Trump-Team hatte empfohlen, beide Kandidaten für Mikros im Ohr zu prüfen, ein Vorschlag der vom Biden-Team vehement abgelehnt wurde. Biden hatte für eine Pause alle 30 Minuten gebeten, was wiederum vom Trump-Team abgelehnt wurde. Die Trump-Kampagne lehnte die Bitte um kurze Unterbrechungen ab. Ein Trump-Sprecher sagte gegenüber Fox News: »Unser Mann braucht keine Pausen. Er hält ständig 90-minütige Reden.«

Die Themenbandbreite war beachtlich. Über die jüngste Ernennung einer Richterin des Obersten Gerichtshofs, Obamacare, Gesundheitsversicherung, COVID-19, Steuern, Rassismus, Klimawandel und Politikphilosophie waren alle heißen Themen dabei.

Jeder Kandidat hatte 2 Minuten Zeit, um ein Statement abzugeben, dann begann die offene Debatte. Mehr als einmal fielen sich beide gegenseitig ins Wort, sodass es zu einem sofortigen Wortgefecht kam. Leider punktete der Moderator Chris Wallace nicht durch Durchsetzungskraft. Er kritisierte pauschal vor allem Trump, obwohl beide faux-pas und ausfällige Kommentare vorbrachten.

Wie zu erwarten war eines der wiederkehrenden Themen der Coronavirus.

Trump attackierte Bidens Ausspruch gegen eine Schließung der USA und gegen ein Einreiseverbot von Chinesen: »Das Land wäre offen geblieben. Es war Chinas Schuld. Ich habe die Grenzen geschlossen und Du hast gesagt, ich bin ausländerfeindlich….Demokraten sagten, dass ich eine phänomenale Arbeit geleistet habe. Personen, die nicht auf meiner Seite wäre, haben das gesagt. Masken, Anzüge, Atmungsgeräte. Weniger Menschen werden krank und sterben. Egal was wir tun, wir bekommen schlechte Presse, Du bekommst gute Presse.« Zudem warf er Biden vor, bei der letzten großen Gesundheitskrise von H1N1 – die während der Vizepräsidentschaft von Biden in den USA ausgebrochen war – nicht schnell und kompetent genug durchgegriffen zu haben. »«

Bidens persönliche Angriffe häuften sich in der 90-minütigen Debatte. Aussprüche wie »Alles, was er bisher gesagt hat ist ein Lüge. Jeder weiß das, dass er ein Lügner ist«, »es ist schwierig mit diesem Clown irgendetwas zu erreichen« kamen nicht von Trump – der für seine lose Zunge bekannt ist – sondern vom geschniegelten Biden. Nach nur 20 Minuten, brannte Biden mit Wut: »Willst Du bitte die Klappe halten, Mann,« sagte er zum Präsidenten.

Trump hingegen zählte auf das Argument des Wiederaufbaus und einer schnellen Rückkehr zur Normalität auf: »Wir haben die Wirtschaft geschlossen, und jetzt bauen wir sie wieder auf. Wir haben 10 Mio. Menschen wieder Arbeit gegeben, das ist mehr als jemals zuvor. Er würde die Wirtschaft wieder schließen. … Er würde unser Land schließen und es damit zerstören….Menschen wollen die Läden und Arbeiten wieder öffnen.«

Zudem erklärte Trump COVID-19 zum Politikum, das von den Demokraten ausgeschlachtet wird. »Man hätte die Impfung viel schneller schaffen können, aber es wird bis zur Wahl verschoben, weil es ein Politikum ist.«

Zum Thema Rassismus äußerte sich Trump, indem er die niedrige Arbeitslosigkeit von schwarzen Amerikanern als Argument brachte und die allgemeine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage. Biden griff er an, indem er rassistische Äußerungen aus dessen politischer Karriere zitierte.

Zudem verteidigte Trump seine jüngste Entscheidung, ‚Sensibilisierungs-Bildung‘ in den Schulen zu stoppen: »Es wurde Hass in unseren Schulen unterrichtet. Wir müssen zu den Kernwerten unseres Landes zurückkehren. Es wurde gelehrt, dass unser Land rassistisch ist. Das muss aufhören.«

Besonders peinlich war Bidens Ausspruch über die vielen Antifa-Terroristen, die seit Wochen und Monaten die Städte Amerikas in Schutt und Asche legen. Er sagte dazu: »Antifa ist eine Idee, keine Organisation.« Trump konterte: »Er kann nicht ‚Recht und Ordnung‘ sagen, weil er dann die Unterstützung von der radikalen Linken verlieren würde.«

»Du kannst das Wort ‚Recht und Ordnung‘ überhaupt nicht in den Mund nehmen,« so Trump. Tatsächlich – obwohl er dazu aufgefordert wurde – benutzte Biden diese Worte nicht.

Einer der stärksten Argumente – neben der Zunahme von Arbeitsplätzen – von Trumps Seite war, dass er zum Ende seiner ersten Regierungszeit, 300 Richter und 3 Richter des Obersten Gerichtshofs ernannt hatte. »Obama hat mir 128 vakante Stellen überlassen – das kann kein guter Politiker gewesen sein.« Dazu gehört die Nominierung von Amy Coney Barrett, die seit Tagen die Medienschlagzeilen dominiert [Freie Welt berichtete].

Auch zum Klimawandel mussten beide Rede und Antwort stehen. Trump erklärte: »Ich will kristallklare Luft und Wasser. Ich will eine saubere Umwelt. Schauen sie auf unsere Resultate, aber ich will im gleichen Zug nicht die Wirtschaft zerstören. Außerdem haben wir 1 Milliarde Bäume gepflanzt.«

Trump kritisierte dabei die schlechte Parkpflege als Grund der großen Waldbrände in Kalifornien, da ausgetrocknete Bäume einfach liegen gelassen werden.

Joe Biden sprach von großangelegter Subventionierung von Elektroautos, dem ‚Großen Grünen Deal‘ und, dass er als erste Entscheidung: „dem Paris-Abkommen wieder beitreten werde.“

Abschließend warnte Trump vor dem Fälschen von Wahlzetteln und rief seine Wähler dazu auf, ehrlich wählen zu gehen.

Die Debatte war die erste von drei Debatten, zu denen sich beide Kandidaten bereit erklärt hatten. Die nächste Debatte wird am 15. Oktober stattfinden.

(jb)



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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Tracie

Biden. Was für ein alter ,widerlicher Giftzwerg.
Nichts, keine Sachargumente kamen aus dem Mund
des Möchtegern Präsident. Aber persönliche Beleidigungen
für Präsident Trump. Das war billig und regelrecht primitiv.
Mehr kann er nicht.

MAGA 2020 TRUMP

Gravatar: Peter Lüdin

Donald Trump muss keine detaillierten Zukunftsprogramme vorlegen, weil er der Wirtschaft und dem Einzelnen mehr Freiheiten einräumt. Wer wie J. Biden mehr Staat und Umverteilung will, muss sagen, wie er verteilen will und woher das Geld kommt, weil durch Umverteilung die Arbeitseinstellung sinkt.

Gravatar: Aufbruch

Wer berät eigentlich Trump? Oder ist er beratungsresistent. Nun, Trump ist Trump. Er hat seinen eigenen Stil und zieht ihn durch. Das hat ihm weder bei der letzten Wahl, noch in seiner Amtszeit geschadet. Unbeschadet der üblen, überwiegend unfairen Attacken gegen ihn. Ein Rededuell ist das eine, die Einschätzung der Arbeit von Trump das andere. Trump ist kein Diplomat sondern ein Macher. Ein Macher für Amerika. Wenn sich die Leute das vor Augen halten, wissen sie, wen sie zu wählen haben.

Gravatar: Onkel Dapte

Ich habe hier die Süddeutsche vom 14./15. September 2019 in der Hand. Da gibt es einen ganzseitigen Artikel, und ich zitiere nur die Überschriften, um zu zeigen, wie absurd in Deutschland über Trump berichtet wird.

Enthemmt
Angela Merkel versucht, mithilfe von Shakespeare das Wesen des Tyrannen zu verstehen. Über die Unberechenbarkeit der modernen Despoten

Darunter dann ein großes Bild mit Boris Johnson und Donald Trump.

So etwas als Satire zu erfinden ist unmöglich.

PS. Die HAZ hat vor mehr als 10 Jahren berichtet, daß Merkel im Urlaub eine Biographie von Stalin lesen würde. Da hat sie wohl noch nichts verstanden, deshalb jetzt Shakespeare.

Gravatar: Das Licht

Ohje,Ohje,Ohje

Was erwartet ihr von dem?
Wollt ihr die Wahrheit. Den ganzen Batzen Chappi?^^

Der hat keine Ahnung, aber er weiß, dass der Biden alles zerstören würde. Ja, denn das Tier wird alle Reichen, Mächtigen und Noblen vernichten. Ja, aber kommt er dann auch jetzt schon dran? Kann er ja nicht mehr, wenn Trump noch ca. 4 Jahre hat, was Deutchland als Zeit ins Elend braucht, was das Lindelied besagt und was jeder hier schon weiß.
Ihr habt ja gelesen, dass (Katholisch) ein Feind der Linken Massen ist, was die anprangern. Darin seht ihr,
dass es nicht um Politik geht, sondern um Licht und Dunkelheit. Um Gott und Gottlosigkeit.
Das Dunkle Machtzentrum des Bösen, des Teufels, des Drachens, der alten Schlange.
Die Gottlosigleit ist links und ist Extremismus. Das Linke versucht gerade in der Ordnung (Polizei), die Menschen zu Petzern zu machen. Die Menschen zum denunzieren aufzufordern. Jeder beschnüffelt jeden. Ist DDR, ist Nazi, ist Faschismus, ist Kommunismus. Ist alles das gleiche.
Ihr werdet euren Trump doch noch behalten. Ihr habt doch noch Zeit, denn Deutschland ist noch nicht im ganzen Elend. Das geht noch sehr viel weiter abwärts.

Wolt ihr seine Nachfolger lesen. Was die tun werden?
Ein kleiner wird den Krieg auslösen und ein großer überm Wasser wird ihn beenden. Das ist Weltkrieg Nummer 3. Und Amerika wird ihn beenden. Aber das ist nicht das Ende.

Dieser Ray O. Nolan ist kein Scharlatan. Auch wenn er diese Sache medial benutzt. Er hat bekommen, was manch einer benutzen kann.

http://nostradamus-prophezeiungen.de/die_letzten_us-praesidenten.html

Es deckt sich mit der Zeit. Und die Texte unter den anderen stimmen auch. Denkt daran, denn sein Buch ist von 2002. Er hat also eine Sache übersetzt, die noch nicht da war. Lest auch die Päpste. Es ist Endzeit. Und Trump wird nichts verändern. Er ist eine Verhinderung und ein Zeitmesser. Aber mehr auch nicht.
Es geht hier um Zeit und Abfolge von Dingen. Es gibt keine Veränderung in der Offenbarung Gottes. Sie ist nicht verhandelbar. Weder wird das Ende etwas anderes sein, als dass, was da steht, noch wird das Böse am Ende Sieger sein.

Sie werden herrschen. So leid mir das für euch tut. Das Tier wird herrschen über alle Völker, Sprachen und Nationen. Ein kurze Zeit, aber sie wird da sein. Wenn die alte Ordnung zerstört ist. Das paasiert gerade und der Weltkrieg wird alles verschieben. Gen Osten. Dort, wo Kommunismus und Islam dem Tier Nahrung geben werden. Sein Reich ist groß, aber seine Zeit ist kurz.
Und die Strafe wird grausam sein. Denn Gott kennt dann kein Erbarmen mit den Anhängern des Tieres.

Gravatar: asisi1

Was die Präsidenten der letzten 30 Jahre angerichtet haben, kann Tramp in 100 Jahren nicht beheben! Mit Biden würde es noch schneller bergab gehen! Die Folge wäre der nächste Krieg!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Trump über Biden: »Er wird unser Land zerstören! Recht und Ordnung kennt er nicht« ...

Es ist deshalb auch aus meiner Sicht völlig nachvollziehbar, das die Republikaner nun den Untersuchungsbericht zu Bidens Sohn vorlegen, der belegt:

„US-Präsident Donald Trump hat Biden wiederholt vorgeworfen, sein Amt genutzt zu haben, um zu versuchen, seinen Sohn vor der ukrainischen Justiz zu schützen. Dazu wollte Trump Ermittlungen in der Ukraine erreichen. Der Konflikt brachte schließlich ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ins Rollen, das im Februar mit einem Freispruch im Senat endete. Trumps Verteidiger argumentierten damals, Hunter Bidens Rolle im Aufsichtsrat von Burisma sei ein klarer Interessenskonflikt gewesen. Biden war damals federführend für die US-Politik gegenüber der Ukraine verantwortlich“!!!
https://www.rnd.de/politik/usa-wahlkampf-republikaner-legen-untersuchungsbericht-zu-bidens-sohn-hunter-vor-BTBZ7Y5POWVR67COCARGHQRX7M.html

Wäre dieses Biden nicht schon allein deshalb eine Katastrophe für die USA ... und die Welt???

Gravatar: Alfred

Biden will E-Autos subventionieren! Greenwashing! Ein Gefallen, den er seinen Sponsoren der Großfinanz erweisen möchte. Verschwiegen werden die dann zu erwartenden Rohstoff-Kriege.

Trump: "Bitte ehrlich wählen!"
Wahlfälschungen ist das Hobby der Sozialisten. Sozialistisches Verhalten ist immer radikal! Daran wird sich nie etwas ändern.

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