»Für die Rettung der christlichen Zivilisation«

Polen geht gegen Diskriminierung von Christen vor

Polens Regierung will die christliche Kultur in ihrem Land schützen – und kündigt dafür Neuerungen im Schul- wie Hochschulwesen an. Es ist gleichzeitig der Versuch, ein Gegengewicht zur linksliberalen Übermacht der EU zu schaffen.

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Polens Erziehungsminister Przemyslaw Czarnek will erreichen, dass sich künftige Generationen wieder stärker christlichen Werten und Traditionen zuwenden. Dafür kündigt der Minister Änderungen im Schul- wie Hochschulwesen an mit dem Ziel, Christen und christliche Wertauffassungen im Bereich Bildung und Wissenschaft stärker zu verankern. Czarnek sieht eine zunehmende Einschüchterung und Ausgrenzung von Christen an Hochschulen. Sie hätten Angst, wird Czarnek von domradio zitiert, vor »Disziplinarmaßnahmen wegen angeblicher Diskriminierung von Nicht-Christen« und würden ausgegrenzt. Der Minister sieht eine Diktatur der linksliberalen Weltanschauung, die deren Träger dazu verleite, das Christentum ausschalten zu wollen. In Europa breite sich eine »Phobie vor dem Christentum« aus. Um dem wirksam zu begegnen, müssten künftige Generationen wieder im Geist christlicher Werte erzogen werden, damit sich kein »getarnter Totalitarismus« in der Gesellschaft verbreite.



An Schulen sollen dafür verstärkt Schriften von Papst Johannes Paul II. an die Stelle internationaler Titel treten, und das nicht nur im Polnischunterricht, sondern auch im Schulfach »Erziehung zum Unternehmertum«. Laut einem Medienbericht erklärt Czarnek diesen Schritt, dass man sich »nicht von irgendwelchen LGBT-Menschen« den Lehrplan bestimmen lasse.



Im Mai hatte Przemyslaw Czarnek das Collegium Intermarium eingeweiht; eine christliche Hochschule, die, so Czarnek, eine neue, rechtskonservativ gebildete Elite heranziehen solle. Generell ist das Ziel, das linksliberal dominierte Meinungsklima an Polens Hochschulen zu bekämpfen, indem christlichen Positionen wieder mehr Einflußmöglichkeiten gewährt werden. Eine zentrale Maßnahme ist die Entschärfung der sogenannten Hassrede. So soll künftig kein Dozent mehr für »Hassrede« zur Verantwortung gezogen werden, wenn diese aus religiöser Überzeugung geäußert wurde. In Polen laufen mehrere von linken Studenten ausgelöste Disziplinarmaßnahmen gegen Dozenten wegen angeblich fundamentalistisch motivierter Propaganda.



»Europa ist heute ein Ort eines beispiellos großen Kampfes gegen das Christentum«, begründete Minister Czarnek bei einem Bildungskongress seine Motivation, christlich orientierte Reformen im Bildungswesen einzuleiten. Christliche Bildung sei notwendig, »um die lateinische und christliche Zivilisation in Europa und in der Welt zu retten«.



Ein Gastbeitrag der Initiative Christenschutz

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ralf

Felix Stühlinger 07.08.2021 - 10:55

Papst Johannes Paul II. hat u.a. den mutmaßlichen Kinderschänder Józef Wesołowski vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt. Ein wahrer Lichtblick..

Johannes ist eine Ikone in Polen. Was er getan oder gelassen hat, vom 2. WK bis zum Tod, ist für die Gläubigen nebensächlich. Wenn es hilft, sich vom Schwachsinn des Westens abzugrenzen, dann ist es nützlich.
Letzten Endes gilt doch besonders in der römischen Kirche ein Beichtgeheimnis oder irre ich da ? Wenn man annimmt, dass sogar Mörder theoretisch Kirchenasyl bekommen können.......

Die inzwischen lange Debatte um Kath. Kirche und Pädophile hat in großen Teilen des Westens Schäden verursacht, vor allem bei jenen, die nichts dafür können.
Ich habe diesbezüglich (Auslieferung von Straftätern) nicht von großen Leistungen des Franziskus gehört. Ist mir vielleicht entgangen.

Kinderschänder werden nicht Geistliche, weil sie Katholen sind, sondern weil sie Kinderschänder sind. Umgekehrt sind Katholiken ja wohl auch kaum prädestinierte Pädophile.

Wäre der Islam eine Alternative ? Da ist Pädokriminalität seit Mohamed fester Bestandteil des Glaubens und gut und richtig.

Gravatar: Felix Stühlinger

"Dank an Polen! Ein Lichtblick!"

Papst Johannes Paul II. hat u.a. den mutmaßlichen Kinderschänder Józef Wesołowski vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt. Ein wahrer Lichtblick..

Gravatar: Sarah

Dank an Polen! Ein Lichtblick!

Gravatar: Hajo

Schön, wie langsam die Gegenbewegung erwacht und da sind alle Möglichkeiten offen, man muß sie nur nützen, jeder an seiner Stelle und diesen linken Volkszerstörern keinerlei Freiraum mehr lassen, denn die haben schon zu lange unbeaufsichtigt arbeiten können, ohne daß sie in die Schranken gewiesen werden, denn das sozialistische Paradies mag ja für alle Roten und Grünen ideal sein, ist aber nicht jedermanns Geschmack und das werden sie langsam zu spüren bekommen.

Traditionen müssen nicht immer schlecht sein, wobei die Entwicklungen auch ohne diese Schurken stattgefunden haben und sie nur über ihr linkes Marketing viele eingefangen haben, die nun als Aushängeschild fungieren und auch gerne dafür dienen, was aber nur für einen Teil der Gesellschaft von Interesse ist, der andere Teil hat eine andere Auffassung und die gilt es zu verteidigen, denn die Sozialisten und Kommunisten haben der Welt noch nie bewiesen daß sie Leistungen vollbringen können.

Die Linksgesinnten Unternehmer werden sich noch wundern wenn sie glauben mit deren Hilfe ihre eigenen Vorstellungen umzusetzen, denn die sind sowas von gefährlich und verfolgen ihre eigene politische Agenda und wenn die Zeit reif ist werden sie enteignet und das wars, wie man ja über ein Jahrhundert lang sehen konnte.

Die Roten haben schon immer mit falschen Heilslehren operiert und da sie nichts vorzuweisen haben, sind sie auf falsche Versprechen umgestiegen und gehen sogar noch Allianzen mit dem Kapital ein um ihre Macht auf Dauer zu festigen und diesen Roßtäuschern darf man kein Wort glauben und wenn sie können werden sie ab einem bestimmten Zeitpunkt jeden Widerstand in Wort und Schrift im Keim ersticken, darauf kann man auch noch warten, wenn sie weiterhin die Oberhand behalten.

Wenn man so will könnte eine weitere Befreiung mit Hilfe der Ostländer stattfinden, das wäre zwar völlig außergewöhnlich, aber bei dieser Politkamarilla in nahezu ganz Europa wäre diese Hilfe angebracht und da warten nicht wenige darauf, denen derzeit durch die unseligen Koalitionen die Hände gebunden sind. weil die schon soweit vorgedrungen sind, daß sie sich sogar schon Teilen der konservativen Kräfte bemächtigt haben und damit zur Zeit im Vorteil sind, was aber nicht immer so bleiben muß, wenn der Wind aus anderer Richtung dreht.

Gravatar: Achim

"An Schulen sollen dafür verstärkt Schriften von Papst Johannes Paul II. an die Stelle internationaler Titel treten"

Ach du großer Gott, ausgerechnet der!

Gravatar: Joachim Datko

Die Hochschulen sind nur der objektiven Wahrheit verpflichtet!

Das naturwissenschaftliche Weltbild ist mittlerweile in den hochzivilisierten Gesellschaften die gängige Weltsicht. Es ist ohne Bezüge zu religiösen und zu politischen Weltsichten. Im naturwissenschaftlichen Weltbild gibt es nur die objektive Wahrheit, auch wenn man sie nicht kennen sollte.

Jeder Mensch kann zur Ergründung der objektiven Wahrheit beitragen, unabhängig von eventuellen religiösen oder politischen Weltanschauungen. Dabei ist Meinungsfreiheit selbstverständliche Voraussetzung.

Die Hochschulen sollten darauf achten, sich von religiösen und politischen Weltsichten nicht vereinnahmen zu lassen. Dies ist eine permanente Aufgabe, da die Versuche, religiöse oder politische Weltsichten in den Hochschulen zu etablieren, auch permanent sind.

Bei uns in Regensburg gibt es z. B. an der Universität im Bereich der Zentralbibliothek eine Kapelle. Das ist ein Fehler.

Gravatar: never green

Richtig! Und unsere EKD,die
unter Leitung ihres Chef-Funktionärs
guten Leuten wie Pastor Latzel Schwierigkeiten macht?

Gravatar: Schnully

Geht Polen auch gegen die Blitzschnell erlassene 10000 Euro Bargeldobergrenze vor die ab nächste Woche durch die Hintertür in Kraft tritt ?
Das zeigt mir das es der EU nur noch um Kontrolle geht und unsere Einheitsparteien machen mit

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

»Für die Rettung der christlichen Zivilisation«
Polen geht gegen Diskriminierung von Christen vor“ ...

Weil Christen in immer mehr Regionen der Welt auch durch christ-göttliche(?) Bedrohung als „Straftäter“ erkannt werden
https://www.srf.ch/news/international/minderheiten-in-bedraengnis-immer-mehr-christen-werden-verfolgt
und nun schon darum auf Versöhnung ´hoffen`
https://www.domradio.de/themen/interreligi%C3%B6ser-dialog/2021-08-03/eine-sehr-fragile-situation-religionsfreiheits-beauftragter-hofft-auf-versoehnung-im-nordirak,
weil der Kirchgang selbst für ´unschuldige` Christen in immer mehr werden Gebieten der Erde zur Lebensgefahr wird???
https://www.deutschlandfunkkultur.de/bei-kirchgang-lebensgefahr.1278.de.html?dram:article_id=192443

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