Interview mit William Toel über die bevorstehenden Entwicklungen in Deutschland

Der perfekte Sturm: Deutschland stehen dramatische Veränderungen bevor

Die Umstände in Merkel-Deutschland "sind im Begriff, sich dramatisch zu verändern, und im Frühjahr des nächsten Jahres werden wir es mit einer komplett anderen politischen Situation zu tun haben."

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Das Interview wurde mit »eigentümlich frei« geführt.

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Uta Ogilvie: Professor Toel, willkommen in Deutschland. Bevor wir loslegen, möchte ich Sie bitten unseren Zuschauern etwas über Ihren persönlichen und beruflichen Hintergrund zu erzählen.

William Toel: Nun, ich habe in den USA unterrichtet und in Deutschland 34 Jahre lang Vorlesungen gehalten. Zuvor war ich Präsident einer Bank, und davor war ich junger Kompanie-Chef in Vietnam. Langsam werde ich ziemlich alt, gerade gestern wurde ich 75. Ich habe eine 52jährige Tochter, einen 49jährigen Sohn und eine wunderbare Ehefrau, mit der ich seit diesem November seit 32 Jahren verheiratet sein werde. Ihr verdanke ich die Erfüllung meines Lebenstraums, an Orte wie diesen reisen zu können. Das dürfte wohl alles Wissenswerte sein, außer natürlich, Sie haben noch spezielle Fragen.

Uta Ogilvie: Es ist offensichtlich, dass Sie eine sehr starke Verbindung zu Deutschland haben. Woher rührt diese?

William Toel: Das ist eine großartige Frage! Ich hoffe, ich kann sie beantworten. Meine Mutter war Engländerin und konnte Deutsche absolut nicht ausstehen. Und so wuchs ich in einem Haushalt auf, in dem ich keine Unterstützung für diese Passion, für diese „Leidenschaft“ erhielt, mit der ich geboren wurde. Ich war in einer misslichen Lage. Als ich zum ersten Mal die deutsche Sprache aus einem Kurzwellen-Radio hörte, hielt ich das für die schönste Musik, das Schönste was ich jemals gehört hatte; dabei war es nur die Wettervorhersage der „Deutschen Welle“ auf Kurzwelle. Kurzum, das ist etwas, worum ich nie gebeten hatte, das ich nie geplant hatte, das aber immer schon da war, ich glaube, sogar schon vor meiner Geburt. Denn es ist unglaublich kraftvoll und wird niemals enden. Dies ist meine 30. Reise, manche Aufenthalte hier dauerten über sechs Monate. Manchmal unterrichte ich meine Schüler von hier aus. Ich hielt bereits Vorlesungen in Mannheim, Nürnberg und Erlangen, sowie in den Bundeswehr-Universitäten in Hamburg und München, und vor zwei Jahren an der Freien Universität Berlin. Das ist meine Leidenschaft. Ich empfinde keine Leidenschaft für Europa. Ich trage eine amerikanische Flagge, weil ich ein amerikanischer Patriot bin. Aber gleichzeitig gehört meine wahre Liebe deutschen Familien.

Uta Ogilvie: Was denken Sie über die aktuelle politische Situation in Deutschland, und was glauben Sie, welche Auswirkungen diese auf die Zukunft haben wird?

William Toel: Ich glaube, wir bewegen uns auf etwas zu, was ich den „Perfekten Sturm“ nenne. Wissen Sie, Deutschland hielt sich über 70 Jahre lang relativ stabil. Jedoch verläuft Geschichte wellenförmig, und 70 Jahre sind nun lange genug. Insofern denke ich, dass wir in Kürze einen „Perfekten Sturm“ in Deutschland erleben werden, unter anderem aufgrund der viel zu strengen Gängelung aus Berlin. Wenn ich von einem „Perfekten Sturm“ spreche, dann meine ich damit nicht etwas, das für deutsche Familien schlecht ist, sondern etwas, dass befreiend für sie ist. Es ist etwas Gutes, jedoch glaube ich nicht, dass sich irgendwer in Deutschland dramatische Veränderungen herbeisehnt. Aber wissen Sie, Abraham Lincoln sagte, es sind die Umstände, die einen Präsidenten ins Amt heben – oder ihn zu Fall bringen. Ich glaube die Umstände sind im Begriff, sich dramatisch zu verändern, und im Frühjahr des nächsten Jahres werden wir es mit einer komplett anderen politischen Situation zu tun haben.

Uta Ogilvie: In welche Richtung werden dieses Veränderungen gehen?

William Toel: Ich sprach von dramatischer Veränderung. Ich denke das heutige Führungspersonal und die Art der politischen Situation, ebenso wie der Führungsstil, haben sich wie ein roter Faden von Adenauer bis hin zu Angela Merkel durchgezogen. Ich glaube, die Kanzlerin, ihr Kabinett und all die Menschen, von denen sie die ganze Zeit über abhängig war… Wissen Sie, mit Angela Merkel ist es so, dass sie einfach nur Gartenzwerge von Beet zu Beet versetzt und das dann als „Reform“ verkauft, doch natürlich sind das keine Reformen. Insofern denke ich, dass die Kanzlerin und all die Menschen, von denen sie abhängig ist, im kommenden Frühjahr weg sein werden aus Deutschland. Eine völlig neue Gruppe von Führungskräften wird übernehmen, Staatsmänner, welche erfüllt sind von einem tiefen Gefühl der Fürsorge für deutsche Familien und für das was Ihnen gerade widerfährt. Diese haben aktuell nämlich keine Kontrolle mehr über die Gestaltung ihrer Zukunft. Sogar Entscheidungen, die Covid betreffen, werden weder mit dem Bundestag noch mit den Parlamenten der Länder abgestimmt – keine hat mehr irgendeinen Einfluss auf die eigene Zukunft. Daher denke ich, dass wir im kommenden Frühjahr ein völlig neues politisches System vorfinden werden, mit einer Gruppe völlig neuer Gesichter, die frischen Wind bringen werden.

Uta Ogilvie: Können Sie den Zuschauern kurz erklären, was genau Sie mit dem „Deutschen Modell“ meinen?

William Toel: Eines Sommers, ich glaube, es war der Sommer, als Deutschland Fußballweltmeister wurde, stellte ich eine Gruppe junger deutscher Doktoranden und anderer (Wissenschaftler), zusammen und wir betrieben intensive Recherche. Das „Deutsche Modell“ besteht tatsächlich aus drei Elementen, es ist eine Effizienz-Modell, über welches einzig und allein Deutschland verfügt. Helmut Schmidt war der erste, der es das „Deutsche Modell“ nannte, und wurde in ganz Europa heftig kritisiert, weil er für ganz Deutschland in Anspruch nahm, aufgrund dieses effizienten Modells einzigartig zu sein. Doch das „Deutsche Modell“ ist unfassbar effizient. Was die Menschen in Deutschland nicht wissen: Das „Modell“ verfügt über eine weltweite Infrastruktur, die in den letzten 50 Jahren aufgebaut wurde. Nun könnte man meinen, ja, die nützt Siemens, der Lufthansa, oder Daimler-Benz. Aber das stimmt nicht. Die deutsche Regierung hat diese weltweite Infrastruktur, die wohl in mindestens 180 Ländern existiert, sorgfältig errichtet, und sie wirkt sowohl in die Tiefe als auch in die Breite. Derzeit dient sie wirtschaftlichen Zwecken, jedoch könnte man sie in Windeseile für jeden anderen Zweck umfunktionieren – so gut ist sie organisiert. Wissen Sie, Stalin und Morgenthau, zwei der führenden Köpfe zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs, und Amerika machten beide dieselbe Bemerkung. Sie sind einander nie begegnet und wussten nicht, dass sie dieselbe Aussage tätigten. Und diese lautete, dass wer auch immer die gewaltige Leistung des deutschen Organisationsapparates kontrolliert, tatsächlich die Welt kontrolliert. Stalin glaubte fest daran, deshalb wollte er 1945 ganz Deutschland für sich. Jedoch glaubten die Amerikaner und die Briten das auch und wollten die industrielle Macht Deutschlands, die Systeme und Fertigungsanlagen umfasst. Vor allen Dingen aber umfasste es die Deutschen selbst, welche von Perfektionismus angetrieben sind, der sprichwörtlichen „Tüftelei“. Wir haben also das „Deutsche Modell“ als solches, welches derzeit Angela Merkel verwaltet und betreibt, außerdem haben wir dieses weltweite Netzwerk, und dann haben wir den intrinsischen Faktor, also die Deutschen selbst. Ich habe schon oft gesagt, und das meine ich sehr ernst, dass, wenn man sich zehn Deutsche wahllos aus dem Telefonbuch herauspickt, egal wen, und diese zusammen auf einer einsamen Insel mit nur einer Palme aussetzt, dann würden sich diese zehn Leute innerhalb von sechs Monaten selbst organisieren, sie würden anfangen, Dinge herzustellen, die funktionieren, und diese dann auf der ganzen Welt verkaufen. Ich habe es gesehen und ich glaube fest daran. Offensichtlich sahen Stalin und Morgenthau das genauso. Doch heutzutage haben die Deutschen, obwohl sie groß sind, ständig das Gefühl, dass sie sich klein machen müssen. Irgendwie gehen sie gebückt, um kleiner auszusehen als sie sind. Und die Regierung würde sie am liebsten die nächsten 20 Jahre lang so klein halten. Aber das Problem ist - und das meine ich nicht respektlos, denn wenn ich sagte, ich liebe die Deutschen, und das ist ein Wort, welches hier im Kontext zu sehen ist, ansonsten benutze ich es nur in Bezug auf meine Frau und meine Kinder – aber es ist wirklich sehr traurig, die Menschen überall auf Deutschlands Straßen Masken tragen zu sehen, und Polizisten, die Ihnen Bußgelder verpassen, wenn sie Ihre Masken nicht korrekt tragen. Wirklich traurig finde ich das, da die Deutschen die Masken jetzt eher deswegen tragen sollten, weil sie der Welt ihre „Deutschheit“ vorenthalten. Ihre Kleinmacherei hält sie gefangen und drückt sie zu Boden. Dabei ist die ganze Welt voller Menschen, die all das brauchen, was Deutschland zu geben hat, all das, wovon Stalin und Morgenthau sprachen. Wo ist es bloß? Es ist hier, aber es ist klein und liegt brach. Deutschland beraubt diese Welt um eine unermessliche Gabe!

Uta Ogilvie: Sie sagen, eine der größten Bedrohungen für unsere Gesellschaft sei die Inflation. Warum halten Sie Inflation für so gefährlich?

William Toel: Der „Perfekte Sturm“ besteht aus drei Faktoren, und die Inflation ist der dritte Faktor. Aber die deutsche Kanzlerin tut aktuell so, als gäbe es keine Inflation – bei den letzten Steuer-Debatten im Bundestag erwähnte sie die Inflation mit keinem Wort, sondern sprach tatsächlich sogar von Deflation. Allerdings ist allgemein bekannt, dass Inflation eine ernsthaftes Problem für deutsche Familien darstellt. Der „Perfekte Sturm“ ist die heimlich Einwanderung durch die Hintertür. Nie wieder wird die Kanzlerin einer Million Menschen erlauben, einfach so ins Land zu kommen, ohne sich auch nur der geringsten Überprüfung ihrer Identität und Herkunft zu unterziehen. Das kann sie nicht noch einmal machen. Allerdings kann sie weitere Einwanderung auf verschiedene Arten verschleiern, z.B. durch den UN-Migrationspakt, oder dass die EU sagt: „Oh, da ist ein Flüchtlingslager abgebrannt! Oh, wir müssen nett zu den Kindern sein.“ Immigration findet also weiterhin statt, allerdings im Verbogenen. Ihr natürlicher Kontrollmechanismus ist für die Situation immer zu streng, immer ein bisschen zu viel, als ob sie den Deutschen ihre eigene Zukunft nicht zutrauen würde. Drittens wird sie den Deutschen erst von der Inflation erzählen, wenn diese längst da ist. Sie wird mal wieder warten, bis es ein bisschen zu spät ist. Es ist genau diese Inflation, die die deutschen Familien nicht mehr abfedern können. Immigration wirkt sich negativ auf tausende von deutschen Familien aus, wie wir es hier in Köln gesehen haben, aber das macht nur einen kleinen Prozentsatz aus. Die Inflation ist jedoch gefährlich für alle deutsche Familien. Es beraubt sie ihrer Ersparnisse. Wissen Sie, die Bundesbank war seinerzeit die Zentralbank mit dem weltweit höchsten Ansehen, denn dort dachte man mit großer Sorgfalt und managte die Stabilität der Währung äußerst besonnen und akribisch. Sie gab den Deutschen das behagliche Gefühl, arbeiten, planen, in den Ruhestand zu gehen und Kinder großziehen zu können. Jedoch gibt es sowohl die Bundesbank als auch die Deutsche Mark nicht mehr, dafür kommt die Inflation schleichend, ohne dass sie jemand bemerkt, bis die Kanzlerin sie zur Sprache bringt und die Menschen warnt. Ich benannte kürzlich in einem Beitrag neun konkrete Anzeichen dafür, dass die Inflation Deutschland bereits erreicht hat. Eins der einfachsten ist, dass wir früher viele Dinge hatten, die als Gefälligkeiten galten, menschliches Entgegenkommen bei Dienstleistungen, die Art und Weise wie wir miteinander umgingen, und das alles war kostenlos. Jetzt ist es nicht mehr kostenlos. Seit Covid haben wir eine „neue Normalität“, neue Umstände. Es kam nicht nur heimlich zu qualitativen Verschlechterungen, sondern darüber hinaus ebenso heimlich auch zu reduzierten Warenmengen und Verpackungseinheiten, außerdem zahlen wir jetzt für zahlreiche Dienstleistungen. Es ist geradezu lächerlich, wenn man heutzutage eine Kopie machen will, dann berechnen sie dafür 15 Cent. Früher war das kostenlos. Es gäbe noch viele weitere Beispiele. Alles, was den Deutschen das Geld aus der Tasche zieht – das ist Inflation. Außer wenn es gleichzeitig Preissenkungen oder Lohnerhöhungen gibt. Ich behaupte, es sind bereits ein Dutzend verschieden Indikatoren erkennbar, die jede deutsche Familie um ihre Lebensqualität und ihre Zukunft bringen werden.

Uta Ogilvie: Ab wann genau betrachten Sie Inflation als eine echte Bedrohung? Hat sie – in kontrolliertem Umfang – nicht auch gute Seiten?

William Toel: Morgen werde ich eine Unterhaltung mit einem der deutschen Chefökonomen führen. Wir werden uns über expansive Geldpolitik, Zentralbank-Politik, Zins-Swaps und all diese Dinge unterhalten, die zugegebenermaßen nur für uns Akademiker relevant sind. Jedoch würde ich sagen, dass im kommenden April die Inflation im Bereich 4 und 4,5 Prozent liegen wird. Allein das ist schon ziemlich verheerend. Nicht so sehr wegen der finanziellen Auswirkungen, sondern wegen der emotionalen. Was ich dieser Tage auf Deutschlands Straßen beobachte, ist, dass die Deutschen auf der verzweifelten Suche nach echter Klarheit sind. Sie sehnen sich nach jemandem, der ihnen erklärt, was wirklich vor sich geht. Ich kann nicht erkennen, dass die Deutschen eine klare Vorstellung davon haben, wo sie gerade stehen und wohin die Reise geht. Natürlich hatte Deutschland 75 Jahre lang keine Visionen oder Träume mehr gehabt, diese hat man verbannt. Und das ist schlecht. Man kann Träume und Visionen nicht kontrollieren. Aber eine Inflation, die kommenden April bei mindestens 4 Prozent liegen wird, ist emotional verheerend. Diese kommt zusätzlich zu Covid und zusätzlich zur Wahl in Amerika, nach der die Deutschen sich so richtig „nackig“ fühlen werden. Wir werden uns in den kommenden Monaten nicht darum kümmern können russische Panzer von der Fulda-Lücke fernzuhalten. Wir können froh sein, wenn wir unsere eigenen Probleme gelöst bekommen. Wir haben gerade sehr schwerwiegende Probleme in Amerika. Ein kleiner Funke reicht, um einen Flächenbrand auszulösen. Das Letzte, was uns gerade beschäftigt, ist die Deutschen zu beschützen. Um ehrlich zu sein, denkt in diesen Tagen kaum einer darüber nach. Nehmen Sie nun die gesamte Stimmungslage und obendrauf noch 4 Prozent Inflation, für die Angela Merkel keinerlei Vorbereitungen getroffen hat. Ich denke, das könnte der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Uta Ogilvie: Derzeit befinden wir uns in der sogenannten „zweiten Welle“ der Corona-Pandemie. Was denken Sie, welche Auswirkungen wird Corona auf die Weltwirtschaft haben? Und wie wird sich Deutschland im weltweiten Vergleich schlagen?

William Toel: Tatsächlich befinden wir uns in der zweiten Welle der Sicherstellung von hinreichender Kontrolle. Covid 19 wird es nicht in die Geschichtsbücher schaffen. Wir haben die spanische Grippe nach 50 Jahren vergessen. An ihr starben 625.000 Amerikaner, zwölf bis fünfzehn Millionen Menschen weltweit, das war so dramatisch, dass die Leute auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause tot umfielen. So plötzlich und so dramatisch war das. Corona ist nichts Gutes. Ich würde wahrscheinlich sehr krank, würde ich mich anstecken, vielleicht würde ich das in meinem Alter auch nicht überleben. Gleichzeitig ist Corona aber vielmehr ein Kontrollmechanismus, ein politisches Machtinstrument, als tatsächlich nur eine Krankheit. Mir ist bislang keine Einrichtung bekannt, sei es ein Unternehmen, sei es eine Nichtregierungs-Organisation, sei es ein politisches Rechtsgebilde wie etwa in Deutschland oder Amerika, das aus Corona einen Vorteil für sich herausgeschlagen hätte, um Dinge zu erreichen, die ohne Corona niemals möglich gewesen wären. Ich halte das für eine echte Tragödie. Gestern sah ich, wie die Polizei hier in Köln Strafzettel verteilt hat, weil die Leute zu nah beieinander standen, oder weil die Masken das Gesicht nicht vollständig bedeckten. Wissen Sie, auf der ganzen Welt, auch in den USA und gerade in Deutschland, sind die Menschen schon jetzt verstört, sie fürchten sich, sind verängstigt, sie wissen nicht, wie Ihnen geschieht und wie die Zukunft aussehen soll. Und diese Pandemie wird ausgenutzt, um sie noch ängstlicher, noch verwirrter zu machen, und ich halte das wirklich für eine Tragödie. Wissen Sie, aktuell liegen in Berlin 66 Menschen auf der Intensivstation. Das ist kein Vergleich zum normalen Grippegeschehen der vergangenen Jahre. Ich denke, wir sollten die Dinge ins richtige Verhältnis setzen. Natürlich ist die Weltwirtschaft betroffen, aber wenn wir sagen sobald es einen Impfstoff gibt und jeder ihn haben kann – nun, es gibt 7,4 Milliarden Menschen auf der Erde, und die meisten davon können sich keinen Impfstoff leisten. Wer wird ihn also bekommen, wenn es nur geringe Mengen davon gibt, wer kann sich das leisten, wie will man ihn verteilen? Wir reden hier von einer Zeitspanne von vier bis fünf Jahren, bis Covid unter Kontrolle ist. Der größte Teil der Wirtschaft wird bis dahin längst zerstört sein. Der Impfstoff ist nicht die Lösung, wie man uns vormachen will. Ich denke die Antwort liegt darin, die Dinge richtig zu betrachten – wo stehen wir und was wird passieren? Für den Großteil der Bevölkerung, gerade für junge Menschen unter 25, ist Covid eine schlimme Erkältung mit Fieber, die innerhalb von ein paar Tagen durchgestanden ist. Wir brauchen eine echte Perspektive!

Uta Ogilvie: Professor Toel, gibt es noch etwas, dass Sie unsere Zuschauer gerne wissen lassen möchten?

William Toel: Danke, Uta. Wissen Sie, nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine Zeit, in der man reinen Tisch gemacht hat: Die Außenwelt übernahm die Kontrolle über Deutschland und setzte neue Lehrpläne für die Schulen auf. Tatsächlich waren es die Amerikaner, die dem Land seine Verfassung gaben. Morgenthau und andere wollten die Deutschen nicht an der Formulierung ihrer neuen Verfassung, des Grundgesetzes, beteiligen. In den ersten 25 Jahren war das notwendig, denn viele Menschen galten nach den Vorstellungen der westlichen Welt als nicht vertrauenswürdig. Doch dann begann es sich plötzlich in etwas „Deutscheres“ zu verwandeln, das war wohl in den zweiten 25 Jahren, als es mehr und mehr akzeptiert war, „Zweiter-Klasse-Amerikanisch“ und „Zweiter-Klasse-Europäisch“ zu sein. Und so kamen McDonalds und Starbucks und Burger King, und ich vermute, die Deutschen gewöhnten sich daran. Sie fingen an zu begreifen, dass dies ein ziemlich bequemer Weg war. Man musste keine Verantwortung übernehmen, man musste keine Erwartungen hegen, man konnte Spaß-Deutscher sein, ohne ein Verantwortungs-Deutscher zu sein. Das waren also die zweiten 25 Jahre, das war die Phase der Akzeptanz: „Wir sind ein besetztes Land und unsere Sicherheit liegt in den Händen anderer. Warum also nicht alles locker nehmen und um 15:00 Uhr auf den Spielplatz gehen? Warum nicht für 90 Tage Urlaub auf Mallorca machen?“ Das passierte in den zweiten 25 Jahren. Jedoch denke ich, dass in dieser Zeit daraus etwas wurde, was über die bloße Akzeptanz hinausging, weshalb ich es Abhängigkeit nenne. Die Deutschen wurden tatsächlich abhängig von all diesen Dingen. Gerade vorhin noch lief ich durch die Straßen und sah Marilyn Monroe und James Dean und Humphrey Bogart, alles hat ein Motto so als wäre es irgendein Vorort von Amerika. Aber das ist es nicht! Deutschland ist ein einzigartiger und ganz besonderer Ort. Die deutsche Sprache ist eine der schönsten der Welt. Ich habe nicht das Glück Deutscher zu sein, das tut mir leid, dass ich so fühle. Deutsche Literatur, deutsche Musik. Wissen Sie, die Alliierten kamen hierher mit der klaren Einstellung, Deutschland sei schlecht. Jedoch hatten sie nicht den Intellekt, um zu erkennen, was schlecht und was gut ist. Und so kippten sie das Kind mit dem Bade aus, das war die einzige Lösung, die sie hatten. Und von diesem Zeitpunkt an, bedeutete Deutschsein: Wir haben keine Vision, wir haben keinen Traum, wir haben keinen Einfluss auf unsere Zukunft. Wissen Sie, die Briten, die hauen einfach ab und sagen, wir spielen jetzt Brexit, wir machen die Biege, lassen uns scheiden, wir sind dann mal weg. Oh, übrigens, wir fragen nicht, wir behalten einfach die schönen deutschen Gebiete, die wir vor 75 Jahren erobert haben. Wir vergessen einfach, irgendwen in Berlin zu fragen, ob wir diese nach der Scheidung behalten können. Sowas gab es noch nie! Und ob nun eine große oder nur eine kleine Anzahl amerikanischer Soldaten hier stationiert ist: Der US-Luftwaffenstützpunkt in Rammstein bleibt der Ort, von dem aus wir unsere weltweiten militärischen Einsätze, besonders im Nahen Osten, durchführen. Deutschland behält weiterhin die Mentalität eines besetzten Landes, jedoch fürchte ich, in den letzten 25 Jahren ist man davon abhängig geworden. Ihr seid an den Punkt gekommen, wo es euch gefällt, wo Ihr es sogar erwartet und das ist eine Tragödie. Ihr beraubt die Welt! Während Amerika sich zu seinem Wahl-Debakel zurückzieht, lässt es 2,5 Milliarden Menschen Knall auf Fall verletzlich und unbeschützt zurück. Och, dann sagen sie, China wird kommen und sie beschützen. Aber China ist noch 20 Jahre davon entfernt, die Reife zu haben, irgendwen zu beschützen. Oh, dann sagen sie, das eitle und selbstherrliche Frankreich wird sicherlich mit Macron ausrücken und sie beschützen. Aber Frankreich hat kein funktionierendes Modell, um außerhalb des eigenen Landes zu operieren. Oh, dann sagen sie, Russland wird eingreifen. Russland ist eine regionale Macht mit einem großen Mikrophon, das vorgibt, etwas zu sein, was es nicht ist. Die Deutschen sind die einzigen mit dem „Modell“, mit dem Intellekt, mit den Systemen, die es braucht, um diese Menschen zu beschützen. Und wenn es die Deutschen nicht machen, wird es keiner machen. Die Warlords werden durchdrehen, und sie werden Schaden anrichten, weil wir als Schutzmacht nicht mehr da sein werden. Daher denke ich, dass es extrem wichtig ist, dass sich die Deutschen unverzüglich aufrichten. Sie sind groß! Es ist Zeit, aufzustehen, sich gerade zu machen und endlich Verantwortung zu übernehmen. Nichts braucht die Welt dringender!

Uta Ogilvie: Professor Toel, danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, und ganz besonders dafür, dass Sie Ihre Sichtweise und Ihre Gedanken unseren Zuschauern dargelegt haben. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in Deutschland und hoffe, noch viel von Ihnen zu hören!

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Eva Maria Griese

Am deutschen Wesen wird die Welt genesen!
Das deutsche Volk wurde von seinen eigenen Medien für sein eigenes Geld gehirngewaschen. Den Rest Vernunft und Selbstwert hat man mit der Nazikeule weich geklopft. Jetzt kommt endlich einer, der Hoffnung macht und wird hier gleich kritisiert. Das bringt niemanden voran. Die Liebe zum Vaterland, der Wille zur Selbstbestimmung und der Mut für klare Worte aber sehr wohl!!
Danke Herr Professor Toel für dieses tolle Weihnachtsgeschenk! Selber kann sich das Volk aus der Merkel Falle nicht mehr befreien. Aber da kommt wohl hoffentlich von der anderen Seite des Ozeans ein anderer Patriot, der Deutschland mehr liebt als der gesamte Bundestag zusammen. https://connectiv.events/defender-2020-europe-kommen-die-verteidiger-europas-wirklich-nur-fuer-eine-uebung/

Gravatar: Lothar

Sehr geehrter Herr Toel,
Sie mögen ein hervorragender militärischer Führer und befähigter Banker gewesen sein, aber für einen politischen Analytiker halte ich Sie aufgrund dieses Interviews nicht. Schönreden kann jeder. Leider wird sich solange in Deutschland und in der Welt nichts zum Guten ändern, bis die Menschen erkennen, dass sie selber Schöpfer dieser unwürdigen Zustände sind und sie deshalb auch selbst wieder abschaffen können. Dazu ist eine Bewusstseinsanhebung notwendig, um eine spirituelle Sicht zu erlangen. D.h. Jeder muss sich auf den geistigen Weg machen und sein Schöpferpotenzial aktivieren. Alles Materielle entsteht aus dem Geist und kann durch den menschlichen Geist beeinflusst werden. Die Quantenphysik bestätigt es. Es ist also keineswegs ein esoterisches Geschwafel, dass der Mensch
Schöpfer ist. Krishnamurti sagte:
»Um diese Welt vor dem Chaos zu retten, bedarf
es schon einer Revolution — aber keiner solchen
Revolution, wie wir sie aus der Geschichte her
kennen — sondern einer Revolution, die im In-
nern des Menschen ausbricht.«

Es geht nicht darum, Politikmarionetten auszutauschen, sondern ein völlig neues System zu installieren, das auch eine „Neue Weltordnung“ genannt werden kann, allerdings nicht eine solche, wie sie die Dunkelmächte gerade erschaffen wollen.
Es sind ja nicht nur die Deutschen zu einer willenlosen und unterwürfigen Schafherde erzogen worden. Diese Erziehung haben auch die Amerikaner genossen, wo sie ja ursprünglich herkommt (Hollywood, einseitige Medien, Verfall der Kultur etc.)

Es ist zwar ein Aufwachen der Völker festzustellen und vieles weist darauf hin, dass die inszenierte Pandemie es erst ermöglicht hat. Es wird aber zu langsam gehen, um einen gewaltlosen Übergang in die Neue Zeit möglich zu machen. Vielleicht helfen diese „Weckrufe an die Menschheit“ um die „Neue Zeit“ schneller herbeizuerschaffen. Kostenlos hier downloaden:
https://healinghelp926706815.wordpress.com/die-entwurdigte-wurde-weckrufe-an-die-menschheit/
https://healinghelp926706815.wordpress.com/die-neue-zeit-so-sieht-sie-aus/

Gravatar: Klaus Peter Kraa

Ich habe meine gesammelten politischen Eindrücke der Zivilen Allianz e.V. vermacht. Nicht weil ich Anhänger der AfD bin, sondern weil ich die AfD von der Idee ihres Gründers, Prof. Dr. Lucke, für die einzige politische Kraft halte, die mit dieser halluzinierten Politik von Merkel & Co aufräumen kann: Eine im Kommunismus mit den Prinzipien: Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke und Demokratie ist Tyrannei aufgewachsene Kanzlerin treibt mit aus Steuermitteln gekaufter Wissenschaft und Medien einen halbgebildeten Mainstream , in der NS-Terminologie „gesundes Volksempfinden“, Alexis de Tocqueville nannte das allerdings vor 200 Jahren schon „Tyrannei der Mehrheit“ mit hysterischer Machtbesessenheit vor sich her in eine unheilvolle Zukunft einer Gesellschaft, an der man humanistische Züge nicht mehr erkennen kann. Die vornehmste Aufgabe der Politik, so steht es schon im Äneas des Vergil, ist es, die Menschen davor zu bewahren, immer wieder ihren Urinstinkten (Sexualität und Destruktion nach Freud) zu unterliegen. Hier macht die Politik genau das Gegenteil. Die AfD muß aber umgehend die Nazis rausschmeißen, die sich nach dem Essener Parteitag 2014 hier eingenistet haben und die Idee ihrer Gründer ins Gegenteil verwandeln. Denn die Idee von Prof. Lucke, eine Partei neu zu gründen, um das politische Klima hier menschenfreundlich zu gestalten, ist ein vorbildlicher demokratischer Weg angesichts des geistigen Zustandes der Farben tragenden Blockparteien, in denen sich besonders überwiegend „Berufssklaven und Konfessionsmarionetten“ tummeln, die Fußkranken unserer maroden Bildungssysteme, die Wilhelm von Humboldt schon vor 200 Jahren im aufgeklärten preußischen Absolutismus nicht beseitigen durfte.
Andere neu auftretende Parteien und die NGOs kurieren hier nur an den Symptomen einer falschen Gesellschaftsordnung und werden immer wieder mit dem Satz Adenauers aus den fünfziger Jahren abgespeist: Gebt den Leuten, was sie haben wollen, dann halten sie sich wenigstens aus der Politik raus. Und das sind sie ja schon lange. Sie dürfen schon immer nur über einen "vorfabrizierten Volkswillen" (Josef Schumpeter) abstimmen, ansonsten die Klappe halten, was bei der derzeitigen Qualität der Bildungssysteme wohl auch nicht anders möglich ist.

Gravatar: Rene

Was will ein gewisser Herr William Toel uns wirklich sagen?
Das er Uns nur ungefähr 13% von dem was er wirklich weiß uns auch sagt, scheint irgendwo klar zu sein.
Es gibt viel an Deutschland zu loben, mit Sicherheit. Doch sein Lob kommt bei mir nicht in dieser Form an, wo ich sagen kann: Ja, stehen Wir doch endlich auf und sind stolz auf Uns!
Das Aufstehen wird eines Tages geschehen, aber dann in einem völlig anderen Kontext.
Nämlich völlig gesättigt und voll des Überdrusses, an sich selbst erlaubter Eskapaden und der totalen Selbstbedienung, der immer reicher werdenden Reichen, an der Bevölkerung und ja, der immer stärker wirkenden Inflation.
Die beabsichtige Inflation ist bereits allgegenwärtig wenn man sieht, wie wenig sich im Einkaufskorb befindet, bei immer höher werdenen Kassenbeleg-Endsummen.
Was mir aber am allermeisten zu denken gibt, ist folgender Wink mit dem Zaunpfahl:
"Diese kommt zusätzlich zu Covid und zusätzlich zur Wahl in Amerika, nach der die Deutschen sich so richtig „nackig“ fühlen werden. Wir werden uns in den kommenden Monaten nicht darum kümmern können russische Panzer von der Fulda-Lücke fernzuhalten. Wir können froh sein, wenn wir unsere eigenen Probleme gelöst bekommen."
Vor dieser Art "nackig werden" hat uns Obama genauso gewarnt, wie Trump vier Jahre lang.
Und es ist nichts geschehen! Oh doch, es sind im Westen ein paar Panzer hinzu gekommen, dafür im osten genauso viele abgezogen worden. Ja, das zitierte Merkel-Gartenzwerge-Spiel, stimmt.
Manchmal frage ich mich, von wem werden wir eigentlich regiert. Von einer NWO-Kanzlerin pro oder kontra Deutschland, spöttelnd dem Leben dieser wunderbaren Menschen hier?
Hallo! Was weiß dieser Mensch Toel in Wirklichkeit noch!?
Wenn "russische Panzer in der Fulda-Lücke stehen", werden wir ganz andere Sorgen haben.
Das ist eine militärisch-strategische Lücke von der er spricht, wo Richtung Osten drauf steht: "verwundbarste Stelle, bitte hier überfallen".
Auch das mag seine tieferen Gründe haben. Corona wird es definitv, und da stimme ich mit Herrn Toel überein, nicht in die Geschichtsbücher schaffen. Nicht im Angesicht dessen, was Uns scheinbar planerisch und real bevorsteht.
Lassen Wir Uns nicht zu sehr verzetteln, sondern gehen vorbereitet in all diese Stuationen. Das gibt uns wenigstens eine Chance den Kopf zu behalten.

Gravatar: Peter Döring

Aber sowas von daneben. Der Blick von Hr. Toel auf Deutschland erinnert mich eher an die nostalgischen Remineszenzen eines, sorry, alten weißen Mannes an die Errungenschaften einer ruhmreichen Vergangenheit, mit der unsere jetzige unfähige und korrupte politische Elite samt ihrer eingelullten, unmündigen und entsolidarisierten Wählerschaft weder etwas anzufangen wissen, noch dies überhaupt WOLLEN und das täglich auch noch aufs neue glauben beweisen zu müssen.

Gravatar: Oliver Hilgendorff

Der Text kommt mir etwas diplomatisch umwunden vor und Herr William Toel scheint mehr zu wissen als er preisgibt. Wahrscheinlich werden die Messer schon gewetzt , denn Merkeldeutschland hat sich zu einem potentiellen Unruheherd , linkslastigem Regime und Rückzugsort für Terroristen entwickelt. Und das auch noch mitten in Europa.
Mit der kaputten Wirtschaft und links-grüner Idologie ist Merkeldeutschland auch nicht mehr als ernstzunehmender Handelspartner zu bezeichnen.

Gravatar: Kristin Scharnowski

"Eine völlig neue Gruppe von Führungskräften wird übernehmen, Staatsmänner, welche erfüllt sind von einem tiefen Gefühl der Fürsorge für deutsche Familien und für das was Ihnen gerade widerfährt." Und das schon im nächsten Frühjahr?
Das wäre wohl zu schön, um wahr zu sein.

Gravatar: Roland

Im Grunde hat der Mann recht. Wir sind nach wie vor zu Großem fähig - es ist nur eine Frage des Erkennens, Erwachens und vor allem des Wollens!
Und exakt dies sind die Gründe, weshalb wir zu wandelnden Entschuldigungsschreiben undressiert wurden, weshalb man uns seit Jahrzehnten ausplündert und weshalb man unser Land mit Leuten flutet, die uns ins Chaos stürzen werden, wenn wir diesen Irrsinn nicht beenden. Aber dazu müssten wir eben erkennen, erwachen und wollen!

Gravatar: Herr Schütze

@ Freie-Welt-Redaktion:
„Interview mit William Toel über die bevorstehenden Entwicklungen in Deutschland. Der perfekte Sturm: Deutschland stehen dramatische Veränderungen bevor.“

Ich deute das, was William Toel in dem Interview gesagt hat, als warnende Botschaft. Wenn ihm zufolge Deutschland im April 2021 von den jetzt noch Regierenden längst verlassen sein, ohne militärische Unterstützung dastehen, in einer großen Inflation stecken, von Migranten bedroht sein und wohl auch von der NATO trotz des eventuell gegebenen Verteidigungsfalls keine Hilfe bekommen wird, dann stecken wir in einer Falle wie nie zuvor.

Die Tugenden der Deutschen sind immer noch da, insbesondere der Erfindergeist, wie man an den Patentanmeldungen pro Jahr sehr gut erkennen kann. Leistungsbereitschaft, Fleiß, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und andere Tugenden sind ebenfalls immer noch da. Tugenden verschwinden nicht so schnell. Es ist so, daß die meisten, weil sie von den Massenmedien und in Schulen und Universitäten von den „Achtundsechzigern“ und deren sogar noch schlimmeren Nachfolgern eher unbewußt als bewußt Meinungen übernommen haben, die vielleicht auf sie selbst, nicht aber auf Deutsche zutreffen. Man sollte sich nicht immer von den Massenmedien beeinflussen lassen. Fast jeder aus der Masse übernimmt aus Angst vor dem Verlust der Anerkennung jedes noch so falsche Vorurteil. Nach mittlerweile 50 bis 60 Jahren „Umerziehung“ müßte man eher fragen, wieviel bereits erfolgreich „umerzogen“ worden sind, denn auch bei diesem Phänomen ist es keineswegs so, daß das „Umerzogene“ tief verinnerlicht worden ist, sondern sogleich in die andere Richtung gelenkt und wieder abgerufen werden kann, sobald die Umstände sich dahingehend geändert haben. Wir haben dafür auch ein Vergleichsbeispiel: Die Deutschen der DDR haben vom 9. Mai 1945 bis zum 9. November 1989, also genau 44½ Jahre lang, eine Umerziehung mitgemacht, die sie sogleich nach dem Mauerfall wie einen unnötigen Ballast von sich abgeworfen haben. Das hat man damals genau beobachten können und kann es auch heute noch. Mit anderen Worten: Auch in einer Plutokratie wie der bundesrepublikanischen war und ist nicht irgendein „Demos“ an der Macht, sondern ganz im Gegenteil: der BRD-Deutsche war und ist genauso ohnmächtig, wie es der DDR-Deutsche in seinen 44½ Jahren war. Der einzige Unterschied war und ist der Wohlstand, der den BRD-Deutschen die Politik Politik hat sein lassen, das es ihm ja stets bestens ging. Der Wohlstand macht bequem, unpolitisch, weich, dekadent.

Alles andere, was man noch zu Tugenden sagen kann, ist die, die sich auf alle westlichen Menschen bezieht; denn im gesamten Westen haben die Tugenden an Wert nachgelassen. Aber man kann sie wiedererwecken. Nur ist diese Wiedererweckung eben seit langem (siehe oben) ein großes Tabu!

Gravatar: Blindleistungsträger

William Toel lässt eine Bombe hochgehen und Frau Ogilvie hakt überhaupt nicht nach. Er sagt definitiv, im Frühjahr sei Merkel weg. Ich hätte doch wenigstens mal gefragt, woher er diese Gewissheit nimmt. Wegen 4,5% Inflation wird Merkel garantiert nicht Reißaus nehmen, und die Deutschen werden deswegen auch nicht gleich ausflippen. Und welche Supermänner sollen danach übernehmen? Wo sollten die so plötzlich herkommen?
Ich hätte nichts dagegen, wenn Merkel vom Winde verweht würde. Dazu müssten sich aber außerordentliche Dinge ereignen und das sehe ich nicht.

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