Ämtertrennung Merkels verheißt zeitnah auch Ende der Kanzlerschaft

Altkanzler Schröder erwartet Neuwahlen bis Frühsommer 2019

Merkel hat »ihren Zenit überschritten« und ihre Partei nicht mehr im Griff, sagt Altkanzler Gerhard Schröder (SPD). Der Verzicht auf den CDU-Vorsitz bringe einen Autoritätsverlust mit sich, der spätestens Frühsommer 2019 in Neuwahlen münden werde.

Foto: Olaf Kosinsky/ Skillshare.eu
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen, Startseite - Unterbühne | Schlagworte: Angela Merkel, CDU, Friedrich Merz, Gerhard Schröder, Neuwahlen, SPD
von

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht nach der Ankündigung von Angela Merkel, auf den CDU-Vorsitz zu verzichten, einen dramatischen Machtverlust seiner Nachfolgerin im Kanzleramt. Lange werde das nicht gutgehen, glaubt der frühere SPD-Politiker. Es sei ein »Autoritätsverlust auf der ganzen Linie«.

Angela Merkel habe ganz klar »ihren Zenit überschritten«, sagte der Altkanzler Gerhard Schröder. Auch die Dinge in ihrer Partei habe die Kanzlerin nicht mehr im Griff. Der Verzicht auf das Parteiamt sei für eine Fortsetzung ihrer Kanzlerschaft ein Fehler.

Die Arbeitsteilung zwischen Kanzleramt und Parteivorsitz könne in der SPD sinnvoll sein, in der CDU nicht. »Die CDU ist eine Partei, die auf Machterhalt setzt und sich danach ausrichtet. Da ist für einen Regierungschef der Parteivorsitz wichtig«, erklärte der letzte SPD-Kanzler.

»In jedem Fall wird es so sein, dass mit dieser Entscheidung das Ende der Kanzlerschaft von Frau Merkel - wann auch immer - eingeleitet worden ist«, sagte Schröder bei einer Festveranstaltung in Berlin zur Bildung der ersten rot-grünen Bundesregierung vor 20 Jahren, die er als Kanzler bis 2005 angeführt hatte.

»Ich sage ganz offen, dass ich davon ausgehe, dass wir im nächsten Jahr, spätestens im Frühsommer, Wahlen haben werden.« Er rechne damit, dass Friedrich Merz Merkels Nachfolger an der CDU-Spitze werde. Er könne sich nicht vorstellen, dass die SPD dann »alles aushalten« könne.

Die Kandidatur von Friedrich Merz bezeichnet Schröder als rückwärtsgewandt. »Das wäre ja eine Rückkehr zur alten CDU mit rückwärtsgewandten Antworten auf die aktuellen Herausforderungen. Für die SPD wäre das gut. Wenn die CDU nach rechts rückt, ist Platz in der Mitte. Nur muss die SPD diesen Platz dann auch politisch ausfüllen wollen«.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Karl

er könnte mit seiner Meinung schon recht haben, aber träumt er dabei auch an das wieder erstarken der SPD??
bei dem Abwärtstrent wohl auszuschliessen

Gravatar: Anton

Sowohl Altkanzler Dr. Schröder, wie auch eine große
Mehrheit sieht Merkel als erledigt, denn Parteivorsitz für
den Erhalt der Kanzlerschaft zu "opfern" ist durchsichtig
und nichts anderes als Machtgeilheit! Dieser Trick wird
nicht aufgehen können, denn im Falle des Vorsitzes durch
Dr. Merz hat Merkel keine Chance mehr!!!
Ob Merz-Schäuble als gespannt daraus wird!?

Gravatar: Old Shatterhand

Zitat Schröder: Die Kandidatur von Friedrich Merz bezeichnet Schröder als rückwärtsgewandt. »Das wäre ja eine Rückkehr zur alten CDU mit rückwärtsgewandten Antworten auf die aktuellen Herausforderungen. Für die SPD wäre das gut. Wenn die CDU nach rechts rückt, ist Platz in der Mitte. Nur muss die SPD diesen Platz dann auch politisch ausfüllen wollen«. Ende

Ja sowas begreifen Sozialisten natürlich nicht mal ansatzweise, dass eine gesunde konservative Regierung, die sich an Ethik, Moral und Recht halten will um 100 Klassen besser ist als diese zerstörerische grüne und rote Schrottpolitik. Nicht das ich hier dem Herrn Merz das Wort rede, der ist auch nur NWO verseucht und muss ebenfalls verhindert werden.

Unsere einzige politische Hoffnung ist die AfD, wenn sie nur bei ihren Grundsätzen die sie verfasst hat bleibt und sowohl links- und rechtsextreme Kräfte aus ihren Reihen fernhält.

Da war dem Mr. Gazprom der alte Franz Josef Strauß schon in den 1980er Jahren um Welten voraus, weil der schon damals erkannte, dass die roten und grünen Faschingskommandanten, aus unserem Land ein Schiff namens Utopie machen würden.

Aber hören Sie ihn selbst.
Strauß warnt vor rot/grün

https://www.youtube.com/watch?v=MhMk8NzwI5g

Gravatar: Hans

Neuwahlen - na klar. "Nordafrika" braucht einen neuen Kanzler. Satire

Gravatar: Barbara

Bereits zu den Koalitionsverhandlungen nach der BTW 2017 konnte man bereits kleine gegenseitige, z.T. sogar tätschelnde Annäherungen zwischen der Uckermärkerin und verschiedenen Grüne beobachten.
Wir hier in Deutschland stehen wirklich vor einem riesengroßen Dilemma. Die Linken, außer Sarah Wagenknecht, würden am liebsten Stalin und Mao wieder auferstehen lassen, die Grünen - was wollen die eigentlich? Die hauen alle paar Wochen so irres Zeug raus, dass man die gar nicht einordnen kann. Und da paßt die Frau auf dem Throne gut dazu. Man MUSS unberechenbar sein, um zu den Grünen zu passen. Und auch deshalb haben die Grünen bei den LTW auch so zugelegt. Die Grünenwähler sind im wahrsten Sinne des Wortes noch grün hinter den Ohren. Und trotzdem vermute ich Schiebereien.
PS: Ich habe FJS auf YT eben angeschaut. Wie recht er doch hatte! Dass die alten CSU-Strategen wie Kauder, Gauweiler, Stoiber, Waigel z.T. diese Vergrünung und Verlinkung der Partei zulassen, ist schon sehr erstaunlich. Kann es sein, dass die immer noch mehr Knete kassieren wollen? Hat denen schon mal jemand gesagt, dass das letzte Hemd keine Taschen hat und dass man Geld nicht essen kann? Feuer damit machen kann man und das wird es wohl dann letztendlich werden.

Gravatar: H.M.

Ach, der Gerd Schröder lebt auch noch. Wen interessiert eigentlich, was der so denkt und von sich gibt? Ein sozialdemokratischer Wichtigtuer. Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.

Dort, wo er aufgewachsen ist, munkelt man, dass er ein erbarmungsloser Foulspieler beim Fußball war. Und dass er seine ehemaligen Ehefrauen gerne mal durch besondere Überzeugungsmaßnahmen zur Räson gebracht hat, weswegen diese Exen dann als Schweigegeld von irgendeinem SPD-nahen Verein mit einem Wohnhäuschen als Schweigegeld versorgt wurden. Mal schauen, was er mit seiner jetzigen Frau macht, oder vielleicht sitzt bei dem alten Mann die Hand nicht mehr so locker. Wenn er denn wenigstens Merkel mal zur Räson bringen könnte...

"...sagte Schröder bei einer Festveranstaltung in Berlin zur Bildung der ersten rot-grünen Bundesregierung vor 20 Jahren, die er als Kanzler bis 2005 angeführt hatte."

Als ob es da was zu feiern gibt, bei dieser Alt-68er-Bundesregierung von 1998-2005. Doppelte Staatsbürgerschaft, Prostitution legalisiert, Werteverlust...

Den Sozialstaat hat er "reformiert" auf Kosten der eigenen Klientel, aber ihn und seinesgleichen hat es ja nie berührt, was aus ehrlichen Arbeitern geworden ist, die nicht besonders gebildet waren, hart arbeiteten, eine Familie gründeten, dann ein Häuschen bauten, die Arbeit verloren und dann auf Hartz-IV vegetieren mussten. Nein, für solche Leute war in dieser neoliberalen Pseudosozialdemokratie kein Platz...

Und heute sieht man ja, für welche Leute plötzlich doch Geld da ist. Banken und Flüchtlinge kann man retten, deutsche Arbeiter aber nicht. Was für ein Armutszeugnis für unsere Politik. Aber auf die Hilfe des Herrgotts konnten Schröder, der Kommunist Trittin und der Steinewerfer Fischer ja verzichten.

Von echten Werten hat dieses primitive Wesen GS natürlich keine Ahnung. Aber von einem Sozi erwartet man i.d.R. ja auch nichts besseres, anders als bei einer angeblich christlich-konservativen Bundeskanzlerin.

Ich habe Schröder einmal die Hand gegeben, er ist mir genauso unsympathisch wie die wortwörtliche Reichsverweserin aus der Uckermark. Ich kann weder Schröders noch Merkels Visage sehen.

Dass dieser alte Gewerkschaftszuhälter vor seinem Lebensende noch Buße tut für seine ganze Scheiße, dass ist noch das freundlichste, was ich über ihn sagen und für ihn hoffen kann.

Gravatar: stan2018

Deutschland ist immer noch dem atlantischen Sicherheitsbündnis verpflichtet. Unsere Allierten brauchen einen stabilen Partner in Europa. Sie werden nie zulassen, dass die deutsche Führung mit Russland liebäugelt, was der Ex-Bundeskanzler Schröder und Teile des jetzigen politischen Establishment (auch in der AfD) gerne tun möchten. Übrigens, was brächten die Neuwahlen im Frühjahr 2019, außer dass sich die Grünen-Realos behaupten? Die werden doch nicht mit Schröders SPD koalieren müssen...

Aus den o.g. Gründen wird von unseren Bündnispartner der proatlantische F. Merz forciert, der aber im Falle seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden keine bemerkenswerten Zugewinne (ein bisschen von AfD) für seine Partei erreichen kann. Mögliche künftige Koalition mit der FDP bringt auch nicht viel auf die Waage. Dafür aber bekämen die eine starke und aggressive links-grüne Opposition.

Alternativ werden sich unsere Bündnispartner mit der linksorientierten CDU-Vorsitz Kandidatin A. Kramp-Karrenbauer abfinden. Sie würde am liebsten in den Grünen den künftigen Koalitionspartner sehen (diese Vision schreckt die noch verbliebenen CDU Anhänger ab), aber die könnten eine relativ stabile Regierungskoalition bilden mit wenig Opposition (Teile von SPD werden zu den Grünen überlaufen).

Die anderen neulich vorgestellten CDU-Vorsitz Kandidaten stellen nur einen Hintergrund dar.

Gravatar: HDM

@Barbara "die Grünen - was wollen die eigentlich?"
Ist doch klar: Macht um jeden Preis. Weil die großmäuligen, strunzdummen Studienabbrecher nichts, aber auch rein gar nichts können. Wahrscheinlich sind die sogar zu blöd, um die Hecke in meinem Garten zu schneiden. Und was sollen die schließlich machen, wenn der Laden endgültig zusammengekracht ist? Auch eine Prostituierte steigt mit jedem ins Bett, um an einen gewissen Reichtum und/oder Macht zu gelangen.

"Und trotzdem vermute ich Schiebereien."
Echt jetzt? Ich dachte, es wäre völlig normal, daß eine Partei, die noch vor wenigen Jahren an der 5%-Klausel rumknabberte, plötzlich stramm auf die 30% zumarschiert. Und deren österreichisches Pendant zugleich nicht mal die 4%-Hürde 'knackt'. Hüstel. Ironie aus.

@H.M. Sehr schöne Ausführungen, die Sie da zu Schröder machen. Zu den gleichen Einsichten war ich schon gekommen, als er noch 'am Ruder' war. Nur mehrere Millionen Wähler damals leider nicht. Vielen von denen geht es heutzutage wahrscheinlich ähnlich wie Ihnen: "Ich kann weder Schröders noch Merkels Visage sehen". Womöglich verhindert nur die starke Liberalität der Deutschen, daß hierzulande eine Mussolini-Lösung angewandt wird.

Gravatar: Frost

Es hat kaum jemand in einer solch kurzen Regierungszeit so viel kaputt gemacht wie Schröder. Der braucht sich doch nicht über Merkel zu äußern -, die hat doch nur seine Arbeiter - und Rentnerbetrugs - Politik fortgesetzt. Schröder ist auch nur ein Wichtigtuer, der sich dem Meistbietenden zur Verfügung gestellt hat, ohne darüber nachzudenken, was er damit angerichtet hat. Wie kann man mit solch einer Einstellung SPD - Mann sein. Und wenn er weise wäre, dann würde er schweigen. Schweigen können die nicht-, denn Meschen haben ein Schamgefühl, Politiker nicht.

Gravatar: Rolf Weichert

Ich glaube eher die Sozis werden die Juniorpartner der Grünen, eventuell werden Sie auch von den Linken überholt!

Schreibe einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang