Undankbarkeit und Dankbarkeit gegenüber der Polizei

»Danke Polizei!«

Die Polizei, die immer häufiger bei Demonstrationen aushelfen muss, gerät bei ihren Einsätzen zwischen die Fronten: Einerseits wird sie beleidigt und sogar tätlich angegriffen, andererseits wird ihr – das ist allerdings neu – ausdrücklich von den Demonstranten gedankt.

Polizeieinsatz in Freiburg, Screenshot youtube
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Die Politik zeigt sich zumeist undankbar gegenüber der Polizei.

»Grüne Bürgermeisterin verweigert Polizei und Feuerwehr die Ehre«, schrieb die Berliner Zeitung. Dabei hatte die Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg schon im Februar beschlossen, Bürgermeisterin Monika Herrmann möge die vielen Helfer ehren, die seinerzeit im Einsatz gewesen waren, als der Orkan Xavier 2017 über Berlin tobte und erhebliche Schäden anrichtete. Damals herrschte drei Tage lang Ausnahmezustand, über 3.000 Mal hatte die Feuerwehr ausrücken müssen.

Der Dank wurde bisher nicht ausgesprochen. Die grüne Bürgermeisterin Monika Herrmann hatte auf neuerliche Anfrage geantwortet, der Beschluss sei ihr zwar bekannt, werde aber nicht umgesetzt.

Beschlossen war ausdrücklich, dass »die Wehrleiter der im Bezirk ansässigen Feuerwehren, die Leiter der bezirklichen Polizeiabschnitte, Vertreter des Technischen Hilfswerkes, der Rettungsdienste« eingeladen werden sollten. Ihnen sollte, wie ausdrücklich festgelegt war, »von der Bezirksbürgermeisterin persönlich« in »angemessener Form« Dank gesagt werden.“

Doch Linke und Grüne danken der Polizei nicht. Es ist nicht ihr Stil, nicht ihr Interesse. Das Verhältnis zur Polizei ist gestört. Politiker verachten die Polizei offen und ergötzen sich an Liedern wie von Feine Sahne Fischfilet, in denen der Straßenkampf gegen die Polizei verherrlicht wird.

Ganz neue Töne waren dagegen neulich in Freiburg zu hören, als die einen für besseren Schutz von Frauen und Mädchen vor importierter Gewalt demonstrierten, die anderen dagegen  – nach einem Aufruf der SPD – gegen Rassismus und Rechte.

Es führte zu »bürgerkriegsähnlichen Szenen«, wie es philosophia perennis nennt. Die verlinkten Videos zeigen die als »Rechte« beschimpften Menschen, die von linken Randalierern attackiert werden und die eine Parole skandieren, wie man sie bisher auf Demonstrationen noch nicht gehört hatte: »Eins, zwei, drei: Danke Polizei!«

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Die Politik zeigt sich zumeist undankbar gegenüber der Polizei.“ ...

Warum aber ist das so?

Weil sie die Exzesse der Folgen von Entscheidungen ihrer(?) Politiker beklagen
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hessens-polizisten-beklagen-auch-respektlosigkeit-12884865.html,
die in ihrer Zerstörungswut gegenüber den tatsächlich Deutschen - incl. ihres Eigentums und der Wirtschaft - nicht müde werden und weiter machen wie bisher???
https://www.journalistenwatch.com/2018/11/08/und-ngo-fluechtlingsorganisationen/

Ist dies nicht auch der Grund dafür, dass sich längst auch die deutsche Wirtschaft von ihrer bisherigen
Göttin(?) distanziert?
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/8066304-fluechtlingskrise-wirtschaft-distanziert-merkel-sehr-besorgt-fluechtlingspolitik -
auch weil die Politik es nun schon mit entsprechenden Aufklärung(?)soffensiven bei unseren Kleinen versucht???
https://www.rubikon.news/artikel/die-aufklarungs-offensive

Gravatar: siggi

Wenn man als Bürger am Limit lebt, dann ist Grenzüberschreitung zum Rechtstaat vorprogrammiert. Hambacher Forst, Besetzung von Privateigentum; Schleusung von Illegalen durch deutsche Grenzen, wird als Minimaldelikte klassifiziert, ähnlich der Lüge: das muss schon sein. Wird in Presse all das noch zu Robin Hood-Aktion hochgespielt, glauben viele - Recht, das bin ich. Dumm das das nicht ist, Polizei hebt den Finger. Nun erst recht, sagen dann viele - niemand hat Recht mir das zu verbieten. Wird das Milieu diffuser, kommt Steigerung zu Märtyrertum: ich gegen den Staat. Die Dimensionen verschwimmen, Anarchie zum Regelwerk. Daran tragen unsere Berufspolitiker Schuld, rechtzeitig einschreiten - das Denken wieder auf die Füße stellen, Bürger mitteilen: Gesellschaft steht über allem, nicht der einzelne. Wo die Freiheit des anderen tangiert ist, beginnt Unfreiheit.

Gravatar: harald44

Zitat: "Beschlossen war ausdrücklich, dass »die Wehrleiter der im Bezirk ansässigen Feuerwehren, die Leiter der bezirklichen Polizeiabschnitte, Vertreter des Technischen Hilfswerkes,...."
Deutsche Sprache - schwere Sprache. Oder doch nicht?
Das Wort Feuerwehr gibt es wie so viele andere nur in der Einzahl. Von "Feuerwehren" zu schreiben ist also Unsinn und bringt kein Mehr an Information.
Der oben zitierte Satz lautet also richtig: "Beschlossen war ausdrücklich, daß »die Wehrleiter der im Bezirk ansässigen Feuerwehr, die Leiter der bezirklichen Polizeiabschnitte, Vertreter des Technischen Hilfswerkes,....."
Und siehe da, die Aussage ist genau dieselbe, die Mehrzahlbildung von "Feuerwehr" also unsinnig und sogar falsch.

Gravatar: HDM

"die eine Parole skandieren, wie man sie bisher auf Demonstrationen noch nicht gehört hatte"

Das stimmt so nicht ganz. 'Danke Polizei' wurde schon auf "Magida"-Demos in Magdeburg skandiert, welche ebenfalls durch "Gegendemonstranten" massiv gestört wurden. Und die fanden seinerzeit ab Mitte Januar 2015 (!) regelmäßig statt.

Gravatar: Timo

Da möchte ich HDM beipflichten. Auch auf der ehemaligen WüGIDA und in Stuttgart bei der "Demo für alle" war der Ruf zu hören.

Gravatar: Tom der Erste

Ich werde mich erst bei der Polizei bedanken, wenn sie den kompletten Bundestag außer AfD und Hausmeister ( den Hausmeister brauchen wir noch zum Heizungsabdehen und Licht ausschalten ) in Gewahrsam genommen hat. Momentan sehe ich gar keinen Grund, mich bei denen zu bdanken die durch jahrelange Untätigkeit diese Zustände mit herbeigeführt haben.

Gravatar: Tom der Erste

Ob die Mutter in Halle jetzt auch " Danke Polizei" ruft ? ( http://www.lvz.de/Region/Polizeiticker/15-Jaehrige-stuerzt-in-Halle-von-Balkon-und-stirbt ) Fakt ist: eine 15 - Jährige , also ein halbes Kind noch , wird von den Freunden und Helfern dermaßen eingeschüchtert daß sie vom Balkon springt oder fällt. Einen besonders herzlichen Dank auch an das zuständige Amtsgericht für die hervorragend angewandten Mittel der Verhältnismäßigkeit.

Nebenbei würde mich mal interessieren was das für eine Schule ist. Zu unseren Zeiten gab es bei Schulschwänzerei einen Anschiß vom Direktor vor versammelter Mannschaft und dementsprechende Zensuren ( persönliche Mehrfach - Erfahrung )

Gravatar: Manfred Hessel

Auch ich möchte mich ganz herzlich bei der Polizei bedanken , siehe

http://www.anonymousnews.ru/2018/11/06/polizei-macht-frauen-in-leipzig-zu-freiwild-offizielles-pfefferspray-verbot-in-gefahrenbereich-verhaengt/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=polizei_macht_frauen_zu_freiwild&utm_term=2018-11-07 und https://hartgeld.com/multikulti.html

Besonders empfehenswert der Leserbeitrag unter : Neu: 2018-11-07:

[15:10] Leserzuschrift-DE: Vergewaltigungen jetzt straffrei:

Gravatar: Lutz Schnelle

Zum Thema Halle : Laut Aussage des Bruders stand das Mädchen auf der Balkonbrüstung als die Beamten durch die Wohnung stürmten und das Mädchen " greifen " wollten. Dabei geschah der Absturz. Mal sehen was uns die offizielle Presse auftischt. Dazu ein Link :

https://www.mz-web.de/halle-saale/15-jaehrige-stuerzt-vom-balkon-in-den-tod-schwere-vorwuerfe-nach-unglueck-in-neustadt-31562524

Mir ist unverständlich warum diese Polizei überhaupt noch in Schutz genommen wird, von Danksagungen ganz zu schweigen. Heute gibt es die Anweisung sich zurückzuhalten und morgen kommt das Kommando " Knüppel frei" . Dann erinnert sich keiner von der Polizei an 1 2 3 - Danke Polizei.

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