Ukraine-Krieg: Putins Freund Kadyrow fordert Auslöschung ganzer Städte

Der russische Präsident hat bemerkenswerte Verbündete: China, den Iran und natürlich den Massenmörder Kadyrow.

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Am 24. Februar 2022 hat Russland einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Das bestreiten nicht einmal die schlimmsten Putin-Versteher. Was sie von den Unterstützern Kiews unterscheidet, das ist ihre Deutung des Geschehens. Sie meinen, völkerrechtswidrige Angriffskriege sind zugelassen, solange Russland sie gegen die Ukraine beginnt.

Ramsan Kadyrow, der Schlächter von Grozny, denkt noch einen Schritt weiter als die Putin-Versteher. Sobald seine russischen Verbände auf ukrainischem Boden Verluste einfahren, fordert er, wie erst vor kurzem, den Einsatz von Atomwaffen durch Moskau. Jetzt sattelt er nach: Sollte die Ukraine russische Städte beschießen, sollte für jedes Geschoss eine ukrainische Stadt ausgelöscht werden. "Unsere Reaktion war bisher zu schwach", tönt der Islamist. "Wenn ein Geschoss in unsere Region fliegt, müssen ganze Städte ausgelöscht werden, damit sie niemals mehr denken, sie könnten in unsere Richtung schießen."

Diese Logik ist bizarr, wenn auch typisch für islamistische Gewalttäter. Offenbar halten sie ihr Staatsgebiet für unantastbar, egal wie sie den Nachbarn behandeln. Wenn also Russland seinen Nachbarn sei acht Monaten beschießt, dann ist die Reaktion auf diese fortgesetzten Aggressionen das eigentliche Verbrechen, das bestraft werden muss.

Ähnlich haben schon die Japaner im Zweiten Weltkrieg reagiert. Und auch die Deutschen. Nachdem sie ihre Nachbarn brutal über überfallen hatten und die sich wehrten, schlugen sie kräftig auf die Trommeln der Rache. In einem deutschen KZ soll es einen Fall gegeben haben, der offenbart, wie kranke Gewalttäter wie Kadyrow ticken: In einem der wenigen Momente von Widerstand hatte eine Insassin eines KZ die Waffe eines Aufsehers ergattert und einen SS-Mann angeschossen. Der schrie vor Schmerzen los, ließ die Frau bei lebendigem Leib verbrennen und verstand überhaupt nicht, wie ihm geschah.

Ähnlich nun die russische Führung und ihre Mörder. Kadyrow versteht eben nicht, warum sich die Ukrainer wehren und ihre Heimat patriotisch verteidigen. Und er ist wütend, daß sie es tun. Also reagiert er noch aggressiver.

Mag sein, dass Kadyrow mit seinen Drohungen deutsche Pazifisten einschüchtern kann. Die Ukrainer wird die Drohung kaum beeindrucken und noch weniger, die US-amerikanischen Einheiten, die - hoffentlich - in Rumänien stationiert worden sind. Die Nachfahren der 101.Luftlandedivision, die schon der Waffen-SS vor Bastogne trotzten, wissen, wie solche gewaltätigen Großmäuler reagieren, wenn sie am anderen Ende der Geschossbahnen stehen. Wie islamistische Gewaltäter eben so reagieren: Sie werden jammern.

Denn der Ausgang der Kämpfe zwischen Nato-Truppen und den russischen Verbänden, die sich schon gegen die Ukraine blamierten, dürfte wohl kaum in Frage stehen und man kann für die russischen Zwangsrekrutierten nur hoffen, daß es nicht dazu kommt. Anders Kadyrow. Diesem Verbrecher wünscht man das Schicksal des SS-Manns, der an der Kugel der Verbrannten krepierte.

Bevor nun die Putin-Versteher Schnappatmung kriegen, ob meiner deutlichen Worte. Sie seien daran erinnert, daß Moskau den Tonfall von Woche zu Woche verschärft. Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen gehören seit dem 24. Februar zum Alltag der Propaganda. Jetzt ist es also die Auslöschung ganzer ukrainischer Städte. Diese Art von Großmäuligkeit hört erst auf, wenn solche Verbrecher in den Trümmern der eigenen Bunker verrecken. Das war in Japan nicht anders als in Deutschland und jetzt mit Kadyrow. Diese Art Gewalttäter verstehen keine andere Sprache, als die der Gewalt. Und die, die Putin noch immer mit Verständnis die Stange halten, müssen eben damit leben, daß man sie mit einem Schlächter wie Kadyrow in einen Topf wirft. Und das völlig zu recht.

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[zum Weiterlesen: Siege und Niederlagen]

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: henrypaul

Kadyrow ist zwar ein Raufbold aber er hat mehr Eier in der Hose als Wladimir....

Leider ist seine (Wladis) brillante Intelligenz nicht für diese Situation gemacht, denn er versteht diese Situation gar nicht!

Und er versucht auf seiner Idee zu operieren, die alle anderen nicht verstehen wollen.

Kadyrow weiss was angesagt wäre: 1. Brüssel, 2. Pentagon, 3. Chikago, 4. Washington---
dann ist der ganze Zauber vorbei, denn a) kann die USA nicht mit 24 jahre-alten Atomraketen nach Russia schiessen und b) wird das VOLK in USA das richtig tun: alle NEOCONS und Vorbild-Krieger in die Wüste Negev verfrachten!

Gravatar: Hajo

@ H.P. Klein

Einen Verirrten kann man sich immer leisten, problematisch wird es nur wenn diese überhand nehmen, was wir ja gerade in der (H) Ampelregierung erkennen können.

Daraus kann man ableiten, daß die Welt noch voll von Irrationalitäten ist und gerade unser Land, das Land der Dichter und Denker, scheint vom rechten Weg abgekommen zu sein und ist gerade dabei den Karren an die Wand zu fahren und selbst Nobelpreise und Patentanmeldungen sind mittlerweile schon Mangelware, als sichtbares Zeichen des Niedergangs, denn damit fängt vieles an, wenn der Verstand durch Idiologie ersetzt wird und vielleicht selbst noch nicht einmal weiß, warum und weshalb.

Gravatar: Hans-Peter Klein

Hallo,
haben Sie den zeitgleich hier auf FW erschienen Artikel über David Petraeus schon gelesen ?
Der hatte im Irak-Krieg und in Afghanistan eine führende Position.

Wie der Irakkrieg zustande wissen Sie doch ?
Wieviele zivile Opfer auf das Konto der USA gehen doch auch, oder ?

Sie tun einerseits so, als würden sie Gewalt als Mittel der Politik ablehnen, bedienen aber gleichzeitig selbst eine gewaltverherrlichende und rachegetriebene Sprache, ZItat:
" ... hört erst auf, wenn solche Verbrecher in den Trümmern der eigenen Bunker verrecken. ".

Merken Sie eigentlich nicht, wie Sie selbst im Denken in "Kriegslogik" gefangen sind ?
Merken Sie nicht, wie dieses Denken sie bereits sehr tief in eine kriegsverherrlichende Ecke verstrickt hat, natürlich auf der Seite "der Guten" ?

Daraus gilt es auszusteigen, es sollte oberstes Prinzip deutscher Außenpolitik sein.

MfG, HPK

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