Keine neuen Marine-Schiffe zur Schleuserbekämpfung ins Mittelmeer

Deutschland macht Schluss mit EU-Mission »Sophia«

Die EU-Mission »Sophia« startete während der Flüchtlingskrise 2015, um an Afrikas Küste Schleuserbanden zu bekämpfen, rettete aber zuletzt fast nur noch illegale Migranten aus Seenot. Nun zieht sich die deutsche Marine daraus zurück.

Foto: Michael Krahe/ Wikimedia Commons/ CC BY-SA 4.0
Veröffentlicht: | von

Deutschland beteiligt sich nicht länger an der EU-Mission »Sophia« zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität im Mittelmeer, teilte Generalinspekteur Eberhard Zorn den Obleuten im Verteidigungs- und im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages mit. Es werde nach dem noch bis Februar andauernden Einsatz der Marine-Fregatte »Augsburg« vor der libyschen Küste kein weiteres deutsches Schiff mehr in die Region geschickt.

Die Bundesrepublik war seit der Flüchtlingskrise 2015 zusammen mit anderen europäischen Staaten vor der afrikanischen Küste im Einsatz. Die Operation »Sophia sollte eigentlich die Schleuserkriminalität bekämpfen, die Soldaten retteten aber in der Praxis nur noch illegale Migranten, die von Schleuserbanden in seeuntüchtige Boote gesetzt wurden und damit in Seenot gerieten. Bis April vergangenen Jahres holten Schiffe der Marine über 22.500 Migranten aus dem Mittelmeer.

Zuletzt war aber immer weniger klar, wo diese an Land gebracht werden können. Im Juli vergangenen Jahres begann Italien sich zu weigern, die Menschen von den Schiffen an Land zu lassen. Die Regierung in Rom forderte angesichts immer neuer Migranten, die in den Mittelmeerstaat gebracht wurden, eine Neuordnung der Marinemission und blockierte sämtliche Häfen für solche Boote.

Italiens Innenminister Matteo Salvini, der diese Maßnahme anordnete, sagte zu der aktuellen Entwicklung: »Das Mandat der Mission Sophia war es, alle Migranten nur in Italien anlanden zu lassen. Auf diese Weise seien 50.000 Menschen in Italien angekommen. Wenn sich jemand zurückzieht, ist das für uns sicher kein Problem.«

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: kassaBlanka

Deutschland macht Schluss mit EU-Mission »Sophia«

Nanu, ist die letzte seetüchtige Fregatte nun auch noch außer Betrieb....?

...fragt kassaBlanka.
Hauptbootsmann auf U26
1978-1985

Gravatar: Wolfram

Endlich !!!

Gravatar: Emma Klüger

Leider finanzieren noch Tausenden die Anderen, die uns weiter die Flüchtlis umarmend zu uns bringen und so lange wird das nichts ändern, bis sie alle zurückgeschickt werden um ihre Länder z.B. in Afrika aufzubauen.
Beispiel zu nehmen:
China investiert über 3 Mrd. in Syrien und sogar der böse Orbán baut 3 Krankenhäuser in Syrien (leider auch auf Kosten der Magyaren, weil dort mit der Versorgung nicht immer gut klappt) und was macht die EU.
Unterstützt das Bomben aus der Türkei und Israel, siehe die Nachrichten.....

Gravatar: Stefan Bahr

Überall wo Deutschland in dieser Angelegenheit raus ist, kann es nur gut für ganz Europa sein.

Gravatar: Sigmund Westerwick

Der Motor stottert

Einsicht kann es jedenfalls ncht sein, die die Politik dazu bewegt sich von Sophia fernzuhalten.
Entweder ist der Schiffsdiesel defekt oder die Marine kann den Diesel nicht mehr zahlen, aber immerhin würde das Ergebnis stimmen.

Gravatar: Manni

Was denn nu wieder kaputt? Schrauben abgefallen? Kolbenfresser? Abgesoffen? Meuterei?oder wurden diese von Piraten geentert?

Gravatar: siggi

Da NATO-Italien dem Partner (BRD) die Seebasis entzogen hat, müssen die Fregatten direkt Hamburg anlaufen. Dafür sind sie nicht gerüstet. Schlepper bekämpfen heißt, Geschleppte rechtswidrig weiter schleppen. Nun Pakt, die Schlepper braucht man nicht mehr, der Weg ist nun das Flugzeug in Köln/Bonn - geordnet. Tolle Leistung der Merkel: mit Hilfe Krimineller zwingt man andere zum Pakt..

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