Priestergruppe zu traditionell? Dies soll ein kirchlicher Kommissar nun herausfinden

Franziskus' »Barmherzigkeit« schlägt wieder zu: Traditionelle Priestergruppe »Familia Christi« unter Beschuss

Die katholische Priestergemeinschaft „Familia Christi“ wird unter kommissarische Untersuchung gestellt. Der Vorwurf: Sie ist möglicherweise zu traditionell. Das passt nicht ins Weltbild des Papstes.

Quelle: Katholisches.info
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Die katholische Priestergemeinschaft „Familia Christi“ wird unter kommissarische Untersuchung gestellt, wie am 4. Dezember publik wurde.

 

Seitdem die italienische Diözese Ferrara einen neuen – ultraprogressistischen – Bischof, Msgr. Perego hat, begann sofort die Verfolgung der traditionellen Gruppen unter seiner Obhut.

 

Erstes Ziel war die Familia Christi, die durch seinen Vorgängern, Msgr. Luigi Negri anerkannt wurde. Sie wurde unter einen „Kommissar“, d.h. einem vom Vatikan ernannten Vertreter unterstellt, der die Gemeinschaft „untersuchen“ soll.

 

Was es in der Gemeinschaft allerdings zu untersuchen gibt, ist unklar. Sicher ist, dass sie – wie die vom „Diktatorpapst“ verfolgen „Franziskaner der Immakolata“ und die „Herolde des Evangeliums“ – eine traditionelle Spiritualität in der Kirche leben.

 

Die Geschichte der „Familia Christi“ hat dieses Jahr bereits Kontroverse hervorgerufen, nachdem der Bischof die Entscheidung traf, sie von der Kirche Santa Maria in Vao in den Konvent San Girolamo die Gesuati zu verlegen.

 

Als Kommissar wurde Msgr. Daniele Libanori , Weihbischof von Rom, ausgewählt, der drei Aufgaben hat: Er wird den derzeitigen Oberen ersetzen und Regierungsgewalt in der Gemeinschaft übernehmen; er wird die Gültigkeit der Elemente und Beschlüsse der kanonischen Untersuchung bestätigen und zusammen mit der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei über die mögliche Zukunft der Gemeinschaft entscheiden.

 

Für den aufmerksamen Betrachter erinnert dieser Fall an die Priestergemeinschaft der „Heiligen Apostel“ von Brüssel. Diese war eine blühende Gruppe von Priestern, die von Bischöfe André Léonard gegründet und bestätigt wurde und trotz der schwierigen Situation der Kirche in Brüssel 20 Mitglieder zählen konnte. Diese wurde von seinem Nachfolger, Erzbischof De Kesel grundlose aufgelöst.

 

Auch erinnert dieser Fall an die Hexenjagd auf den traditionellen Orden der Franziskaner der Immaculata, die dem Papst ein Dorn in Auge waren und kurz nach seiner Ernennung fast vollkommen zerschlagen wurden, obwohl sie – als einziger Zweig der Franziskaner – großen Wachstum und Zulauf genossen.

 

Warum gerade die „Familia Christi“ unter Beschuss gerät ist unklar. Klar ist, dass sie der traditionellen lateinischen Messe verbunden sind und eine klassisch katholisch Spiritualität leben. Etwas, das die „Barmherzigkeit“ des Papstes scheinbar nicht dulden kann.

 

(jb)

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Walter

Dieser Papst ist kein sogenannter Stellvertreter Gottes auf Erden, sondern nur ein Sekten - Guru des Jesuiten - Ordens. Seine Handlungen haben mit der Lehre Christus nichts zu tun.

Gravatar: XXX

Das sind Gruppen, die sich für Christen einsetzen.
Das passt dem Papst nicht. Schließlich sind die Imame seine Glaubensbrüder, nicht die Christen, die sind zum opfern da.

Gravatar: Werner

Dem gehört die Barmherzigkeit um die Ohren gehaut.

Gravatar: Jutta Erdmann

So ist es halt mit einem Kommunisten auf dem Stuhl Petri. Der findet auch den Islam toller als seinen Herren.

Gravatar: Grit

Was sagt mein Mann immer "Ich glaube an Gott, aber nicht an die Vertreter Gottes und an die Kirche". Spalte ein Stück Holz und ich bin da, hebe einen Stein auf und du wirst mich finden.

Gravatar: Klaus Elmar Müller

Ohne die Institution "röm.-kath. Kirche" hätte selbst Luther nichts mehr von Jesu Evangelium gewusst! Das Zweite Vatikanum hat sich naiv der aufklärerischen Welt geöffnet. Solange die Päpste gläubig waren, brodelte der hereingelassene Unglaube gewissermaßen unter der Decke (an Universitäten, in Schulen). Jetzt, wo Bergoglio Papst und der Zeitgeist an die Spitze von Gottes hl. Kirche gelangt ist, platzt die Eiterbeule auf. Die Wende, die Rückkehr zum wahren Glauben steht darum kurz bevor. Denn im Apostolischen Glaubensbekenntnis beten wir: "Credo unam sanctam catholicam et apostolicam ecclesiam"-"Ich glaube an die eine heilige katholische und apostolische Kirche". Und Jesus Christus hat ihr verheißen: "Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen" (Matth 16, 18).

Gravatar: Thomas Waibel

Das ist die "Toleranz" der "Toleranten", die nur sich selbst und ihre Gleichgesinnten tolerieren.

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