Ukraine-Krieg: 110 Jahre nach der ›Titanic‹ sinkt die ›Moskwa‹

Der russische Lenkwaffenkreuzer ›Moskwa‹ ist fast auf den Tag genau 110 Jahre nach der ›Titanic‹ gesunken. Ein Symbol oder nur der Verlust eines Kriegesschiffs?

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Fast auf den Tag genau 110 Jahre nach der ›Titanic‹ ist der russische Lenkwaffenkreuzer ›Moskwa‹ vor der ukrainischen Küste gesunken. – Sicher. Die ›Moskwa‹ ist nicht die ›Titanic‹. Zumindest ist es der russischen Marine wohl gelungen, den weitaus größten Teil der Besatzung von Bord zu holen. Das wäre ein Unterschied, wenn er denn etwas gutes für Russland hieße. Allerdings ist auch vieles vergleichbar. Denn was ist auf einem Kriegsschiff passiert, wenn die Besatzung gleich von Bord geholt wird und die Propaganda das meldet? Hat dann nicht nur die russische Marine, sondern auch die Propagandaabteilung des Kreml völlig versagt?

Ganz sicher hat die russische Marine versagt. Sie hat einen Fehler begangen, den nicht einmal ein Seekadett begehen würde, wenn er die Geschichte des Seekriegs auch nur einigermaßen kennt. Denn seit langem wissen Befehlshaber großer Kriegsschiffe: Ihre Einheit hat unter feindlichen Küsten nichts, aber auch gar nichts verloren, es sei denn, die feindliche Möglichkeiten, das Schiff unter Feuer zu nehmen, sind neutralisiert. So konnten die Alliierten vor der Normandie mit Schlachtschiffen kreuzen oder auch vor Iwo Jima. Aber der Schwere Kreuzer ›Blücher‹ der Deutschen Marine durfte nicht ins Oslofjord fahren – er tat es doch und wurde, wie gestern die ›Moskwa‹, versenkt.

Ebenso sicher hat die russische Propaganda versagt. Noch gestern beruhigte sie mit der Meldung, die Besatzung wäre von Bord. Was bei einem Passagierschiff im ersten Augenblick gut klingen mag, ist bei einem Kriegsschiff ein sicheres Zeichen dafür, dass das Schiff zumindest droht zu versinken.

Und so durften die Unterstützer Putins 24 Stunden behaupten, die Ukrainer würden schon wieder lügen. Zumal die US-Militärs das Sinken des Kreuzers nicht bestätigen konnten. Und richtig. Das Schiff ist ja auch erst gestern gesunken, am 14. April 2022. Während die Ukrainer schon gestern die Versenkung gefeiert haben. Wer will es ihnen verdenken.

Ob die ›Moskwa‹ bereits gesunken war, als Kiew die Meldung herausgab oder erst ein paar Stunden später, ist im Grunde belanglos. Die Einschätzung der Ukrainer war korrekt. Die der Russen war falsch. Sie war vielleicht nicht gelogen. Aber in Moskau hat man wahrscheinlich gewusst, das Schiff ist nicht mehr zu retten.

Und so ist der Kreuzer ›Moskwa‹ ausgerechnet am 14. April 2022 gesunken, versenkt von Ukrainern, die sich damit für den bösartigen Angriffskrieg Russlands auch zur See rächen. 14. April 2022 – das ist fast auf den Tag genau 110 Jahre nachdem die ›Titanic‹ nach der Kollision mit einem Eisberg im Atlantik versank. Der Kreuzfahrtdampfer nahm damals etwa 1.500 Menschen mit in den Tod. Die ›Moskwa‹ hat den russischen Matrosen ein ähnliches Schicksal erspart.

Aber in jedem anderen Punkt ist die Parallele bezeichnend. Eine sich ihrer Überlegenheit sichere Großmacht beginnt einen Krieg, den sie in wenigen Stunden siegreich beenden zu können glaubt – und weiß dabei die meisten Experten in dieser Einschätzung auf ihrer Seite. Sie scheitert zuerst auf dem Flugplatz von Kiew, sie scheitert vor Kiew, sie scheitert vor Charkiv. Sie schafft es nicht, die ukrainische Luftwaffe in einem ersten Schlag zu zerstören. Sie braucht über 5 Wochen um einige ukrainische Einheiten in Mariupol zu besiegen und hat es wohl nicht immer nicht geschafft.

Moskau dachte, nach dem schnellen Sieg gegen Georgien, der Eroberung Groznys und dem ›Bärensprung‹ nach Syrien wieder in der Ersten Liga militärischer Mächte zu spielen. Der Ukraine-Krieg zeigt ein Russland, das froh sein muss, nicht gegen die Armeen Polens antreten zu müssen. Von einem Seekrieg gegen die US-Navy will man gar nicht erst reden. Die russischen Matrosen haben mehr verdient, als ihre Kameraden, die vor Tsushima von japanischen Granaten zerrissen wurden oder mit ihren Schiffen ertranken. Es wundert auch nicht mehr, dass der Krieg in Syrien, 2015 mit schnellen Operationen begonnen, bis heute nicht endet.

Mit der Versenkung der ›Moskwa‹ hat dieser Wiederaufstieg Russlands nach der Niederlage von 1989, dem verlorenen ›Kalten Weltkrieg‹, endgültig ein jähes Ende gefunden. Und ebenso wundert es nicht, dass Putin ständig mit Atombomben droht. Sein konventionelles Militär taugt, zumindest bisher, nicht viel. Es ist bisher an einem nicht einmal sonderlich großen Eisberg zerschellt.

Der Rachefeldzug Russlands für die Niederlage von 1989 könnte sich in ein schlimmeres Desaster verwandeln. Denn 1989 hat Russland nicht militärisch, sondern ökonomisch verloren. Damit können Nationen in der Regel ganz gut leben. Aber Niederlagen auf dem Schlachtfeld steckt kein Land gut weg.

Für die nächsten Wochen verheißt das nichts Gutes. Denn ein angeschossener Bär ist äußerst gefährlich. Und nach all den Lügen Putins in den vergangenen Wochen, ist dem russischen Präsidenten viel zuzutrauen, auch der Einsatz von Atomwaffen, um Russlands militärische Ehre zu wahren. Da mag ein Berater von Angela Merkel die lauwarmen Sprüche der Ex-Kanzlerin noch so oft wiederholen.

Nachdem die ›Titanic‹ im Nordatlantik am 14. April 1912 mit dem Eisberg kollidiert und heute vor 110 Jahren, am 15. April 1912 in den frühen Morgenstunden versunken war, wurde in den USA ein Untersuchungsausschuss eingerichtet, der die Katastrophe minutiös untersuchte. Und dann wurden eine Reihe von neuen Gesetzen erlassen. Ein solches Unglück sollte sich so nicht wiederholen.

Es wird Zeit, dass Russland endlich lernt, mit sich selber auf diese Weise Klartext zu reden, um sich zu reformieren. Denn das Land und seine Leute werden gebraucht. Sie werden in Europa gebraucht. Und vielleicht ist die Versenkung der ›Moskwa‹ ja ein Signal für den Kreml. Heute, an Karfreitag.

[vollständiger Artikel]

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Karl Napp

Verschonen Sie mich! Diesen Arsch kann ich nicht mehr sehen!

Gravatar: feinstofflich

ich bin ohnehin der Überzeugung, daß die amerikanischen Kriegsschiffe im Schwarzen Meer die Moskwa heimtückisch versenkt haben. Die Amis haben doch schon vor Syrien gezeigt, wie man sich mit Raketenangriffen z.B. hinter Zivilfahrzeugen versteckt. Den adipösen US-Russlandfressern juckt es doch schon lange am Schließmuskel, endlich mal ihre neuen Antischiffsraketen an einem passenden Objekt ausprobieren zu können. Generalprobe gegen China usw. Na, wenn das mal nicht nach hinten losgeht. Den Ukrainer-Dödeln trau ich derartige Maßarbeit wenigstens nicht zu.

Gravatar: Karl Napp

Hebolds Kommentar ist klasse - wenn Hebold jetzt auch nochmal zu einem Herren-Friseur geht (Dienstag morgens ist es am billigsten), werde ich ihn immer lesen.

Gravatar: U. von Valais

Dass ein Kriegsschiff im Krieg sinkt, ist das kalkulierte Schicksal eines jeden Kriegsschiffs.

Russland hat wie die Ukraine ein Korruptionsproblem, das es lösen muss.

Gravatar: Karl Napp

Wer außerhalb Afrikas mit so einer Frisur wie dier Herr Hebold rumläuft, kann nicht ganz dicht sein! "Nicht mal ignorieren"!

Gravatar: Thomas

Und ich fordere, für die Zukunft, nicht nur Herrn
Hebold auf, jegliche Kriegspropaganda zu unterlassen,
um Europa, nicht in einen Krieg gegen Russland zu hetzten, welcher von einer handvoll superreicher
US Familien, inszeniert werden soll, um das untergehende
US Imperium zu retten. Deutschland würde als erstes, in
einem Krieg gegen Russland vom Erdboden verschwinden,
alleine schon wegen der US Basis Ramstein und dem Atomwaffenlager Büchel.

https://www.rubikon.news/artikel/neutralitat-oder-untergang

Gravatar: Thomas Lutz

Oder vileicht doch nicht.
was für den Artikel wie den Kommentar von Wolfram gilt.
Ich möchte hier nur auf folgende PI News Artikel verweisen.

https://www.pi-news.net/2022/04/alles-spricht-nach-wie-vor-fuer-einen-sieg-putins/


https://www.pi-news.net/2022/03/erobert-putin-die-sowjetunion-zurueck-oder-wie-bloed-sind-wir/

Und noch eine Frage.
Wie weit ist eigentlich ein Westen der Biowafflabore in der Ukraine und ein Deutschland das seine Bürger zu einer Impferei erprresst die in widerlichster weise dem Nürnberger codex widerspricht gesunken.

Gravatar: karlheinz gampe

@Wolfgang Hebold

Mit der Versenkung des Schlachtschiffs stimme ich mit ihrer Analyse diesmal überein. Das Polen gegen Russland bestehen kann darin jedoch nicht. Dicke Schlachtschiffe sind überholt. Die Falklands waren ein weiteres Beispiel.

Gravatar: Jabber

Wenn das Schiff so stark gebrannt hat, dass es niemand mehr löschen konnte, besteht immer noch die Möglichkeit, dass man, um das Feuer zu löschen, die Bodenventile geöffnet hat. Insbesondere dann, wenn Atomwaffen an Bord sind, was mir aber nicht bekannt ist. Solch ein Schiff lässt sich später wieder bergen, und aufmöbeln.

Gravatar: Thomas

Herr Hebold, ich bekomme schon wieder Kopfschmerzen,
wenn ich ihren Artikel lese. Ich möchte jetzt sofort, von ihnen, alle Informationen, über die zerstörte, millitärische
Infrastruktur und über die zerstörten Waffensysteme, in
der Ukraine, durch russisch, millitärische Einwirkung.
Weiterhin , möchte ich von ihnen wissen, warum sie,
sich als Rechtsanwalt, einer korrupten ukrainischen,
politischen Oligarchenbande,innerhalb einer US Kolonie aufspielen. Möchten sie an Ostern, vor dem Satanisten,
Darth Vader Schwab und dem "Wertewesten" auf die Knie gehen, statt, vor dem Schöpfergott.
Und ihnen Herr Wolfram, empfehle ich ein Bibelstudium,
außerhalb ,der Sonderlehren, falscher Propheten.
Weder Russland, noch die russische Armee ,wird mit
einem einzigen Wort, in der biblischen Enzeitprophetie
erwähnt. Genauso ,wird sich nie im Leben, zu irgend
einem Zeitpunkt, irgend ein Antichrist, oder satanischer Herrscher , in Israel, oder Jerusalem einnisten.
Im Gegenteil , in der Bibel steht eindeutig und klar, das
sich der Schöpfer, JAHWE, am ende der Endzeit ,wieder
den Juden zuwenden wird und sie beschützen und segnen wird als Staat.

Jesaja 8

20 So spricht der Herr der Heerscharen: Es werden noch Völker und die Bewohner vieler Städte kommen; 21 und die Bewohner einer Stadt werden zu denen einer anderen kommen und sagen: »Laßt uns hingehen, um den Herrn anzuflehen und den Herrn der Heerscharen zu suchen! Auch ich will gehen!« 22 So werden große Völker und mächtige Nationen kommen, um den Herrn der Heerscharen in Jerusalem zu suchen und den Herrn anzuflehen. 23 So spricht der Herr der Heerscharen: In jenen Tagen [wird es geschehen], daß zehn Männer aus allen Sprachen der Heidenvölker einen Juden beim Rockzipfel festhalten und zu ihm sagen werden: »Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, daß Gott mit euch ist!«

Gravatar: Wolfram

Ein russ. Symbol ist gesunken - das tut weh - und in etwas mehr als 7 Jahren könnte schon die gesamte russ. Armee vernichtet werden. Doch die ist ja riesig. Das wird wohl noch mehr weh tun !!!

Bis dahin - nach der bibl. Prophetie von Hesekiel 38 + 39 - wird die russ. Armee viele Länder "zermalmen", am Ende der 7-jährigen Gerichtszeit über diese Erde wird GOTT selbst "Gog aus dem Land Magog". den Fürsten von Russ----, Mosk-- und Tobolsk aus dem äußersten Norden mit einem Haken im Maul herumlenken auf die Berge Israels, um ihn dort zu vernichten !!! - Das wird noch vielmehr weh tun !!! - Bis dahin darf diese antichristliche antisemitische Weltmacht noch Unheil auf der Erde anrichten.

Doch zuvor muss erst noch der Bausatz des Jerusalemer Tempels irgendwo am Rande des Tempelplatzes errichtet und der falsche 7-Jahres-Friedensvertrag zwischen Israel u. Palestinensern geschlossen werden und der sog. Antichrist mit teuflischen Wundern die Welt verführen und die Annahme des Zeichens 666 bzw. des Micro-Chips an rechter Hand oder Stirn zum Kaufen und verkaufen verlangen. Weil kaum jemand heute jedoch heute noch die Bibel liest, ist die verweltlichte Christenheit darauf überhaupt nicht vorbereitet und wird darauf hereinfallen... - und wird diese Zeichen annehmen - zum eigenen Verderben.

Es gehört zu den biblischen, apokalyptischen Plagen, dass die antichristlichen und antisemitischen kommunistischen Mächte vom Norden und vom Osten (China) die Welt geißeln werden - und einen Teil dieser Geißel sehen wir in der Ukraine jetzt schon.

Teuerung und Hungersnöte sind prophezeiht - genau, was jetzt der Welt droht, neben Erdbeben,teilw. Entweichen der Atmosphäre, Verfinsterung von Sonne und Mond - und wohl auch weltumfassender atomarer Vernichtung, wo insges. 3/4 der Menschheit sterben werden ... puh !!! - Doch weiterhin wird gespottet und gelästert, dem Heidentum gefröhnt, was das Zeug nur so hält ... - wie dumm !!!

Russland ist Endzeit-Macht - und wird bis zum Schluss der Gerichtszeit überdauern, dann aber jedoch vernichtet werden !!!

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