Suleimani: ein Mord und seine Folgen

Jetzt wurde nichts unterlassen, den Mord in aller Öffentlichkeit und mit allen Konsequenzen für die betroffene iranische Regierung sich abspielen zu lassen.

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[Zuerst veröffentlicht unter: https://www.world-economy.eu/details/article/suleimani-ein-mord-und-seine-folgen/]

Die Ermordung des iranischen Generals Suleimani im Auftrag des amerikanischen Präsidenten Trump wirft über die unmittelbar drohende Kriegsgefahr Fragen auf, die unsere Zukunft maßgeblich bestimmen werden. Nicht nur im Vergleich zu der Ermordung des Chefs des russischen Militärgeheimdienstes, Generaloberst Sergun, 2016 in Damaskus, in Zusammenhang mit seinen Gesprächen mit dem syrischen Präsidenten Assad. Vermutlich, um die Konsequenzen aus einem durch die damalige Ermordung sich ergebenden Kriegsgrund zu vermeiden, wurde offiziell eine andere Todesursache und ein anderer Todesort angegeben. Täter-und Opferstaat haben seinerzeit die mögliche kriegerische Konfrontation vermieden.

Jetzt wurde nichts unterlassen, den Mord in aller Öffentlichkeit und mit allen Konsequenzen für die betroffene iranische Regierung sich abspielen zu lassen. Optionen für Regierungshandeln- oder Unterlassen wie 2016 in Damaskus wird es nicht geben. Die Art und Weise des Mordes schränkt die Handlungsoptionen des von dem Mord betroffenen Landes geradezu auf eine Handlungsoption ein: die mögliche und vom Völkerrecht erlaubte Reaktion durch einen vom amerikanischen Präsidenten geschaffenen Kriegsgrund. Die Aussage des amerikanischen Präsidenten, bezogen auf ein „friedenswilliges Amerika“ klingen vor diesem Hintergrund unglaubwürdig. Noch nicht einmal bei einem Mord wurden dem betroffenen Land Optionen gelassen.

Für die Handlungsweise des amerikanischen Präsidenten Trump sollte man sich in Erinnerung rufen, daß er noch immer nicht die Schlüsselteile des Untersuchungsreports veröffentlicht hat, der wegen der Ermordung Kennedys erstellt worden war. Auch damals stand eine Verständigung der USA mit der Sowjetunion durch Kennedy in Rede.

Auch damals gab es durch einen Präsidenten den Versuch, sich aus der Überdehnung einer Politik zu lösen, die an die Substanz der amerikanischen Leistungsfähigkeit ging. Nach allem, was öffentlich debattiert wird, waren diesem Friedenswillen die Interessen des „deep state“ entgegengesetzt. Heute hält sich der Eindruck, daß nur über die Prätorianergarde des „Q“ der Schutz des amerikanischen Präsidenten gewährleistet werden kann. Und jetzt?

Die nächsten, die am besten ihr ganzes schönes Gebiet einbetonieren, weil ein Besuch des amerikanischen Präsidenten Trump droht, sind unsere Nachbarn in der Schweiz mit Davos Ende Januar 2020. Sollte Präsident Trump kommen, kann man sich nicht ausmalen, was das für die Schweiz und danach für jeden Ort bedeutet, den dieser Präsident besuchen sollte. Jede europäische Regierung sollte sich fragen, welchen Beitrag sie durch Kollaboration mit den amerikanischen Trump-Feinden geleistet hat, um einen friedenswilligen Präsidenten mit Blut an den Händen dastehen zu lassen?

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Frau  XYZ

@ H.R. Schwert

Jesus selbst war, ist, Jude, seine Eltern und alle die ihm
nachfolgten waren Juden.
Die Christen nannten sich erst mehr als 300 Jahre nach
Christus Christen, bis dahin waren sie auch Juden,
eine jüdische Sekte.
Sie, die Christen haben sich erst allmählich immer mehr
vom Judentum emanzipiert. Und die Emanzipation setzt
sich bis heute fort.
In Amerika geht es oft den umgekehrten Weg. Christen
besinnen sich auf ihr jüdisches Erbe und feiern die
Feste, die auch Jesus gefeiert hat. Pessach zum
Beispiel.

Gravatar: Einzelk@mpfer

Meine Erkenntnis: Das Krebsgeschwür amerikanische "Deep State" wuchert nicht nur in der USA, sondern reicht bis ins Bundeskanzleramt (Clinton, Merkel, Obama) und durchdingt die gesamte Welt, von Russland und China einmal abgesehen. Ukraine ist erst vor ein paar Jahren befallen worden (Biden & Sohn). Der Vergleich Kennedy-Trump passt. Beide haben dem Deep State die Stirn geboten. Trump sollte nicht im offenem Wagen spazieren fahren. Der Deep State hat ALLES versucht Trump ohne Attentat zu beseitigen wird es aber nicht schaffen, weil Trump mächtige Leute und große Teile des Militärs hinter sich hat. Trump hat sein Leben gelebt und zum Abschluss will er noch dem Deep State, mit dem er früher teilweise kooperiert hat ordentlich auf die Füße treten und "den schuftenden Amerikanern ihr Land zurück geben. Einfach so als gerechter Rachefeldzug. Mr. President-go for it!

Gravatar: Sparschwein

http://www.pi-news.net/2019/09/egal-wie-trump-muss-weg/

Dieser "General" der al Quds-brigaden hätte schon lange
weg gemusst.
Ich nehme an, jeder hier weiß, was Al Quds bedeutet?

Gott schütze Israel, das diese Wahnsinnigen vernichten
wollen.
Nichts aus der Vergangenheit gelernt?
Wer daraus nichts lernt, muss sie wiederholen.
Darauf können wir gerne verzichten.

Gravatar: H.R. Schwert

Nur meine Meinung:

Hat nicht der General Suleimani, an jeder Rakete, die in den letzten Jahren die im nahen und mitleren Osten abgefeuert wurde, seinen Fingerabdruck hinterlassen ?

Es ging idR. die Juden zu eleminieren, gelegentlich auch Amerikaner. Aber auch die Einkreisung Israels, durch ihn, Angriffe aus dem Gazastreifen oder auch aus dem Libanon usw. Auch die Angriffe gegen Tanker im Persischen Golf hat er angeordnet usw.

Die Juden hatten früher nicht die Möglichkeit gehabt, als Heydrich und Himmler zur Endlösung ueber ganz Europa aufrief. Ist es nicht eine Analogie, wieviel Hass die Iran's Mullas idF. Suleimanie, Israel von der Landkarte zu streichen, inklusive aller Juden, vo allen Seiten ?

Ich persönlich bin nicht erfreut darüber, dass die Juden Jesus Christus als Messias ablehnte, selber Schuld, aber jeder hat dass Recht zu leben, auch Suleimanie, nur, wer sich in die Gefahr bringt, wie eben Suleimanie, muss damit rechnen darin umzukommen.

Gravatar: Mino Cair

@jürgen kurt wenzel: Sonnenwinde wären eine Erklärung dafür. So ein elektromagnetischer Sturm auf der Sonne und hier drehen alle durch. Ganz ehrlich: was im Moment überall auf der Welt passiert, ob das Flammenmeer in Australien dank grüner Umweltgesetze oder die Ermordung des Generals, welcher den IS-Terror in Syrien beendete (und den der “Westen” nun als Terroristen bezeichnet), dies alles ist rational nicht mehr zu erklären.

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Ich habe das Gefühl, krampfhaft, aus einem nicht enden wollendem Alptraum erwachen zu wollen ! Alles was hier passiert ist so irreal , daß es einfach nicht war sein kann !
Und doch zieht dieser Irrsinn die Welt in einen Strudel von realem Wahnsinn !
Zwei Weltkriege ! Und die Irrsinnigen Kriegsgewinnler treiben den Pöbel und schon wieder in Schwarz in die Masse der Schafe zu neuem schlachten .

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