Peking verzettelt sich vor Taiwan mit Großmäuligkeit

Mit Manövern um Taiwan manövrieren die Großmäuler in der KPC Rotchina tiefer in Schwierigkeiten.

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Eigentlich ist der Besuch der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses in der Republik China, auch Taiwan genannt, eine Selbstverständlichkeit und es geht kein anderes Land etwas an, ob Pelosi reist oder nicht. Eigentlich!

Aber die Herrscher in Peking, die vor Machtgefühl kaum laufen können, seit der russische Präsident Wladimir Putin sich ihnen als Schoß- und Wachhund verkauft hat, meinen, ein Anrecht auf Taiwan zu haben. Also protestieren sie und drohen als Reaktion auf den Besuch einer US-Politikerin mit Krieg. Wenn das nicht ein Beispiel asymmetrischer Diplomatie ist, bei der auf Staatsbesuche mit Schusswaffengebrauch reagiert wird, ist es nichts weiter als das äußerst aggressive Auftreten einer imperialen Macht, die sich ihre Nachbarn gefügig machen will.

Seltsamerweise wird nun aber den USA unterstellt, der Provokateur zu sein und nicht etwa dem Regime in Peking. So verquer können Ansichten sein. Wer machtgeilen Diktatoren Paroli bietet, gilt als Aggressor, nicht der Diktator. Ball paradox.

Doch unabhängig von diesen rhetorischen Scharmützeln haben die Scharfmacher in Peking nun ein Problem. Denn Pelosi hat Taiwan besucht und nach seinem Gekläffe muss der kommunistische Köter nun irgendwie beißen. Also wird mit Manövern begonnen direkt vor der taiwanesischen Küste. Mit der unausgesprochenen Drohung, es wie Russland zu machen. Schließlich hat Putin auch bis zur Stunde des Angriffs auf die Ukraine gelogen. Das Dutzend Raketen im Umkreis der Insel deutet die Kriegslüsternheit der Kommunisten an.

Der feine Unterschied aber ist: Die USA werden es in diesem Fall nicht bei der Lieferung von einer handvoll Waffen belassen; sie werden mit ihrer 7. Flotte eingreifen, die für den Westpazifik zuständig ist.

Sind die militärischen und politischen Führer in Peking so dämlich, einen Krieg zu riskieren, den sie nicht gewinnen können? -  Bei den politischen Führern muss man wohl mit allem rechnen. Aber vielleicht gelingt es den Kommandeuren, ihrer Regierung in Peking die Lage deutlich zu machen: Die 180 Kilometer Luftlinie über die Straße von Formosa ist für die Volksbefreiungarmee unüberwindlich.

Weder sind sie technisch in der Lage, die 180 Kilometer zu überqueren. Alleine die dauerhafte absolute Luftüberlegenheit gegen die US Air Force zu gewährleisten, ist für die Piloten und unterstützenden Einrichtungen ein Unding. Ihr Kriegsgerät ist dem amerikanischen deutlich unterlegen. Wer es nicht glaubt, werfe einen Blick in die Ukraine, wo zwei Dutzend Raketenwerfer die russische Armee aufhalten können. Was mit den chinesischen Landungsschiffen vor Taiwan passiert, kann sich jeder an zwei Fingern ausrechnen. Ein Truthahnschießen wie vor den Marianen steht an.

Dazu kommt, dass die kommunistische Flotte absolut kriegsungeübt ist. Sicher haben die Söhne Maos gelernt, von einem Flugzeugträger zu starten - aber Kriegseinsätze wie im Irak, über Syrien oder über dem Balkan werden durch keine Übung ersetzt! Die Volksmarine hat dieses Training nicht und sollte vermeiden, die erste wirkliche Operation unter den schwierigen Bedingungen einer amphibischen Landung 180 Kilometer vom Festland aus durchzuführen.

Gehen wir einmal davon aus, dass die militärische Vernunft in Rotchina obsiegt. Dann aber steht die rotchinesische Politkaste blamiert da. Sie hat ihren Machtanspruch nicht durchsetzen können und alles Drohen hat nichts gefruchtet. Doch wer nicht einmal 180 Kilometer vor der eigenen Küste Herr im Haus ist, der ist eben noch keine Weltmacht. Der muss sich damit abfinden können, dass es vielleicht für ein nordostasiatisches  Satrapenreich bis Moskau reicht, aber vorerst nicht für die Hochsee. Deutschland hat das unter ähnlichen Umständen erst nach zwei verlorenen Kriegen gelernt. Hoffen wir auf etwas mehr Weisheit im Reich der Mitte.

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[zum Weiterlesen: Siege und Niederlagen]

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Karl Napp

Gottseidank, daß wir Sie haben, Herr Hebold! Wenigstens Sie blicken durch!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Mit Manövern um Taiwan manövrieren die Großmäuler in der KPC Rotchina tiefer in Schwierigkeiten.“ ...

Tatsächlich?

Ja mei: „Scott Ritter über Pelosis Taiwan-Provokation, die Folgen und womit“ ihn die ´auch in meine Augen völlig lächerliche` „Baerbock zum Lachen bringt“:

"Ich musste echt lachen, als das deutsche Außenministerium vorhin eine Erklärung abgegeben hat. „Wenn China in Taiwan einmarschiert, werden wir Taiwan unterstützen.“ ´Mit der deutschen Flotte, der deutschen Luftwaffe, der deutschen Armee oder der gepriesenen deutschen Wirtschaft, die so gut ist, dass man sie mobilisieren wird? Was wollt ihr denn bitte mobilisieren, Deutschland? Was?
Sein Rat an die grüne Politikerin:

Halt endlich die Klappe"!!!
https://test.rtde.tech/international/145323-scott-ritter-uber-pelosis-taiwan/

Gravatar: Stefan Riedel

Vorsicht, die Chicoms sind ein anderes Kaliber als die
Putinoids. Luft- und Seeblockade Taiwans sind nicht vom
Tisch?

Gravatar: Wolfgang Hebold

Werter Hajo,

offenbar haben Sie den Sinn meiner Anmerkung in dem Schlussabsatz nicht verstanden: Die Anwesenheit in einem Land, sagt nichts darüber, ob man ein Land versteht. Nur weil Sie ein paarmal in China waren, wissen Sie nicht mehr über das Land und seine Psychologie als jemand, der niemals dort war. Oder noch deutlicher: Der gewöhnliche Italientourist weiß wenig über Italien.

Und nochmal: Der Ehrenkodex der chinesischen Elite, den ich anspreche und den Sie garnicht bestreiten, stellt sich vor Taiwan selbst eine Falle.

Was das von Ihnen so angehimmelte China betrifft: Die letzten 200 Jahre war es verschwunden und hat fürchterlich gelitten. So dolle kann dort also nicht alles sein. Während die USA die Kulturmacht der Welt sind. Und nicht Rot-China und ganz sicher nicht Russland. Warum sonst wird europäische Kulturlandschaft in China nachgebaut? Bei einem China a la Honkong sähe das ganz anders aus!

Aber damit schweifen wir sehr vom Thema ab.

Grüße und ein schönes Wochenende,

Wolfgang Hebold

Gravatar: Hajo

@ Wolfgang Hebold

Trete ungern nach, aber ihr letzter Absatz belegt, daß ich mit meiner Vermutung nicht ganz falsch liege, denn ein Land ohne Hausnummern und Heizöfen zumindest in den Anfängen der achtziger Jahre, von anderen Dingen ganz abgesehen, kann man nicht annähernd mit unserer Heimat vergleichen und wer die Ara der Friendsship-Stores noch kennt und die Leute massenhaft im Blaumann immer noch vor sich sieht kann und muß das Land völlig anders bewerten, als man es heute vorfindet. weil sie in 40 Jahren viel dazu gelernt haben und nicht mehr das sind was sie seinerzeit waren, dank unserer Hilfe und dem Geschick von Deng Xiao Ping, sich das Know How des Westens zu eigen zu machen um damit selbst groß zu werden.

So sind unter meiner Führung ganze Produktionsstraßen gewachsen und ich habe mitten unter den Funktionären und Arbeitern lange Zeit gelebt und kenne deren Eigenheiten sehr gut und was bei uns unvorstellbar ist, war seinerzeit dort nichts außergewöhnliches und ist einer am Färbebottich umgefallen, dann konnte er von Glück reden, wenn sich jemand gleich um ihn gekümmert hat, da war meistens schneller ein Ersatzmann da, als der Betroffene wegtransportiert wurde, weil man es einfach anders gesehen hat.

Wer Ratten als ständige Begleiter kennt, was ja bei uns schon lange nicht mehr der Fall ist, der weiß auch wie diese Viecher lästig werden konnten und die kamen garnicht so richtig nach um mit dem Ungeziefer Herr zu werden, von den Spuknäpfen überall herumstehend mal ganz abgesehen, wo einem auch das Frühstück gleich hochkommen konnte, wenn man da näher hinein sah.

In der Anfangszeit des Aufbaus, war man damit beschäftigt die Leute in den Büros und in den Produktionsstätten damit auf Trab zu halten, indem man die Aufgaben splittete und jedem seinen Anteil zugewiesen hat, das förderte die Zusammengehörigkeit und Arbeitsdisziplin und so war ein kleiner Raum oftmals überproportional mit Personal besetzt, wo sie sich gegenseitig unterstützend die Utensilien jeglicher Art überreichten um diese dann an die richtige Stelle zu befördern.

Diese Arbeitsmethode war nur der Beschäftigung gezollt, nicht aber dem Mehrwert einer Gesellschaft und was bei uns zu gleiche Zeit drei Personen bewerkstelligten, machten dort Heerscharen von Leuten, damit sie beschäftigt waren und dafür auch ein paar Yuan bekamen um nicht ganz leer auszugehen.

Allein mit dieser Voraussetzung konfrontiert war es damals äußerst schwierig den Chinesen eine andere Denkweise beizubringen und die vielen Rückschläge und Falschhandlungen waren nur etwas für gute Nerven, ich kenne viele die total entnervt nach Deutschland zurückgekehrt sind, weil sie in dieser Zeit mit den Problemen nicht annähernd fertig geworden sind.

Was viele auch nicht wissen ist die Tatsache, daß man in größeren Städten total unter die Räder kommen konnte, wenn man sich dort per Fuß verirrt hat, was häufig bei Langnasen vorkam und das sicherste Mittel war die Hoteladresse auf chinesisch, denn einen Chinesen auf der Straße abzufragen war nahezu unmöglich und so konnten Ausflüge gerade in der frühen Zeit zum Dschungelerlebnis werden ohne Wiederkehr oder man bemühte einen chinesischen Fahrer, der einen sicher hin und zurück brachte.

Ein tolles Erlebnis hatte ich mal in einem Freizeitpark im Süden Chinas in Kanton, wo ein Firmenfunktionär mich zum Besuch dort eingeladen hat um die Errungenschaften der Stadt zu zeigen. Schon vor dem Haupteingang bildeten sich riesige Menschenmassen, was man sich hier überhaupt nicht vorstellen kann und da man mir das nicht zumuten wollte, wurde kurzerhand mit der Wachmannschaft an der Pforte verhandelt und das Fahrzeug durfte mitten durch die Menge fahren, damit der Besucher sein Vergnügen hat und wenig sehen konnte, weil man zu niedrig saß und die Massen kurzerhand von der Motorhaube wegeschoben wurden, was die mit stoischer Ruhe hingenommen haben.

Das alles und viel mehr in über dreißig Jahren kann man nicht mit der Feststellung abtun, daß man wie sie sagen dort war, denn das waren gewaltige Eindrücke, die man hierzulande nicht annähernd kennt und ich habe auch die schlechte Seite der Chinesen erlebt, die bei uns ja nur grinsend gezeigt werden, die können aber sehr heftig werden, wenn es sein muß und deshalb sind meine jahrelangen Beobachtungen vor Ort ganz anders zu bewerten und wer heute dort als Tourist hinfliegt wird auch getäuscht, denn China hat viele Gesichter und die Geister die darin wohnen sind so unterschiedlich wie es nicht größer sein kann.

Zum Abschluß noch eine weitere Anekdote auf einer Geschäftsreise von Ort zu Ort im Norden Chinas, wo ein langer Stau auf einer Landstraße entstand und alles zum stehen kam. Mein Fahrer und ich sind ausgestiegen und 300 Meter vor uns scheint ein Omnibus in einen Fluß gestürzt zu sein und die Chinesen waren gerade dabei die Leichen zu bergen. Diese wurde am Straßenrand schön aufgereiht und eine Menge Zuschauer waren vor Ort, wie immer wenn dort was passiert ist und einige haben dann sogar noch ohne Gefühlsregungen zu zeigen mal das Bein oder den Kopf verschoben um zu sehen ob noch Leben darin ist und das sollte man mal auf deutsche Verhältnisse übertragen, was nahezu unmöglich ist und deshalb sind sich auch diese Welten fremd weil sie einfach anders ticken und keinem Vergleich standhalten können.

Darum ist es auch wichtig, daß man ein Land persönlich kennt und seine Bürger und ihr Art und Lebensweise einschätzen kann, ansonsten führt es zu Fehlannahmen und das ganze könnte ich noch stundenlang ausweiten und manchmal bin ich es auch überdrüssig, weil ich in manchen Fällen bemerkt habe, daß es hier nicht verstanden wird und mich nur noch auf solche Personen beschränke die gleiche China -oder Asienerfahrungen gemacht haben, bevor man am Ende noch diskreditiert wird, weil der Vorstellung nicht ausreicht um alles zu erfassen, was man irgendwie auch verstehen kann.

Schreiben sie weiter wie sie es für richtig halten, das gleiche mache ich ja auch ohne den Anspruch zu erheben in jedem Fall richtig zu liegen, was ja legitim ist, denn irren ist menschlich sprach der Hahn und stieg von der Ente.

Gravatar: Angermann

Zitat: Seit Jahrzehnten lebe ich in Deutschland und verstehe das Land bis heute nicht wirklich.

Grüße,

Wolfgang Hebold

Na ja, das erklärt Vieles.

Gravatar: Ulrich Müller

@ Hajo
Ich gebe Ihnen recht! Die Chinesen werden sich was Nettes als Retoure ausdenken. Die Russen und die Chinesen sind Meister in diesem Spiel. Sie lassen sich Zeit und dann bringen sie genussvoll Schmerzen (wie eine Akupunturnadel in ein Schmerzzentrum) über denjenigen, der es bei Ihnen versemmelt hat. Siehe als aktuelles Beispiel "die Turbine".

Gravatar: Angermann

Wieder mal ein echter Hebold. Voller linker Wunschvorstellungen und falscher Analysen.

Zitat: „Aber die Herrscher in Peking, die vor Machtgefühl kaum laufen können, seit der russische Präsident Wladimir Putin sich ihnen als Schoß- und Wachhund verkauft hat, meinen, ein Anrecht auf Taiwan zu haben.“

Soso, der Präsident des größten Landes der Welt ist ein Schoßhündchen? Das ich nicht lache! Nebenbei bemerkt hat Russland knapp 500 Atomsprengköpfe mehr als die USA. Dazu kommen dann die leider an Zahl nicht verlässlich zu ermittelnden Atomsprengköpfe Chinas. Mindestens jedoch vereinen Russland und China zusammen mehr als die Hälfte des weltweiten Atomarsenals!

Zitat: Sind die militärischen und politischen Führer in Peking so dämlich, einen Krieg zu riskieren, den sie nicht gewinnen können?

Nein, es muss heißen „Sind die militärischen und politischen Führer in WASHINGTON so dämlich, einen Krieg zu riskieren, den sie nicht gewinnen können?“

Zumal dieser Krieg ein Zweifrontenkrieg ist, da auch gegen Russland aggressiv vorgegangen wird!
Auch Adolf hat das mal gedacht, das Ergebnis ist bekannt.

China braucht auch noch nicht mal einen Schuss abzufeuern. Die Einstellung der Belieferung Taiwans mit Sand, wovon die gesamte taiwanesische Bauindustrie betroffen wäre, und die Blockade jeglicher Ausfuhr, wovon dann auch die Mikrochips betroffen wären, mit denen Taiwan zwei Drittel des Weltbedarfs deckt, würden vollkommen ausreichen. Besonders die Amis würde das treffen, ich sage nur exemplarisch Apple, Microsoft.

Zitat: „Dazu kommt, dass die kommunistische Flotte absolut kriegsungeübt ist.“

Herr Hebold, meinen Sie das wirklich ernst, indem Sie die völkerrechtswidrigen Kriege der USA jetzt auch noch als Vorteil darstellen?

Sie denken leider immer noch ausschließlich in militärischen Kategorien, Herr Hebold. Dass Krieg sich gerade zwischen Großmächten nicht mehr unbedingt auf dem Schlachtfeld sondern vielfach im Finanzsektor abspielt, wobei Wirtschaftsblockaden etc. eine große Rolle spielen, scheint Ihnen entgangen zu sein. Und wenn man danach geht, sind die USA längst auf der Verliererstrasse, die „Weltwährung“ US-Dollar wird bald Geschichte sein. Gewinner werden die Währungen derjenigen Länder sein, die durch echte Werte (Rohstoffe + Technologie) gestützt sind. Und da sieht es für die USA und auch die EU mit ihren Fiat-Währungen und Geldruckexzessen ohne Wertdeckung ganz düster aus!

Gravatar: Tom aus+Sachsen

Herr Hebold, dem Reich der Mitte geht´s wie der deutschen Eiche - was stört es wenn ein Hund dran pinkelt.

Gravatar: Walter

Ich weiß nicht warum? Immer wenn ich hier im Blog Artikel von diesem Autor sehe, fällt mir sofort die Szene ein, als der ehemalige Chef des Bundeskanzleramtes "Ronald Pofalla" gegenüber dem ehemaligen CDU Bundestagsabgeordneten "Wolfgang Bosbach" diese Äußerung macht - "ich kann deine Fresse nicht mehr sehen."
Bei diesem integren "Wolfgang Bosbach" hatte ich für diesen "Ronald Pofalla" nur Verachtung übrig.

Gravatar: Wolfgang Hebold

Werter Hajo,

vielleicht lesen Sie meinen Beitrag noch einmal, denn genau darum geht es: Dass Rot-China sich mit seinem für uns etwas seltsamen Ehrenkodex verzockt hat.

Bemerkenswert an Ihren Ausführungen: Taiwan, das um den Besuch von Frau Pelosi gebeten hatte, scheint für Sie irgendwie nicht China zu sein, von dem Sie meinen, man könne es nur kennen, wenn man, wie Sie, öfter dort war. Ich halte diese Vorort-Völkerpsychologie für Unsinn. Seit Jahrzehnten lebe ich in Deutschland und verstehe das Land bis heute nicht wirklich.

Grüße,

Wolfgang Hebold

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Mit Manövern um Taiwan manövrieren die Großmäuler in der KPC Rotchina tiefer in Schwierigkeiten.“ ...

Weil die Chinesen – ähnlich wie die Russen – durch das extrem provokante Verhalten der „einzigen Weltmacht“
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_einzige_Weltmacht:_Amerikas_Strategie_der_Vorherrschaft
in Person eines Pelosi N. bis aufs Blut provoziert wurden?

Ja mei, liaber Hebold, noch am 26.04.2022 fragten Sie:

Was ist eigentlich ein »Kriegstreiber« - und antworteten:

„Manche erfinden neue Worte, andere erfinden zu alten Worten neue Bedeutungen. Und wieder andere ändern sie ins Gegenteil“!!!
https://www.freiewelt.net/blog/was-ist-eigentlich-ein-kriegstreiber-10088939/

Gravatar: Hajo

Aus ihnen spricht vermutlich die tiefe Unkenntnis der chinesischen Mentalitäten, die seit Jahrtausenden auf einer völlig anderen Basis begründet ist, als wir es vom Westen her kennen und man muß nur lange genug vor Ort gewesen sein um zumindest einen kleinen Einblick bekommen zu haben wie die Chinesen ticken, was mit unserer Weltanschauung überhaupt nicht zu vergleichen ist.

Zum ersten betrachteten sich die Himmelssöhne schon immer als Mittelpunkt der Welt und wir sind für sie nur Randgebiet bis heute und die partriarchalische Gesellschaft war schon immer Bestandteil ihrer Lebensphilosophie, das war unter den Kaiser-Dynastien so bis hin zur KPC, die alte Gepflogenheiten fortsetzen, wenn auch in ihrem Sinne, aber keineswegs von der Zentralgewalt abweicht und jeder der diese in Frage stellt wird als Feind betrachtet und genau das hat Pelosi im Unverstand gemacht, weil sie, warum auch immer, deren Machtanspruch nicht verstehen will oder kann.

Früher sprach man vom Elefant im Porzellanladen, übrigens eine Spezialität der US-Amerikaner, was aber mit diesem Besuch sicherlich nicht ohne Folgen bleibt, denn sie hat damit die gesamte KPC-Führung weltweit vorgeführt und das hat Konsequenzen, die nach Chinesenart dann eben anders verlaufen, was wir uns in unseren westlichen Gehirnen nicht ausmalen können.

Man kann gespannt sein, mit welchen Folterwerkzeugen sie nun aufwarten und vermutlich werden es gezielte Nadelstiche sein, aber mit großen Auswirkungen und wer die Chinesen kennt, der weiß mit welchen Kleinheiten sie operieren können um ein großes Ganzes zu produzieren und da wird ihnen noch so einiges einfallen um die Schmach zu tilgen, die ihnen nun wiederfahren ist und die internen Diskussionen werden sehr laut sein und die Reaktion wird folgen und wer es im Kleinen kennt, weiß auch wie sie über sich hinauswachsen können und wer sie so beleidigt hat, der hat es auf alle Zeiten bei ihnen verscherzt, denn die sind sehr nachtragend, wie die Muslime auch und wie kann man so dumm sein um dort ein Fanal zu setzen, was die Folgeschäden nicht mit einbezogen hat.

Wenn dumme Puten aus dem Westen reisen oder sich äußern, dann wird mit wenigen Worten oder Taten etwas auf den Kopf gestellt und Biden hat die Tragweite erkannt, konnte sie aber am Besuch nicht hindern und wird nun die Folgen tragen müssen, die unverantwortlich sind, wenn man eine der größten Nation so vor den Kopf stößt was auch eleganter zu händeln gewesen wäre.

Gravatar: Ulrich Müller

Jetzt ist der Herr Hebold auch noch zum China-Experten geworden! Nachdem er schon beim Ukraine Konflikt eindrucksvoll bewiesen hat, dass er auf absolutem Amateurniveau herumargumentiert (und dabei zu glatten Lügen gegriffen hat*). Jetzt auch bei China unsachliche Rhetorik auf niedrigstem Niveau ("nach seinem Gekläffe muss der kommunistische Köter..."), die ziemlich viel über Herrn Hebold aussagt, aber eigentlich gar nichts über China.

Zum eigentlichen Geschehen: Pelosi hat absolut nichts erreicht, außer platte Sprüche loszulassen. Ein kurzer, flüchtiger PR-stunt. Wenn jemals eine Chance für den Westen bestanden hat, China auf seine Seite zu ziehen und gegen Russland in Stellung zu bringen, dann ist diese Möglichkeit spätestens mit dem Pelosi-Besuch ein für alle Mal vom Tisch! Das war schlicht dumm von ihr!

* nur ein Beispiel: eine glatte Lüge von Herrn Hebold war die Behauptung, dass der Rubel abgestürzt sei (und Russland deshalb auf dem Weg zum wirtschaftlichen Ruin sei), zu einem Zeitpunkt, wo er bei 58 oder 60 zum Dollar stand und sich absolut stabilisiert hatte. Sanktionen wirkungslos verpufft und der Rubel stabil! Kürzlich ist übrigens die Griwna stark abgewertet worden, weil die Wirtschaft der Ukraine (dank Selenskijs Unfähigkeit) am Boden liegt, aber darüber werden wir von Herrn Hebold wohl kaum was zu lesen bekommen!

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