Bruttoinlandsprodukt nach Kaufkraftparität

China hat die USA als Wirtschaftsmacht längst überholt

Die Frage, wann China die USA als Wirtschaftsmacht überholt, stellt sich eigentlich gar nicht mehr. Denn China hat dies bereits getan. Zumindest, wenn man das BIP nach Kaufkraftparität heranzieht. Ostasien ist längst die Fabrik der Welt geworden.

Shanghai. Foto: Pixabay
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Die Frage, wann China die USA als Wirtschaftsmacht überholt, stellt sich eigentlich gar nicht mehr. Denn China hat dies bereits getan.

Wenn man die Staaten nach dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) entsprechend ihrer Kaufkraftparität (KKP, englisch »purchasing power parity« bzw. PPP) auflistet, dann sieht die Reihenfolge so aus (in Millionen Internationalen Dollar bzw. PPP-$, Zahlen nach Angaben des IWF für 2018):

1. China: 25.270.066

2. USA: 20.494.050

3. Indien: 10.505.288

4. Japan: 5.594.452

5. Deutschland: 4.356.353

Diese Zahlen sind realistischer als die sonst angewandte Methode, die Staaten nach nominalem BIP zu ordnen, weil die Kaufkraft in Bezug zur Realwirtschaft vor Ort gemessen wird. Bei den nominalen BIP-Angaben werden dagegen die Werte durch Wechselkurse und aktueller Marktwerte verzerrt dargestellt. Marktwerte können durch Spekulationen (Grundstücke, Maschinen, Firmenwerte) sehr verzerrt sein.

Bei der Liste des nominalen BIP sieht die Reihenfolge (noch) so aus (in Millionen US-Dollar, IWF-Angaben von 2018):

1. USA: 20.494.050

2. China: 13.407.398

3. Japan: 4.971.929

4. Deutschland: 4.000.386

5. Großbritannien: 2.828.644

Man darf nicht vergessen: In den USA und Großbritannien sind viele Werte durch die Marktspekulationen nach oben getrieben. Am Ende ist aber die Summe der Häuser, Autos, Fabriken, produzierten Güter und Waren, usw. ein realistischerer Faktor bei der Einschätzung der Wirtschaftskraft eines Landes. Wie viele Produkte in unserem Alltag sind »Made in China«? Wie viele sind »Made in Germany« oder »Made in USA«?

China ist zur Fabrik der Welt geworden. Das ist sicher. Asien hat die höchsten Wachstumsraten. Auch das ist sicher. Der Westen sollte aufpassen, dass er nicht von der Realität überholt wird, weil er sich auf schönfärberischen Statistiken ausruht.

Im Osten geht die Sonne auf, im Westen geht die Sonne unter. Dieser Spruch hat heute doppelte Bedeutung.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hans von Atzigen

Vergleiche in Währungseinheiten sind nur bedingt aussagekräftig, es ergibt sich ein allzu verzerrtes Bild zum tatsächlichen Zustand einer Volkswirtschaft.
Für ein aussagekräftiges Ergebnis müssten deutlich mehr Daten eingearbeitet werden, nur eben dann wird die Sache hoch kompliziert.
Der Abgleich mit Realdaten ist deutlich aussagekräftiger.
Denn Wohlstand muss ganz real erwirtschaftet werden.
Na ja kann sich doch jeder selbst an hand der Herkunftsdeklaration selber überzeugen. Da steht bald überal Made in China drauf.
Wenn US Firmen in China produzieren lassen, ist das in China produziert, egal wer der Inhaber einer Firma ist.
Grundsätzlich muss die Kaufkraft um nachhaltig zu wirken ebenfalls ganz real erwirtschaftet werden.
Die Aussage im Artikel ist, auch wenn das viele nicht
Wahrhaben wollen RICHTIG. Da spielt nun einmal sehr viel Psychologie und Wahrnehmung hinein. Das Wirtschaftliche Denken orientiert sich an und in Geldeinheiten und deutlich weniger in Realleistungseinheiten und Mechanismen.
Daraus ergeben sich Verzerrungen ,, Märchen,, wie die USA sind die Wirtschaftsmacht No.1.
Die Zeit in der jedes 2. Produkt Weltweit, ganz real in den USA hergestellt wurden ist längst Geschichte.
Jeder der schon einmal mit OFFENEN Augen durch die USA gereist ist kann, konnte das längst beobachten.
Die USA sind reich an Dollar. Die Infrastruktur in einem bedenklichen Zustand. Sicher da sind noch Hochtechnoligieinseln, sicher mit Abstand Weltspitze.
Inseln in einem, Meer aus mehr oder weniger Schrott.
Sicher in China gibt es auch ganz viel Armut, in den USA AUCH, sehr viel sogar. Das Entscheidende in China werden es dauernd weniger in den USA immer mehr.

Gravatar: Hajo

Wenn dem so wäre, dann wäre der BIP Chinas noch weit unter der gemessenen Skala von 13 Bill. USD, denn das platte Land ist auch heute noch ärmer als arm und man sollte Einwohner nicht mit Kaufkraft verwechseln, da die Chinesen längst nicht an das Geldvermögen der USA herankommen und eine stärkere Böe in punkto Export wird sie im Gegensatz zu den USA umwerfen und sie haben nur eines den USA voraus, im Ernstfall werden sie alles niederknüppeln und Reis mit Bambussprossen verordnen, Hühnchen gibt es dann nicht mehr, das wird an die Anrainerstaaten exportiert um sich über Wasser zu halten und so sind sie halt, die demokratischen Kommunisten Chinas, die sowas von kopflastig sind, denn wenn es ernst wird ist die innere Kaufkraft futsch und der Export am Ende und somit auch ihre abgekupferte Erfolgsstory, die nur durch den Westen möglich war und sonst durch niemand.

Gravatar: Walter

Wie haben sie das nur geschafft?

Mit der "kommunistischen" Einparteien - Regierung

Mit staatlich bestimmter und gelenkter Privatwirtschaft

Mit harten kapitalistischen Ausbeutermethoden

Mit der Dummheit der westlichen Wirtschafts - Glopalisierer, vor allem in den USA und Westeuropa

So haben sie es geschafft!

Gravatar: karlheinz gampe

Tip

Tauscht eure inflationär an Kaufkraft verlierenden Euro in Gold (werterhalt) und chinesische Aktien. Jetz noch günstig bei die zukünftigen Weltmarkttführer einkaufen ? Deutschland und Europa mit ihren roten SED Kadern und SED Parteien (CDU, SPD, Grüne..) hat fertig. Nicht in Verlierer investieren ! Aber Vorsicht Crashgefahr.-vermutlich nach Trumps Wiederwahl. Unsere rotgrünen Politiker haben schon einmal einen Staat (DDR) runter gewirtschaftet. Rotgrüne Idioten schaffen sowas auch ein 2.tes Mal mit der BRD. Wer sowas wählt, der soll nicht jammern, wenn er verarmt.

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