Dramatischer Rückgang der Beteiligungen

China: Keinen Appetit mehr auf deutsche Unternehmen

China hat seinen Hunger auf deutsche Unternehmen verloren. Der Umfang chinesischer Investitionen ging um das Zwanzigfache zurück. Ist das gut oder schlecht?

Wirtschaften im Vergleich / flickr / CC BY-SA 2.0
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Eine gute und eine schlechte Nachricht: Im letzten Jahr haben Chinesen ca. 10 Milliarden Euro in deutschen Unternehmen investiert, wie die FAZ schreibt. Im ersten Halbjahr 2019 waren es gerade einmal 505 Millionen Dollar.

Die Frage ist: Welche Nachricht ist die gute. Das hängt von den Gründen für den Rückgang ab. Und die sind vielfältig.

Zum einen schwächelt die chinesische Wirtschaft. Der Handelskrieg mit den USA entwickelt sich allmählich zu einem mittelschweren Desaster für Peking. Die von Trump verhängten Zölle treffen, wie von vielen Fachleuten vorausgesagt, die chinesische Wirtschaft, die auf Exporte angewiesen ist wie keine zweite, im Mark.

Zum anderen schwächelt die Euro-Region. Nicht nur in Deutschland spart Peking mit Investitionen. Der gesamte europäische Raum scheint kaum einen chinesischen Rubel Wert zu sein. Lediglich im Gegenwert von 2,4 Milliarden Euro wurde gekauft - ein Rückgang um 80 Prozent gegenüber 2019.

Besonders betroffen ist Deutschland. Und das ist wohl die andere schlechte Nachricht: Deutschland lohnt nicht mehr für größere Investitionen. Die immer schlechtere Wirtschaftsentwicklung macht sich auch hier bemerkbar.

Um welche Verhältnisse es tatsächlich geht, zeigt ein Vergleich mit 2016. Damals hatte Peking 85 Milliarden Euro in europäische Firmen gesteckt. In diesem Jahr sind es etwa 3 Prozent dieser Summe.

Die gute Nachricht: Die Macht Pekings steht unter Druck. Die schlechte: Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa trübt sich immer mehr ein. Und das in Zeiten, in denen die Staatsausgaben weiterhin steigen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: freidenkende

Die wissen warum, die haben unsere Lage nunmal gepeilt!!
Ich würde auch nichts in dieses Land investieren und jedem raten, wer kann, auszuwandern - die Zukunft sieht sehr düster hier aus - das Land wird unaufhörlich ohne Waffen besetzt und die Kassen so richtig gähnend leeeeeeeer gemacht - wir geben sehr viel Geld für die ganze Welt aus - es geht inzwischen nicht mehr um Millionen sondern Milliarden und wirtschaftlich sieht es auch sehr schlecht aus - überall Entlassungen...

Gravatar: Fritz der Witz

"Investiert" wird nur so lange, bis ein Land endlich UMGEDREHT - sprich kommunistisch - ist.

Dieser Prozess ist in D. praktisch so gut wie abgeschlossen, auch wenn es die meisten Schlaf-Michel noch immer nicht kapiert haben.

D. hat ja beinahe schon so etwas wie Nordkorea-Status, wenn man mal ehrlich ist.

Wie sonst soll man es bewerten, wenn schon der "Datenschutzbeauftragte" von BW öffentlich "erklärt", dass die VERMUMMUNG von linksradikalen Gewalttätern und Terroristen der "Antifa" ein Akt BERRECHTIGTER NOTWEHR sei.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Gravatar: Armin

Dass Europa und insbesondere Deutschland ihre seit Jahrzehnte methodische Auslagerung von Produktion in Billigländer nunmehr quittiert bekommt war abzusehen.
Gerade Deutschland hat sich dem Kostendruck den Handelsunternehmen aufgebaut haben willenlos ausgeliefert und seine eigene Wirtschaft im Globalisierungswahn einer Fremdbeeinflussung jeder Abhängigkeit überantwortet.
Um einigen Prädestinierten höchste Stundenlöhne zu ermöglichen waren auch Gewerkschaften bereit sich der Gewinnmaximierung zu überantworten und darin eine Chance zu sehen ihr Schäfchen am laufen zu halten. Das aufweichen von Tarifbindungen als Antwort war jedoch auch nur ein hilfloser Versuch den sozialistischen Vergemeinschaftungen ihr im Fettauge schwimmen zu entziehen und hat letztlich die kleinsten Unternehmen um ihre Verdienst beraubt wie dem Kostendumping ausgeliefert.
Um diesen Druck der besseren Welt und „aufhelfen im Ideologischen Wandel“ so losgebrochen wurde schuf man Abhängigkeiten, Knowhow Abfluss, welche Billiglohnsektoren und Entrechtung als gesellschaftliche Normalität manifestierte, doch dabei eben besonders abhängige Herrschaften in Höhenflüge versetzte.
Gerade der Billigtrend, auf welchen derweil große Teile der Gesellschaft daher und daraus angewiesen sind und deren Teilhabe letztlich in Kosten der globalen Struktur abfließen wie auch weinige Macher bestimmen, befördert auch den Trend „zu teure eigene Bevölkerung“ durch Dritte Mindestlöhner auszutauschen.
Dass dieser selbst verschuldete Kaufmannsgier, die ihre prädestinierte Teilhabe nutzen um den einfachen und niedrigen Schichten eine Spirale an Schulden so zu bauen, aus welche sie keine Möglichkeiten haben diese zu überwinden, bestimmt die Erpressbarkeit aus der so geschaffenen Verflechtung.
Außerdem ist doch es längst so, dass Grund- und Zwischenprodukte die oft für noch heimische Endprodukte benötigt werden in einem Ausmaß garnichtmehr in Deutschland produziert werden oder überhaupt noch produziert werden könnten, da die betreffenden Industrien und Gewerke längst in Deutschland unrentabel gemacht wurden.

Gravatar: Armin

Dass Europa und insbesondere Deutschland ihre seit Jahrzehnte methodische Auslagerung von Produktion in Billigländer nunmehr quittiert bekommt war abzusehen.
Gerade Deutschland hat sich dem Kostendruck den Handelsunternehmen aufgebaut haben willenlos ausgeliefert und seine eigene Wirtschaft im Globalisierungswahn einer Fremdbeeinflussung jeder Abhängigkeit überantwortet.
Um einigen Prädestinierten höchste Stundenlöhne zu ermöglichen waren auch Gewerkschaften bereit sich der Gewinnmaximierung zu überantworten und darin eine Chance zu sehen ihr Schäfchen am laufen zu halten. Das aufweichen von Tarifbindungen als Antwort war jedoch auch nur ein hilfloser Versuch den sozialistischen Vergemeinschaftungen ihr im Fettauge schwimmen zu entziehen und hat letztlich die kleinsten Unternehmen um ihre Verdienst beraubt wie dem Kostendumping ausgeliefert.
Um diesen Druck der besseren Welt und „aufhelfen im Ideologischen Wandel“ so losgebrochen wurde schuf man Abhängigkeiten, Knowhow Abfluss, welche Billiglohnsektoren und Entrechtung als gesellschaftliche Normalität manifestierte, doch dabei eben besonders abhängige Herrschaften in Höhenflüge versetzte.
Gerade der Billigtrend, auf welchen derweil große Teile der Gesellschaft daher und daraus angewiesen sind und deren Teilhabe letztlich in Kosten der globalen Struktur abfließen wie auch weinige Macher bestimmen, befördert auch den Trend „zu teure eigene Bevölkerung“ durch Dritte Mindestlöhner auszutauschen.
Dass dieser selbst verschuldete Kaufmannsgier, die ihre prädestinierte Teilhabe nutzen um den einfachen und niedrigen Schichten eine Spirale an Schulden so zu bauen, aus welche sie keine Möglichkeiten haben diese zu überwinden, bestimmt die Erpressbarkeit aus der so geschaffenen Verflechtung.
Außerdem ist doch es längst so, dass Grund- und Zwischenprodukte die oft für noch heimische Endprodukte benötigt werden in einem Ausmaß garnichtmehr in Deutschland produziert werden oder überhaupt noch produziert werden könnten, da die betreffenden Industrien und Gewerke längst in Deutschland unrentabel gemacht wurden.

Gravatar: heinz

weiter so ... deutschland legte seine zukunft schon immer in fremde hände...nur diesesmal ist es eine handlang zu viel...hoffentlich knallt es bald im karton...bin gut vorbereitet und dabei .

Gravatar: Hajo

Das ist das Gebräu für Verwerfungen zwischen Staatsmacht und Bürger und man muß nur warten können, denn vieles regelt sich von ganz allein, denn die Dummheit ist höher zu Bewerten als Erfolge, weil sie in einer Katastrophe enden können und das war schon immer so und warum soll es heute anders sein und insbesondere wenn man Dilletanten ans Ruder läßt, die in wenigen Jahren alles verbraten haben, was erwirtschaftet wurde und täglich sichtbarer wird, wenn das mal alles gut geht.

Gravatar: Werner

Uns kann nichts besseres passieren. Die sollen ihren abgekupferten Kram behalten.

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