Weiterhin Werbeverbot für Schwangerschaftsabbruch oder Mogelpackung?

GroKo will Paragraf 219a beibehalten, aber reformieren

Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD haben sich geeinigt. Ihr Plan: Der Paragraf 219a soll bleiben. Das heißt, es darf weiterhin keine Werbung zum Schwangerschaftsabbruch gemacht werden. Aber die Möglichkeiten für Ärzte und Krankenkassen, ihre Partienten zu informieren, sollen verändert werden.

Foto: Pixabay
Veröffentlicht:
von

Der Druck konservativer Kräfte und Lebensschutzinitiativen hat Wirkung gezeigt: Die Regierungskoalition will am Werbeverbot für Schwangerschaftsabbruch festhalten [siehe Berichte »Welt-Online«, »Spiegel-Online«]. Der Paragraf 219a soll bleiben, aber abgeändert werden. Es sollen Erleichterungen für Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen eingeführt werden, über Möglichkeiten eines Schwangerschaftsabbruchs zu informieren.

Werbung durch die Hintertür? Das wird sich zeigen, wenn die genaunen Pläne zur Reform des Paragrafen vorliegen. Es kann sein, dass tatsächlich lediglich die Möglichkeiten einer objektiven Information der Patientin durch die Ärzte und Krankenkassen verbessert werden.

Es kann aber auch sein, dass am Ende die Werbung durch die Hintertür kommt, und zwar in Form ärztlicher Beratung und Beeinflussung durch die Krankenkassen.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Sascha Z.

@ An Zyniker

Danke, dass Sie sich outen,
danke, dass Sie wenigstens "ehrlich" sind.
Die meisten Abtreibungsgegner behaupten, es ginge ihnen nicht um die Renten oder um den Bestand des deutschen Volkes oder um genügend Kanonenfutter für künftige Kriege zu produzieren, sondern einzig und allein um den Embryo.
Sie, Herr Zyniker,
sind insofern "ehrlich", dass Sie zugeben, dass Sie "linksgrüne und muselmanische Embryonen gerne abtreiben"
Ich rufe alle Abtreibungsgegner auf, dem Beispiel des Kollegen Zyniker nachzueifern und einzugestehen, dass Sie gegen Abtreibung aus allen möglichen, vielmehr unmöglichen Gründen sind, entweder aus Sexualfeindlichkeit, um genügend Angehörige der deutschen Nation zu haben, um Rentenzahler oder Kanonenfutter zu produzieren, nur um eines geht es Ihnen nicht,
nämlich um den Embryo.

Gravatar: Sascha Z.

@ An Hajo

Sie schreiben, "Schwachsinn sei weit verbreitet"
Gestatten Sie mir eine schwachsinnige Frage:
Zu welcher Sorte von Leuten gehören Sie eigentlich?
Sie schreiben
"Armut und andere Dinge sind kein Grund um zu töten"
und
"auch ein Kind hat Anspruch auf Leben"?
Korrektur:
Ein Embryo ist kein "Kind".
Vgl. Urteil des Obersten Gerichtshofes der USA vom 22.01.1973, Roe versus Wade, in welchem u.a. ausgeurteilt wurde, dass ein Embryo keine Person im Sinne des 14. Zusatzartikels der US-Verfassung sei.
Und ein Embryo kann keinen Anspruch auf "leben" haben, weil der Embryo kein eigenständiges Lebewesen ist.
Bei einer Abtreibung wird zwar verhindert, dass der Embryo zum Menschen wird bzw. es wird verhindert, dass der Embryo den Entwicklungsstand erreicht, zu dem er "lebt", das ist aber etwas anderes als "töten".
Und weder in der Charta der Menschenrechte noch im dt. Grundgesetz wird einem Embryo das Recht zugebilligt, den Körper einer Frau für neun Monate schwerwiegend in beschlag zu nehmen.
Hajo, wenn Sie mir nun mit den Urteilen des Bundesverfassungsgerichtes(BVerfG) zu Abtreibung kommen, dann entgegne ich Ihnen, dass das BVerfG das Grundgesetz ein klein wenig "freizügig", sprich "willkürlich" ausgelegt hat.

Gravatar: Hajo

Nach meinem Kenntnisstand ist eine Abtreibung ab einem bestimmten Zeitpunkt ehedem strafbar und das ist so richtig, denn auch ein Kind hat Anspruch auf Leben und somit kann das Kindeswohl nicht dem Mutterwohl untergeordnet werden, wenn wir noch die Gesetze achten, wobei man Krankheit und Gewalteinwirkungen bei der Zeugung berücksichten sollte, alles andere aber liegt in der freien Entscheidung einer Frau und man kann viel tun um eine Schwangerschaft zu verhindern und sollte sie trotzdem eintreten, tritt automatisch die Gesetzgebung ein und dann gibt es keine Diskussion mehr, denn Armut und andere Dinge sind kein Grund um zu töten, allenfalls noch Schwachsinn und der ist ja bekanntlich weit verbreitet.

Gravatar: Zyniker

Wenn da was linksgrünes oder muselmanisches geboren werden könnte bin ich in jedem Fall für Abtreibung!

Und die muss auch aggressiv beworben werden...
Leute treibt heute ab, morgen wird es teurer. Heute 2 Abtreibungen zum Preis von einer. Abtreibung ist geil. Nichts ist unmöglich, ab-trei-bung. Gegen das beste in der Frau (statt: für das beste im Mann).

Es gibt doch auch schon den Test ob ein behindertes Kind rauskommt... dann kann man doch bestimmt auch auf linksgrüne Dummheit und/oder religiöser Wahn (Musel) testen...

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang