»Menschen, die in besetzten Häusern wohnen, können ausrasten und eine halbe Stunde später wieder nett sein.«

Linke und Grüne: Rigaer Straße keine links-extreme Gewalt

Zwei Tage hat sich in Friedshain-Kreuzberg ein links-radikaler Mob ausgetobt. Doch ihre politischen Unterstützer schweigen. – Ein Kommentar

Singlespeedfahrer, CC0
Veröffentlicht:
von

Zwei Tage standen Rauchwolken über Berlin-Friedrichshain, zwei Tage lang bauten Hausbesetzer Barrikaden und zündeten sie anschließend an, zwei Tage lang warfen schwarz vermummte Gewalttäter Steine von Häuserdächern auf Polizisten. Und doch: Als in der Bezirksversammlung eine Resolution eingebracht werden soll, die »linksextremistische Gewalt« verurteilt, findet sie zwar Unterstützung bei FDP, CDU und sogar der SPD aber Linke und Grüne verweigern ihre Zustimmung.

Da auch die Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann, Grüne, bisher zu den Gewalttaten schweigt, fühlten sich die Verordneten von Grünen und Linken wohl sicher und gingen zum Gegenangriff. Mit ihrer Mehrheit setzten sie einen eigenen Antrag durch, in dem kein Wort zu finden ist über die politische Herkunft der Täter. Dabei zweifelt niemand daran, wo die Terroristen politische einzuordnen sind. Auch Grüne und Linke nicht.

Ja, die gingen nun noch einen Schritt weiter und stellten sich hinter die Täter. In einer bemerkenswerten Rede erklärte der Grünen-Verordnete Wolfgang Lenk, wenn sich Personen in Gewaltverhältnissen vergreifen, bedeute das nicht, Zitat: »dass sie ihr ganzes Leben gewalttätig sind«. Und weiter: »Menschen, die in besetzten Häusern wohnen, können ausrasten und eine halbe Stunde später wieder nett sein.« – Auch nachdem sie, muss man annehmen, nachdem sie einen Polizisten ermordet haben.

Die Aufregung über die Bemerkungen der Grünen ist zwar groß und sie ist auch berechtigt. Aber sie ist auch gekünstelt. Denn die Hausbesetzer in der Rigaer Straße haben in den vergangenen Tagen nichts getan, was sie nicht auch schon früher taten: Sie haben versucht, Polizisten zu töten. Anders lässt es sich schwerlich bezeichnen, wenn Pflastersteine von Häuserdächern auf Polizisten geworfen werden. Nur haben sie es diesmal ein klein wenig übertrieben.

Zuvor waren auch andere durchaus der Meinung, dass linke Hausbesetzer ein Recht darauf haben, gewaltätig gegen Polizisten zu werden. Diverse angebliche Satiren in den einschlägigen linken Postillen wie der taz sind Beleg genug. Die Aufregung ist, wenn sie bei der Aufregung bleibt, reinste Heuchelei.

Senator Geisel, SPD, begann schon jetzt mit wieder der gleichen Tour. Statt die Häuser sofort komplett räumen zu lassen – wozu nach den Gewaltätigkeiten wohl jedes Recht, ja sogar jede Pflicht besteht – äußert er Verständnis für die Wünsche nach Räumung, erklärt dann aber frech: Das Problem sei »nur rechtsstaatlich zu lösen«. Zur Erinnerung: Der gleiche Innensenator ließ im vergangenen November Wasserwerfer gegen Familien mit Kindern einsetzen und verbot widerrechtlich Demonstrationen, die ihm nicht passten.

In Sachen Räumung der Hauser in der Rigaer Straße, schiebt Geisel die Verantwortung zum Eigentümer der Häuser. »Der Schlüssel zum Erfolg liegt beim Eigentümer«, betonte der Senator: »Wenn er das teilbesetzte Haus räumen lassen will, was ich unterstütze, muss er dies vor Gericht durchbringen. Hat er einen entsprechenden Räumungstitel, wird die Polizei in Amtshilfe tätig. So, wie es zuletzt in der Liebigstraße 34 auch geschehen ist.« – Und da denkt der einfache Bürger, die Polizei würde ihn schützen. Falsch gedacht. In Berlin muss er sich diesen Schutz vor Gericht erst erstreiten. Senator Geisel wird von sich aus nicht aktiv. Er würde gern, aber er darf nicht. Sagt er.

Welch ein Unsinn!

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Auch Andreas Geisel, früher SED, später SPD, findet Hausbesetzer ziemlich sicher »ganz nett«. So wie er Islamisten sich in Berlin austoben lässt. Erst wenn das Treiben europaweit für Aufregung sorgt, stellt Andreas Geisel sich hin und gibt vor, linke Gewalt zu kritisieren.

Darin unterscheidet er sich nicht von den meisten Grünen und Linken. Sie sind die geistigen Brandstifter der potentiellen Mörder aus der Rigaer Straße. Sie sympathisieren in ihrem tiefsten politischen Herzen mit den Banden, die Polizisten totschlagen wollen. Doch wie alle geistigen Brandstifter, müssen sie einen gewissen Anstand bewahren, eine Art Anschein bewahren, solange sie nicht die Mehrheit besitzen. Haben sie die Macht erst einmal ergriffen, dann offenbaren sie ihren wahren Charakter. So wie jetzt in der Bezirksverordnetenversammlung in Friedrichshain-Kreuzberg.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Zicky

Mal ganz ehrlich? Die Polizei ist selber Schuld, wenn sie sich ständig für die Irren der Politik instumentalisieren lässt. Mit Polizisten, die keine Scham haben auf Unschuldige und friedliche Demonstranten einzuschlagen, ohne darüber nachzudenken, ob das wirklich verhältnismäßig ist, habe ich kein Mitleid, wenn sie von linken Parteien hochgerüsteten Terroristen eins auf die Mütze bekommen und sich nicht wehren dürfen, weil politische Gönner dieser Terroristen es so wollen.
Diese hochkriminellen Hausbesetzer gäbe es längst nicht mehr, würde die Polizei ihren Job erledigen und die Gönner dieser asozialen Subjekte aus dem Verkehr ziehen.
Aber da fehlt ihr einfach der Mum. Es ist ja auch einfacher und ungefährlicher, den aufgestauten Frust an friedlichen Demonstarnten abzureagieren.

Gravatar: Alfred

Linke und Grüne: Rigaer Str. keine linksextreme Gewalt.

Das kann man mit der Relativitätstheorie leicht relativieren.
Sitze ich mit im "Zug", dann kann ich keinen Unterschied erkennen.
Bin ich aber außerhalb des "Zuges", dann erkenne ich den Extremismus unbedingt.
Was sagt uns das? Berlin wird von Extremisten regiert!

Gravatar: karlheinz gampe

Ab heute 19.6 beginnt der passive Widerstand gegen das rote kriminelle CDU Merkelregime. Verweigert Euch der Tyrannei!

Gravatar: Gerd Müller

... und der Klapperstorch bringt kleine Kinder !

Ich frage mich womit diese Leute es rechtfertigen, sich als "Eliten" zu bezeichnen ??!

Gravatar: Peter Lüdin

Nur geltendes Recht durchsetzen. Anderswo endet jede Hausbesetzung binnen 24 Stunden und die Gewalttäter gehen ins Gefängnis. An einen Mangel an rechtsstaatlichen Mitteln kann es also nicht liegen.

Gravatar: Croata

".... Können ausrasten und eine halbe Stunde später wieder nett sein."

Das ist wohl der WITZ des Jahres!!!!
Wer ist der Herr, überhaupt?!

Die RRG MÜSSEN und SOLLEN ALLES machen damit das NICHT passiert!!!
Also, Gewalt vermeiden!
Wer braucht doch naher 60 verletzte Polizisten?!
Die RRG hat dann (mal wieder) heftig versagt.
Bitte, die Logik ändern und nicht lügen.
Wir Steuerzahler, möchten die RESULTATE sehen.

Gravatar: Ekkehardt Fritz+Beyer

... „Als in der Bezirksversammlung eine Resolution eingebracht werden soll, die »linksextremistische Gewalt« verurteilt, findet sie zwar Unterstützung bei FDP, CDU und sogar der SPD aber Linke und Grüne verweigern ihre Zustimmung.“ ...

Nun, ich denke: Sicherlich auch deshalb, weil die Grünen „Deutschland aus dem Programm streichen“
https://www.cicero.de/innenpolitik/deutschland-gruene-wahlprogramm-patriotismus-nationalismus-habeck
und die „Weichen“ bei dessen Abschaffung durch die Linken - mit konstuktiever Hilfe der CDU incl. ihrer weiteren Block-Parteien - zumindest „mitstellen“ wollen!!!
https://meta.tagesschau.de/id/144088/gruenen-chef-habeck-wir-wollen-die-weichen-mitstellen

Gravatar: Hartwig

Ich habe mal mit einem linken Vollesel gesprochen, der lange studiert hat, nix gelernt hat (Soziologie).

Er meinte, Scheiben einzuschlagen, Scheiben von Geschäften zu zerstören, das würde die Volkswirtschaft ankurbeln.

Wir kannten uns schon eine Weile, kamen gut zurecht.
Ich mußte ihm natürlich widersprechen, ihn tadeln.

Die Strafe für mich war, die linke Gruppe hat mich aus deren Mitte ausgestoßen. Das ist nichts anderes als Rassismus.

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz unter linken Neandertalern, man darf dem Gruppenhäuptling nicht widersprechen, schlecht dastehen lassen. Mir war das egal, denn ich bin nicht käuflich.

Diese Linken orientieren sich also am afrikanischen Gruppendenken. Die Wahrheit hat keinen Wert. Leistung wird nicht belohnt. Hauptsache der Oberaffe, der sich meistens auch so benehmen will, wird angebetet.

Widerlich.

Gravatar: Croata

Man stelle sich vor..... Es waren die "Rechtsextreme".......

Geschrei, Gefängnis, TV Kameras, Zeitung..... Kanzelar (!) alle......Belehrung (!)

Ja! Es gilt definitiv doppelStandard!

Gravatar: Jürgen

...Tschuldigung, die Hauptsache vergessen: Die Automomen/Antifa von heute sind nichts anderes als vom Rot/Grün9/ ach du meine Güte, sogar sog Christlichen Parteien finanzierte Idioten, die zu blöd sind irgendwas aus Ihrem Leben, evtl vorhandenen Talent, oder auch nicht( dann werd einfach Buchhalter bei der Mafia, aber auch zu blöd dafür und EIERLOS) was zu machen!!!
Entschuldigung, ab und zu entgleist auch mal der Schuster-BuB!!!
:-)
Jürgen"Django"Schuster

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang