Neue Welle in den USA: Wo kommen meine Vorfahren her?

Immer mehr Afroamerikaner suchen ihre Wurzeln in Afrika mittels DNA-Tests

Rund 12 Millionen Afrikaner wurden über den transatlantischen Sklavenhandel nach Amerika und in die Karibik gebracht. Viele ihrer Nachfahren suchen nach ihren Wurzeln mittels DNA-Test, um eine ethnische Zugehörigkeit zu finden.

Foto: Pixabay
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Fragt man europäischstämmige Amerikaner nach ihren Wurzeln, haben diese meist konkrete Antworten parat. Man bekommt dann Antworten wie beispielsweise diese: »Mein Urgroßvater mütterlicherseits war aus Deutschland eingewandert und die Vorfahren meines Vaters kamen aus England und Irland.«

Afroamerikaner können zumeist keine genauen Antworten geben. Ihre Vorfahren kamen über den historischen transatlantischen Sklavenhandel nach Amerika oder in die Karibik. Aber aus welcher Region ihre Vorfahren stammen, welchem Stamm oder Volk sie angehörten, all dies bleibt nebulös.

Doch der Wunsche nach Wurzeln ist universell den meisten Menschen zu eigen. Gerade in einer multikulturellen Welt. Auch viele Afroamerikaner wollen ihre »real Ethnicity« herausfinden. Dies wurde unlängst als Marktlücke erkannt. Verschiedene BioTech-Firmen bieten DNA-Tests an, um Licht in das Dunkel der eigenen Herkunft zu werfen. Zu den derzeit bekanntesten DNA-Test-Anbietern in den USA gehören »Family Tree DNA«, »Ancestry DNA« und »MyHeritage DNA«.

Es gibt verschiedene Tests mit verschiedenen Schwerpunkten. Gerade US-Afroamerikaner sind daran interessiert, ihre afrikanische Herkunft näher zu lokalisieren (West-, Nord-, Ost- oder Südafrika? Ghana? Kamerun? Nigeria? Äthiopien? Kongo? Und wieviel nicht-afrikanische Herkunft ist dabei?). Manchmal lassen sich sogar große Stammesgruppen zuordnen.

Tatsächlich gibt es sogar immer mehr Afroamerikaner, die sich anschließend ein Flugticket kaufen, um als Tourist das Land ihrer Vorfahren zu erkunden.

Es ist erstaunlich, dass ein uraltes Bedürfnis, die Verbindung zu den Vorfahren und Ahnen aufrechtzuerhalten, heutzutage einerseits kommerziell ausgenutzt, andererseits ideologisch verteufelt wird.

Das Internet jedenfalls ist übersät mit Tausenden von Erfahrungsberichten über DNA-Tests. Es ist geradezu ein Trend geworden, mehr über sich selbst, seine Vorfahren und Vergangenheit herauszubekommen und dies anderen online (via YouTube oder Facebook) mitzuteilen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Marcel

Menschen haben eben das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Heimat. Das wollen unsere Politiker uns austreiben.

Gravatar: Freigeist

Das machen Schweizer schon seit 10 Jahren. Sie kommen dann häufig in einem Dorf in Äthiopien aus. Ein Bekannter von mir, der Türken nicht mag, musste feststellen, dass er Wurzeln in der Türkei hat. Wir haben selten so gelacht. Trotzdem mag er das Muslimische an den Türken nicht und dabei bleibt es. Er ist Atheist. Er ist gar glücklich, dass seine sehr frühen, frühen Vorfahren den Raum Türkei verlassen haben. Wenn er sich vorstellen soll, dass er, ohne die Wanderung seiner Vorfahren, heute in der Türkei leben müsste, wird er nervös. Er hätte einen beschnittenen Penis, 5 mal am Tag betend, wobei der Kopf tiefer liegt als der Hintern, gemäß den Illusionen eines ******** ***********. Girr!

Gravatar: Karl Brenner

Je mehr man den Menschen ihre Rasse und ihre Herkunft ausreden möchte, desto mehr suchen sie nach Verbindung und Versöhnung zu ihrer Vergangenheit.

Gravatar: Tracie

Für Amerika wäre es ein Glück,wenn diese Afro-
Amerikaner nach Afrika zurück gingen.
Aber stattdessen kommen immer neue Schwarze ins Land.
Aus Haiti, Somalia, Sudan, Jamaika usw.
Wenn das so weitergeht, haben wir Weiße in Amerika
bald nichts mehr zu sagen und sind in der Minderheit.
Amerika soll weiß bleiben. Das ist mein Wunsch.

Amerika ist zusammen mit Europa, Australien, Israel,
Neuseeland; Der Westen.
Und das soll so bleiben.
Die Gründerväter von Amerika waren Nordeuropäer.
Engländer, Deutsche, Holländer.

Gravatar: Freigeist

@Karl Brenner
Es gibt keine Menschenrassen. Lesen Sie mal was von Herr Prof. Kutschera, den man von diesen Seiten auch kennt. Ich habe Bücher von ihm gelesen und kann sagen, dass es nicht schwere Kost ist.

Gravatar: Alfred

Nicht immer in den USA herumstänkern, sondern auswandern und Afrika auf Vordermann bringen. Mr Obama, wäre das nicht eine Aufgabe für Sie?
Das hat aber was mit Arbeit zu tun und mit Sonntagsreden ist das nicht zu bewältigen. "Obama-Care" steht auch in den Sternen.
Es ist nicht das Land mit den unbegrenzten Möglichkeiten. Aber das Land mit den Bodenschätzen, die der Westen für die Akkus dringend benötigt und Sie wären bei den Investoren eine große Nummer.

Gravatar: Manni

Freigeist - wenn es keine Menschenrassen gibt, warum hat die Natur sie dann mit verschiedenen Hautfarben, Knochenbau und geistigen Eigenschaften ausgestattet? Wohl kaum aus Jux und Tollerei.
Ich muß kein Buch von irgendwem lesen, um zu wissen, daß es sehr wohl Menschenrassen gibt. Eine Erkenntnis, die auch bis zur Verdrängung durch die Linken völlig normal war und abseits politischer Korrektheit heute immer noch ist. Wer das verkennt, ist naiv.
Gerade diejenigen, die behaupten, es gäbe keine Menschenrassen, sind die wahren Rassenhasser. Jemand, der anerkennt, daß es verschiedene Rassen gibt, respektiert damit auch deren Verschiedenheit, somit also die wahre Vielfalt.

Gravatar: Freigeist

@Manni
Geistige Eigenschaften: Schauen Sie mal, wie viel Afro-Afrikaner in wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in USA arbeiten? Wie viel Wissenschaft nun in China betrieben wird, in Indien, wobei man in Südindien sehr dunkle Hautfarbe hat, entsprechend Sonneneinstrahlung. Menschenrassen gibt es nicht.

Gravatar: SchlafKindleinSchlaf

Freigeist 03.01.2019 - 12:16

Was so ein Test für Überraschungen bringen kann.

Auch wir sind letztens fast vom Stuhl gefallen, als mir eine Verwante ersten Grades das Ergebnis päsentierte.
Obwohl ich sagen muss,eher positiv.

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