Designierter CSU-Chef möchte seine Partei »breiter aufstellen«

Söder will keine auf das Konservative »verengte« CSU

Die CSU scheint mit ihrem designierten Vorsitzenden Markus Söder sich nun vollends auf Kurs von Merkels CDU zu begeben. Der bayerische Ministerpräsident will die Partei »breiter aufstellen«. Ebenso dürfe man die CSU nicht länger auf das Konservative verengen.

Foto: Harald Bischoff/ Wikimedia Commons/ CC BY-SA 3.0
Veröffentlicht: | von

Der designierte CSU-Chef Markus Söder warnt seine Partei davor, zu sehr auf einen konservativen Kurs zu setzen. »Wir müssen uns breiter aufstellen. Die CSU darf sich nicht nur auf eine Wurzel, wie das Konservative, verengen. Wir brauchen das Liberale, das Ökologische und das Soziale genauso«, erklärte Söder.

Noch vor wenigen Monaten - vor der bayerischen Landtagswahl - forderte Söder ein konservativeres Profil der Union. Mit seiner jetzigen Äußerung schlägt er plötzlich gemäßigtere Töne ein und nimmt Formulierungen auf, die Merkel als CDU-Vorsitzende gerne benutzte. Wenn aus eigenen Reihen jemand forderte, das Konservative zu stärken, verwies sie darauf, dass das Konservative nur eine von mehreren Wurzeln der CDU ist.

Darüber hinaus bestätigte der bayerische Ministerpräsident auch, dass der scheidende CSU-Vorsitzende Horst Seehofer als Bundesinnenminister der Großen Koalition weiterhin im Amt bleiben werde. »Wir haben inhaltliche und personelle Stabilität versprochen. Horst Seehofer bleibt Bundesinnenminister.«

Im weiteren versprach Söder: »Wir werden uns in Berlin jetzt konstruktiv um die Probleme kümmern, die die Menschen beschäftigen, und die Gesellschaft wieder zusammenführen.« Es sei eine Chance, dass fortan die drei Parteichefs der Großen Koalition von CDU, SPD und CSU der Bundesregierung nicht als Minister angehörten.

Auf einem außerordentlichen Parteitag in München soll am 19. Januar ein neuer CSU-Chef gewählt werden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist dabei der einzige Kandidat für das Amt.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Wieland Scholz

Herr Söder ist der neue Drehhofer. Sobald solche Typen an den Futtertrögen der Macht schnuppern, vergessen sie ihre Verpflichtung, für das eigene Volk zu arbeiten. Sie hängen ihre dünnen Mäntel in den Wind und hoffen, es bleibt ewig so. Aber die kommenden LTW in Ostdeutschland werden die Landesfürsten dort in die Wüste schicken.

Gravatar: Werner

Diese Pfeife bringt die CSU jetzt auch auf die internationale Bolschewisten-Schiene der Merkel. Gut für die AfD. Bayern hat so einen Dummschwätzer gerade noch gebraucht. Oh Gott, oh Gott, du Land der Bayern.

Gravatar: Wolfram

Diese ehemals christliche Partei merkt immer noch nicht, dass ihr die Wähler in Scharen davonlaufen - zur AfD, der letzten konservativen Partei in Deutschland !!!

Schön weiter rot träumen und einen schönen weitern freien Fall !!!

Die beiden ehemaligen großen Volksparteien brauchen unbedingt 4,9% !!!

Gravatar: Walter

Der Herr Söder ist mir schon mehrfach in letzter Zeit durch seine weichgespülten Äußerungen aufgefallen. Wenn das seine neue Linie ist, haben die Grünen in Bayern bald große Chancen die CSU zu verdrängen. Erst will er Kreuze überall aufhängen und das konservative Profil der Union stärken und was will er jetzt ?
Jetzt will er das Liberale, das Ökologische und das Soziale in den Focus seiner Wackelpolitik rücken. Dagegen ist doch nichts einzuwenden, aber erst so und dann so, da kann man mal gespannt sein, ob ihm seine Bayern diesen Gesinnungswandel abnehmen.

Gravatar: Aufbruch

Wer von einem Politiker anderes erwartet, als das, was gerade opportun ist, hat die Partei-Politiker und ihre Logik noch nicht verstanden. Wie oft steht man vor dieser verrückten Situation in der man sich fragt, was hat er gestern noch gesagt - und jetzt das. Das mag das eine oder andere Mal auch gut gehen. Auf Dauer wird es allerdings ein Rohrkrepierer. Vor allem, wenn einem die Medien nicht hold sind. Alleine Merkel kann sich sowas leisten. Sie wechselt ihre Meinung und Richtung am laufenden Band. Und die Medien machen alles mit. Bei Söder könnte dieses Hin und Her auch schiefgehen. Warum eine rechts und grün gefärbte CSU wählen, wenn man auch AfD und Grüne zur Wahl hat? Söder wird diese Wähler so schnell nicht zurückholen können. Dafür hat er sie zu sehr verprellt. Die Medien werden ihn nicht so auf Händen tragen, wie sie es mit Merkel tun. Er wird schon etwas mehr tun müssen, als nur seine Widersacher zu kopieren.

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Vor Jahren dachte ich noch , wenn es noch schlimmer kommt , kann ich ja nach Bayern ziehen !! In meiner Jugend in der SBZ(,, DDR") waren ja auch , oder bestimmt im ,,Westen alle Nazis" ! Ganz besonders natürlich dieser Franz Joseph Strauß und diie CSU ! -Teufel noch mal was hat der von Schnitzler geschäumt und schwarze Farben aufgetragen !! Gibt es denn keine Wandzeitungen und Aufsätze der FDJ -Sekretärin Angela Merkel und ihres ehernen Bekenntnises zum Hass und Kampf gegen die Faschisten mehr ??? Mein Gott, Franz Josepf was hast du da damals mit dem Millionenkredit noch angerichtet !! - Aber, -ja , DU warst ja damals auch schon mit den Wirtschaftsbossen zur Jagd bei Hermann , hopla dem Ex-Scharführer Schleyer , und eigendlich ALLEN Wirtschaftsbossen , trotz Vergangenheit in der Schorfheide oder beim gemeinsamen Neuanfang über die Leichen hinaus !!! Es blieb dann dem ,, Helmut "überlassen die Bunawerke in neue ,, Reich "inklusive Erika zu führen ! Tja es passt schon mit den Strophen ,, Auferstanden aus Ruinen , Maurschützen -Flick Partei . Opfer (war) wird die ganze Heimat , Täter wieder die Partei !!!

Gravatar: Ekkehardt Frizt Beyer

... „Noch vor wenigen Monaten - vor der bayerischen Landtagswahl - forderte Söder ein konservativeres Profil der Union. Mit seiner jetzigen Äußerung schlägt er plötzlich gemäßigtere Töne ein und nimmt Formulierungen auf, die Merkel als CDU-Vorsitzende gerne benutzte.“ ...

Um damit noch mehr Wähler in Richtung AfD zu jagen, weil er den Kretschmer für seine Situation etwa beneidet??? https://www.journalistenwatch.com/2019/01/09/hat-sachsens-ministerpraesident/

´Ist` das Ende des Bösen etwa gar keine Chefsache???
https://philosophia-perennis.com/2019/01/09/unkraut-und-uneinigkeit-das-ende-des-boesen-ist-chefsache/

Gravatar: Irene

Konservativ sein, bedeutet: die Exzellenz, die Besten der Besten anzuführen.

Nur inkompetente Menschen suchen die grün-rote Inkompetenz, den Schlendrian, die Untreue, die Doppelmoral, den Verrat, die Unterdrückung, den Terror, den Massenmord, die Verschwendung, die sinnlose Gewalt.

Ich, persönlich, wünsche Söder den totalen Absturz, weil er eben nicht das Beste für Bayern mehr will. Auch deshalb kann eine Demokratie, indem es seinen eigenen Feinden ein Mitspracherecht erlaubt, nicht lange bestehen. Das ist unlogisch. Alles was links ist, ist glatter Betrug.

Gravatar: Kirchfahrter Archangelus

Herr Söder paßt sich lediglich seiner neuen Aufgabe an: dem CSU-Vorsitz. Wer Tatsachen kennt und nicht Tagträumen folgt, weiß, dass es auch in bayerischen Schulen „Gender“-Propaganda gibt (https://www.sueddeutsche.de/bayern/schulen-in-bayern-hetero-ist-nicht-alles-1.3299651) und die „Strategie des Gender Mainstreamings“ im Ministerrat bereits im Juli des Jahres 2002 (!) beschlossen wurde (https://www.stmuv.bayern.de/ministerium/karriere/gender_mainstreaming/index.htm).

In München nahmen CSU-Funktionäre offen an der Homo-Parade „Christopher-Street-Day“ teil (www.sueddeutsche.de/muenchen/csd-die-muenchner-csu-ist-ein-bisschen-schwul-1.3026853) und zu einer Klage des Freistaats gegen die sog. „Ehe für alle“ kam es auch nicht (https://www.n-tv.de/politik/Bayern-zieht-Klage-gegen-Ehe-fuer-alle-zurueck-article20321559.html).

Noch Fragen?

Gravatar: Thomas Waibel

Die "C"SU ist nichts anderes als der rechte Flügel des Systems. Wenn man die "C"SU wählt, kann man ebenso die Grünen wählen.

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