Generalmajor a.D. sieht Deutschland als nicht mehr verteidigungsfähig

Laut Experten hat Bundeswehr nur für einen Tag Munition

Generalmajor a.D. Both kritisiert Kanzlerin Merkel, dass ihr andere Dinge wichtiger seien als die Sicherheit der Bürger. Die Bundeswehr wäre mit ihrer Ausstattung nicht mehr zur Landesverteidigung fähig. Auch Experten sagen, die Munition der Truppe reiche nur für einen Tag.

Foto: Włodi/ flickr.com/ CC BY-SA 2.0
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Der ehemalige Kommandeur der Bundeswehr-Tornado-Staffel im Kosovo-Krieg und Deputy Chief of Staff des ISAF Joint Commands in Kabul, Generalmajor a.D. Jochen Both, meldete sich in der aktuellen Auseinandersetzung um den Zustand und die Finanzierung der Bundeswehr mit deutlicher Kritik zu Wort.

»Wären wir in der Lage, unser Land und unser Bündnis zu verteidigen? Selbstverständlich nicht«, sagte Both. Ohne die massive Unterstützung der Amerikaner wäre man zur erfolgreichen Landesverteidigung nicht fähig »und zum Beispiel für den Fall eines russischen Angriffs nicht überlebensfähig«.

Die Bundesregierung hatte sich eigentlich verpflichtet, die Militärausgaben bis 2024 in Richtung zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen,doch für 2020 sind allerdings nur 1,37 Prozent der Wirtschaftsleistung anvisiert. Laut dem von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) vorgelegten Finanzplan soll die Quote bis 2023 sogar auf 1,25 Prozent sinken.

Der ehemalige Zwei-Sterne-Gerneral warnt vor einer solchen Entwicklung: »Ich halte das für einen Wortbruch und für einen politischen Vertrauensverlust von großer Bedeutung. Dafür trägt die Bundeskanzlerin die Verantwortung.«“ Angela Merkel würde damit sagen: »Ihr sind andere Dinge wichtiger als die Bundeswehr und damit die Sicherheit der Bürger«, so Both.

»Die Bundeswehr hat nach Schätzung vieler Experten nur für einen Tag Munition. Wir sollten eine Reserve von mindestens einem Monat haben und endlich genügend Ersatzteile für Flugzeuge und andere Geräte«, bestätigte als Reaktion darauf Bayern Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Daneben brauche die Marine mehr funktionsfähige Schiffe.

Deutschland müsse deutlich mehr für Verteidigung ausgeben, so Söder. Mit zusätzlichen Milliarden könne man mehr Munition, Ersatzteile und einen Hubschrauberträger anschaffen. »Für die Sicherheit müssen wir ein deutliches Signal setzen und das 2-Prozent-Ziel im Verteidigungshaushalt anstreben. Nicht nur wegen den USA, sondern es geht um den Schutz unseres Landes.«

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Daniel Röth

@ Candide

Es gab bis zum Ende des 2. Weltkrieges 53 Kriegserklärungen an das Deutsche Reich.
Zu diesem Zeitpunkt gab es gerade mal 65 Staaten auf der Erde, wer sollte also sagen "schaut her".
Der Anfang von allem Bösen gegen den deutschen Gedanken beginnt 1871 mit der Gründung des Deutschen Reiches.
Näheres kann man in der ExpressZeitung Ausgabe 28 erlesen.

Gravatar: Rolo

Der Zustand der Bundeswehr zeigt genau wie der Zustand der Polizei, den Zustand Deutschlands! Das angeblich so reiche Deutschland, ist so marode und kaputtgespart, das die Sicherheit, auch die soziale Sicherheit der Bürger nicht mehr gewährleistet werden kann! Dafür ist niemand anderes, als das politische Establishment der deutschen Altparteien verantwortlich!

Gravatar: Candide

@Daniel Röth: was hindert eine Regierung eigentlich daran, so einen Plan zu veröffentlichen: "seht her, die haben das mit uns vor!" Die Öffentlichkeit auf der ganzen Welt wäre entsetzt, jeder wüßte Bescheid und schon wäre der Plan Geschichte.
Wenn es diesen Plan aber wirklich gibt, dann haben diejenigen sich mitschuldig gemacht, die ihn unter Verschluß hielten.

Gravatar: Karin Weber

Ich möchte das System damals und den 2. Weltkrieg hier überhaupt nicht verherrlichen oder glorifizieren, aber die damit einhergehende Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft fordert noch heute Respekt ab. In nur 12 Jahren haben die Deutschland wirtschaftlich und militärisch aus zweifelsfrei unvorteilhafter Lage (Versailler Vertrag) nach vorne gebracht, haben Europa überrannt, sind zurückgeworfen worden und haben alles wieder zerkloppt. Von den damaligen (erbeuteten) Erfindungen profitieren die Sieger heute noch .... und Munition hatten die selbst vor der Kapitulation noch für mehr als einen Tag.

So ... und nun vergleicht das mal mit dieser Regierung respektive dem Wirken der von den Laien als "Verteidigungsministernde" in Friedenszeiten. Da wird einem doch himmelangst, die Frau auf dem Cognac-Posten in Brüssel zu wissen. Was haben wir Deutschen uns da nur wieder einbrocken lassen?

PS.: Selbst die U-Boote sind mit E-Antrieb (und ohne Ladesäule!!!) länger UW gefahren, als der teuerste Tesla heute! Mal hier lesen bei "E-Motoren": https://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot-Klasse_XXIII ... nicht vergessen: Merkel hat vor 6-7 Jahren mehrere Milliarden Steuergelder in der "Batterieforschung" versenken lassen!!!!!

Gravatar: Müller

Einige pensionierte Offiziere haben ja bereits sehr deutlich gemacht, wie desolat die Bundeswehr ist. Unser Landesvorsitzender Uwe Junge (OTL a. D.) hat die Führungsoffiziere ja dazu aufgerufen, einen Aufstand der Generäle zu veranstalten. Bemerkenswert ist jedoch, dass die Offiziere erst dann ihren Mund aufreißen, wenn sie bereits pensioniert sind. Dann kann ihnen weniger disziplinarrechtliche Konsequenzen drohen als im aktiven Dienst. Mich würde freuen, wenn endlich einmal ein hoher Offizier im aktiven Dienst Widerstand gegen die miserable Ausstattung und politische Orientierung leistet. Er braucht dann ja nicht gleich die Entfernung aus dem Dienst zu fürchten und könnte ja mit einer vorzeitigen Pensionierung wegen unzivilen Gehorsams rechnen. Ich weiß wovon ich rede.

Gravatar: Daniel Röth

Es wird uns laut eines gewissen Vertrages nicht gestattet mehr für Verteidigung zu machen.
Und im Jahre 1943 wurde ein Plan zu Papier gebracht, den deutschen Volksgedanken mittels Masseneinwanderung auszulöschen.
Soviel dazu....
Und unsere doch so beliebte Regierung hat keine andere Wahl.

Gravatar: Tina D.

Es ist traurig wie die Bundeswehr herunter gewirtschaftet wurde. Sie ist nicht einmal mehr in der Lage, ihren Pflichten den Vereinten Nationen gegenüber nachzukommen.

In den 80er und 90er Jahren war man noch stolz darauf, dazu gehören zu dürfen. Bald darauf wurde der Grundwehrdienst abgeschafft und viele Kasernen wurden geschlossen. Meiner Ansicht nach war dies ein weiterer Fehler unserer Regierung.

Das hat zum Einen die einheimische Wirtschaft zu spüren bekommen und zum Anderen fehlten auf einen Schlag viele Zivildienstleistende in sozialen Einrichtungen.

Gravatar: Frank

Finde ich gut weil, ich nun keine Angst mehr vor dem nächsten Krieg haben muß. Der wird sich nicht nochmal über mehrere Jahre hinziehen, es seie denn die Amis liefern Munition. Gott bewahre.

Das diese Sicherheitslage ein Land faktisch in die Nichtexistenz drückt und früher oder später in den finanziellen und Staats-technischen Bankrott brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Jeder kann überall her kommen und sich holen was er will. Das wird ja im Grunde auch getan. So sparen wir uns den Krieg. Und man muß nicht laufend in den Keller rennen wegen der Luftangriffe.

Was ich nicht gut finde:

Ich muß dafür dreimal so lange arbeiten wie normal, damit das finanziert werden kann und ich selbst werde im Alter keineswegs die Hand aufhalten oder von Vorsorgen oder Erspartem leben können.

Irgendwie doof!

Gravatar: germanix

Ob für einen Tag oder für fünf - völlig egal - da steckt Sinn hinter!
Deutschland soll sich nicht, der zur Zeit im Untergrund vorbereitenden Muslim-Bruderschaften, bei einem Bürgerkrieg, so wie es der Geheimdienst von Ungarn unlängst im ungarischem Fernsehen zur besten Sendezeit vorgab - und das unter Mitwirkung der Erdogan-Türkei - erwehren können.

Merkel macht ganze Handlanger-Arbeit - die UNO mit den Soros, Rothschilds, Rockefellers, Morgans und Konsorten wird dafür sorgen, dass Deutschland ausgetauscht und entstaatlicht wird!

Somit werden die Menschen weltweit gefügig gemacht. Über Bürgerkriege bis hin zum dritten Weltkrieg ist es nicht mehr lange - dann heimsen diese Banditen Billionen Dollars durch die Kriege ein!

Gut, dass es noch Trump und Putin gibt - dass könnte unsere Hoffnung sein!

Das deutsche Volk sollte den Amerikaner Trump bitten, in Deutschland einzugreifen und die Regierung absetzen und diese dann Zwangsarbeiten in Bleibergwerken verrichten lassen. Wem das nicht passt - "Satire" lässt grüßen - Böhmermann natürlich auch...

Gravatar: Harzfreund

Wenn bei Lützen die Schweden gegen die Bundeswehr angetreten wären würde Gustav Adolf immer noch leben.

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