Vermischtes vom 21. September 2015

Sexueller Missbrauch von Jungen, Genitalverstümmelung bei Jungen - so etwas wird immer wieder übersehen oder aktiv ignoriert. Wenn wir Männerrechtler darauf aufmerksam machen, werden wir ebenfalls ignoriert. Oder als rechts diffamiert. Und Wikipedia ist immer mit dabei.

Veröffentlicht: | Kategorien: Blogs, Blogs - Empfohlen, Blogs - Politik, Blogs - Politik - Empfohlen | Schlagworte: Sexueller Missbrauch, Jungen, Genitalverstümmelung, Wikipedia, Katrin McClean, Dämonisierung, Gesinnungspranger, Männerrechtler, Weltgesundheitsorganisation, Geschlechterklischees, Feminismus, Leitmedien
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US-amerikanischen Soldaten wurde mitgeteilt, sie sollten den von ihren afghanischen Verbündeten begangenen sexuellen Missbrauch an Jungen ignorieren. Das berichtet die New York Times:

In his last phone call home, Lance Cpl. Gregory Buckley Jr. told his father what was troubling him: From his bunk in southern Afghanistan, he could hear Afghan police officers sexually abusing boys they had brought to the base.

"At night we can hear them screaming, but we’re not allowed to do anything about it," the Marine’s father, Gregory Buckley Sr., recalled his son telling him before he was shot to death at the base in 2012. He urged his son to tell his superiors. "My son said that his officers told him to look the other way because it’s their culture."

Hier findet man den vollständigen Artikel. Natürlich beteiligt sich fast die gesamte westliche Welt am Wegsehen. Vor allem wir Männerrechtler machen immer wieder auf diese Situation aufmerksam – und auch wir werden von den Leitmedien entweder ignoriert oder dämonisiert.

Ein zentraler Knotenpunkt dieser Dämonisierung ist bekanntlich die Wikipedia. Dass sich diese Online-Enzyklopädie generell immer mehr weg vom neutralen Lexikon und hin zum Gesinnungspranger entwickelt, wird zunehmend bekannter. Aktuell berichtet die Friedensaktivistin Katrin McClean auf Le Bohemien, dass offenbar der Wikipedia-Eintrag über sie ähnlich ideologisch umgearbeitet wurde wie etwa der Wikipedia-Artikel über mich. Es handelt sich nicht um Einzelfälle, wie Katrin McClean feststellt:

Zahlreiche Künstler, Wissenschaftler und Publizisten stehen derzeit bei Wikipedia an solchen Gesinnungsprangern und werden so mehr oder weniger stark in ihren Wirkungsmöglichkeiten geschwächt. Freiberuflern kann das im schlimmsten Fall die Karriere zerstören, da ihre Auftraggeber das Vertrauen in sie verlieren.

Es erscheint mir unrealistisch zu glauben, dass all diese diffamierenden Artikel, deren Wortlaut bzw. Argumentationsmuster sich so auffällig gleichen, nur durch das spontane Wirken von Einzelakteuren entstanden sind.

Dieser Beitrag ist absolut lesenswert für jeden, der wissen möchte, wie die Wikipedia inzwischen funktioniert. Es geht bei verschiedenen Themen inzwischen nur noch ums Fertig-Machen des politischen Gegners. In den Kommentaren unter dem Beitrag wird auch schnell angesprochen, wie massiv die Wikipedia vor allem gegen Männerrechtler hetzt.

Die männerpolitische Website A Voice for Men hat inzwischen den dritten Teil ihrer Serie von Artikeln darüber, warum schwule Männer den Feminismus nicht benötigen, veröffentlicht. Diesmal geht es darum, dass sich der feministische Hass auf Männer auch auf Schwule erstreckt. denn natürlich profitieren auch Schwule aus Sicht der feministischen Verschwörungstheorie vom "Patriarchat". Vor diesem Hintergrund ist es ebenso bemerkenswert, dass einzelne Feminismuskritiker Schwule als Feindbild aufbauen möchten – anscheinend haben wir viel zu viele Verbündete und müssen dringend welche loswerden – wie dass viele Schwule die feministischen Manipulationen noch immer nicht durchschauen. Ein Auszug aus dem Artikel:

Feminists know instinctively how to manipulate men, and gay men have proven to be especially vulnerable to this divide-and-conquer strategy. All feminists have needed to do is convince gay men that straight men are their enemies and that feminists will provide them with protection – feminists never tire of telling gay men that they must now reciprocate for this ‘protection’ by pledging their loyalty to feminism. The problem for feminists is that many gay men are now waking up to the fact that they’ve been scammed all along by ideological racketeers and starting to reassess their alliances. The only mystery is why it has taken gay men so long to realize that feminists have always despised them as much, sometimes even more, than their straight brothers – it’s not as though feminists have been particularly secretive about this.

Kann ein Mann, der ein Kind nicht gezeugt hat, trotzdem zum Zahlvater werden? Die Welt berichtet über ein drohendes Gerichtsurteil, dem zufolge jeder Mann, der zustimmt, dass seine Partnerin die Samenspende eines anderen Mannes erhält, dafür Unterhalt zahlen muss – ob er mit dieser Frau verheiratet ist oder nicht.
In Kanada müssen heterosexuelle Jungen für einen Impfstoff zahlen, den Mädchen und Schwule kostenlos erhalten. Die National Post ist nicht begeistert.

Bei einer Veranstaltung in London behauptete die mittlerweile berüchtigte Männerhasserin Bahar Mustafa (mit dem Twitter-Hashtag #KillAllWhiteMen), es gebe keine Schimpfwörter, die ausschließlich gegen heterosexuelle weiße Männer gerichtet sind. Der britische Telegraph hat daraufhin eine kleine Liste solcher Beschimpfungen zusammengestellt.

Im US-Bundesstaat Utah sinkt die Zahl der Genitalverstümmelungen bei Jungen, weil immer mehr Eltern diese Praktik hinterfragen. Ein Artikel darüber stellt zunächst den Intaktivisten Spenst Hansen vor:

"My mother and her side of the family really wanted to get [the procedure] done—so much so, apparently, that they were threatening to get it done behind my father's back," Hansen says. "My father was very adamant and very passionate about letting me keep my whole and unaltered body. From what I understand, he actually put out a court-ordered cease and desist for every pediatrician in the state."

Der sehr ausführliche Artikel geht auch darauf ein, dass die Weltgesundheitsorganisation (ähnlich wie derzeit bei anderen Problemen, etwa der Bekämpfung von Ebola) vor allem Schaden anrichtet:

If WHO efforts have had an impact on HIV transmission, it may have been to actually increase transmission rates. Circumcised men may actually be less likely to wear condoms, motivated both by the fear of further loss of sensation and by the belief that they are impervious to STIs. "If people are led to believe that circumcision is actually 'protective' in the sense of conferring full immunity, this could be seriously counterproductive, resulting in behavioural disinhibition in circumcised men and their abandonment of other preventive methods," wrote University of Cape Town professor J. Myers in a 2007 South African Medical Journal article.
Perhaps because of this, Myers wrote, Ugandan women with circumcised partners appear twice as likely to contract HIV as women partnered with uncircumcised men, and 90 percent of new HIV cases appearing in South African 15- to 24-year-olds are occurring in women.

Immerhin beginnen auch in Uganda Eltern gegen staatlich angeordnete Genitalverstümmelungen bei ihren Kindern zu protestieren:

At least 25 pupils were circumcised on Monday without consent of their parents and most of them have since not returned to school.

The exercise targeted children from Primary Three to Primary Seven aged between 11 to 15. They were circumcised at Soroti Health Centre III. The exercise was facilitated by Baylor Uganda, a non governmental organisation.

Parents said the circumcised children preferred to stay back at their respective homes because they are still feeling pain.

The protesting parents on Thursday stormed the school complaining to the administration about the forced circumcision of their children without their consent.

(...) Most parents were opposed to the circumcision and told the police officers that they wanted the teachers and the health workers to produce the foreskins from their children’s reproductive organs.

"I have always advised my children never to get circumcised. I am asking the school and the health workers to produce the foreskin of my son’s penis. I want to see it physically," Ms Hellen Ademun, one of the protesting parents charged at the school administration.
(...) Mr Moses Michael Ourum, a father of three circumcised children, told police one of his brother’s children had gone missing.

"One of our children is not seen both at home and school because he ran away from Soroti Health Centre III after seeing his brothers yelling in pain," Mr Ourum said.

Ist das alles nicht großartig? Denken Sie daran, dass die weit überwiegende Zahl von Journalisten in deutschen Leitmedien Gegner von Genitalverstümmelungen bei Jungen als hysterisch und rückständig, wenn nicht radikal rechts anprangert.

Und zuletzt: Ein weiterer aktueller Artikel aus Uganda thematisiert, dass dort mehr Männer als Frauen durch häusliche Gewalt zu Tode kommen. Die altbackenen Geschlechterklischees, auf die sich auch der Feminismus so gerne stützt, stimmen einfach nicht mehr, stimmten vermutlich noch nie. Nicht mal in Uganda.

Zuerst erschienen auf genderama.blogspot.de

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Dr. Bruno Köhler

Der Krieg gegen Jungen und Männer nimmt immer radikalere Auswüchse an. Bezüglich der Diskriminierung von Jungen bei Gesundheitsleistungen braucht man nicht nach Kanada zu gehen. Das gibt es auch bei uns. So werden nach § 44 SGB IX (1) ärztlich als Reha-Maßnahme verordnete Übungen die der Stärkung des Selbstbewusstseins dienen ausschließlich behinderten oder von Behinderung bedrohte Frauen und Mädchen als Sozialleistung zugestanden, nicht jedoch behinderten oder von Behinderung bedrohte Männern und Jungen. Also Eltern von betreffenden Jungen werden zur Kasse geben, weil ihr Kind nicht das politisch korrekte Geschlecht hat. Diese Diskriminierung wird übrigens ausdrücklich vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages befürwortet.

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