Innerparteiliche Opposition gegen Parteiführung

CDU in Hessen: Neuer Widerstand gegen Merkel

Merkel-Dämmerung? Und was kommt nach Merkel? Diese Frage stellen sich junge CDU-Politiker in Hessen. Sie arbeiten an einem Positionspapier, das zur Erneuerung der CDU aufruft.

Foto: European Union
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Angela Merkel, CDU, Hessen, Migration
von

Merkel soll nicht ewig Führungsfigur der Union bleiben, die für alle Zeit die Richtung der Politik bestimmt. Junge Politiker in Hessen arbeiten bereits für die Zeit nach Merkel. Sie fordern eine inhaltliche Erneuerung.

In ihrem Papier heißt es [PDF-Dokument kann hier heruntergeladen werden] unter anderem:

»Geht die Merkel-Ära zu Ende? Und wie erreichen wir, dass CDU/CSU auch danach noch die stärkste politische Kraft in Deutschland und Hessen sind und Regierungsverantwortung in Bund und Land tragen? Unsere Partei bedarf dringend der Erneuerung. Das virutelle Netzwerk der CDU Hessem leistet hiermit einen inhaltlichen Beitrag für die Arbeit am neuen Grundsatzprogramm. Wir wollen einen mit Richtung, Ziel und Glaubwürdigkeit auf Ebenen versehenen Prozess, der weitere Agonie in Staat, Gesellschaft und Partei vermeidet«

In dem Papier wird auch das Thema Migration angesprochen. Man wolle keine »multikulturellen Traumwelten, Parallelgesellschaften und Ghettos«. Migranten müssten sich besser integrieren. Außerdem heißt es dort: »Unsere kulturelle Aufnahmefähigkeit ist dabei umso stärker begrenzt, je mehr wir selbst durch Zweifel und Störungen unserer nationalen identität verunsichert sind.« Weiterhin: »Für die Einigkeit in Deutschland ist das daramatische Anwachsen ethnischer und religiöser Minderheiten mit der Tendenz zur Abgrenzung und Ablehnung unserer Werte hochproblematisch.«

Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die Kanzlerschaft von Merkel sich dem Ende zu bewegt.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: H.M.

Gott schenke unserem geliebten deutschen Vaterland eine neue Regierung!

Gravatar: Bernd Büdenbender

Vieles, was die jungen CDUler von sich geben ,ist richtig. Aber sie sind noch nicht so weit, zu erkennen, daß ihr
berechtigter Unmut an den jetzigen Parteieliten ohne irgendwelche Konsequenzen abprallen wird. Die Merkelpartei ist zum Machterhalt auf die Grünen, Roten, sicher auch die Linken angewiesen, also kann es logischerweise die absolut notwendige Umkehr zu einer Realitätspolitik vorläufig nicht geben. Die
Enttäuschung der Unzufriedenen nach der Landtagswahl wird dann dementsprechend sein. Da wäre es doch besser, sie würden am 28.10. gleich das Original wählen.

Gravatar: mah

In dem Entwurf werden sehr klar und umfangreich Probleme benannt, Lösungen gefordert und auch Ziele dargestellt.

An einer Frage kommt man allerdings als Leser kaum vorbei: Was glaubt die CDU in Hessen eigentlich, wer die geschilderten Probleme jahrelang geduldet oder sogar selbst erst geschaffen hat?
Glauben die Verfasser wirklich, daß die CDU hier Lösungen hat oder zumindest erarbeiten kann? Offenbar ja.

Ob der Wähler wohl diese Auffassung teilt?
Ich tue es nicht.
Die können ja nicht mal ihre große Vorsitzende von den Menschenjagd-Halluzinationen befreien.

Gravatar: Aus Berlin

1) Solange in der CDU auch nur eine(r) der jetzigen Klatschhasen verbleibt, ist sie für mich tot, tot, tot.
2) Eine inhaltliche Erneuerung die sich darauf konzentriert "stärkste politische Kraft" zu bleiben geht fehl: Dieses Ziel schließt heutzutage aus, für etwas zu stehen - wie es der Name der Partei impliziert.
3) Zur Zeit erleben wir eine Pervertierung der Demokratie. Parteien müssen entmachtet werden. Der Zweck einer Partei in einer repräsentativen Demokratie ist die Vertretung einer Interessen- oder Wertegruppe. Im Moment vertreten die Parteien nur die Interessen ihrer Amtsträger, die ihren Job nicht verlieren wollen.

Gravatar: Hansi

Da es die AfD gibt, ist die CDU samt CSU überflüssig und für die Zukunft fehl am Platz.

Gravatar: Rolo

Merkel ist doch schon heute selbst innerhalb ihrer Partei keine Führungsfigur mehr! Nur traeun sich die wenigsten das auch öffentlich zu äußern!

Gravatar: ynnocja

Zu Hessens CDU Regierung bleibt folgendes Totalversagen anzumerken:
Da haben wir den Finanzminister Thomas Schäfer, der sich als Gordon Gekko versucht und dabei mit hochspekulativen Zinsderivaten Steuergelder im dreistelligen Millionenbereich (bisher 375!!!) in den Sand gesetzt hat. Dann haben wir Bouffier und Boyd, die es in trauter Kumpanei mit dem Flughafenbetreiber Fraport zulassen, dass diese Kriminellen das gesamte Rhein-Main Gebiet verwüsten mit Fluglärm und krebserregendem Ultrafeinstaub, der fein säuberlich unter den Teppich gekehrt wird. Dass alle paar Tage Ziegel von den Dächern fliegen, abgedeckt von den Wirbelschleppen der Dreckschleudern am Himmel, wobei es nur eine Frage der Zeit ist, bis Menschen dabei zu Schaden oder gar ums Leben kommen. Und dann haben wir Dieselgate mit drohenden Fahrverboten für tausende von Dieselfahrern in Frankfurt und Wiesbaden, weil die Vasallen der Autoindustrie mit Unterstützung aus Bayern nicht willens sind, für angemessen HW Nachrüstungen zu sorgen. Ich bezweifele, dass diese Machenschaften den meisten Bürgern bewußt sind. Aber wer CDU in Hessen wählt, der wählt nicht nur einen Ministerpräsidenten der aussieht wie ein Dinosaurier, sondern auch dessen Politik, die Hessens Bürger zurück in die Steinzeit führt - vor allem durch die Verwüstung der Lebensgrundlagen und das Kultivieren krimineller Machenschaften der Großkonzerne - allen voran Fraport! All das für den schnöden Mammon, die Akkumulation des Großkapitals, auf Kosten der Gesundheit der Menschen und deren Steuergelder.

Gravatar: Walter

Vieles was in diesem Papier steht kann man unterschreiben. Allerdings habe ich meine Zweifel, dass dies mit den jetzigen politischen Eliten in der CDU durchsetzbar ist. Weiterhin soll diese Papier nach der Merkel - Ära angepackt werden. Bei dem jetzigen Zustand der CDU habe ich meine großen Zweifel, wann diese Ära zu Ende sein wird. Bevor diese jetzige Amtsperiode von Merkel beendet sein wird, hat dieses Land einen Zustand erreicht. welcher vermutlich mit sehr großem Schaden für die Bürger dieses Landes enden wird.
Dies kann nur mit einer umgehenden Änderung der jetzigen Politik verhindert werden.

Gravatar: Schnully

Sind bald Wahlen in Hessen ? Erst wenn Merkel und Ihre Klatschopportunisten endlich abgesetzt sind glaube ich an einen Wandel in der CDU und dann heist es erst einmal Schäden begrenzen zum Volk zurückfinden und endlich in seinem Sinne handeln ,was derzeit für CDU-CSU und SPD unmöglich ist , da sie immer noch auf Medienlügen setzen und das Volk für DUMM halten

Gravatar: Doris Schmidt

Ich glaube nicht, daß sich die Kanzlerschaft Merkels dem Ende zuneigt. Dazu hat sich ein viel zu starkes Medienkartell gebildet, die sie im Schulterschluß mit ihr und ihren Schergen sogar noch angesichts dreistester Lügen schützt. Merkel kann m.E. nur durch eine friedliche Revolution wie 1989 gestürzt werden. Und dann muß unbedingt verhindert werden, daß sie Deutschland verläßt und sich ihrer gerechten Strafe entzieht, so wie es einst Honecker und seiner Frau vergönnt gewesen ist.
Die Tatsache, daß die Kohl-Regierung deren Verschwinden nach Argentinien zugelassen hat, hätte uns schon alle aufmerken lassen sollen. Die CDU war damals schon nicht mehr wirklich demokratisch.

Schreibe einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang