Türkei liefert Drohnen vom Typ »Bayraktar«

Aserbaidschan setzt Militärdrohnen bei Invasion in Arzach ein

Das aserbaidschanische Militär setzt bei seiner Invasion in die Republik Arzach auf den Einsatz von Militärdrohnen. Der islamische Staat hat aus der Türkei Drohnen vom Typ »Bayraktar« erstanden, wie es Baku selbst im vergangenen Juni verkündete.

Von Bayhaluk / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia
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Die Grenzlinie zwischen den christlichen Staaten Armenien und Arzach auf der einen Seite und dem islamischen Aserbaidschan auf der anderen Seite ist eine Aneinderreihung von zerklüfteten Hügelketten, Gräben, Anhöhen und nahezu unpassierbaren Wegen. Armenische und arzachische Truppen haben in diesem unwegsamen Gelände schwere Verteidigungsstellungen errichtet, die von den aserbaidschanischen Invasoren nicht einzunehmen sind. Mehrfach mussten sich die islamischen Bodentruppen unverrichteter Dinge zurückziehen. Ihr Nachteil: sie müssen über den östlich der Anhöhen vorgelagerten Ebenen angreifen, sind daher von den Verteidigern lange bevor sie überhaupt das Einsatzgebiet erreicht haben, auszumachen.

Deswegen setzt die islamische Regierung in Baku nun auf moderne Kriegstechnik. Mit modernen Militärdrohnen vom Typ »Bayraktar«, die man dem eigenen Vernehmen nach im vergangenen Juni von der Türkei erstanden hat, will man jetzt die Stellungen der christlichen Verteidiger ausspähen und dann gezielt mit Artilleriebeschuss unter Feuer nehmen.

Doch Armenien und Arzach bleiben nicht tatenlos. Sie haben ihrerseits sowohl Störsender im gesamten Frontbereich aufgebaut wie auch ihre Truppen an dem russischen Flugabwehrsystem ZSE-23-4 Schilka ausgebildet. Eine Verlegung mehrerer dieser Systeme in das Kampfgebiet wird in Kürze erwartet, ebenso wie der Einsatz von Mittelstreckenraketen russischer Bauart seitens der Verteidiger. Sie sollen die aserbaidschanischen Artillerie- und Raketenstellungen ausschalten, von denen seit mehreren Tagen arzachische Städte - unter anderem die Hauptstadt Stepanakert - beschossen werden. »E5«-Aufklärungsdrohnen des russischen Herstellers Ptero sollen den armenischen und arzachischen Einheiten dabei helfen, diese Stellungen auszukundschaften.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: DeutscheKüchebesteKüche

Obwohl die Türken mächtig zündeln hört man in den
Hauptmedien so gut wie nichts davon.
Für diese Schandmäuler ist Trump der Bösewicht.
Über ihn wird hergezogen, als wäre ER der Zündler.

Eine Schande für Deutschland diese Medien mit ihren
Hetzern.

Gravatar: Zack

Deutschland hatte 900 Mio Euro in den Sand gesetzt, weil es es nicht fertigbrachte eine funktionsfähige Drohne zu entwickeln. (unter Misere)´. Später hat man dann Drohnen von Israel gekauft ...

Gravatar: Peter Lüdin

Hoffentlich schaffen die Armenier die Wende und können sich neu aufstellen. Denn man weiss ja genau was R. Erdogans Milizen und die Jihadisten mit der Zivilbevölkerung so anstellen. Siehe Syrien, Stichwort "Jordanischer Pilot".

Gravatar: philippe

Zur ganzen Wahrheit gehört auch, daß Russland beide Seiten mit Waffen beliefert: "TOS-1 Buratino" z.B. wurde an Armenien UND Aserbaidschan geliefert.

Man sollte sich folglich von der Vorstellung freimachen es gäbe eine russische Bevorzugung Armeniens.

Gravatar: philippe

"ZSE-23-4 Schilka" ist ein uraltes Ding, es wurde schon 1965 bei der Roten Armee eingeführt und schon nach dem Jom Kippur Krieg 1973 durch das System "2K22 Tunguska" ersetzt.Durch die Drohnen wurden außerdem bereits die weitaus moderneren "9K33 Osa" und "9K35 Strela-10" ausgeschaltet (Videos dazu findet man im Internet).
Übrigens ist der zweitgrößte Drohnenlieferant Aserbaidschans Israel.

Gravatar: Neander

Das ist ein Teil der Wahrheit. Zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass Aserbaidschan von Israel gelieferte Kampfdrohnen vom Typ IAI Harop gegen Armenien und Arzach einsetzt. (Hierzu aktuell viele Quellen, wie z.B. die NZZ und Israelnetz). Auch Israel mischt kräftig in der scheinbar unlösbaren Gemengelange in der Großregion mit, bei der oft und besonders die christlichen Bevölkerungsteile und Länder die Leidtragenden sind.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Türkei liefert Drohnen vom Typ »Bayraktar«
Aserbaidschan setzt Militärdrohnen bei Invasion in Arzach ein“ ...

Als Zeichen dafür, dass Erdogan und Putin Brüder wurden?
https://www.n-tv.de/politik/Wie-Erdogan-und-Putin-zu-Bruedern-wurden-article21186079.html

Oder hat der Emir von Corona ganz einfach die Schnauze voll und folgt nun etwa dem Slogan:

"Beendet die Quarantäne und beginnt einen Krieg"???
https://www.heise.de/tp/features/Beendet-die-Quarantaene-und-beginnt-einen-Krieg-4846921.html

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