Verlassene Vasallen

Während der stalinistischen Besetzung Mitteldeutschlands durch den Kriegsgewinner Sowjetunion wurde das Verwaltungsgebiet „SBZ, Ostzone“, vom 07. Oktober 1949 bis 2. Oktober 1990 auch „DDR“ geheißen, durch kommunistische deutsche Kollaborateure beherrscht, die im Falle eines Aufstandes wie am 17. Juni 1953 zuverlässig mit der gewaltsamen Sicherung ihrer geliehenen Macht durch sowjetische Truppen rechnen konnten.

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Für die Durchsetzung fremder Interessen haben sich auch in den anderen Ostblockländern Charakterschweine gefunden, die bereit waren, ihr Volk in einem sozialistisch-totalitären System in Armut und Unterdrückung zu halten. In über 40 Jahren Marxismus-Leninismus-Stalinismus verfestigten sich die Machtstrukturen zum Gewohnheitsrecht der Installierten, sodass nicht damit zu rechnen war, dass diese aus besserer Einsicht heraus die Macht aufgäben, wenn die Sowjetunion ihre Vasallen fallenlassen würde.

Am 10. November 1982 verschied der Generalsekretär der Kommunistische Partei der Sowjetunion, Leonid Breschnew. Als Nachfolger wurde Juri Andropow bestimmt, der aber schon im Februar 1984 zur Hölle fuhr. Ihm folgte Konstantin Tschernenko, der im März 1985 Michail Gorbatschow durch Ableben Platz machte, weil der KPdSU die greisen Stalinisten ausgegangen waren. Die Wahl eines Mannes, der nicht zur Inneren Partei des Tiefen Staates gehörte, war so überraschend wie die Wahl Donald Trumps im November 2016. Die Konsequenzen waren für das Honecker-Regime denen für das Merkel-Regime nicht unähnlich.

Gorbatschow und das Ende der Breschnew-Doktrin

„Und wenn die inneren und äußeren, dem Sozialismus feindlichen Kräfte die Entwicklung irgendeines sozialistischen Landes auf die Restauration der kapitalistischen Ordnung zu wenden versuchen, wenn eine Gefahr für den Sozialismus in diesem Land, eine Gefahr für die Sicherheit der gesamten sozialistischen Staatengemeinschaft entsteht, ist das nicht nur ein Problem des betreffenden Landes.“

1988 gab Gorbatschow die Breschnew-Doktrin von 1968 auf. In ihr war die Vorherrschaft der Sowjetunion über die Ostblockvasallen ebenso wie ihr Eingreifen festgelegt worden, falls die bolschewistische Hegemonie in einem dieser Staaten bedroht wäre. Während die Deutschen in der Ostzone Hoffnung schöpften, die sozialistische Tyrannei abschütteln zu können, war die SED-Krapüle nicht bereit, Gorbatschows Kurs mitzutragen. Dafür wurde der SED-Generalsekretär Honecker am 7. September 1987, mit allen protokollarischen Ehren eines Staatsbesuchers, von der damals schon linksgrünsozialdemokratisierten BRD-Regierung aufgewertet. Für Leute wie mich, die in ausgewiesener Opposition zum Regime standen, war das Signal dieses Besuches ein Desaster, da sich das nach seinem Selbstverständnis marxistische Regime in seinem Handeln bestätigt fühlte und den Druck im Inneren erhöhte. Noch im Dezember 1988 grenzte sich Honecker ausdrücklich von der Reformpolitik Gorbatschows ab, was aller Indoktrinierung der vorhergehenden Jahrzehnte Hohn sprach, in der die Freundschaft zur Sowjetunion als „unverbrüchlich“ zu gelten hatte und von der Sowjetunion lernen siegen lernen heißen musste. Damit war die Lagerleitung des sowjetischen Besatzungsgebietes erstmals in ihrer Geschichte auf sich allein gestellt und gezwungen, ihre Macht gegen das eigene Volk ohne die Rückendeckung des Hegemons durchzusetzen. In der Folge zog das DDR-Regime die innenpolitischen Zügel weiter an: verschärfte systematische Überwachung, Demoralisierung regimekritischer Bürger und Unterwanderung oppositioneller Gruppen, Beschlagnahme oppositioneller Schriften, willkürliche Anwendung und Auslegung der Gesetze zum Zwecke der Niederhaltung von Regimegegnern, zum Beispiel „Staatsfeindliche Hetze“ (Paragraph 106), Rechtsbeugung durch regimekonforme Richter und Staatsanwälte, Einzel- und Massenverhaftungen, Wirklichkeitsverweigerung und Drohungen gegenüber dem Volk in der Staatspropaganda. Unter dem Strich konnte man die Anwendung von Repressionswerkzeugen des auf tönernen Füßen stehenden Herrschaftssystems erleben, die auch heute wieder zur Anwendung kommen. Die Endzeit des DDR-Regimes in der Gorbatschow-Ära war die gefährlichste und bedrückendste Phase der Geschichte Mitteldeutschlands nach dem Juniaufstand von 1953. Diese Bedrückung ergreift das deutsche Volk auch heute wieder.

Trump und das Ende der Truman-Doktrin

„Wenn sie freien und unabhängigen Nationen helfen, ihre Freiheit zu bewahren, verwirklichen die Vereinigten Staaten die Prinzipien der Vereinten Nationen. Die freien Völker der Welt rechnen auf unsere Unterstützung in ihrem Kampf um die Freiheit. Wenn wir in unserer Führungsrolle zaudern, gefährden wir den Frieden der Welt – und wir schaden mit Sicherheit der Wohlfahrt unserer eigenen Nation.“ (Entspricht dem hegemonialen Selbstverständnis der Breschnew-Doktrin.)

Dem neomarxistischen Merkel-Regime ist durch den bisherigen Gebieter USA im Namen des Herrn Trump(atschow) das erste Mal in der BRD-Geschichte die Rückendeckung entzogen worden. Wie in der Endphase der DDR wurde das Verbindungsprotokoll der informellen Netzwerke zum Hegemon umgestellt, so dass die deutsche Vasallenregierung nun orientierungslos herumirrt, nicht weiß, was sie machen soll, und sich sogar unfähig zeigt, eine funktionierende Regierung zu bilden. Dafür läuft die die Opposition diffamierende Propaganda der zwangsfinanzierten Staatssender auf Hochtouren, es werden wieder Bücher aus dem Verkehr gezogen und Webseiten gesperrt, alte und neue Stasiasten sind wieder „Schild und Schwert“ der Einheizpartei, der Volksverhetzungsparagraph dient als Gummiparagraph zur Einschüchterung und Ausschaltung der Regimegegner, die Unabhängigkeit der Judikative ist durch dem linksgrünen Regime willfährig dienende Juristen zerstört worden, dafür wird von der Regierung begangener Rechtsbruch nicht verfolgt, die Exekutive geht gegen das eigene Volk vor und begünstigt kriminelle Ausländer, das Völkerrecht wird zuungunsten des eigenen Volkes ausgehebelt, die Menschen werden in die innere Emigration getrieben – bis es knallt.

Der letzte Verbündete der isolierten DDR-Nomenklatura war der rumänische Diktator Ceauşescu, der ein Land kurz vor dem Gewaltausbruch beherrschte, der dem Tyrannen 1989 kurzerhand das Lebenslichtlein ausblies. Der letzte neomarxistische Verbündete der linksgrünen BRD-Altparteienkaste ist der französische Internationalsozialist Macron, der ebenfalls einem Land kurz vor dem Gewaltausbruch vorsteht.

Das DDR-1.0-Regime hatte Ceauşescu 1988 noch den Karl-Marx-Orden umgehängt, das DDR-2.0-Regime hängt Macron 2018 den Karlspreis um. Hier klammern sich verzweifelte Geschichtsverlierer aneinander und behängen sich mit den letzten ideologisch aufgeladenen Preziosen aus dem Altbestand.

Stimmt die Analogie, dann werden 2019 die Völker die verbliebenen internationalsozialistischen Völkerverweser hinwegfegen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: karlheinz gampe

Auch eine SED Merkel ( Stasis Erika) hat sich dem totalitärem Staat der Mauermörder angedient. Das sagt genug über den verkommenen Charakter dieser Person. Die sich selbst als opportun (Charakterlos, Skrupellos) bezeichnet.

Wer ist so doof und wählt sowas auch wenn es sich nun CDU nennt ?

Gravatar: andreas k

Sehr gut und einleuchtend dieser Vergleich - weiter so

Gravatar: Jürgen Kurt Wenzel

Richtig!!!!!,bis zum 2.Oktober 1990Verwaltungsgebiet !!Siehe die Kanzlerbriefe(Artikel Egon Bahr 1990(?) Danach haben sich die Schweine amTrog getroffen! Die Einheit wurde von Denen ,,gefeiert,',die sie nicht wollten aber nicht verhindern konnten !!Wer hat bis zum Schluss die,,DDR" anerkennen wollen und nicht dürfen wer hat Gysi und die SED-Linke etabliert??Wer hat denen soviel Kreide zu fressen gegeben ?? 2018 hat mit dem Geld der kleinen Leute der ,,kleinen"" Leute der Klassenfeind den Dreck beseitigt .Aber es giebt keinen Westen mehr !!! Was ist nun aber mit dem Völkerrecht ?? Feindstaatenklausel etc ?? Steckt Walter Hallstein und Flick oder die ,,leninchen Prinzipien" mit IM-Erika und die Stasi lebt dahinter??????

Gravatar: Stasiopfer_in_USA

Sehr geehrter Herr Woldag,

meinen ganz persoenlichen Dank fuer Ihren Artikel. Und zwar wegen der Form des Ausdruckes und der Verwendung von Worten, wie wir Stasiopfer unter uns diese benutzen.

Gravatar: Rainer Waldhaus

Sehr geehrter Herr Woldag,

lese ich Ihre Artikel, so mehre ich meine politische Klugheit. Vielen Dank für diesen und für all die anderen Ihrer Artikel.
Das sich Geschichte wiederholt ist überliefert. Aber dass dies so schnell geschieht, das erstaunt mich nun doch sehr.

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