Weltmacht China?

Kardinal Zen: »Chinesen werden von ihrer Regierung versklavt«

Die Globalisierung hat Vor- und Nachteile. In China ist ihr Nutznießer das Regime, die Bevölkerung profitiert vom Reichtum nicht.

Foto: Iris Tong / Public domain
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»Eine Pandemie von apokalyptischen Ausmaßen, die unzählbaren Schaden an Leben und Wirtschaft ausgelöst hat. Tatsache ist: die Pandemie begann in China und hat sich dann auf der ganzen Welt ausgebreitet.«

So kommentierte Kardinal Joseph Zen das Coronavirus in einem neuen Blog-Eintrag.

Eine Ursache der schnellen Verbreitung des Virus sei die Globalisierung, so der Kardinal. Aber vor allem fehlende Kommunikation seitens Chinas war ausschlaggebend für mangelhafte Reaktion auf das Virus, erklärte der emeritierte Erzbischof von Hongkong weiter.

Globalisierung sei ein ambivalentes Phänomen, es könne Vor- und Nachteile haben, so Zen weiter.

Ein Nachteil sei, dass die Armen nicht von der Globalisierung und ihrer Vorzüge profitieren würden. »Die Ärmsten der Armen Länder hatten nicht das Gefühl, Hilfe von der globalisierten Weltwirtschaft zu bekommen. Diejenigen, die die wirtschaftliche Globalisierung vorantreiben, sind die Reichen und Starken der Welt, die Weltbanken, der Internationale Währungsfonds usw. Sie sollten den armen Ländern helfen, zu oft helfen sie aber nur den reichen und mächtigen Menschen.«

»Die Manager der Globalisierung planen die Weltwirtschaft kaum unter Berücksichtigung der tatsächlichen lokalen Situation und Bedürfnisse.«

Ein Leidtragender sei das chinesische Volk.

»In einem totalitären Regime tragen die Menschen zum Wohlstand der Nation bei, aber sie erhalten keinen gerechten Anteil an diesem Wohlstand. In China sind die Menschen Sklaven der kommunistischen Partei. Sie haben weder Luxus noch ihre Würde. Unter der Herrschaft und dem schlechten Beispiel ihrer Herren haben die Chinesen ihre traditionellen Tugenden verloren.«

»So wurde China eine Bedrohung für die Welt.«

»Die Pandemie explodierte, sie wurde zu einem Weltdesaster. Es ist ein Aufwachen für alle,« so Zen weiter.

»Es ist Zeit, dass wir uns die Reise in die Geschichte unserer Menschheit genau ansehen. Können wir stolz sein auf unseren wissenschaftlichen Fortschritt, auf die vielen Möglichkeiten für mehr Konsum? Man kann ganz plötzlich alles verlieren und sind dagegen machtlos.«

(jb)

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Karl Napp

Wenn die Berichte, die ich seit 7 Jahrzehnten über China lese, höre (von Freunden und Geschäftskollegen, die wirklich in China tätig sind oder waren) und im TV sehe, stimmen, dann hat es die sich immer noch formal als kommunistisch bezeichnende KP Chinas geschafft, aus einem der ärmsten Völker der Welt, in dem jährlich -zig Millionen Hungers gestorben sind, innerhalb meiner Lebenszeit ein tüchtiges, erfolgreiches Industrievolk mit ständig steigendem Wohlstand und Wissen aller Bevölkerungsschichten, mit für alle offenen Grenzen und vollkommener Reisefreiheit und auch innerer Sicherheit gemacht. Das muss eine politische Partei in den westlichen Demokratien der KP Chinas erst einmal jemand nachmachen! Es sind dieselben wahrnehmungs- und denkbehinderten, arroganten "westlichen" Intellektuellen, die KP-Chinas Erfolge für die gesamte Bevölkerung nicht wahrnehmen wollen, die Putin, Trump und die AfD für Ausgeburten der Hölle halten. Ich habe ganz großen Respekt vor den Leistungen der chinesischen Regierungen nach Mao.

Gravatar: Rita Kubier

»Chinesen werden von ihrer Regierung versklavt«

DAS ist nichts Neues. Machthabende Kommunisten versklaven IMMER ihre Völker!!

Gravatar: Thomas Waibel

Es ist schwer zu verstehen, daß der Franziskus I. so ein System unterstütz, obwohl er sich sehr gerne als der Schutzpatron der Armen aufspielt.

Es ist offensichtlich, daß seine Liebe zu den Armen genauso fingiert wie seine Demut ist.

Gravatar: werner

Dann geht es ihnen wie den Deutschen, nur mit dem Unterschied, dass die Chinesen es merken.

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