Auch Deutschland erkennt Guaidó als legitimen Interimspräsidenten an

Juan Guaidó von Deutschland und vielen EU-Staaten als Präsident Venezuelas anerkannt

Juan Guaidó ist der neue Staatspräsident Venezuelas. Zumindest gilt dies aus der Sicht der USA, Deutschlands und vielen Ländern der EU, auch Deutschland. Nicolas Maduro, der für sich selbst das Amt in Anspruch nimmt, hatte das Ultimatum zur Ansetzung von Neuwahlen verstreichen lassen.

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Der politische Machtkampf um die Staatsführung in Venezuala geht in die nächste Runde. Nachdem die USA als erster Staat bereits vor einigen Tagen den Parlamentspräsidenten Juan Guaidó als Übergangspräsident Venezuelas anerkannt haben, sind Spanien, Großbritannien, Österreich, Schweden, Frankreich, Dänemark und aktuell auch die Merkel-Regierung diesem Schritt gefolgt.

Auf Instagram wurde im Namen von Angela Merkel verkündet:

»Juan Guaidó ist aus deutscher Sicht der legitime Interimspräsident für die Aufgabe, einen Wahlprozess zu initiieren«

Vorausgegangen war eine Forderung an den umstrittenen selbsternannten Staatchef Nicolas Maduro, Neuwahlen anzusetzen. Dieser Forderung kam Maduro nicht nach, hatte sie sogar als »Frechheit« brüsk zurück gewiesen.

Ein Ende des Machtkampfes ist allerdings noch nicht in Sicht. Derzeit wird Maduro (noch) von Russland und China protegiert. Beide Länder haben dem Land Kredite in Milliardenhöhe gewährt; Kredite, die mit venezolanischem Öl abgesichert sind. Hier genau liegt auch das Hauptproblem für Maduro: zwar hat Venezuela die größten Erdölreserven auf dem Planeten, kann sie aber nicht zu Geld machen. Die USA und andere zahlungskräftige potenzielle Abnehmer haben kein Interesse an Geschäften mit dem sozialistischen Maduro-Regime. Die Generierung neuer Einnahmen ist auf dem Weltmarkt so nicht möglich.

Die derzeitigen Abnehmer Russland und China erhalten die Öllieferung als Gegenleistung für die zur Verfügung gestellten Kredite. Allerdings sind diese bereits aufgebraucht, doch Venezuela braucht aufgrund der völlig fehlgeleiteten sozialistischen Politik Maduros jede Menge frisches Kapital. Doch weil das politische Schicksal Maduros derzeit völlig offen ist, halten sich Moskau und Peking mit weiterer materieller Unterstützung vornehm zurück. Beide Staaten lassen Maduro (noch) nicht fallen. Das aber könnte ganz schnell geschehen, wenn nämlich Juan Guaidó erklärt, dass Venezuela auch unter einer neuen Regierung die alten eingegangenen Verpflichtungen als bindend anerkennt.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hajo

Die verstoßen in Sachen Venezuela gegen ihre eigenen Prinzipien und Gesetzgebungen und das alles um den USA und den Geldhaien gefällig zu sein, das ist einfach unerträglich mit diesem Haufen, die müssen abgewählt werden und zwar schnellstens, bevor sie uns noch entgültig zu Grunde richten.

Gravatar: Maria T.G.

Bitte lesen Sie sich dieses mal durch, bevor Sie weiter den Sturz Maduros bzw. die Präsidentschaft einer CIA-Marionette proklamieren. Um Venezuela als Opfer reifen zu lassen, haben die USA übrigens schon seit Obama das Land mit Sanktionen belegt, die das Volk verarmen ließen und völkerrechtswidrig sind. Aber wen schert in der westlichen Wertegemeinschaft schon das Völkerrecht. Die AfD auch nicht?
https://publikumskonferenz.de/blog/2019/02/04/untergehen-mit-mann-und-maas-per-voelkerrechtsbruch-soll-venezuela-demokratisiert-werden/

Gravatar: Anton

Die USA interessieren sich um Staaten ohne Ressourcen
überhaupt nicht, obwohl Staaten, wie Haiti z.B.ein viel
größeres Sozialproblem zu bewältigen hätte!?
Der Beweggrund, wofür die USA alles, inklusive illegale,
gesetzes-und völkerrechtswidrige Aktivitäten am laufenden
Band anwendet, ist Venezuela immenses ÖL!!!
Warum erwähnt es die Werte-Ges. nicht, daß die USA
einen 71%-n Exportrückgang Venezuelas durch Boykott,
Sanktionieren und weil Venezuela nicht mehr bereit ist
seine Exporte in Petro-Dollars zu tätigen, brutal betreibt,
damit die Unruhe in der Bevölkerung wächst und das Land
destabilisiert wird, wie in allen Vorgängen zuvor!?
Libyen, Iraq, Syrien, etc. sind Beweise genug!!!

Gravatar: Kapka

So einen Artikel hätte ich hier nicht erwartet. Ist doch völlig klar, was da läuft - man will an das Öl von Venezuele ran. Jahrelange Destabilisierung durch Sanktionen, sie übliche Vorbereitung für das Einsetzen einer US-Marionette als Präsident und dann soll der Umsturz geschehen, den man dem Volk mal wieder als Demokratie verkauft, immer wenn ein Amidavon schwafelt, weiß man gleich, dass das genaue Gegenteil gemeint ist. Ein widerliches neoliberales Pack, mit viel Erfahrung in Sachen Umsturz, Farbrevolutionen usw. will uns einreden, dass Maduro an allem Schuld sei.

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