Interview mit André Stern

»Erfolg ist die Nebenwirkung von Begeisterung«

Er hat nie eine Schule besucht – und es ist dennoch etwas aus ihm geworden. Freilerner André Stern erklärt im Interview, warum Kinder auch ohne Anleitung durch Erwachsene lernen können.

Foto: Catherine Forest
Veröffentlicht:
von

FreieWelt.net: Sie sind nie in die Schule gegangen und ermuntern Eltern, ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken. Was ist so schlecht daran?

André Stern: Ich bin kein Schuldfeind – ganz im Gegenteil. Ich arbeite Hand in Hand mit Menschen, die damit beschäftigt sind, Schule zu machen. Ich habe den Wunsch, meine Erfahrungen, die kein persönliches Verdienst sind, in die Bildungslandschaft einzuspeisen. Es geht mir darum, Begeisterung zu wecken und das Vertrauen in die Fähigkeiten von Kindern zu stärken. Eltern haben großen Nutzen, wenn sie innehalten, einen Schritt zurücktreten und ihrem Kind zuschauen.

FreieWelt.net: Können andere Kinder dieselben Erfahrungen machen wie Sie?

André Stern: Was ich erlebt habe, ist keine persönliche Erfindung. Ich bin weder hochbegabt noch irgendwie speziell. Das ist wichtig, denn meine Geschichte wird erst dadurch richtig interessant, dass ich als Kind banal bin und dass jedes Kind unter ähnlichen Bedingungen etwas ganz Ähnliches erleben würde. Es ist sehr merkwürdig, dass ich eine solche Ausnahme darstelle, obwohl ich das Natürlichste erlebt habe, das man überhaupt erleben kann.

FreieWelt.net: Obwohl Sie demnächst 43 Jahre alt werden, sagen Sie von sich, dass Sie ein Kind sind. Was meinen Sie damit?

André Stern: Wenn ich zurückschaue und sehe, was sich in den letzten vierzig Jahren verändert hat, dann muss ich sagen: nicht sehr viel. Natürlich bin ich größer und Vater geworden, und natürlich gibt es eine Menge Unterschiede zu damals. Aber in meinem Leben gibt es keine Dreh- und Angelpunkte wie bei anderen. Das Erreichen der Volljährigkeit, der Eintritt in die Schule oder der Übertritt in die Berufswelt – das gab es bei mir nicht.

Und vor allem hat sich die Haltung meiner Referenzpersonen mir gegenüber überhaupt nicht verändert. Diese Haltung haben wir auch unserem Kind gegenüber vermittelt, das heißt, dass wir uns auf Augenhöhe anschauen. Umgekehrt sind Achtung und Respekt gegenüber meinen Eltern immer gleich geblieben.

Am besten die Kinder in Ruhe lassen

FreieWelt.net: Sie erzählen häufig von Ihrer Kindheit ohne Schulbesuch. Was ist dabei Ihr wichtigstes Anliegen?

André Stern: Ich stelle immer wieder gerne diese Frage: Was macht ein Kind als erstes, wenn man es in Ruhe lässt? Es spielt. Und würde man es nicht unterbrechen, würde es immer weiter spielen. Durch die Hirnforschung weiß man, dass es zum Lernen nichts Besseres gibt als das Spielen. Und weil wir wissen, dass das so ist, frage ich mich, warum keiner das ungefährliche Experiment hat durchführen wollen, ein Kind nicht nur die ganze Zeit, sondern das ganze Leben lang spielen zu lassen. Was kommt am Ende heraus: ein Wilder, ein Asozialer, ein arbeitsloser Analphabet?

FreieWelt.net: Woran könnte es liegen, dass sich die Leute nicht trauen, das Experiment öfters durchzuführen?

André Stern: Uns wird ständig eingetrichtert, dass das Kind ein unfähiges Wesen ist, das unserer Hilfe bedarf. Anstatt die Beobachterrolle einzunehmen, sind alle sehr bemüht, dem Kind zu Hilfe zu eilen. Besser wäre es jedoch zu entschleunigen, zurückzutreten und zu fragen, was das Kind zu bieten hat. Das ist übrigens die Haltung meiner Eltern gewesen. Ihre Frage war: Was wird der nächste natürliche Schritt in der Entwicklung des Kindes sein? Meine Eltern haben sich nicht gefragt, nach welchem pädagogischen Rezept sie den nächsten Schritt einleiten können. Sie haben einfach abgewartet.

Kinder sind hundertprozentig lernfähig und kommen als Begeisterungspakete auf die Welt. Doch ihnen wird die Begeisterung ausgetrieben. Sie werden enteignet, weil sie von ihrer nativen Begeisterung getrennt werden und ihrem Bedürfnis zu spielen nicht mehr nachgehen dürfen. Ein Kind macht keinen Unterschied zwischen Leben, Lernen und Spielen. Es versteht nicht, warum man von ihm verlangt, dass es jetzt nicht spielen, sondern lernen soll.

FreieWelt.net: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Lernen und Spielen?

André Stern: Der Hirnforscher Gerald Hüther hat darauf aufmerksam gemacht, dass wir nur lernen, wenn unsere emotionalen Zentren aktiviert sind. Wir wissen alle, dass es kein Problem ist, etwas zu lernen, wenn uns etwas Spaß macht. Wenn also ein Kind lernen soll, obwohl es spielen will, hat es das Gefühl, es sei selbst nicht in Ordnung. Dann werden im Gehirn des Kindes dieselben Netzwerke aktiviert, die auch Schmerzen auslösen.

FreieWelt.net: Aber muss man Kinder nicht manchmal auf etwas hinweisen, damit sie merken, wo sie weiter forschen können? Kann man Kinder wirklich ganz alleine lernen lassen?

André Stern: Sie äußern mit Ihrer Frage eine sehr verbreitete Haltung. Die Idee, dass Kinder auf etwas hingewiesen werden müssen, beruht darauf, dass wir Kinder nicht beobachten. Würden wir Kinder beobachten, würden wir sehen, dass Kinder uns darauf hinweisen, wo es noch etwas zu erforschen gibt – zum Beispiel ihre Fähigkeit zur Selbstdisziplin und unermüdlichen Gründlichkeit.

Ich finde Ihre Frage deshalb so wichtig, weil Sie mir die Gelegenheit gibt zu betonen, dass ich die Dinge diametral anders sehe. Sie zeigt mir, wie wichtig es ist, dass ich meine Geschichte immer wieder erzähle.

FreieWelt.net: Sie erzählen von Ihrer Vergangenheit, betonen aber zugleich, wie natürlich sie verlaufen ist. Kann man Ihre Erfahrungen auf andere Kinder übertragen?

André Stern: Ich sage nur, dass jedes Kind, das in Ruhe gelassen wird, spielt. Also würde jedes Kind unter ähnlichen Bedingungen, wie ich sie erlebt habe, etwas ganz ähnliches erleben. Das bedeutet nicht, dass das, was ich erlebt habe, besser ist. Ich bin da ganz neutral. Aber ich muss zugeben, dass ich nicht gut finde, wie Kinder heute behandelt werden.

FreieWelt.net: Würden Sie Eltern einen Rat geben?

André Stern: Ja, entschleunigen, zurücktreten, dem Kind vertrauen, zuschauen. Den Rest bringt das Kind mit. Aber eigentlich bin ich kein Ratgeber. Ich erzähle meine Geschichte nur, damit Eltern wissen, dass es andere Möglichkeiten für ihre Kinder gibt als den Schulbesuch. Damit möchte ich ihnen helfen, eine ganz persönliche Entscheidung zu treffen.

FreieWelt.net: In Deutschland haben die Eltern keine Wahl, denn hier gibt es die Schulpflicht ...

André Stern: In Sachen Bildung können Eltern keine bewusste, freie Entscheidung treffen, weil 99 Prozent der Eltern – inzwischen vielleicht nur noch 98 Prozent – meinen, dass es nur die eine mögliche Bildung gibt, und zwar die Schulbildung. In Sachen Bildung haben wir in etwa so viel Wahl wie die Kunden von Henry Ford, denen gesagt worden ist: Sie können das Modell T in einer Farbe Ihrer Wahl haben, solange die Farbe schwarz ist.

Die Konditionierungen durchbrechen

FreieWelt.net: Ist das Schulsystem reformbedürftig?

André Stern: Ja. Wir müssen vor allem die Hierarchien zwischen den Fächern und den Berufen abschaffen. Kinder kennen keine solchen Hierarchien. Meinem Sohn Antonin zum Beispiel ist es sehr wichtig, jeden Tag in Paris um 17 Uhr auf die Straße zu gehen, um die Müllmänner zu beobachten. Für meinen Sohn ist Müllmann ein respektwürdiger Beruf, ein Beruf, den er bewundert. Für ihn ist Müllmann relevanter und verständlicher als Anwalt. Und die Müllmänner freuen sich daran, diesen Moment mit Antonin zu teilen.

Gerald Hüther sagt, dass jedes Kind hochbegabt auf die Welt kommt. Schlimm wird es nur dann, weil Erwachsene denken, dass die eine Begabung besser ist als die andere. Deshalb mein Rat an die Eltern: Hört auf mit diesen uns eingetrichterten Konditionierung, dem Glauben, dass Mathematik und Deutsch wichtiger sind als Singen oder Kochen oder dass Anwalt ein erstrebenswerterer Beruf ist als Müllmann.

FreieWelt.net: Schicken Sie Ihren Sohn in die Schule?

André Stern: Nein, wir schicken ihn nicht in die Schule, das gehört zu unserem Selbstverständnis.

FreieWelt.net: Hat er in dieser Richtung schon einmal einen Wunsch geäußert?

André Stern: Nein, bis jetzt nicht. Aber wenn mein Sohn einmal in die Schule möchte, darf er das. Für mich und meine Frau ist das kein Dogma.

Für mich gab es damals übrigens keinen Grund, in die Schule gehen zu wollen. Die Signale waren nicht allzu appetitlich: Die Kinder hatten keine Zeit zu spielen und waren immer unter Druck. Und jedes Mal, wenn sie mich fragten, in welcher Klasse ich bin, und ich sagte, dass ich nicht in die Schule gehe, antworteten sie: Oh, hast du ein Glück.

Kontakt zu Gleichaltrigen nicht entscheidend

FreieWelt.net: Vermissen Sie etwas?

André Stern: Ich werde oft gefragt, ob mir nicht die Gleichaltrigen gefehlt haben. Aber das ist wiederum eine Konditionierung. Die Beobachtung zeigt, dass Kinder mit offenen Armen und Herzen auf andere Menschen zugehen, unbeachtet der Hautfarbe, der Religion und der Altersstufe. Kinder suchen die Verschiedenartigkeit, weil sie dadurch bereichert werden. Die Kinder stellen Unterschiede fest, erkennen etwa, dass die einen hoch springen, die anderen schnell laufen. Doch sie leben in einem Netz von gegenseitiger Bereicherung, so dass viele Dinge ganz selbstverständlich sind.

Schlimm wird es erst dann, wenn wir sagen: Ihr seid etwa gleich alt, jetzt wollen wir euch vergleichen, rennt mal um die Wette, und dann sehen wir, wer der Schnellste ist. So kommen wir aber nicht auf die Welt. Wir kommen auf die Welt mit der Sicherheit, dass der eine schnell laufen, der andere hoch springen kann. Und gemeinsam können wir alles erreichen, aber nicht gegeneinander.

FreieWelt.net: Sie haben eine Schwester, die ebenfalls nicht zur Schule gegangen ist. Was ist aus ihr geworden?

André Stern: Bei uns ist es immer schwierig, Beruf und Nicht-Beruf voneinander zu unterscheiden. Wir haben uns nicht in einer Richtung fest entwickelt und sind dann dabei geblieben, sondern bei uns ist das komplexer. Wir unterscheiden nicht zwischen Beruf und Freizeit. Meine Schwester ist wie ich ein erfülltes, begeistertes Kind geworden und geblieben. Sie ist Schauspielerin, Tänzerin und – halten Sie sich fest! – Verwalterin eines großen Unternehmens.

FreieWelt.net: Sie haben einmal gesagt, dass Sie auch Arzt werden könnten, wenn Sie den Wunsch hätten. Was macht Sie da so sicher?

André Stern: Meine eigene Erfahrung. Wenn ich hätte Arzt werden wollen, wäre ich Arzt geworden. Aber auch heute könnte ich noch all die entsprechenden Prüfungen bestehen und zum diplomierten, anerkannten Arzt werden. Es wäre eine Entscheidung, die ich als erwachsener Mensch und in voller Kenntnis der Herausforderungen treffe, die mich erwarten. Aber ich wüsste, dass ich diesen Weg gehen will.

Ich kenne Kinder, die nicht in die Schule gegangen sind, und sich dennoch eines Tages entschieden haben, Abitur zu machen – und es erreicht haben. Die wollten diese Qualifikation haben und haben sie bekommen, weil sie sich wahrhaftig dafür interessiert haben. Wenn man Interesse und Begeisterung für eine Sache aufbringt, dann schaut alles ganz anders aus. Und wenn wir über die Zukunft der Bildung nachdenken, müssen wir auch ungewohnte Fragen stellen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn die Kinder freiwillig in die Schule gehen?

Was zählt, sind Kompetenzen, nicht Qualifikationen

FreieWelt.net: Sind Sie etwa der Meinung, dass wir die Schule gar nicht brauchen?

André Stern: Uns wird ständig Angst gemacht, und zwar die ganze Zeit. Uns wird zum Beispiel gesagt, dass ein Kind keinen vernünftigen Job bekommt, wenn es nicht studiert. Aber diese Angst beruht auf keiner Erfahrung.

Im Berufsalltag geht es nie um die Qualifikation, die jemand hat, sondern nur um die Kompetenz. Arbeitgeber wollen kompetente, begeisterte Menschen und gucken inzwischen nicht mehr auf die Diplome. Wenn bewundern wir denn? Steve Jobs, Bill Gates, die Beatles, Edinson und Albert Einstein – alles Schulabbrecher. Die Einser-Abiturienten – wo sind sie? Die Erfahrung lehrt außerdem, dass man ein gutes Diplom haben kann und trotzdem keinen Beruf.

FreieWelt.net: Und warum sind Bill Gates und die anderen so erfolgreich?

André Stern: Weil sie das Spielerische nicht verlernt haben. Alles Große auf dieser Erde, alles, was wir bewundern, alles, von dem wir wünschen, dass unser Kinder landen, in der Kunst, in der Wissenschaft, in den sozialen Bereichen, ist spielerisch erreicht worden von Menschen, die ihre Neugierde und ihre Spiellust und Freude und Begeisterung nicht verloren haben. Anders gesagt: Den direkten Weg zu diesen großen Dingen versperren wir unseren Kindern, indem wir wünschen, dass sie dorthin kommen, wo sie automatisch hinkämen, wenn wir nicht eingreifen würden.

FreieWelt.net: Sie trauen Kindern ja wirklich sehr viel zu …

André Stern: Begeisterung ist das, was wir von Geburt an haben. Und wenn wir uns für etwas begeistern, haben wir Flügel. Als ich beispielsweise die deutsche Sprache entdeckt habe, war das Liebe auf den ersten Blick. Deshalb habe ich sechs bis sieben Stunden pro Tag Deutsch gelernt. Das würde jedes andere Kind auch tun. Doch noch wichtiger war, dass niemand nach 45 Minuten gekommen ist und mir gesagt hat, dass ich mich jetzt mit Mathematik oder Biologie beschäftigen muss.

Ausgelebte Begeisterung hat eine ganz simple, logische Nebenwirkung: Kompetenz. Denn wenn man sich so vertieft, wird man sehr schnell kompetent. Man muss niemanden für seine Kompetenz bewundern, weil sie nichts anderes ist als die Nebenwirkung der Begeisterung. Wenn Sie aus lauter Begeisterung eine hohe Kompetenz erreicht haben, dann hat diese Kompetenz auch eine Nebenwirkung. Nämlich dass eines Tages jemand genau diese Kompetenz braucht, und zwar dringend, unbeachtet deiner Diplome.

»Kinder sind Begeisterungspakete«

FreieWelt.net: Ich möchte noch einmal auf Ihre Erfahrungen zurückkommen. Sie haben nie eine Schule besucht, vermissen sie auch nicht – und stehen aber dennoch voll im Leben. Wie funktioniert das?

André Stern: Das kann ich Ihnen an einem Beispiel erklären. Ich bin sehr begeistert – also kompetent – in Sachen klassischer Gitarre. Darum habe ich in einem Forum im Internet ein paar Fragen beantworten können und wurde zu einer Anlaufstelle für offene Fragen. Irgendwann wurde ich vom Moderatorenteam kontaktiert. Sie hatten mich beobachtet und fragten nun, ob ich für die Printausgabe ab und zu einen Artikel schreiben wollte.

Ich wollte schon mein ganzes Leben Journalist werden, hatte aber nicht gewusst, wie. Aber ich war mir sicher gewesen, dass irgendwann eine Gelegenheit kommen würde, und jetzt war sie gekommen. Ich habe also zugesagt und mir große Mühe gegeben, weil ich so begeistert war – von der Gitarre und der Idee, einen Artikel zu schreiben. Dieser Erfolg war nichts als die Nebenwirkung der Nebenwirkung und kein persönliches Verdienst.

Später wurde ich gefragt, ob ich in die Redaktion eintreten möchte – und ich habe Ja gesagt. Und als sich die Zeitung gut entwickelte und so groß wurde, dass man sie in drei Kategorien aufteilte, wurde ich beauftragt, die Abteilung für klassische Gitarre zu leiten. Ich hatte Spaß mit der Arbeit und den Mitarbeitern, und irgendwann ist der Chefredakteur zum Direktor dieses Unternehmens geworden und konnte logischerweise nicht mehr Chefredakteur sein. Er suchte eine Vertretung mit drei Kompetenzen: jemanden, der gut schreibt, die Materie gut kennt und im Team gut arbeitet. Und das war wiederum ich.

Ich wurde nicht wegen meiner Diplome oder meiner Qualifikationen zum Vertreter ernannt, sondern weil ich schon zwei Jahre mit dem Chefredakteur zusammengearbeitet hatte. Für ihn war ich die Person, die für diese Rolle gemacht war. Ich will damit illustrieren, dass wahrhafte, ehrliche Kompetenz immer mehr zählt als irgendeine Qualifikation. Der berufliche und soziale Erfolg in meinem Leben ist auf jeden Fall nichts als die Nebenwirkung der Nebenwirkung der Begeisterung. Und das Leben wimmelt von solchen Geschichten.

FreieWelt.net: Vielen Dank für das Gespräch.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Peter Robles Maceo

Geht es nicht um Zwang und Korrumpierung eigener Fähigkeiten? Tolstoi sagt zur Schule: 15Jahre meines Lebens haben sie mir gestohlen...

Gravatar: DerLektor

Ich fürchte nur, wir können nicht alle Schauspieler, Tänzer oder Unternehmer werden. Daher müssen für die gefühlt 500-1000 verschiedenen Berufsfelder, die notwendig sind, schon ein paar Grundlagen geschaffen werden. Wenn irgendwann niemand mehr n die Schule geht, haben meine Kinder und Kindeskinder es aber verlernt, ihren Kindern irgendetwas beizubringen.

Gravatar: Franziska

ein natürlicher Mensch, der so natürlich gelernt hat und uns "zivilisierten" Menschen einfach so eine tolle Botschaft vermittelt! Merci beaucoup, André Stern!

Unsere Kids haben wir nach einigen frustrierenden Jahren in der Volksschule aus der Schule genommen. Zu Hause haben sie den verpassten Lernstoff nachgeholt und sind zu zufriedenen Jugendlichen herangereift. Zwei unserer drei Jungs sind nun bereits glücklich in der Berufslehre. Niemals haben wir unsere Entscheidung bereut. Daheim lernen die Kinder schneller, sind interessierter und das miteinander Lernen macht sogar mir als Mutter Spass! :-)

Gravatar: Ben

Einfach großartig! =) Danke für dieses tolle Interview!

Gravatar: Albrecht

Herr Stern wird hoffentlich noch viele Interviews, Vorträge etc. geben, damit sich die Gesellschaft endlich in Richtung Vertrauen und nicht weiter Richtung Misstrauen entwickelt. Was sehr sehr ot fehlt im Umgang mit Kindern ist Vertrauen zu haben in ihre Fähigkeiten. Die Kinder lernen ALLES, ohne dass wir uns in ihren intensiven Lernprozess einzumischen brauchen. Wenn die Kinder Hilfe brauchen, holen sie sich diese Hilfe.
Habt wieder vertrauen in Euch selber und eure Kinder. Wir können bewusst eine Entscheidung treffen; Angst oder Liebe.

Gravatar: anna cassagne

Ein Zuhause zu haben, das einem ermöglicht in Achtsamkeit aufzuwachsen, die Welt zu entdecken und erforschen und dabei begleitet zu werden ist natürlich das Schönste und wäre für alle Kinder der Welt wünschenswert.
da aber vielen Kindern dieses Privileg vorenthalten ist - ihnen die Umgebung, der Raum und die Achtsamkeit aufgrund verschiedenster Umstände nicht zur Verfügung stehen- sie von klein auf mit Stress, Angst und überforderung konfrontiert sind, ist das Engagement von Herrn Hüther einzigartig und dankenswert. Mehr als das! Es ist ein Aufbruch in eine gerechtere, humanistische Gesellschaft!, in der Kinder ihre Kreativität entdecken, entfalten und verwirklichen Können.

Gravatar: Thomas Wilhelm

In meiner Arbeit als Lerntherapeut habe ich fast tagtäglich mit Schülern zu tun, die in unserem Schulsystem jedwede Motivation verloren haben, die teilweise durch gefrustete Lehrer davon abgehalten werden, sich für ein Fach, das ihnen eigentlich liegt und Spaß macht, so zu engagieren, dass sie am eigenen Leib Fortschritte sehen und weiterhin neugierig bleiben.

Mein Job ist es u.a., den Kindern und Jugendlichen wieder Spaß am Lernen zu vermitteln und ihnen beizubringen, dass sie sich durch das System Schule (inklusive der bereits erwähnten gefrusteten Lehrer) nicht vom Lernen und Entdecken abhalten lassen sollen, dass Lernen Spaß machen und die Persönlichkeit weiterentwickeln kann. Dieses Interview ist Wasser auf meine Mühle! :-)

Gravatar: Viktoria Hammon

Frau Prasuhn, würden Sie bitte mitteilen, wo sich Genaueres über Herrn Hüther und seine Einstellung zur "staatlichen Rundumbetreuung und -erziehung " nachlesen lässt.

Gravatar: Sebastian Ansorge

Zum vorherigen Kommentar:

Ich habe Herrn Hüther mehrmals bei öffentlichen Auftritten in Berlin als integre Persönlichkeit wahrgenommen.

Vermutlich versucht er einen Spagat:

Zu Hause und bei Freunden und Bekannten zu leben und zu lernen als unterstützendwertes ideales Lebenskonzept, gleichzeitig die Bedinungen in Krippen möglichst verbessern.

Wäre doch denkbar, oder?

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang