Der Staat erzieht seine Bürger

Experten im Bundesfinanzministerium fordern, das Ehegattensplitting abzuschaffen

Die im Jahr 2017 gewählte Bundesregierung hat erst seit wenigen Monaten ihre Arbeit aufgenommen und schon gibt es schon wieder Diskussionen um das Ehegattensplitting. So empfiehlt der Wissenschaftliche Beirat des SPD-geführten Finanzministeriums, den Steuervorteil für Ehepaare abzuschaffen. Begründung: Dieser könnte der Gleichstellung, dem erklärten Ziel der Bundesregierung, entgegenstehen.

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Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Startseite - Empfohlen, Nachrichten - Lebenswelt | Schlagworte: Ehegattensplitting, Familie, Familienschutz
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Beim Ehegattensplitting werden die zusammengelegten Gehälter der Eheleute zunächst halbiert (gesplittet). Für den halbierten Betrag wird der Prozentsatz nach dem Einkommenssteuertarif ermittelt. Anschließend wird dieser Prozentsatz verdoppelt und als Einkommenssteuersatz auf das Gesamteinkommen des Paares angewandt. Der finanzielle Splitting-Vorteil ist dann am höchsten, wenn die Einkommensverhältnisse der Ehepartner im Verhältnis von mindestens 60 zu 40 steht, das heißt, wenn einer der Ehepartner erheblich mehr verdient als der andere.

Darauf hebt auch die Argumentation der Wissenschaftler im Ministerium ab: Durch den Splitting-Vorteil werden Frauen überproportional häufig in Teilzeitjobs abgedrängt. Übersetzt: Während der Ehemann den Löwenanteil des Haushaltseinkommens nach Hause bringt, wartet die Ehefrau zuhause mit dem Abendbrot. Das Potential der gut ausgebildeten Frauen, die in der Regel keine 40-Stunden-Woche schieben wie Männer, gehe Arbeitgebern verloren. Schlimmer noch, so das Geraune von SPD, Grünen und Linken, das Ehe-Patriarchat werde auf diese Weise zementiert. Nachdem die Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats an die Presse gelangten, wiegelte das Bundesfinanzministerium flugs ab. Es gäbe keine Pläne, das Ehegattensplitting abzuschaffen. Aber einen Testballon, so glaubt man dort sicherlich im Geheimen, könne man schon mal auf Medien und Bevölkerung loslassen.

Das Empfinden und Verständnis der Bürger vom guten Leben ist freilich  ein anderes: So hat eine aktuelle Studie des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) ergeben, dass Männer dann am zufriedensten sind, wenn sie erwerbstätig sein können – und zwar richtig lange: circa 50 Stunden in der Woche wollen Männer, insbesondere Väter, arbeiten. Auf die Zufriedenheit von Frauen wirkt sich der Beruf hingegen kaum aus. Mehr noch, die Zufriedenheit sinkt, je länger Frauen, insbesondere Mütter, in der Woche erwerbstätig sind oder sein müssen. Frauen mit Kindern ist es offenbar wichtig, ihre Zeit zwischen Beruf und Familie gerecht aufteilen zu können. Das verschämte Fazit der SOEP-Wissenschaftler lautet dann auch, daß Frauen und Männer am glücklichsten sind, je mehr sie ihrer traditionellen Geschlechterrolle entsprechen.

Die Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats im Finanzministerium ist in seiner Familienblindheit Ausdruck eines autoritären Staatsverständnis in Reinkultur. Denn was die „Experten“ damit tatsächlich zementieren, ist nicht das vermeintliche patriarchalische Machtgefälle zwischen Ehemann und Ehefrau, sondern das längst den Fugen geratene Herrschaftsgefälle zwischen Bürger und staatlichen Institutionen. Ein überfürsorglicher Staat begründet seine Wohltaten damit, durch Erhöhung der Steuern „Anreize“ für den Bürger zu schaffen, sich auf eine bestimmte – glücksversprechende – Weise zu verhalten. Immer mehr Bürger durchschauen die Absicht und wenden sich angewidert ab. Die durch Steuern und Abgaben ausgeraubten Arbeitnehmer reagieren, indem sie zunehmend in den passiven Arbeitsstreik treten: Statt einer Lohnerhöhung verlangen die Ausgeplünderten einfach immer öfter Urlaub. Das scheint vielen die bessere Art zu sein, sein schwer verdientes Geld zu genießen. So stellt sich durch die Gier des Staates nach immer Steuergeld ein Effekt ein, den die Sozialingenieure in ihrer Erwerbszentriertheit ja gerade verhindern wollen: Sie sorgen mit immer höheren Steuern nicht für ein höheres Steueraufkommen, sondern für immer mehr Familienzeitaufkommen.

Ein Gastbeitrag der Initiative Familien-Schutz

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Daniel Rossmann

"So empfiehlt der Wissenschaftliche Beirat des SPD-geführten Finanzministeriums, den Steuervorteil für Ehepaare abzuschaffen. Begründung: Dieser könnte der Gleichstellung, dem erklärten Ziel der Bundesregierung, entgegenstehen."

Es geht um die Zerstörung der Familie. Das ist das eigentliche Ziel das dahintersteckt. Sehr gut erläutert hat dies einmal die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder:

"Die Abschaffung des Ehegattensplittings wäre perfide":

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article171315882/Abschaffung-des-Ehegattensplittings-waere-perfide.html?wtrid=onsite.onsitesearch

(Der Aufsatz ist absolut lesenswert für jeden, dem die Familie am Herzen liegt und der sie nicht dem Zerstörungs-Haß der Neo-Marxisten im Finanz-

https://www.welt.de/print-wams/article122357/Lufthoheit-ueber-Kinderbetten.html

und Familienministerium -

https://katarina-barley.de/auf-den-spuren-von-karl-marx/

- überlassen will)

Gravatar: Martin1

Das wird dann also vermutlich aus dem einzigen Grund gefordert, um noch mehr Steuereinnahmen zu erzielen.
Durchsichtig! Und verwerflich!

Gravatar: Karl Napp

Ich dachte, die Schwulen - und Lesben - Paare könnten jetzt auch das Ehegattensplitting in Anspruch nehmen. Dann sollten sie endlich Ruhe geben. Immerhin können sie trotz aller öffentlicher Knutscherei noch keine Kinder zeugen, die für das Fortbestehen der Leidensgemeinschaft der Steuerzahler sorgen.

Gravatar: ewald

die privilegien für die herkömmliche ehe ist schon längst abegeschafft - ob zu recht oder nicht kann offen bleiben - durch die ehe für alle.Also schaffe man alle privilegien ab,wenn es die mehrheit will.Ob es dann noch lohnt, im bürgerlichen sinne zu heiraten, möge jeder in seiner unbegrenzten freiheit selber entscheiden. und klug handeln, da die ehe ehe keine vorteile sondern nur nachteile dh pflichten zb unterhaltspflichlicht mit sich bringt.
welcher vernünftige mensch -eagl ob homo oder hetero -sollte da noch die crux der ehe eingehen

Gravatar: Dirk S

Zitat:"circa 50 Stunden in der Woche wollen Männer, insbesondere Väter, arbeiten."

Wollen oder müssen. Leider ist die Studie, die zu diesem Ergebnis gekommen ist, kostenpflichtig. Folglich kann man nicht prüfen, wie belastbar die Aussage ist.

Und ansonsten: Finde ich gut, selbst wenn ich negativ betroffen sein sollte. Weil, die Mehrheit im Lande wählt immer wieder die "Gleichstellungsparteien". Mal sehen, ob die noch alle so begeistert davon sind, wenn es an ihren eigenen Geldbeutel geht (und nicht an den der anderen). Da kann sich der Wind schnell ändern.

Steuerfreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: Karl Napp

Eher verzichtet ein Hund darauf, eine vor ihm liegende Wurst zu fressen, als ein Sozi darauf, sich eine weitere Steuererhöhung für die fleißig arbeitende, heterosexuelle Mittelschicht auszudenken und sie zu fordern.

Gravatar: Regina Ott-Hanbach

Das ist wohl auch im Sinne der IM ERIKA. Wenn das Ehegattensplitting wegfällt, steht wieder mehr Geld im Bundeshaushalt zur Verfügung. Dann wird diese dicke, alte Frau aus dem Osten vor Freude an ihren abgefressenen Fingernägeln nagen. Dann wird sie darauf dringen, dass diese Nichtsnutze noch besser versorgt werden. Vielleicht lässt sie sogar neue, gut ausgestattete Wohnungen für die von ihr eingeschleusten Migranten erbauen. Toll!

Gravatar: caesar

Es geht um eine weitere Steuererhöhung,nichts weiter,das immer verfolgte Ziel aller Politiker.Nebenbei kann man auch noch etwas für die Umvolkung tun.Die Steuertrottel zahlen dann auch noch für ihre Abschaffung.

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