Nach politisierendem Kommentar gegen Trump

Erzbischof Viganò: Erzbischof Gregory von Washington ist »falscher Hirte«

In einem Brief enttarnte Viganò, den Erzbischof von Washington DC, als korrupt, lügnerisch und skandalbefleckt.

Screenshot YouTube, PBS
Veröffentlicht:
von

Es war wie ein Schlag ins Gesicht: Während eindrucksvolle Bilder von US-Präsident Donald Trump und seiner Frau Melania kniend im Gebet vor einem Lamm-Gottes-Mosaik im Heiligtum Johannes Paul II. in Washington DC um die Welt gingen, blamierte sich der Erzbischof der Stadt restlos.

In einem Schreiben echauffierte sich Wilton Gregory über den Besuch Trumps in der katholischen Gebetsstätte. Es handele sich um eine »verwirrende« und »verwerfliche« Geste, die eine katholische Einrichtung »missbrauche« und gegen christliche »religiöse Prinzipien« verstoße, da die nicht dazu dränge, Menschen zu respektieren, die »nicht einer Meinung mit uns sind.«

Besonders makaber bei der unangebrachten Kritik von Gregory ist die Tatsache, dass Trump eine bedeutende Durchführungsverordnung zur Förderung der Religionsfreiheit weltweit unterzeichnet hatte, die vor allem Christen in anderen Ländern unterstützen und vor Verfolgern schützen will.

Von katholischer Seite hagelte es Kritik gegen ihren Erzbischof. Besonders klar äußerte sich Erzbischof Carlo Viganò, einem furchtlosen und ausgesprochenen Whistleblower von Schieflagen der katholischen Kirche heute.

Viagnò nannte Gregory einen »falschen Hirten«.

»Folgen sie keinen falschen Hirten, da sie ins Verderben führen. Sie sind Söldner. Sie lehren und praktizieren Unwahrheiten und Korruption!,« fügte der Kirchenmann hinzu.

»Leider wird die katholische Kirche von vielen falschen Hirten geführt,« erklärte Viganò in einem Brief an die Priester und Laien der Erzdiözese Washington vom 3. Juni.

»In den letzten zwanzig Jahren war und ist die Erzdiözese Washington insbesondere jetzt und zum dritten Mal, von falschen Hirten geleitet und verwundet worden, deren Lebensweise voller Lügen, Täuschungen, Begierden und Korruption ist. Wo auch immer sie gearbeitet haben, haben sie ihre Ortskirchen und die Weltkirche in Skandale gestürzt.«

Erzbischof Wilton Daniel Gregory wurde am 6. Oktober 2018 von Papst Franziskus ins Dikasterium für Laien, Familie und Leben einberufen, nachdem Franziskus alle konservativen Stimmen aus der Institution entlassen hatte. Am 4. April ernannte ihn Franziskus unter Protest der Öffentlichkeit und vieler seiner Brüder im Bischofsamt, zum Erzbischof von Washington DC. Der progressive Gregory ist der erste Afroamerikaner in diesem Amt.

Viganò konterte passend den Trump-Angriff von Gregory, der ein potentielles erbauliches religiöses Ereignis umfunktionierte, um ein politisches Statement gegen Trump zu machen.

»Folgt nicht den falschen Hirten […] folgt mit Durchhaltevermögen den Lehren und dem Beispiel der heiligen Hirten und Priester, die sie unter sich haben,« schloss Viganò.

(jb)

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Hartwig

@Thomas Waibel (06.06.2020 - 10:32)

1. Was ist mit Luther? Auch ein falscher Hirte? :)

2. Sie kennen den Inhalt des Fachbuchs, verehrter Thomas Waibel?

Gravatar: alfred

Die Bischöfe springen auf jeden Zug auf , der ihnen Profit verspricht. Der Vatikan stöhnt auf hohem Niveau unter Corona?

Gravatar: egon samu

"Erzbischof Gregory von Washington ist »falscher Hirte«"
Das hat er mit dem sozialistischen Agitator Genosse Bergoglio gemeinsam...

Gravatar: Thomas Waibel

Nicht nur Gregory ist ein falscher Hirte, sondern alle "Bischöfe", also auch Vigano, einschließlich des Oberhirten Bergoglio, sind nicht katholisch und damit falsche Hirten oder, besser gesagt, rote Wölfe, die sich, um die Schafe besser zu täuschen, als Hirten tarnen.

Aus diesem Grund sollten wir, die katholische Schafe, uns von diesen "Hirten", besonders von Bergoglio, fern halten, und zwar so weit wie möglich, weil das Modernismus-Virus tausendmal gefährlicher als das Coronavirus ist. Christus selbst weist uns an, uns mehr vor denen, die die Seele als die den Körper töten in Acht zu nehmen.

Gravatar: Joachim Datko

Veraltete Vorstellungen!

Zitat: "Erzbischof Viganò: Erzbischof Gregory von Washington ist »falscher Hirte«"

Heutzutage haben viele Menschen akademische Berufe. Was will da ein Hirte? Der landwirtschaftliche Beruf ist völlig veraltet. Dies gilt auch im übertragenen Sinne. Wir sind es gewohnt, autonom zu handeln.

Joachim Datko - Ingenieur, Physiker

Gravatar: Gretchen

Mutig der Mann , MEHR davon!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Erzbischof Viganò: Erzbischof Gregory von Washington ist »falscher Hirte« ...

Eigenartig:

„Die dpa schweigt sich, so kann man nach einigen Tagen feststellen, über die Bombe, die Erzbischof Carlo Maria Viganò mit seiner Dokumentation und seiner Rücktrittsforderung an Papst Franziskus gelegt hat, aus. Als vor acht Jahren “Wir sind Kirche” Papst Benedikt XVI. wegen seines angeblichen Schweigens zum Missbrauchsskandal kritisierte, brachte die dpa diese Kritik fast im Stundentakt.“
http://www.kath-info.de/vigano.html

Will man nun etwa aus Angst vor einer Abkehr der US-Katholiken von Rom vertuschen, dass die Attacke des Erzbischofs bei nicht wenigen US-Schäfchen mit kath. Hintergrund für Kopfschütteln sorgte???
http://www.kath.net/news/71860

Schließlich könnte es ja um eine ganze Menge Geld gehen, an welches uns Gott(?) - scheinbar mit allen Mitteln – schon deshalb will, da wir es dank seiner Präsenz(?) nicht benötigen???
https://herzensfreundinnen.de/warum-gott-an-dein-geld-will/

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang