Tiere sollen nicht geschächtet und geschlachtet werden, ohne vorher getötet zu sein

Belgien: Flandern verbietet Halal-Schlachtung

In Flandern wird die Schlachtung und Schächtung von Tieren verboten, bei der die Tiere nicht zuvor getötet oder betäubt wurden. Dies betrifft sowohl die Muslime (Halal-Essen) als auch die Juden (koscheres Essen) in Flandern. Begründet wird dies mit Tierquälerei.

Schächtung, 15. Jahrhundert / Wikipedia / gemeinfrei
Veröffentlicht: | von

Flandern verbietet das Schächten und Schlachten von Tieren, die nicht zuvor getötet wurden [siehe Bericht »The Guradian«]. Begründet wird dies mit dem Tierschutz. Es geht um die Verhinderung von Tierquälerei. Dies betrifft vor allem die Halal-Schlachtung der Muslime und die koschere Schlachtung bei den Juden. Denn dort wird zuerst dem Tier rituell die Kehle durchgeschnitten, auf das es verblutet. Erst dann wird es geschlachtet, weil der Verzehr von Blut verboten ist.

Nach den neuen Regeln müsste das Tier vor der Schächtung bereits getötet sein. Unter Muslimen und Juden ist umstritten, ob das rituelle Schächten noch gilt, wenn das Tier zuvor durch Elektroschock getötet oder betäubt wurde.

Einige muslimische und jüdische Organisationen kritisieren die neue Regelung scharf. Dies widerspreche dem EU-Recht auf Religionsfreiheit.

Im September will Wallonien (Süd-Belgien) nachziehen. Dann gelten die neuen Regeln landesweit in ganz Belgien.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: xxx

Tierquälerei ist also Religionsfreiheit?

Na, dann sollen diese Leute doch aus der EU in die arabische Welt flüchten. Dort können sie dann die Perversitäten ihrer Religionen unbehelligt ausüben.

Ich finde, dass Flandern diesbezüglich als gutes Beispiel für ganz Europa gelten sollte.

Gravatar: bobtail

Es wiederspricht dem Eu Recht auf Religionsfreiheit.
Das heißt im Namen der Religion darf Tierquälerei im großen Massstab betrieben werden?
Jetzt könnten natürlich ein paar ganz schlaue Gläubige darauf kommen, das es dem Eu-Recht auf REligionsfreiheit wiederspricht den Koran wörtlich zu nehmen, bezüglich des Umganges von sogenannten Gläubigen mit den sogenannten Ungläubigen....Satirisch gedacht...

Gravatar: Joachim Datko

Es ist zu begrüßen, wenn der Tierschutz nicht religiösen Riten geopfert wird. Das Schächten ist barbarisch.

Joachim Datko - Ingenieur, Physiker

Gravatar: Jomenk

Der richtige Schritt! Aber trotzdem brauchen wir uns nicht so weit aus den Fenster lehnen. Die Art und Weise, wie unsere Schlachtindustrie mit den Tieren umgeht, ist alles andere als human. Man denke nur an die Viehtransporte, wo die armen Kreaturen durch ganz Europa gekarrt werden. Ich werde nie die Bilder vergessen, als gezeigt wurde, wie so ein überfüllter Viehtransporter " entleert " wird. Es handelte sich um einen Schweinetransport. Einige Tiere hatten sich die Beine gebrochen. Die wurden dann aus den Transporter geprügelt. Diejenigen, die wirklich nicht mehr laufen konnten, hat man mit einem Strick um die Beine aus dem Transporter gezogen. Die Tiere haben vor Schmerzen geschrien. Oder im Schlachthaus, wenn den kleinen Kälbchen wie am Fliessband das Bolzenschussgerät an den Schädel gehalten wird. Manchmal waren sie noch am Leben. Das hat dort niemanden gestört. Ich frage ich wirklich, was das für Menschen sind, die dort arbeiten können.

Nein, ich bin kein Grüner. Wirklich nicht. Und auch kein Vegetarier. Ich habe kein Problem damit, das Tiere getötet werden. Entscheidend ist das wie. Ich habe Glück. Ich wohne auf dem Land und mein Nachbar ist ein "wirklicher "
Biobauer. Er hält sich Rinder ( die Art weiss ich jetzt nicht ) und praktiziert reine Weidehaltung. D.h. die Tiere sind den ganzen Tag im Freien. Der Stall ist offen und er überlässt es den Rindern, ob sie sich dort aufhalten wollen oder nicht. Die Rinder dienen letztlich der Fleischverwertung. D.h. irgendwann werden sie getötet. Und dies geschieht auf eine spezielle Art und Weise, die am wenigsten belastend ist. Für viele wird das neu sein. Das betroffene Rind wird beim grasen von einem erfahrenen Jäger auf der Weide erschossen. Kein Witz. Es ist nun einmal ein leichtes und ruhiges Ziel, was den Jäger in die Lage versetzt, einen sofort tödlichen Schuss anzusetzen. Kein Lebendtransport, keine unnötigen Leiden, kein Schlachthaus mit Bolzenschussgerät. Einfach bum und aus. Und die anderen Rinder scheint dies nicht zu stören. Das hat mich etwas überrascht. Das Rind wird übrigens vor Ort zerlegt und verkauft

Ich bin jetzt vom Thema abgekommen. Aber es war mir wichtig zu zeigen, das es auch anders geht.

Man darf natürlich den Haken an der Sache nicht verschweigen. Und wie es sich die meisten hier wohl denken können, ist es der Preis. Der ist natürlich entsprechend hoch. Ich habe mich mit einen paar Freunden zusammengeschlossen und wir kaufen gleich eine ganze Rinderhälfte. Das drückt die Kosten etwas. Natürlich vorausgesetzt, man hat die richtige Kühltruhe.
Ansonsten habe ich mir angewöhnt, den Fleischkonsum einzuschränken. Das ist auch nicht unbedingt verkehrt.

Gravatar: sigmund westerwick

Die Religionsfreiheit der anderen

Dieses halal und koscher zeigt sehr schön auf, dass die Ansichten der nicht-europäischen Religionen einfach nicht zum Standard der europäischen Länder gehören.
Ich freue mich immer, wenn die Grünen zB. gegen Massentierhaltung demonstrieren, es ist ja so unmenschliuch und grausam, auf der anderen Seite werden aber millitonen von Muslims ins Land geholt, und wenn die auf grausame Weise die Tiere Schlachten kommt ihnen kein sterbenswörtchen über die Lippen, dass das Tierquälerei ist.
Gut dass eine Regierung da mal wieder den Kompass richtig setzt, Tierquälerei ist auch dann Quälerei, wenn sie von Juden und Moslems verantwortet wird, da kann Religionsfreiheit nicht mehr Wert sein.

Gravatar: Roland

Hallo Jomenk,
ich kann Deinen Beitrag nur unterstreichen. Ich wohne auch auf dem Land, allerdings ist mir die Sache mit mit dem Jäger absolut neu.
Das Problem der Gesellschaft ist, das sich die meisten überhaupt nicht mit der Materie (Viehtransporte, Schlachthöfe...) auseinandersetzen und nur Gehörtes nachplappern. Ich bin auch kein Vegetarier, esse gerne Fleisch aber bewusst. Wir kaufen Regional und die Tierhaltung ist uns teilweise bekannt. Der Preis ist allerdings höher und da liegt der ganze Hase begraben.
Wie mit allen Dingen die der Mensch so kauft entscheidet der Preis. Wir sind als eine Konsum Gesellschaft herangezüchtet, die nur noch kaufen soll und möglichst "billig"!
Die meisten Elektronik-Gräte benötigen "seltenen Erden" die in Südamerika, Afrika... abgebaut werden. Hier interessiert sich kein Konsument das Kinderarbeit mit verheerenden Gesundheitsschäden die Folgen sind. Jetzt wird die Werbetrommel für das E-Auto eingestimmt. Für mich nicht mehr nachvollziehbar, denn für die Batterien werden enorme Mengen an seltenen Erden gebraucht auf Kosten von Menschen-Sklaverei.
Es geht bei den Kartellen immer nur um maximale Gewinn Orientierung. Mensch und Tiere sind denen egal. Und ich kann auch keiner alleinerziehenden Mutter verübeln, das sie günstig beim Supermarkt Fleisch kauft.
Es wird keinem gelingen Glaubensrichtungen, Kulturen und deren Gebräuche die seit Jahrtausenden bestehen mit der aberwitzigen Begründung der "INTEGRATION" zu ändern. Nur der einzelne kann für sich und seiner Umgebung dazu beitragen. Das fängt schon damit an, das man auf seinen "DÖNER" verzichtet.
Und das der Islam auf dem Vormarsch auf EUROPA ist mit tatkräftiger Unterstützung von Politik und NGO`s kann man wohl nicht mehr leugnen. Allerdings ist das ein anderes Thema aber auch da regt sich in unserer Gesellschaft kein Widerstand!
Aber wie schon am Anfang geschrieben, machen sich die meisten Leute keine Gedanken mehr über das hier und jetzt und seinen Folgen.

Gruß aus dem Allgäu

Gravatar: Werner

Schächten ist Tierquälerei. Auch in Deutschland muss das verboten werden.

Gravatar: Schlachter

So einen Blödsinn liest man leider öfter in irgendwelchen Meldungen. Die Schlachttiere werden vor dem Schlachten nicht getötet! Sie werden betäubt!

Dabei gibt es verschiedene Betäubungsverfahren, meist ist die Betäubung irreversibel. Ähnlich wie beim Hirntod eines Patienten, schlägt das Herz jedoch weiter. Genau darauf kommt es allein an, sowohl beim Schlachten als auch beim Schächten. Die Definition für das Schlachten lautet: Töten durch Ausbluten lassen.

Dem betäubten Tier wird die Halsschlagadern aufgeschnitten, sodann pumpt das Herz das Blut aus dem Körper. Dann erst tritt der Tod ein. Das Prinzip des Schlachtens durch ausbluten lassen, besteht auch beim Schächten. Nur hier wird nicht nur die Halsschlagader aufgeschnitten, sondern der gesamte Hals. Dabei wird auch die Speiseröhre,was hygienisch sehr bedenklich ist, und auch die Luftröhre durchtrennt. Dies kann dazu führen, daß in die Luftröhre Blut und Mageninhalt eingetragen wird, womit kein Sauerstoff mehr in die Lunge gelangen kann. Das Gehirn kann, auch wenn es durch die Betäubung irreversibel geschädigt ist, nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden, was zu einem vorzeitigen Ausfall des vegetativen Nervensystems führt, und damit die Pumpleistung des Herzens vorzeitig, vor dem vollständigen Ausbluten, reduziert, womit wiederum ein vollständiges Ausbluten verhindert wird.

Man hat in allen Kulturen erkannt, daß das Blut im nicht ausgebluteten Tierkörper zu einer minderwertigen Fleischqualität führt. Deshalb wurde zur Tötung des Tieres der Hals durchtrennt. Historisch gesehen, wurde auch in unserer Kultur geschächtet. Jedoch führt der extreme Stress des Tieres bei der unbetäubten Schlachtung zur starken Verminderung der Fleischqualität. Primär aufgrund dieser Erkenntnis, weniger aus Tierschutzgründen, setzte sich im mitteleuropäischem Kulturraum die Schlachtung mit Betäubung durch.

Die Tierschlachtung nach mitteleuropäischen Maßstäben widerspricht in keinster Weise dem Anliegen der Schächtung, nicht die Betäubung tötet das Tier, sondern allein der Blutverlust durch das Ausbluten. Andere religiöse Anliegen, die Ausrichtung des Schlachttieres in eine Himmelsrichtung, das Sprechen religiöser Formeln, sind mit der Schlachtung ohne weiteres vereinbar.

Die Schächtung ist ein archaischer Brauch, welcher gegenwärtig absolut überkommen und unzeitgemäß ist. Sie gehört schlichtweg nicht in unsere Welt und gehört ohne Ausnahme verboten. Leider liegt eine weit verbreitete Kenntnislosigkeit in der Bevölkerung, bei Politikern und Journalisten über das Prinzip der Schlachtung vor, sodass ein gesellschaftlicher Diskurs nicht ideologiefrei geführt werden kann.

Gravatar: Interessierter Leser

Wenn das EU-Recht der Religionsfreiheit so weit geht, daß Muslimen das Schächten von Tieren bei vollem Bewußtsein erlaubt wird, ist es nur noch ein kleiner Schritt, auch das Schächten Ungläubiger aus Gründen der Religionsfreiheit zu tolerieren, da der Koran es seinen Gläubigen vorschreibt.
Ich merke, wie mir schlecht wird.

Gravatar: Karl Brenner

Die Schächtung nach islamischen Ritus ist ein barbarisches Ritual.

Die Schächtung nach jüdischen Ritus unter der Kontrolle eines Rabinats versucht auf sehr hohen Niveau das Leid der Tiere, deren verspreisen für die Menschen unerlässlisch ist, zu minimieren.

Ähnlich kann man es bei der Beschneidung sehen.
Bei beiden Angelegeneheiten könnte die Anwendung der modernen Wissenschaft & Technik zu noch besseren Ergebnissen führen (Hygiene).

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