Zahl der Tests insgesamt auf Rekordniveau

Quote positiver Corona-Tests in Schweden dauerhaft niedrig

Schweden hat von Begin der Ausbreitung des Corona-Virus einen eigenständigen, im Ausland oft angefeindeten, Kurs eingeschlagen. Jetzt zeigt sich einmal mehr, dass die Schweden offenbar als so ziemlich einzige Nation den richtigen Weg gegangen sind.

Foto: Pixabay
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Schweden hat alles unternommen, um die Zahl der Corona-Tests landesweit zu erhöhen. In der vergangenen Woche wurde mit mehr als 120.000 Testungen ein neuer Rekordwert erreicht. Das entspricht etwa 1,2 Prozent der Bevölkerung, also im Vergleich in etwa der Zahl der Testungen, die in Deutschland seit der Kalenderwoche 33 durchgeführt werden. Die Positivrate bei den Tests fiel auf einen Wert von 1,9 Prozent. Von 100 getesten Personen haben sich nicht einmal mehr zwei mit dem Corona-Virus infiziert, von einem Krankheitsfall gleich gar nicht zu sprechen.

In Schweden wurde selbst in der Hochphase der Ausbreitung des Corona-Virus darauf verzichtet, die Bürger in ihren Wohnungen einzusperren, dass soziale und wirtschaftliche Leben faktisch stillzulegen, wie es sich die Merkel-Regierung in Deutschland in einer Art panischen Kurzschlussreaktion einfallen ließ - nachdem man monatelang inaktiv geblieben war.

Die in Schweden vorgegebenen Richtlinien seien für die Bürger einfach zu verstehen, sagt der Chef der schwedischen Gesundheitsbehörde, Johan Carlson. Sie waren von Anfang an für einen längeren Zeitraum ausgelegt, das habe die Bevölkerung längst verinnerlicht. Man habe nun die geringste Ausbreitungsrate und erwarte, anders als es sich derzeit in Frankreich und Spanien zeigt, keinen Wiederanstieg.

Epidemiologie-Professor Jonas Ludvigsson vom Karolinska Institutet stimmt dem zu. »Unsere Strategie war konsequent und nachhaltig. Wir haben wahrscheinlich ein geringeres Ausbreitungsrisiko als andere Länder.« Die schwedische Bevölkerung dürfte seinen Worten zufolge eine höhere Herdenimmunität vorweisen als andere Länder. »Ich glaube, wir profitieren jetzt viel davon«, betonte Ludvigsson.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Schnully

Ihr könnt gerne weiter Schweden huldigen . Ich halte mich an Tatsachen und bin froh das wir keine schwedischen Verhältnisse im Merkelland haben . In dem WIR allerdings aufpassen müssen das uns die Groko nicht weiter überrumpelt und entmündigt
Weder bei den gewaltbereiten Zuwaderern , noch bei den Corona-Toten ist Schweden als Vorbild zu verstehen

Gravatar: harald44

Bisher unerklärt bleibt nur der Umstand, daß in den Ländern, in denen die Maskenpflicht am rigorosesten gehandhabt wird, also Spanien und Frankreich z. B., die Anzahl der Infektionen wieder ansteigen soll.
Sollte der MNS eventuell doch keinen Einfluß auf das Coronavirus und dessen Ausbreitung haben?
Aber das werden die Politiker in keinem Fall zugeben, denn dann hätten sie sich ja geirrt.

Gravatar: Joachim Datko

Deutschland hat eine wesentlich geringere Todesrate durch Corona als Schweden.

Corona-Tote Deutschland - 112 pro Million Einwohner
Corona-Tote Schweden - 572 pro Million Einwohner

Ich halte mich an die Empfehlungen der Virologen.

Im Vergleich mit Frankreich und England schneiden wir auch sehr gut ab:

Corona-Tote Frankreich - 459 pro Million Einwohner
Corona-Tote England - 657 pro Million Einwohner

Abstand halten ist einfach und entspricht meinem Charakter. Ich lege sogar noch etwas dazu, 1,5 m sind mir zu wenig.

Eine einfache Maske zu tragen verursacht mir keine Probleme.

Joachim Datko - Ingenieur, Physiker

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