›Der Staat an seinen Grenzen‹

Sarrazin fordert »restriktive Einwanderungspolitik«

In seinem neuen Buch sagt Sarrazin nicht Neues. Und er sagt es nicht mehr als Mitglied der SPD.

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Mit der SPD scheint Sarrazin fertig zu sein. »Ich kann keinen Respekt aufbringen für eine Partei«, sagt er zehn Jahre dem Erscheinen seines Bestsellers ›Deutschland schafft sich ab‹ gegenüber dem European, »die ein Mitglied, das sich sonst nichts zuschulden kommen ließ, deshalb rauswirft, weil in einem Buch Tatsachen stehen, die niemand widerlegt hat und die lediglich unbeliebt sind.«

Einige Tatsachen hat der Ex-Sozialdemokrat in seinem Buch mit dem vollen Titel »Der Staat an seinen Grenzen – Über Wirkung von Migration in Geschichte und Gegenwart« zusammengetragen. So zeige sich, dass Einwanderung meistens zusammenginge mit Gewalt. »Für die Einheimischen war die Zuwanderung in weit über 90 Prozent der historisch beobachteten Fälle blutig, verderblich und gefährlich.« Entsprechend hätten sich »erfolgreiche Gesellschaften, Kulturen und Staaten« gegen unerwünschte Einwanderung »gewehrt und den Zustrom reguliert.«

Den naheliegenden Einwand, die USA seien ein Einwanderungsland und zugleich erfolgreich, kontert Sarrazin mit einem Hinweis auf die ostasiatischen Staaten. »Sie sehen ja, dass die erfolgreichen ostasiatischen Länder wie China, Korea oder Japan allesamt ohne Einwanderung auskommen.« Und in den USA unterliege die Einwanderung erheblichen Restriktionen.

Zu diesen rät Sarrazin auch der deutschen Politik. »Einwanderung muss gesteuert werden, dazu gehört auch, dass nicht jeder zu uns kommen kann, der gerne kommen möchte«, betonte Sarrazin in einem Interview mit dem European. Einwanderung sei eben ganz und gar nicht normal. »Einwanderung war immer die Ausnahme«, sagt Sarrazin und ergänzt: »Darum sieht ein Chinese anders aus als ein Schwarzer aus Nigeria.« – Ein Satz, den die Partei von Kühnert, Esken und Borjans sicher erzürnt.

Vehement widersprach der ehemalige Sozialdemokrat der These, dass geburtenschwache Länder auf Einwanderung angewiesen seien. Das sei allein ein Problem der Produktivität. Entlastend können nach seiner Ansicht nur gut ausgebildete Migranten bringen. »Einwanderer dagegen, die bei den Transferleistungen über und bei den Einkommen unter dem Durchschnitt der Bevölkerung liegen, belasten Staatsfinanzen und Sozialsysteme zusätzlich«. Für Deutschland lässt sich eindeutig zeigen, dass ohne die Zuwanderung der Gastarbeiter seit den 60er Jahren das Pro-Kopf-Einkommen in Deutschland höher wäre als es tatsächlich ist.

Angesprochen auf die wirtschaftlichen Probleme Afrikas, verwies Sarrazin auf das horrende Bevölkerungswachstum. Zugleich habe sich gezeigt, »dass die Entwicklungshilfe und alle Versuche zur politischen Einflussnahme grundsätzlich versagt haben.« Afrika könnte, wenn die Schwarzen wollten, denselben Lebensstandard wie die Franzosen genießen, wenn sie eine vergleichbare Mentalität ausbilden würden. Gefragt, was Europa denn machen solle, wenn »die Menschen in Mali und in anderen afrikanischen oder westasiatischen Staaten daran offenkundig kein Interesse haben?« antwortete Sarrazin: »Dann dürfen wir jedenfalls nicht zulassen, dass diese Länder ihre Probleme durch den Export ihres Bevölkerungsüberschusses nach Europa zu lösen versuchen.«

Den Hinweis auf das Asylrecht konterte Sarrazin schließlich, indem er auf die Verantwortung der Regierung verwies: »Was ist unsere Verantwortung? Unser Staat muss zunächst die eigenen Bürger schützen. Deutschland ist schlicht nicht in der Lage, unter knapp acht Milliarden Menschen jeden aufzunehmen, der an der Grenze oder beim Konsulat das Wort Asyl ausspricht.«

Wie immer kann man Sarrazin nur zustimmen. Doch was er sagt, gehört mittlerweile nur noch in den regierungshörigen Medien und in der Regierung selber nicht zum Allgemeingut. Man kann auch sagen, die Spatzen pfeifen es von den Dächern. Der Ex-Sozi Sarrazin muss daher vorsichtig sein, dass er nicht in wenigen Wochen von der medialen Bildfläche verschwindet. Denn verkauft haben sich seine Bücher nicht obwohl, sondern weil er in der SPD war.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: W.E. Mai

MEINUNG
Die Wählerklientel der SPD findet sich weniger bei den "Gutverdienern", sondern dem unteren Mittelstand bis zu den sozial Abgehängten, ob selbst mitverschuldet od. schicksalhaft. Und diese Klientel dürfte nach hies. Wahrnehmung am meisten unter einer völlig unvernünftigen Migration aus kulturfremden Nationen zu leiden haben.
Dazu nur ein (herausgenommenes) Bsp. - die Mütterrente. Um den Müttern von vor 1992 geb. Kindern die gleiche Anerkennung ihrer Erz-Leistung bei der Rente zu gewähren. war (auch bei der SPD) kein Geld da, wohl wissend, dass gerade Frauen/Mütter viel näher an Armutsrenten sind als Väter, die meistens (bis dato zumind.) geschlossene Erwerbsbiografien haben, die ihnen zumind. eine halbwegs auskömml. Rente gewährt.
Noch heute beschweren sich viele über die Mütterrente bzw. insb. die Anhebung für vor 1992 geb. Kinder. Darüber, dass Mütter ab 1992 geb. Kinder schon immer drei Rentenpunkte als Erz-Leistung anerkannt bekamen, hat sich noch keiner beschwert.
Soviel zur ständig artikulierten "Gerechtigkeitsfrage" der SPD. Bis in die Kommunen hinein wird die mangelnde Finanzlage beklagt - und u.a. die Grundsteuer B massiv erhöht, umlagefähig auf Mieter. Wohneigentümer werden deftig zur Kasse gebeten für Straßensanierungen, die Vermieter jedoch "gedeckelt".
Zweistellige EURO-Mrd. sind einzig für Migranten (berechtigte Asylbewerber ausdrücklich ausgenommen!) Jahr für Jahr aufzuwenden. Selbstverständl. fehlen diese Euronen an all den Baustellen hierzulande, nämlich Bildung, Digitalisierung, Infrastruktur. Und leider liegt der Anteil der Gefängnisinsassen mit Migrationshintergrund bei üb. 50 % - trotz einer Kuscheljustiz, die auch eine fünfte Bewährungsstrafe noch für angemessen hält. Die entsprechende Klientel fühlt sich dadurch in ihren Kreisen eher noch geadelt, mentalitätsgeprägt.
So lange insb. die Linken der SPD sich nicht den Realitäten stellen und die "Bio"-deutsche Bevölkerung regelrecht benachteiligt im Vgl. zu jenen mit migrativen Wurzeln, wird sie keine Wahlen mehr gewinnen - zumind. für Berlin. Die GRÜNEN sind dabei noch die stärkste SPD-Konkurrenz, da deren Wählerschaft es sich "leisten" kann, die moral. Instanz für insb. Migration und eine MEINUNGSHOHEIT zu beanspruchen, derweil die ihre Kids in Privatschulen schicken.
Sie brauchen (und wollen) noch mehr kulturfremde Migration zur Erschließung neuen Wählerpotentials, wenn sie ("Bio")DEU wie geplant weiter ausdünnen und die Kassen plündern.
Und wenn ich nun für diese meine Wahrnehmungen, Analyse und daraus gebildete DEMOKRATISCHE MEINUNG nach Rechts verortet und entsprechend verunglimpft werde, nehme ich das hin.

Gravatar: Peter Lüdin

Das Wort Routine trifft die aktuelle eigenartige Stimmung im Land sehr gut. Es ist eine gespenstische Stille eingetreten, was die allgegenwärtige Gewaltkriminalität durch Menschen angeht, die sich nach Recht und Gesetz gar nicht in Deutschland aufhalten dürften. Nahezu jeden Tag einen Fall in der Lokalresse. Diese Meldungen erhalten sehr selten eine überregionale Berichterstattung. Es gibt auch keine Demos mehr oder Mitleidsbekundungen mit den Opfern. Man hat sich daran gewöhnt, meidet bestimmte Stadtteile oder Menschengruppen so weit es geht und nimmt es eben hin.

Gravatar: Mathilde Schnertz

Ungebildeten Leuten sollte man es nicht erlauben Schriften zu verbreiten und auf Wahlzetteln herumzukreuzen.

Demokratie unterdrückt intelligentes Verhalten.

Gravatar: derDietmar

Bei dem Begriff "ausradieren" fällt mir unwillkürlich die LTI, (Lingua Tertii Imperii; Sprache des Dritten Reiches) ein.

Was für Leute mit einer derartig kranken Machtgier tummeln sich um Gotteswillen da in der EU?

Gravatar: Helga Schröter

Wenn kluge Menschen in unserer angebliche Demokratie nichts zu sagen haben, ist unsere Zukunft beendet.
Unsere christlich-jüdische 2000 Jahre Kultur wird täglich unterwandert und sogar mit Hilfe der angeblichen Nächstenhilfe.
Wer Menschen aus ihrer Heimat in fremde Länder fördert, wo ihre Zukunft absolut unsicher ist und durch Sozialhilfe sie noch ernährt auf Kosten der arbeitende Bevölkerung, vor allem in diese Millionengröße, der beginnt Selbstmord gegen eigenen Bürger.
Der Staat kümmert sich lieber für andere Länder und mischt sich überall ein, wo nichts einzumischen ist.
Es wäre schön, wenn unsere Eliten um uns kümmern würden und nicht noch andere Problemfelder ins Land zu holen.
Durch Emigration werden nicht nur die Armen leiden, sondern viele werden sich von hohen Luxus trennen müssen, sie sind aber noch nicht so weit, diese Richtung zu sehen und deswegen nicken alles ab, wir warten ab--

Gravatar: Alfred

# Gipfler
Die Ausführungen zu Frans Timmermans sind bezeichnend für Leute, die sich über die Folgen ihrer Utopien keine Gedanken machen. Von einem Literatur-Professor kann man in dieser Hinsicht auch nicht anderes erwarten. Er fühlt sich wie Gott und übersieht die langandauerte Evolutions-Geschichte, die auf Zeit setzt.
Diese Fanatiker wollen über die Köpfe der Menschheit hinweg Entscheidungen treffen, die vielleicht gar keiner will(?). Es ist eine erweiterte Kriegserklärung, die im Grunde nur eine Weiterführung der Osterweiterung unter Adolf Hitler darstellt. Ganz zu schweigen von der globalen Verseuchung, die wir jetzt schon zu spüren bekommen und einem sozialen Chaos, von dem wir uns heute noch gar keine richtige Vorstellen machen können. (Die Kassen in Deutschland sind leer!) Die USA hat es schon!
Diese scheinbaren "Friedensengel" wollen nur das eine was alle GP wollen: Profit!
Fuck the EU!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Den Hinweis auf das Asylrecht konterte Sarrazin schließlich, indem er auf die Verantwortung der Regierung verwies: »Was ist unsere Verantwortung? Unser Staat muss zunächst die eigenen Bürger schützen. Deutschland ist schlicht nicht in der Lage, unter knapp acht Milliarden Menschen jeden aufzunehmen, der an der Grenze oder beim Konsulat das Wort Asyl ausspricht.« ...

Allerdings ist die Wahrheit auch in der sich göttlich(?) diktieren lassenden SPD scheinbar überhaupt ´nicht` gefragt!!!

Ist es da ein Wunder, wenn selbst das Greta Thunberg fordert:

„Merkel soll „einfach die Wahrheit aussprechen“
https://www.welt.de/politik/deutschland/article214345412/Greta-Thunberg-ueber-Merkel-Sie-sollte-einfach-die-Wahrheit-aussprechen.html
- und das sicherlich nicht nur in Sachen Umwelt?!

Würde unsere(?) heißgeliebte(?) Göttin(?) damit nicht aber ihrem hart erarbeiteten Image als „Königin der Lügen“ schaden???

Gravatar: karlheinz gampe

@Gipfler

Timmermanns ein ungebildeter Idiot ?

Nur ein Idiot kann behaupten, dass europäische Kultur und europäisches Erbe nur soziale Konstrukte seien, denn die wurden nicht konstruiert sondern sind natürlich gewachsene und geschichtliche Gebilde! Mir scheint als ob viele Politiker an geistiger total Verblödung leiden ! Jagt diese Irren aus Ämtern und Parlamenten ! Denn Geisteskranke und Verblödete können kein Amt ausfüllen.

Gravatar: Wolfram

Dass die SPD einen ihrer klügsten Köpfe hinausgeworfen hat, zeugt von der volksfeindlichen Dekadenz dieser Partei.

Sarazin hat mit allen seinen Behauptungen, Mahnungen und Warnungen völlig Recht.

Er hätte seine Bücher nur etwas vorsichtiger formulieren sollen, ja müssen. Viele Thesen kann man auch als Frage artikulieren. Denn Fragen wird ja wohl erlaubt sein !!!

Fragt man denn einmal einen roten Regionalpolitiker mit Sachverstand, wie er zur Massenmigration (auch Krimineller) in unser Land steht, ob die kriminellen Migranten nicht irgendwann ihr Gastrecht verwirkt hätten und abgeschoben gehörten ? Tja - dann kommt schon mal die kleinlaute Antwort, dass diese kriminellen Migranten schon außer Landes gehören, doch PSSST - das dürften sie gar nicht laut sagen, sonst flögen sie nämlich auch aus ihrer Partei wie Sarazin. So fern ist die SPD von ihrer Basis entfernt !!! Wie peinlich ist das denn !!!

Gravatar: Petra

Der gescheite Sarrazin ist ebenso wie der studierte Rechtsanwalt Gerd Schröder, den einzigen SPD Kandidaten, den ich jemals gewählt habe, war zu intelligent und charismatisch für die SPD und der auch jetzt dauernd von den Neidgenossen beschimpft wird wegen seiner gescheiten Entscheidungen, die nicht vom Neid und dämlicher Umverteilung geprägt waren.
Was die SPD fordert sind Menschen ohne abgeschlossenes Studium, auch Grundschulabbrecher wie Martin Schulz erfüllen die Anforderungen für eine SPD-Karriere. Man muss sich nur den letzten Vorsitzenden Borjans (über Sascia will ich lieber schweigen, ihre Visage sagt Alles) betrachten, der seine Karriere bei der SPD nur der einzigen Tatsache verdankt, dass er mit kriminellen strafwürdigen Aktionen erfolgreiche Bürger jagte und bestrafte, die Erträge ihres bereits versteuerten Einkommen nicht nochmals versteuern wollten und ins Ausland verlagerten und nicht gleich ganz mit weggezogen sind, wie fast alle gut beratende erfolgreiche Sportler wie Schuhmacher, Beckenbauer etc. und viele reiche Geschäftsleute es vormachten. Die Neue Züricher Zeitung veröffentlicht laufend neu in die Schweiz zugezogene reiche Bürger, die damit der gesamten kriminellen überhöhten und undurchsichtigen deutschen Besteuerungen entgehen, die nicht einmal von den meisten Steuerberatern verstanden wird. Wo der Fiskus wirklich um hohe Milliardenbeträge beschissen wurde, hat weder Herr Borjans noch der allgescheite langjährige Finanzminister Schäuble geschnallt. Da haben wirkliche Finanzprofis zugeschlagen und die deutschen Finanz-Beamten haben nur noch gestaunt wie schnell das viele Geld der Steuerzahler verschwunden war.
Jeder Satz den Herr Sarrazin in seinen Büchern veröffentlicht, ist ein Appell an die Dummheit der SPD und ihre Oberen, die sie niemals befolgen, da ihre Denkwweise ausschließlich auf Neid und Umverteilung von Oben nach Unten (soziale Gerechtigkeit benannt) dh. von Erfolg nach Dummheit und Erfolglosigkeit beruht, wie zu sehen bei SPD-Aufsteigern Kühnert, der ausser einer gut geölten Sprechmaschine und Umverteilungsphantasien, Nix vorzuweisen hat. Nur in Hamburg kriegt die SPD noch 37% gegenüber 14% in der BRD, deshalb steigt der HSV auch diesmal nicht auf, trotz Millionenfacher Unterstützung von Sponsoren, offensichtlich haben da einige Verantwortliche ein paar Kopfbälle zu viel gemacht. Zu sehen auch als zu viele kriminelle Sozn während der Hamburger Chaos-Tage die Herrschaft übernahmen. Hoffe nur, dass sich die Sozn bei ihren vielen Gewalt-Demos untereinander richtig gut anstecken mit Corona und ein wenig reduziert werden.
@ Sting danke für ihren professionellen Beitrag

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