Nach Äußerungen zur Corona-Epidemie:

Grüne wollen Palmer nicht mehr als Bürgermeister aufstellen

Die Grünen im Tübinger Gemeinderat wollen Boris Palmer zur nächsten Oberbürgermeisterwahl nicht mehr aufstellen. Über ein mögliches Parteiausschlussverfahren wurde noch nicht entschieden.

Gunther Schenk / Copyrighted free use
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Geht es nach dem Fraktionschef der Grünen im Tübinger Gemeinderat, dann wird amtierende Oberbürgermeister Boris Palmer 2022 nicht mehr für seine Partei als Kandidat nominiert.

Der Bundesvorstand der Grünen positionierte sich am Montag ebenfalls deutlich gegen den umstrittenen Querdenker aus der Klimasteuer-Partei. Ihr Bundesgeschäftsführer erklärte in einer Kette von Tweets: »Wir werden Boris Palmer bei einer erneuten Kandidatur in Tübingen und auch bei weiteren politischen Tätigkeiten nicht mehr unterstützen.«

Als Grund nannte der Geschäftsführer: »Boris Palmers Agieren folgt einem Muster. In unschöner Regelmäßigkeit stellt sich Boris Palmer bewusst provokativ gegen die Werte der Grünen, häufig, indem er Menschen ausgrenzt. Darauf folgt eine halbgare Entschuldigung, kurz danach legt er nach. Dieses Geschäftsmodell Palmer schadet der Partei.«

Ob tatsächlich ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet wird, ließ die Bundespartei offen. Man wolle weitere Sanktionen »gemeinsam mit dem Landesvorstand Baden-Württemberg prüfen«. In den Reaktionen auf den Tweet überwiegen die Jubel-Grünen; Nutzer Michael möchte den amtierenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, ebenfalls Grüne, gleich mit ausschließen.

Boris Palmer war mit seiner scharf formulierten Kritik an den Corona-Maßnahmen selber in die Kritik geraten. Er hatte auf die Opfer der Corona-Maßnahmen verwiesen – die UNO spricht mittlerweile von Millionen Kinder, die als Folge des Armutsschocks sterben –  und dann angemerkt, es würden auf der anderen Seite durch die Maßnahmen überwiegend Menschen gerettet, die ohnehin bald sterben.

Palmer entschuldigte sich zwar für den Satz, betonte aber, er sei falsch dargestellt worden. Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck nannte den Satz seines Parteikollegen dagegen falsch und herzlos. »Er spricht damit weder für die Partei noch für mich.«

Boris Palmer reiht sich damit endgültig ein in die Liste von Politikern, die versuchten, in der ihrer Partei eine realistische und damit sinnvolle Politik umzusetzen - und schließlich scheiterten. Sie mussten erkennen: Es gibt keine richtige Politik in der falschen Partei.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Karl Napp

@ Hermine 05.05.2020 23.29 h

Herminchen, Herminchen: In Ihrem Alter sollten Sie Nachts um halb Zwölf schon schlafen und nicht vorm PC sitzen!!

Gravatar: Hermine

@ never green

Gut gebrüllt Löwe!

Gravatar: Werner Hill

Wie recht Palmer doch hat: soeben wurden bei Frontal 21 einige Fälle geschildert, wo Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium wochenlang nicht operiert werden konnten, weil Betten für Coronapatienten freigehalten werden "mußten".
Sind etwa Coronapatienten privilegiert oder hat man - unter Gefährdung anderer Leben - nur einen Grund mehr gebraucht, um Panik zu schüren?
Böse Menschen könnten fast glauben, daß es den Grünen da nicht nur um den Schutz des Lebens alter Menschen ging ...

Gravatar: never green

Ich mochte Palmer als nicht-grünen
Grünen. Jetzt nicht mehr! Bin in der
altersmäßigen Zone, die er weghaben
will. Nun möchte ich ihn weghaben.
Wechsel: Gerade gelesen, dass Kahrs
weg vom Fenster ist. Der Mai ist gekommen,
die Bäume schlagen aus. Aber wie ...

Gravatar: Karl Napp

Der Stuttgarter Kretschmar, der Tübinger Palmer, der Wiesbadener Al Wazir und vielleicht noch 2 oder drei andere passen nicht zu den Grünen. Sie sind zu gut ausgebildet, zu gebildet, zu tüchtig, zu objektiv für die Grünen. Die Grünen sind die Sammlungsbewegung der Halbgebildeten, der Studienabbrecher, der Clowns, der Steinewerfer, der Schwaller und Schwätzer.

Gravatar: Hartwig

Jeder Mensch ist wertvoll, unvorstellbar wertvoll.

Vor allem ältere Menschen, wenn sie nicht links-verblödet sind, sind am wertvollsten.

Ältere Menschen freunden sich mit der Weisheit an oder suchen sie und sind unabhängiger im Denken, eigenständiger. Lassen sich kein X für ein U vormachen.

Wenn eine bestimmte Generation abdankt, in diesem Land, dann werden noch sehr viele dem Mittelalter nachweinen.

Die Kaltblütigkeit vieler sich als Gott zu gebärden ist nicht hinnehmbar. Das sind herzlose Verbrecher.

Denke ich an heutige Frauen, dann sind viele noch bis weit über 30 schlimmer als pubertierende Teenager, absolut kindisch, ohne Hirn. Um nur ein Beispiel herauszugreifen.

Alles wird schlimmer.

Gravatar: Thomas Waibel

Die "Todsünde" von Palmer war, die Corona-Maßnahmen infrage zu stellen.

Gravatar: Werner

Wenn ich auch von den Grünen nichts halte, aber früher waren sie wenigstens noch richtige, Pullover-strickende Revoluzzer, heute sind es nur noch vom Hügel rutschende Teletubbies.

Gravatar: karlheinz gampe

@ Arno

ihre Auffassung, dass Rentner nicht 65 sondern 67 keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr bringen ist falsch, denn viele arbeiten auch dann noch oder kümmern sich um Enkelkinder ! Erst als Pflegefall oder im Pflegeheim sind Rentner eine Belastung.Bei der AfD wird hier auch schon zensiert, wenn über Merkel und ihre Verquickungen mit der kriminellen Bilderberg Sekte schreibt !

Gravatar: dankefürnichts

Ein Özdemir musste keinen Parteiausschluss befürchten, obwohl er sein Abgeordneten-Gehalt derart verprasste, dass er einen Kredit benötigte, um seine laufenden Kosten zu decken. Und wo holt sich ein Grüner einen Kredit? Natürlich nicht bei einer Bank - sondern bei einem Lobbyisten der Waffenproduzenten.

Ein Cohn-Bendit musste keinen Parteiausschluss befüchten, auch wenn er in einem selbst verfassten Buch selig schwärmt vom Sex mit Kindergartenkindern.

Früher fielen die Grünen im Bundestag durch Stricken auf, heute nur noch durch ihren dumpfen Drang zum Totalitarismus und zum Einheitsmenschen.

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