Weil es nicht mehr Stimmen werden

SPD und Grüne fordern: Wahlrecht ab 16!

Anders als die CDU, profitieren SPD und Grüne nicht von der Großen Schließung. Also suchen beide sich anderswo Wähler. - Ein Kommentar

Foto: pixabay
Veröffentlicht:
von

Seien wir ehrlich: Die SPD verdient unser Mitleid. Ihre Recken um Esken, Borjans und Giffey geben alles, was in ihrer Macht und Fähigkeit steht; sie bemühen sich redlich, wie man so sagt - doch die SPD schafft es nicht mehr über 15 Prozent. Daher muss ein anderes Mittel her, um Wählerstimmen zu fangen: Das Wahlalter soll, geht es nach Giffey und Esken, von 18 auf 16 herabgesetzt werden.

Bei den arithmetischen Kleinkünstlern im Willy-Brandt-Haus muss man fürchten, sie denken: Wahlalter 16 bedeute, die SPD könne nicht mehr unter die 16-Prozentmarke sinken. Aber selbst, wenn das nicht der Fall sein sollte; in jedem Fall rechnen sich die Genossen einen Vorteil aus von einer Senkung des Wahlrechts auf 16. Wenn Familienministerin Giffey also erklärt, sie sei »überzeugt davon, dass junge Leute mit 16 sehr wohl in der Lage sind, eine verantwortliche Wahlentscheidung zu treffen«, und damit den Eindruck erweckt, die Interessen der Minderjährigen wären ihr wichtig, dann täuscht sie die Wähler. Ihr und ebenso den anderen Unterstützern des Vorschlags geht es allein um ihre Parteien und nur falls ihnen bei der nächsten Wahl eine Mehrheit unter den Jugendlichen gewiss ist, werden sie weiterhin sagen: »Wir sollten Ihnen diese Möglichkeit geben.«

Wie Politiker ein Wahlergebnis behandeln, das ihnen nicht passen, konnte man bekanntlich in Thüringen sehen. Und es war in Thüringen, wo die AfD unter den Jungwählern mehr Stimmen als SPD und Grüne erhielt. Warum also sollte es beim Wahlrecht anders verlaufen? - Im Notfall wird man die Wahlrechtsänderung auf Kanzlerinnenbefehl hin wieder rückgängig machen.

Weniger täuschend, dafür amüsanter in ihrer inneren Widersinnigkeit ist die Begründung durch Robert Habeck, dessen Grüne sich gerade in den Wahlumfragen mit der SPD ein Rennen liefern um den besten Platz im Schatten der Christdemokraten. »Wir leben in einer Zeit in der die Mündigkeit der jungen Generation schon viel früher einsetzt«, psychologisiert der Doktor der Philosophie. »Es wäre schön, wenn der Gesetzgeber das sehen könnte und nachziehen würde.« Seltsam, dass die Grünen beim Strafrecht nicht ähnlich argumentieren. Im Gegenteil: Die Altersgrenzen des Jugendstrafrechts sind sakrosankt und würde von etlichen Grünen wohl eher auf 18 angehoben.

Ein Abgrund von intellektueller Armseligkeit tut sich schließlich auf bei der Linksfaschistin und Linken-Chefin Katja Kipping, wenn sie sagt, 16-Jährige seien nicht weniger interessiert und informiert als 18-Jährige. Als ginge es bei der Reife einer Person um den Grad der Informiertheit. Und im Ernst: Will Frau Kipping wirklich, dass die Informiertheit über das Massenmorden durch Linke über das Recht zu wählen entscheidet? - Am Ende würde Frau Kipping noch ihr passives Wahlrecht verlieren.

Den Vogel schießen schließlich zwei Wahlforscher ab. Von dort heißt es: »Wir können sehen, dass es eine Art Neugiereffekt gibt, wenn man das erste Mal wählen darf, egal in welchem Alter«, erklärte der Vorstand der Forschungsgruppe Wahlen. »Schon vor 20, 30 Jahren hatten wir den Effekt, dass Erstwähler einen Tick häufiger zur Wahl gehen« - dieser »Attraktivitätseffekt«, wie ihn der Forscher nennt, »würde mit Sicherheit ein Stück vorgezogen, wenn das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt würde“. Ganz sicher würde er das! Nur: Mit diesem Argument müsste nicht nur das Wahlrecht auf 16 sinken: Im Grunde müsste der Staat allen alles erlauben: Sex, Drugs and Rock N' Roll rund um die Uhr, sobald die Kinder neugierig werden.

Seltsam, dass außer Giffey keiner von Verantwortung redet und auch die Ministerin meint nicht, was das Recht zur Wahl wirklich  bedeutet: Dass der Wähler im schlimmsten Fall für eine Fehlentscheidung bezahlt. Und gerade das sollte über das Wahlrecht entscheiden. Wer für seine Wahlentscheidung nicht auch bezahlen muss, sollte bei einer Wahl auch nichts entscheiden.

Dieses Land hat Klimahüpfer und Kevins genug. Sie sind es gewohnt, alles und jedes zu fordern. Doch die Rechnung für die Folgen ihres jugendlichen Leichtsinns geht schließlich an Papa und Mama oder womöglich an Oma und Opa. Solange das so ist, sollte das Wahlrecht bleiben, so wie es ist: Nur wer volle Verantwortung trägt, hat das Recht zu wählen verdient.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Jörg L.

Ein Schelm, wer böses denkt.
Die Sozen waren mit ihrem Gang durch die Institutionen erfolgreich und sitzen an den Schaltstellen der Kinderbetreuung.

Und was wird da gepredigt?

Ich hoffe nur, daß die Eltern der jeweiligen Sprößlinge ihre erzieherischen Hausaufgaben gemacht haben. Dann geht deren Schuß nach hinten los.

Gravatar: Walter

Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen wird der Bildungsstand unserer Kinder und Jugendlichen in Deutschland immer schlechter, aber für manche Politiker reicht dies vermutlich aus das Wahlalter auf 16 Jahre abzusenken, damit sie diesen Politikern ihre Stimme geben können.
Was sagt dies über den Bildungsstand der Politiker aus, welche diese Forderung aufstellen ?

Gravatar: ropow

@Roland Meier 31.07.2020 - 10:10

„Jugendliche befinden sich (auf der Grundlage biologisch- sexueller und psychischer Entwicklungsprozesse) im Allgemeinen in einem Übergangsstadium zwischen Kindheit und Erwachsenenalter, das oftmals mit ausgeprägten Unsicherheiten hinsichtlich ihrer Identität und Rolle(n) sowie der für sie verbindlichen Verhaltensnormen einhergeht… Des Weiteren ist zu beachten: Die größere Formbarkeit des jungen Menschen.“ - Deutscher Bundestag 2008 (WD 7 - 015/08)

Die größere Formbarkeit des jungen Menschen, die ausgeprägten Unsicherheiten hinsichtlich ihrer Identität und Rolle(n) - das ist es, was die SPD nun für sich auszunützen gedenkt.

Das ist nicht verblödet - das ist skrupellos.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Dieses Land hat Klimahüpfer und Kevins genug. Sie sind es gewohnt, alles und jedes zu fordern. Doch die Rechnung für die Folgen ihres jugendlichen Leichtsinns geht schließlich an Papa und Mama oder womöglich an Oma und Opa. Solange das so ist, sollte das Wahlrecht bleiben, so wie es ist: Nur wer volle Verantwortung trägt, hat das Recht zu wählen verdient.“ ...

Allerdings scheint dies von fast allen Altparteien – besonders aber der SPD und den Grünen - ignoriert zu werden, denn üblich ist auch für mein Empfinden, dass schon auf Kleinkinder gezielt politisch Einfluss genommen wird!!!
https://afdkompakt.de/2019/09/06/dubiose-foerderung-der-politischen-indoktrination-von-kindern-trockenlegen/

Weil unser(?) heiliges Pummelchen mit der von ihr geschaffenen Situation längst auch aus psychischen Gründen nicht mehr klar kommt?
https://www.vice.com/de/article/jmn9d7/beweist-angela-merkels-asylpolitik-dass-sie-psychische-probleme-hat-maaz-308

Ist es aber auch möglich, dass ihre Handlungsweise die sichtbaren Zeichen eines kranken politischen Systems in seiner Gesamtheit zeigt
https://www.rubikon.news/artikel/die-narzissmus-wende
- mit der gefährlichsten Frau Europas(?)
https://www.g-geschichte.de/forum/brd-ddr/3579-angela-merkel-gefaehrlichste-frau-europas.html
als „Diktatorin und selbsternannte Göttin“ https://www.dailymotion.com/video/xp7wal
an der Spitze?

Da sich unser Pummelchen längst zur Göttin(?) erhob:

Nutze sie ihr Dasein nicht auch dafür, sich von ihrer Flinten-Uschi wegen notorischen Unvermögens
https://www.youtube.com/watch?v=zyapAuLEsJU
zu trennen und sie „alternativlos“(?) als EU-Chefin zu installieren, weil sie ihr Uschilein nur auf diese Art wirklich nutzen kann?

Allerdings komme auch ich beim Betrachten des Antlitzes von Beiden zu dem Schluss:

„Imago est animi vultus“!!! (Das Gesicht ist ein Abbild der Seele)

So stellt sich auch mir letztlich die bange Frage:

Stehen wir kurz vor einem ´heiligen` Bürgerkrieg???
https://www.journalistenwatch.com/2020/07/29/bange-frage-kommt/

Gravatar: Jüppchen

In einer Diskussion im WDR vor vielen Jahren hat ein Anrufer, seines Zeichens Lehrer, die Katze aus dem Sack gelassen, indem er sagte, solche Wahlen müßten natürlich in der Schule vorbereitet werden.
Und genau darum geht es: die Lehrer werden dann den Schülern ganz pädagogisch beibringen, wen sie zu wählen haben. Bei Diskussionen mit Parteivertretern in Schulen werden dann auch konsequent AFD und oft auch CDU gar nicht erst eingeladen.
So bereitet man die richtigen Ergebnisse vor. Hallo DDR!

Gravatar: Frost

Begeht ein 16- jahriger ein Kapitaldelikt, fällt er unter das Jugendstrafrecht, weil ihm noch Unreife zugestanden wird. Aber um die Deppen zu wählen, soll er reif genug sein !? Das hier, ist nur noch das reinste Quatschsystem. Sollten sich die Stimmen, von den Freunden Schröders holen, die Schröder ja anständig bedient hat, indem er Zeitarbeit gemehrt und Rentner betrogen hat. Die Vermögenden wählen aber keine SPD - oder ! Holt euch doch Schröder zurück, dann bekommt ihr wenigstens von den Vermögenden noch Stimmen. Warum sollten denn ausgerechnet die 16 - jährigen SPD wählen, wo sie doch jetzt schon wissen, dass sie später von ihrer Rente nichteinmal mehr ihre Wohnung bezahlen können.

Gravatar: Elke, die Erste

Gab es nicht mal die Diskussion, dass die Stimmen der Kinder den Eltern zufallen, so lange die Kinder minderjährig sind?

Politiker sollten lernen, mit Niederlagen fertig zu werden und ihr politisches Verhalten der Gegenwart anpassen, dann brauchen auch keine Kinder selbst an die Wahlurne. Natürlich kann es passieren, dass sie nicht wiedergewählt werden - na und ? andere verlieren auch ihr Jobs, Familie, Kinder, Gesundheit. Mit Verlusten muss jeder Mensch lernen umzugehen.

Dass nennt man Entwicklung; sie waren einfach falsch gewickelt.

Gravatar: Sigmund Westerwick

Sie spielen wieder die alte Laier

weil diejenigen, die schon länbger hier sind, von den Altparteien und insbesondere der SPD die Nase gestrichen voll haben, versuchen die Sozis die anderen an die Wahlurne zu bringen, die Schüler sowieso, damit sie sich für den Friday for Futures bedanken können, die Katzenbesitzer, weil die mindestens ebenso egoistisch sind und keine Katzensteuer zahlen müssen, die Behinderten, damit ihr gutmenschlich geschulter Betreuer das Kreuz an die richtige Stelle setzen kann, die illegalen EInwanderer, weil sie sich hier so wohl fühlen, usw , usw.
Nur auf die Idee Politik zu machen, die von den Wählern akzeptiert wird, sind sie noch nicht gekommen.
Das ist ihnen sicherlich zu schwierig, wie soll das auch gehen, das wäre ja fast soetwas wie arbeiten, das können sie nicht, dafür sind andere zuständig.

Gravatar: Roland Meier

Wer Wahlrecht ab 16j fordert, der muss auch fordern, dass auf solche Jugendliche auch das Erwachsenen Strafrecht angewandt wird. Das Eine geht nicht ohne das Andere. Die SPD verblödet nun vollends mit solchen Forderungen.

Gravatar: ropow

Wieder einmal sollen also Kinder das letzte Aufgebot stellen.

„Wer in der Jugend nicht links ist, der hat kein Herz. Wer es im Alter noch immer ist, der hat kein Hirn.“

Nur Menschen ohne Hirn aber mit viel Herz können eben von der SPD noch über den Tisch gezogen werden.

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang