Beim Besuch von Trump ist sie noch Premierministerin

Theresa May gibt Rücktritt vom Parteivorsitz für den 07. Juni bekannt

Die Tage von Theresa May sowohl als Parteivorsitzende wie auch als Premierministerin Großbritanniens sind gezählt. Soeben hat sie ihren Rücktritt vom Parteivorsitz zum 07. Juni 2019 angekündigt. Als Premierministerin wird sie bis zur Wahl eines Nachfolgers im Amt bleiben, so beim Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump Anfang Juni.

Quelle: The White House
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Vor wenigen Minuten ist Theresa May vor die Öffentlichkeit getreten und hat ihren Rücktritt vom Parteivorsitz mit Wirkung zum 07. Juni 2019 bekanntgegeben. Das Amt als Regierungschef werde sie solange weiterführen, bis ein Nachfolger gefunden ist, sagte sie in ihrer Rede. Damit steht fest, dass der Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump Anfang des kommenden Monats ihr letzter großer Auftritt sein wird.

May war nach dem Schlingerkurs um den Brexit-Deal, mehrerer schwerer Abstimmungsniederlagen im Unterhaus und dem Absturz der Konservativen Partei in Umfragen nicht mehr zu halten gewesen. Die Wahl zum Europäischen Parlament dürfte der Tiefpunkt der »Tories« in ihrer langen Geschichte sein. Vermutlich wird es nicht einmal für ein zweistelliges Ergebnis reichen. Als großer Triumphator wird die Brexit-Partei von Nigel Farage erwartet. Hier geht man von über 30 Prozent Stimmenanteil aus.

Auch innenpolitisch stand May zuletzt schwer unter Druck. Die Schotten kokettieren ganz offen mit einem neuen Unabhängigkeitsreferendum, die Gewalt in Nordirland scheint zurück zu sein und die DUP, der bisherige Koalitionspartner von May, zeigt ihr die kalte Schulter.

Wer May nachfolgen wird, ist noch offen. Große Chancen auf den Parteivorsitz werden Boris Johnson eingeräumt. Allerdings sollen sich bereits weitere Interessenten gemeldet haben. Zu ihnen zählen vor allem Ex-Brexit-Minister Dominic Raab und Außenminister Jeremy Hunt. Nicht bestätigt haben sich die Gerüchte um das angebliche Interesse von Innenminister Sajid Javid oder Entwicklungshilfeminister Rory Stewart auf die Nachfolge Mays. Hingegen hat es Umweltminister Michael Gove schon lange auf das Amt des Regierungschefs abgesehen, gilt aber in der Partei als zu blass.

Auch zwei Frauen werden für die Nachfolge hoch gehandelt: die am Mittwoch von ihrem Posten als Ministerin für Parlamentsfragen zurückgetretene Andrea Leadsom und Verteidigungsministerin Penny Mordaun. Den Spekulationen sind Tür und Tor geöffnet. Fest steht seit heute lediglich, dass May geht.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Sam Lowry

"Ich fühle mit ihr, wirklich", heißt es zunächst im ''Mirror'', der dann ihre größten Misserfolge auflistet: "Ihre Regierungszeit war von Kehrtwendungen und Demütigung geprägt, von Spott über Händchenhalten mit Donald Trump bis hin zur Abschaffung der verhassten Demenz-Steuer''. Der Artikel endet mit der verdammenden Aussage: "Sie war eine dumme Kuh und der nächste Premierminister wird ein dummes Schwein sein.''

Wie in Deutschland. Nur gab Trump Merkill nicht die Hand.

Gravatar: Theo

Endlich !!!!!!!!!!!

Eine überforderte PolitikerIn weniger in Europa, die glaubt dass sie ihr Land und dieses schöne Kultureuropa ändern müsste.

Ihr Frauen Europas! Hört Ihr die Signale?

Gravatar: H.M.

HERR, schütze und segne Großbritannien!

Danke für Theresa May! Segne sie auf ihrem weiteren Lebensweg und schenke dem GB einen neuen guten Premierminister, der das Land wohl lenkt und führt!

Wenn der Brexit für Großbritannien und Europa gut ist und deinen Zielen und deiner Ehre dient, so lass ihn bitte gelingen! Auf dass die Schöpfungsordnungen von Staat, Nation und Volk erhalten bleiben und den Menschen Orientierung, Sicherheit und Hilfe bieten!

Gravatar: Hajo

Die erste Pfarrerstochter sind die Europäer los, jetzt fehlt nur noch die zweite, aber vermutlich fühlt sie sich durch Gottes Gnaden auserwählt und hoffentlich ist sie auch bald weg, denn beide haben nicht bewiesen, daß man aus einem Pfarrhaushalt kommend klüger handelt als andere, allenfalls ohnmächtiger oder ausgepuffter und wenn der Allmächtige es gut mit uns meint, dann befreit er uns von diesem Übel und sendet erneut die geistige Erleuchtung wie damals an Pfingsten, wo alle davon durchdrungen wurden, aber diesesmal bitte wirklich alle.

Gravatar: Walter

Dafür habe ich volles Verständnis. Bei einem solchen Parlament - welches nicht weiß was es will - kann man ihren Rücktritt verstehen.

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