Merkels Digitalisierungs-Desaster gefährdet Deutschlands Zukunftsfähigkeit

Die Merkel-Regierung hat in allen Bereichen versagt – auch in dem für Deutschlands Zukunftsfähigkeit wichtigen Bereich der Digitalisierung. Unter Merkel ist Deutschland zu einem digitalen Entwicklungsland geworden.

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Die Merkel-Regierung hat in allen Bereichen versagt – auch in dem für Deutschlands Zukunftsfähigkeit wichtigen Bereich der Digitalisierung. Unter Merkel ist Deutschland zu einem digitalen Entwicklungsland geworden. Statt auf moderne Glasfasernetze, hat die Merkel-Regierung auf die veralteten Kupferdrahtnetze gesetzt. Die Merkel-Regierung hat sich damit zum Erfüllungsgehilfen der teilstaatlichen Telekom gemacht, die ihre Monopolstellung verteidigen will. Das Ergebnis dieser politischen Verfilzung ist ein wirtschafts- und technologiepolitisches Desaster.

Wie sieht es in Deutschland mit der Digitalisierung nach 13 Jahren Merkel-Regierung aus? Nur 2,3 Prozent der Breitbandverbindungen sind schnelle Glasfaseranschlüsse. Im Vergleich dazu liegen selbst Kolumbien bei 11 Prozent und die Spitzenreiter Südkorea und Japan bei 75 und 76 Prozent.

Südkorea hat seit 2005 massiv in den Ausbau des Glasfasernetzes investiert, während die Merkel-Regierung vor allem in die Bankenrettung, die Rettung bankrotter Eurostaaten und illegale Migranten investiert hat.

Das Ergebnis ist verheerend. Bei der Durchschnittsgeschwindigkeit des Internet liegt Deutschland weltweit auf Platz 25, bei der Höchstgeschwindigkeit auf Platz 45. In Deutschland nutzen fast 11 Millionen Menschen das Internet kaum oder überhaupt nicht.

Die Bundesregierung spricht viel von der Zukunftstechnologie „Künstliche Intelligenz“. Dafür fehlt uns aber schlicht und einfach die digitale Infrastruktur. Viele Geschäftsmodelle lassen sich bei diesem langsamen Internet in Deutschland überhaupt nicht realisieren.

Die schnellsten Rechner stehen heute in den USA und China, die in einer Sekunde Billiarden, nicht Milliarden, sondern Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde durchführen. Die Auswirkungen sind schon heute sichtbar.

In den USA gibt es schon heute 2600 Startups, die sich mit Künstlicher Intelligenz befassen, in Deutschland nur 175. Während die Bundesregierung über die Jahre gerechnet hundert Milliarden Euro für ihre verfehlte Asyl- und Migrationspolitik ausgibt, investiert China 128 Milliarden Euro in Künstliche Intelligenz.

Im 21. Jahrhundert gehört schnelles und jederzeit verfügbares Internet zur Grundlage für die weitere wirtschaftliche Entwicklung und die Wohlstandssicherung. Eine Regierung, die das nicht gewährleisten kann, ist wirtschaftspolitisch gescheitert. Die Merkel-Regierung ist gescheitert.

Die Merkel-Regierung ruht sich auf der Niedrigzinspolitik aus, greift die Steuermilliarden bei den Bürgern ab, ohne in die Zukunft zu investieren. Deutschland wird zur Technologie- und Innovationswüste – Dank Angela Merkel.

Die AfD ist die Internet-Partei Nummer 1. Die AfD ist durch das Internet groß geworden. Darum wird auch keine andere Partei, die Digitalisierung, die Vernetzung jedes Dorfes mit so viel Energie vorantreiben wie die AfD.

Wir wissen, dass die CDU/CSU vor allem bei Menschen stark ist, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten ihres Lebens sind. Gerade diese Gruppe ist in Deutschland aber besonders wenig vertraut mit dem Internet und konsumiert besonders stark die Nachrichten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Diese Meinungsmacht über diese Altersgruppe weiß der politische Staatsfunk auch zu nutzen. Solange sich die Union aber auf diese Altersgruppe stützt, wird sie schon rein aus Eigeninteresse das Thema Digitalisierung nicht anpacken, sondern möglichst viele Bürger gar nicht oder schlecht vernetzt lassen.

Der Aufstieg der AfD zeigt aber deutlich, dass die einst konservative Union zusammen mit den staatlichen und privaten Massenmedien immer mehr Macht über die Köpfe der Menschen verliert – gerade wegen des Internets. Für uns ist das Thema Digitalisierung und Netzausbau kein Randphänomen, mit dem sich nur eine ehemals liberale Partei in magenta oder wahlweise schwarz-weiß beschäftigt, sondern das große Zukunftsthema für die deutsche Wirtschaft.

Franz Josef Strauß hat gesagt, Konservativer zu sein heißt, an der Spitze des Fortschritts zu marschieren – und das tun wir.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hans-Peter Klein

Haben Sie, was Sie da schreiben und politisch fordern, wirklich bis zu Ende gedacht?
Brauchen wir wirklich und unbedingt schnellere Datennetze um an noch schneller an noch mehr Informationen zu kommen?

Wieviel Information denn noch? Bei soviel lnfomüll muss man wohl eher darauf achten, das man daran nicht erbricht.
Was wir viel eher brauchen sind bessere Informationsinhalte.
Mit rumgoogeln ist es da nicht getan, wir brauchen wieder den geschulten, gezielten und eingeübten Blick fürs Wesentliche, gesunder Menschenverstand auf der Basis des humanistischen Bildungsideals. Da ist Weniger oft Mehr.

Datennetze sind, wie jede Technik, Werkzeuge die uns das Leben erleichtern können, aber beileibe nicht immer müssen.
Nahezu alle großen technischen Innovationen entstammen nicht der Analyse ungeheurer Datenmengen, sondern dem Esprit innovativer Köpfe.

Die zu erreichen, dazu können schnelle Glasfaserkabel helfen,
... aber wir sollten uns nicht davon abhängig machen.
... dazu bedarf es in erster Linie attraktiver Informationsinhalte.

Ganz abgesehen von den offensichtlichen negativen Begleiterscheinungen massiver Internetnutzung:
- Digitale Verblödung, Internetsucht und damit
Internetabhängigkeit,
- Verlust an nuancierter, alle Sinne erfassender, auch nonverbaler Kommunikation,
- Tendenz zu unterkomplexen, verkürzten Satzfragmenten im SMS-Stil,
- uvm.
MfG, HPK

Gravatar: karlheinz gampe

Was versteht denn eine rote CDU DDR Betonkopp Merkel vom Internet. Die weiß vermutlich nicht einmal wie ein Computer funktioniert. Da war die DDR doch weit zurück. Nnun fällt auch die BRD mit solcher Stasi DDR Betonkopp Führung zurück. Wer ************ Idioten wählt, der bekommt eine idiotische Politik. Nur die allerdümmsten Klälber wählen ihre Schlächter (CDU + SPD) selber.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Südkorea hat seit 2005 massiv in den Ausbau des Glasfasernetzes investiert, während die Merkel-Regierung vor allem in die Bankenrettung, die Rettung bankrotter Eurostaaten und illegale Migranten investiert hat.“ ...

Frei nach dem Fischer Joschka, der einst feststelle:

„Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet“???

Gravatar: Dirk S

Zitat:"Unter Merkel ist Deutschland zu einem digitalen Entwicklungsland geworden."

Das ist falsch. DE ist digitales Entwicklungsland geblieben.

Zitat:"Statt auf moderne Glasfasernetze, hat die Merkel-Regierung auf die veralteten Kupferdrahtnetze gesetzt."

Die maximale Datenrate wird überbewertet. Wie schnell das iNet subjektiv läuft, hängt von vielen Faktoren ab. Grottenlahme Gegenstellen, überlastete Name-Server, dünne Unterseeleitungen oder schmalbrüstige Satellitenverbindungen haben viel mehr Einfluss darauf, als die Geschwindigkeit der letzten Meile.
Außerdem ist die Kupferzweidrahtleitung noch lange nicht vollständig ausgereizt. Da geht noch ein bisschen was. Derzeit sind über 200 MBit drin, theoretisch bis zu 1000 MBit.

Ach ja, die deutschen Netze vor der "letzten Meile" sind fast vollständig Glasfasernetze (das Backbone sowieso). Außer in abgelegenden Dörfern in der Provinz.

Zitat:"Die Merkel-Regierung hat sich damit zum Erfüllungsgehilfen der teilstaatlichen Telekom gemacht, die ihre Monopolstellung verteidigen will."

Jeder Anbieter kann eigene Leitungen verlegen. Machen nur nicht viele, weil Infrastruktur viel Geld kostet und bindet.

Zitat:"Das Ergebnis dieser politischen Verfilzung ist ein wirtschafts- und technologiepolitisches Desaster."

Das hat nichts mit irgendeiner Verfilzung mit der Telekom zu tun. Das Desaster beruht darauf, dass die deutsche Politik keine Ahnung von dem Thema hat. Null. Nada. Nüschts.

Zitat:"Wie sieht es in Deutschland mit der Digitalisierung nach 13 Jahren Merkel-Regierung aus?"

Kommt darauf an, welche Bereiche man betrachtet. In vielen Bereichen hervorragend, also wenn man das allgemeine Wohlfühlblasenverhalten und die digitale Wahrnehmung der Umwelt als positiv ansehen will. Ebenso ist die gesellschaftliche Spaltung weiter fortgeschritten, ist ja auch irgendwie digital.
Technisch, nun ja, könnte besser sein. Und ordentliche Online-Services wären auch nicht schlecht. Von einem System für sichere Online-Wahlen und -Abstimmungen ganz zu schweigen.

Zitat:"Nur 2,3 Prozent der Breitbandverbindungen sind schnelle Glasfaseranschlüsse."

Es gibt ein Leben ohne Netflix. Außerdem ist Glasfaser als Hausanschluss teuer und warum soll die Allgemeinheit einigen Power-Usern den Spaß finanzieren?

Zitat:"Im Vergleich dazu liegen selbst Kolumbien bei 11 Prozent und die Spitzenreiter Südkorea und Japan bei 75 und 76 Prozent."

Die Zukunft liegt nicht im leitungsgebundenen iNet, sondern in den mobilen Services. Dazu benötigt man ein leistungsfähiges Mobilnetz. Was DE durchaus hat. Könnte natürlich dichter sein.

Zitat:"Bei der Durchschnittsgeschwindigkeit des Internet liegt Deutschland weltweit auf Platz 25, bei der Höchstgeschwindigkeit auf Platz 45."

Und wo liegt DE beim mobilen iNet? Da liegt die Zukunft. Leitungsgebundenes iNet braucht man nur noch fürs "Fernsehen". Und Leitungen als Anlieferer zur Mobilstation.

Zitat:"In Deutschland nutzen fast 11 Millionen Menschen das Internet kaum oder überhaupt nicht."

Na und? Viele brauchen das nun mal eben nicht. Warum sollte meine 76jährige Mutter ihre Zeit im iNet verschwenden? Vor allem, wenn sie keinen Bock dazu hat? Und mein dementer Vater hätte auch nichts davon (also vom iNet). DE hat viele Rentner. Und viele von denen haben keinen Bedarf am iNet.

Zitat:"Die Bundesregierung spricht viel von der Zukunftstechnologie „Künstliche Intelligenz“."

Und liefert natürliche Dummheit.

Zitat:"Dafür fehlt uns aber schlicht und einfach die digitale Infrastruktur."

KI hat nichts mit der Netzinfrstruktur zu tun. Das hat was mit fähigen Köpfen zu tun. Ok, die fehlen auch, ist aber eine andere Baustelle.

Zitat:"Viele Geschäftsmodelle lassen sich bei diesem langsamen Internet in Deutschland überhaupt nicht realisieren."

Ja, ja, ein Leben ohne Netflix, Amazon Prime usw. ist schon öde. Außerdem sollte man daran denken, die zur Einführung eines Sozialtarifes zu verpflichten. Aber mal abgesehen von 4k UHD Videostreams benötigt man kein sonderlich schnelles iNet.

Zitat:"Die schnellsten Rechner stehen heute in den USA und China, die in einer Sekunde Billiarden, nicht Milliarden, sondern Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde durchführen."

Die US-Supercomputer werden dafür verwendet, Wasserstoffbomben zu simulieren. Außerdem liefern sich die USA und China ein Rennen darum, wer den größten S....uper-Computer hat.

Zitat:"Die Auswirkungen sind schon heute sichtbar."

Und wo?

Zitat:"In den USA gibt es schon heute 2600 Startups, die sich mit Künstlicher Intelligenz befassen, in Deutschland nur 175."

Das hat ganz einfache Gründe. Zum einen gibt es in den USA jede Menge Risikokapital, was in DE so nicht gegeben ist ist. Dazu kommt noch, dass alle, die was auf dem Kasten haben, in die USA gehen, auch Deutsche. Dann sind noch die latente Technikfeindlichkeit der Links-Grünen, die andauernden Bedenkenträgereien und das völlige technische Unverständnis der Politik.
Wenn es also in DE 175 Startups gibt, die sich irgendwie mit KI befassen, dann ist das dahingehend ein Erfolg, dass (noch) nicht alle KI-Leute abgehauen sind. Aber das schafft man auch noch.

Zitat:"investiert China 128 Milliarden Euro in Künstliche Intelligenz."

Wird nichts daran ändern, dass die USA in diesen Bereichen führend bleiben wird.

Außerdem ist meiner bescheidenen Meinung nach KI überbewertet. Google schafft es trotz hoher Investitionen in KI nicht, bessere Ergebnisse zu liefern, Amazon schlägt immer noch Waren vor, die ich gerade gekauft habe und auch sonst sind Vorteile einer KI kaum zu erkennen. Vielleicht bei Sprachassistenen, keine Ahnung (so eine Wanze kommt mir nicht ins Haus).
Es gibt Bereiche, das ist KI besser einsetzbar, als konventionelle Systeme, Bereiche, in denen KInleichter handlebar ist und Bereiche, wo man sich KI klemmen kann. KI wird derzeit gehyped, schon allein weil Google (und Facebook und Amazon usw.) seine Investitionen irgendwie wieder reinholen will. Und die, gerade was das Thema Intelligenz betrifft, völlig unwissende Politik dackelt dem Trend hinterher. So wie immer.

Zitat:"Im 21. Jahrhundert gehört schnelles und jederzeit verfügbares Internet zur Grundlage für die weitere wirtschaftliche Entwicklung und die Wohlstandssicherung."

Verfügbarkeit ist wichtiger als Geschwindigkeit. Wie ich schon schrieb, die Zukunft liegt in den mobilen Services. Keiner will ein Datenkabel an seinem Smartphone hinterherziehen.
Mal abgehen davon, dass in den Zukunftsmärkten in Entwicklungsländern, Mobilfunk die ausschlaggebene Infrastruktur ist und folglich dort vor allem mobile Services nachgefragt werden werden. Es ist eher so, dass die "alten Industriestaaten" viel zusehr an der Leine (Leitung) hängen.

Zitat:"Die Merkel-Regierung ruht sich auf der Niedrigzinspolitik aus,"

Weniger. Für Merkel wären moderate Zinsen tatsächlich besser. Schon allein wegen der privaten Altersvorsorge, die im Augenblick jederzeit ganz fix kollabieren kann. Nullzins nützt eher den Südeuropäern.

Zitat:"greift die Steuermilliarden bei den Bürgern ab,"

Das macht jede>/b> Regierung, wenn die Bürger sie nicht an die Kandarre nehmen. Aber immerhin ist DE einer der wenigen Staaten, dessen Schuldenuhr rückwärts läuft.

Zitat:"ohne in die Zukunft zu investieren."

Vor allem die Infrastruktur wird vernachlässigt. Das ist noch viel zu tun und die ist viel wichtiger, als ein paar Glasfasern zu verbuddeln.

Zitat:"Deutschland wird zur Technologie- und Innovationswüste"

Nicht wird, bleibt.

Zitat:"Die AfD ist durch das Internet groß geworden."

Die Piraten sind durch das Internet groß geworden. Die AfD ist durch Merkels Migrationspolitik groß geworden.

Zitat:"Gerade diese Gruppe ist in Deutschland aber besonders wenig vertraut mit dem Internet"

Na und? Wenn die keinen Sinn darin sehen, sich irgendwelche bunten und zappelnden Seiten anzusehen, dann ist das deren gutes Recht. Freiheit bedeutet, Dinge nicht tun zu müssen.

Zitat:"konsumiert besonders stark die Nachrichten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks."

DE hat eine Besonderheit im täglichen Stromverbrauch: Den 20 Uhr-Peak. Nur Samstags nicht, da liegt der früher, beim Beginn der Bundesliga-Berichte in der Sportschau.

Zitat:"Solange sich die Union aber auf diese Altersgruppe stützt, wird sie schon rein aus Eigeninteresse das Thema Digitalisierung nicht anpacken, sondern möglichst viele Bürger gar nicht oder schlecht vernetzt lassen."

Viele Alte interessieren sich nicht für diesen "neumodischen Kram". Die bekommt man viel leichter mit einer saftigen Rentenerhöhung.

Zitat:"sondern das große Zukunftsthema für die deutsche Wirtschaft."

Das große Zukunftsthema für die Deutsche Wirtschaft ist der Weg in eine postfossile Ära. Was für Autos werden wir in 50 Jahren fahren? Was für Kraftwerke werden wir bauen? Womit werden wir heizen? Welche Energieträger werden wichtig sein? Und vor allem, was davon können wir anderen andrehen?
Digitaltechnik und Netze werden da Hilfmittel sein. Nicht mehr, nicht weniger.

Zitat:"und das tun wir."

Dann hat die AfD aber ein Kommunikationsproblem. Denn mit der AfD wird kaum jemand Themen wie Netzausbau oder Digitalisierung in Verbindung bringen.

Und am Ende eine Frage für Digitalwissende: Was ist die höchste Zahl, die man mit 10 Fingern darstellen kann?

$Ergebnis-fache Grüße,

Dirk S

Gravatar: Dirk S

@ Hans-Peter Klein

Zitat:"Haben Sie, was Sie da schreiben und politisch fordern, wirklich bis zu Ende gedacht?"

Nein, kann die gute Frau auch nicht, denn auch sie wiederholt nur die aktuellen politischen Schlagwörter, ohne auch nur im Ansatz zu wissen, was eigentlich dahinter steckt.
Digitalisierung ist irgendwas mit Computer und Internet und da müssen wir ganz weit oben stehen, überall, ist wichtig, weil wir sind Deutschland. Dass die Trends derzeit ganz woanders hingehen, nun ja, bekommt man im Europaparlament vielleicht nicht mit.

Zitat:"Was wir viel eher brauchen sind bessere Informationsinhalte."

Yep. Könnte die "freie Welt" mal mit anfangen. Nur so als Motivation für die Redaktion.

Zitat:"wir brauchen wieder den geschulten, gezielten und eingeübten Blick fürs Wesentliche, gesunder Menschenverstand auf der Basis des humanistischen Bildungsideals."

Yep. Mein Reden, bzw. Schreiben. Die meisten können heutzutage keine Quellen mehr bewerten, stehts in Wiki, muss es stimmen, oder aber es stand auf Twitter, ganz bestimmt die Wahrheit, wer könnte da schon lügen?

Zitat:"Datennetze sind, wie jede Technik, Werkzeuge die uns das Leben erleichtern können"

Yep.

Zitat:"Nahezu alle großen technischen Innovationen entstammen nicht der Analyse ungeheurer Datenmengen, sondern dem Esprit innovativer Köpfe."

Aber vor allem: Der Lösung eines bestehenden Problems.

Zitat:"Die zu erreichen, dazu können schnelle Glasfaserkabel helfen,"

Nö, die meisten werden ihre Zeit im iNet verdaddeln, anstelle Lösungen zu finden. (Passiert mir auch ab und zu mal.)

Zitat:"... dazu bedarf es in erster Linie attraktiver Informationsinhalte."

... korrekter Informationsinhalte. ;-)

Zitat:"Ganz abgesehen von den offensichtlichen negativen Begleiterscheinungen massiver Internetnutzung:"

Oh ja, mein Schreiben. Das iNet fördert die allgemeine Degeneration.

Ach ja, wenn mein erster Beitag erschienen ist, könnten Sie vielleicht versuchen meine Aufgabe zu lösen? Würde mich interessieren, ob Ihnen die Lösung einfällt. Ist für Digitalspezis leicht.

Gelöste Grüße,

Dirk S

Gravatar: Schnully

Hatte nicht der Bruder des damaligen Postminister eine Fabrik für Kupferkabel ? Den läßt Frau Mekel doch nicht im Regen stehen

Gravatar: Rolf

Das Internet ist nach Merkel doch noch Neuland.

https://www.youtube.com/watch?v=-VkLbiDAouM

Das hat Sie zumindest vor 5 Jahren gesagt.
Gut das Internet gibt es jetzt schon seit fast 28 Jahren, aber ist ja auch nicht gewollt das sich die Bürger unabhängig informieren.

Gravatar: Armin Helm

Bitte nicht hauen: Deutschland hat dramatisch größere Probleme als die mangelnde Digitalisierung. Na klar sollte man Merkel auf jeder Ebene ihrer Politik angreifen, nur sind heute die Invasion durch deplatzierte Personen und vor allem der Migrationspakt existentielle Fragen. Wenn die beiden letzteren Probleme nicht schnellsten gelöst werden, spielt die Digitalisierung keine Rolle mehr.Oder anders: Welcher Afrikanese braucht überhaupt das Netz? Das hat er in seiner Heimat schließlich auch nicht. So gesehen ist der weitgehende Verzicht auf Digitalisierung aus Merkels Perspektive eine zukunftsweisende Entscheidung, denn das post-ethnozide Deutschland braucht eher Lehmhütten, Lepra-Stationen und UN-Seuchenbekämpfung.

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Dirk S 18.09.2018 - 16:58

Nö, Es lebe der konstruktive Widerspruch.
Yep.
MfG, HPK

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Dirk S

Ihr Rätsel:
Spontan sage ich mal :
* 5 hoch 5, also 3125.
* oder mit Zeigefinger und Daumen eine liegende Acht=Unendlich, aber ist das noch eine Zahl?
* jedenfalls Nicht 25 als 5*5, wohl soll denn das * herkommen?
* auch Nicht 50, als 5 (eine Hand) und O (andere Hand)

* Also doch 5**5=3125, eine Hand unten , andere Hand oben.
MfG, HPK

Gravatar: Dirk S

@ Rolf

Zitat:"Das Internet ist nach Merkel doch noch Neuland."

Gilt bei der nicht nur das iNet...

Zitat:"Gut das Internet gibt es jetzt schon seit fast 28 Jahren"

Eigentlich noch länger, das World Wide Web (was viele mit dem Internet verwechseln) ist 1989 erfunden worden, das www ist aber nur ein Unternetz des Internets. Vom Internet kann man seit 1983 mit Zusammenführung des CSNET und des Arpanet sprechen. Man könnte sagen, das Internet feiert dieses Jahr das 35te, Leinenhochzeit sozusagen.

Vor 2 Tagen (zeitlich echt passend zum Artikel) bin ich am Morgen im Zug mit einem Bekannten auf das Thema Computer gekommen und wir haben in Erinnerungen geschwelgt:
CNC-Programme auf dem Atari, Frisbee mit 8"-Disketten, Programmierung auf dem Schul-Apple II (DOS 3.0), Kurskameraden per Message auf der Dietz-Multiuser-Anlage (mit "Wechselfestplatte" von ganzen 5 MByte) ärgern, der BBC-Computer unter CP/M, "Diskettentuning" per Locher und Bohrer und der 286er (unter DOS natürlich), den man, um den Co-Prozessor zu nutzen, heruntertakten musste.
Alles aus einer Zeit, als unsere Kanzlette wahrscheinlich das Wort Computer mal gehört hatte, aber nur wusste, dass das eine graue Kiste ist, die magische Dinge tun kann.

Da merkt man, dass man alt geworden ist...

Nostalgische Grüße,

Dirk S

Gravatar: Reinhard Hoffmann

„Unter Merkel ist Deutschland zu einem digitalen Entwicklungsland geworden.“ Diese Behauptung ist nur teilweise richtig.
Im Vorfeld des Telekom Börsenganges 1996 gab es bei den künftigen Telekom Konkurenten durchaus Überlegungen in eigene Technik und Infrastruktur zu investieren. Die einen wollten das BASA Netz der Bahn ausbauen, andere planten Glasfaserkabel an vorhandenen Hochspannungsmasten aufzuhängen, in Ortschaften sollten Telefon- und Internet Zeichen huckepack auf den vorhandenen Stromleitungen transportiert werden, oder aber Funkantennen an den Lichtmasten befestigt werden um „die letzte Meile“ zu den Festnetztelefonen per Funk zu bedienen. So wäre ein Wettbewerb um die beste, leistungsfähigste Technik und Kundendienst entstanden.
Alle Pläne wurden obsolet als die damals zuständige EU Kommissarin Viviane Reding einen planwirtschaftlichen Eingriff in Form eines „asymetrischen Wettbewerbs“ beschloss. Nur wenige Firmen, wie Net Cologne, Unity Media, Kabel Deutschland, investierten in eigene Technik und Netze. Die beiden letzt genannten kauften das von der Bundespost in größeren Städten verlegte Fernsehkabelnetz (Kupfer Koaxialkabel). Die meisten anderen, die sich in der Öffendlichkeit großspurig als Telefongesellschaft präsentieren, sind in Wirklichkeit reine Wiederverkäufer von Telekom Anschlüssen, ohne eigene Technik und Service. Die Telekom muß ihnen, zu einer staatlich festgesetzten Gebühr von etwa 11€ für einen ISDN / DSL-Anschuss, Anschlüsse in beliebiger Menge überlassen. Da für die Reseller keinerlei Investitionsrisiko besteht sind Endkundenpreise von 19,99€ (Telekom ca.40€) realisierbar. Die Telekom verlor nicht nur Millionen Kunden sondern betrieb einen rigorosen Personalabbau. Da auch der Aktienkurs mau vor sich hindümpelte mußten die Aktionäre wenigstens mit einer atraktiven Dividende bei Laune gehalten werden. Deshalb stellten Fachleute schon vor mehr als 10 Jahren unzureichende Investitionen fest.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte der Staat in Form einer Investitionspflicht und eines Investitionsschutzes für alle Marktteilnehmer gegensteuern müssen. Wer hindert die Telekom Konkurenz sich finanziell am Netzausbau zu beteiligen, statt den Steuerzahler in die Pflicht zu nehmen?

Gravatar: Dirk S

@ HPK

Sie haben es verstanden! Alles eine Sache des Zahlensystems. :-)

Wobei, und da habe ich einen Ausdrucksfehler gemacht, ich dachte an hochzählbar (aber Sie haben Recht, denn davon habe ich nichts geschrieben, also gilt nur die höchste Zahl) und dann wäre es 1023: 2 hoch 10 - 1.

Auf Unendlich bin ich gar nicht gekommen, danke für den Hinweis.

You make my Day!

Systematische Grüße,

Dirk S

Gravatar: Walter

Die Regierungszeit von Merkel ist auch gezeichnet, von Kosten und Chaos für die Mehrheit der Bürger dieses Landes, welche sie mit ihren Entscheidungen verursacht hat.
Was hat man von einer Kanzlerin erwartet, welche doch für ihre Alleingänge bekannt ist?
Vor dem Atomausstieg hatte sie die Atomkraftwerke selbst überprüft und lautstark verkündet, dass wir die sichersten und besten der Welt besitzen. Dann kam das Meeresbeben und in der Folge der Atomunfall in Fukushima. Da hat sie diese mögliche Gefahr auch auf Deutschland projiziert und den sofortigen Atomausstieg beschlossen.
Ihr Resultat war die Energiewende um nur noch Sonnen-und Windstrom zu produzieren, statt diesen auf einmal gefährlichen Atomstrom. Dabei hat sie vermutlich nicht bedacht, dass Sonnen - und Windstrom nicht immer konstant und ausreichend produziert werden kann. Deshalb braucht man noch Braunkohlekraftwerke mit ihren schlechten CO2 - Werten um Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Der an manchen Tagen im Übermaß vorhandene Ökostrom kann nicht gespeichert werden, da keine ausreichenden Speicherkapazitäten vorhanden sind und auch nicht in absehbarer Zeit geschaffen werden können. Die Kosten werden den Bürgern durch die EEG - Umlage aufgebürdet.
Und nun wird nach neuesten Informationen der CO2 - Ausstoß der Benziner zum Problem.
Da ist Merkel doch 2010 in Brüssel vorstellig geworden und hat dafür gesorgt, dass die erhöhten Grenzwerte für die Fahrzeughersteller von der EU zurückgenommen wurden. Damit hat sie doch die Autoindustrie ermundert sich keine Gedanken zur weiteren Verbesserung ihrer Abgaswerte zu machen. Die vermutlich anfallenden Kosten werden wie beim Diesel auch wieder zu Lasten der Bürger gehen.
Bei all den Problemen hat sie wohl vergessen sich um die Digitalisierung und den Ausbau der dazu benötigten Netze zu kümmern. Da liegt Deutschland als stärkste Wirtschaftskraft in Europa leider weit zurück.
Was verlangen wir auch alles von einer Kanzlerin - welche sich um all die technischen Probleme kümmern muss - wo sie doch nur "Physik" studiert hat und schon bei der Prüfung der Atomkraftwerke ihr ganzes Wissen eingesetzt hat.
Eigentlich müsste es doch für solche Probleme Fachminister geben, welche der Kanzlerin die Zuarbeit machen müssten.
Aber sie ist ja immer die alleinige Entscheiderin und was dabei rauskommt kann man ja sehen. Eins was sie allerdings sehr gut beherrscht, unser Steuergeld im Ausland zu verteilen,dass muss man ihr lassen.

"Die beste Methode um die Intelligenz eines Führenden zu erkennen, ist, sich die Leute anzusehen, die er um sich hat"

"Niccolo Machiavelli"

Gravatar: Dirk S

@ Reinhard Hoffmann

Zitat:"Diese Behauptung ist nur teilweise richtig."

Als "alter Hase" kann ich Ihnen sagen: DE war schon immer digitales Entwicklungsland. Das war schon nach dem Krieg so und das wird auch ewig so bleiben. Zuse war zwar der Computerpionier, aber nach dem Krieg ging die Entwicklung vor allem in den USA weiter.

Zitat:"Im Vorfeld des Telekom Börsenganges 1996 gab es bei den künftigen Telekom Konkurenten durchaus Überlegungen in eigene Technik und Infrastruktur zu investieren."

Wobei Mannesmann mit seinem D2.Netz durchaus eigene Infrastruktur aufgebaut hat. Die anderen hatten das Problem, dass sie viel Geld hätten investieren müssen, aber die Erträge eher mau ausgefallen wären.
D2 war damals teuer Mobilfunk, Internet per Modem / ISDN billig Ortsgespräch. Und das hätte unterboten werden müssen

Zitat:"in Ortschaften sollten Telefon- und Internet Zeichen huckepack auf den vorhandenen Stromleitungen transportiert werden"

Powerline war schon damals eine Totgeburt. Selbst die heutigen Powerlinemodems sind eigentlich eine immerwährende Bußgeld-Gefahrenquelle für den Betreiber.
Powerline war zu meiner Studienzeit gerade in den Anfängen der Entwicklung. Wenn man aber mit einem Spektrumanalyser mal über eine Stromleitung misst, dann weiß man, warum das nix war. Einzig im Bereich Heimautomation hätte die 100 kHz-Schiene mit 1kBit/s nützlich sein können.

Zitat:"aber Funkantennen an den Lichtmasten befestigt werden um „die letzte Meile“ zu den Festnetztelefonen per Funk zu bedienen."

Mal angesehen davon, dass das sauteuer in der Investition gewesen wäre: Haben Sie da Links oder einen Literaturhinweis? Würde mich interessieren.

Zitat:"So wäre ein Wettbewerb um die beste, leistungsfähigste Technik und Kundendienst entstanden."

Nö. Die Telekom hätte mit ihrem ererbten Netz jeden totkonkurrieren können. Die mussten die Investitionskosten fürs Netz nicht reinholen. Und Preis schlägt Service.

Zitat:"Nur wenige Firmen, wie Net Cologne, Unity Media, Kabel Deutschland, investierten in eigene Technik und Netze. "

EWE Tel lokal auch.

Zitat:"Die beiden letzt genannten kauften das von der Bundespost in größeren Städten verlegte Fernsehkabelnetz (Kupfer Koaxialkabel)."

Dazu kann ich nur sagen, dass Vodaphone (früher Kabel Deutschland) ziNet über Kabel umindest bei mir absoluter Mist ist. Die bekommen nicht mal meine 33MBit/s gebacken, wollen einem aber 400 MBit/s andrehen. Und ansonsten trödelt das auch wie nix gutes.

Zitat:"Die meisten anderen, die sich in der Öffendlichkeit großspurig als Telefongesellschaft präsentieren, sind in Wirklichkeit reine Wiederverkäufer von Telekom Anschlüssen, ohne eigene Technik und Service."

Yep. Dafür füllen die die c't-Rubrik "Vorsicht Kunde".

Zitat:"Die Telekom muß ihnen, zu einer staatlich festgesetzten Gebühr von etwa 11€ für einen ISDN / DSL-Anschuss, Anschlüsse in beliebiger Menge überlassen."

Wobei einige Reseller eigene DSLAMs ranbasteln (lassen).

Zitat:"Die Telekom verlor nicht nur Millionen Kunden"

Na ja, die waren auch schon als Monopolist unbeliebt. Eigentlich wollte jeder von denen weg.

Zitat:"Deshalb stellten Fachleute schon vor mehr als 10 Jahren unzureichende Investitionen fest."

Was aber im Prinzip normal ist. Investitionen in Infrastruktur werden solange geritten, bis die zu Bruch geht. Bei Mobilfunk ist das nur deshalb anders, weil da die teueresten Dinge (Türme, Zuleitungen) weiter genutzt werden können und nur die verhältnismäßig billige Antennen- und Sendertechnik ersetzt werden muss. Ansonsten wäre die Billig-Flats nicht zu realisieren.

Zitat:"Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte der Staat in Form einer Investitionspflicht und eines Investitionsschutzes für alle Marktteilnehmer gegensteuern müssen.

Aus meiner Sicht wäre es bei Infrastruktur generell vorteilhafter, wenn die vom Staat betrieben wird und die Nutzer für die Nutzung zahlen. Also wie auf Straßen, so auch für Stromnetze und Telekomunikation. Dass bei Letzteren in Asien solche hohen Datenraten erreicht werden, liegt genau daran, dass die Netze (echten) Staatskonzernen gehören, die viel Geld in den Ausbau investieren (müssen) und die Leitungsnutzung verkaufen (und selbst Services anbieten).
Aber das wollte der deutsche Staat bei der Telekom-Privatisierung nun mal nicht.

Zitat:"Wer hindert die Telekom Konkurenz sich finanziell am Netzausbau zu beteiligen, statt den Steuerzahler in die Pflicht zu nehmen?"

Niemand. Siehe Mobilfunk. Aber es ist einfacher zu jammern, als selbst zu investieren. Und genau so läuft es in DE. (Und dann gibt der Staat Geld denen, die am lautesten und penetrantesten Jammern. Nicht denen, bei denen es zukunftsträchtig angelegt sein würde.)

Investitionsfreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: Dirk S

@ Walter

Zitat:"Die Regierungszeit von Merkel ist auch gezeichnet, von Kosten und Chaos für die Mehrheit der Bürger dieses Landes, welche sie mit ihren Entscheidungen verursacht hat."

Eigentlich erst ab 2015, also quasi die (hoffendliche) Endphase. Davor war eigentlich recht wenig wirklich aufregendes. Die Finanz- und Schuldenkriese wurden für sie gemanaged und die Subventionsruine Energiewende hat sie geerbt.

Zitat:"Was hat man von einer Kanzlerin erwartet, welche doch für ihre Alleingänge bekannt ist?"

Merkel und Alleingänge? Merkels einziger Alleingang war 2015, davor hat sie immer abgewartet, wohin der Zug geht und ist dann aufgesprungen. Oder aber ihr wurde die Lösung auf einem Platin-Tablett geliefert. Echte eigene Entscheidungen? Nada. Was ihr auch immer vorgeworfen wurde und wohl auch ihre Popularität ausmachte.

Zitat:"Vor dem Atomausstieg hatte sie die Atomkraftwerke selbst überprüft und lautstark verkündet, dass wir die sichersten und besten der Welt besitzen."

Was a) nur bedeutet, dass die anderen schlechter und unsicherer sind und b) in überhaupt keinem Zusammenhang mit dem Atomausstieg steht.

Zitat:"Da hat sie diese mögliche Gefahr auch auf Deutschland projiziert"

Das war die Anit-AKW-Bewegung zusammen mit ihren Helfershelfern bei den Grünen und der SPD, nicht Merkel. Die hat nur mal wieder ihr Fähnchen in den Wind gehangen und den Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg verkündet.
Es ging nie um objektive Sicherheit und / oder Risiken. Es ging immer um Emotionen, Ängste und darum, was Merkel glaube, was das Vok wohl will.

Zitat:"und den sofortigen Atomausstieg beschlossen."

Wohlwissend, dass die Mehrheit der Deutschen hinter ihr stand. Sie hat eine vollkommen populistische Entscheidung getroffen.

Zitat:"Ihr Resultat war die Energiewende um nur noch Sonnen-und Windstrom zu produzieren, statt diesen auf einmal gefährlichen Atomstrom."

Die Energiewende war ein rot-grünes Projekt. Merkel hat das geerbt und verschlimmbessert. Wobei, eigentlich war das die FDP.

Zitat:"Dabei hat sie vermutlich nicht bedacht, dass Sonnen - und Windstrom nicht immer konstant und ausreichend produziert werden kann."

Das ist der Frau vollkommen egal. Es geht immer nur darum, was der augenblickliche Mainstrem im Lande will. Merkel könnte genausogut einer Islamischen Repubik vorstehen und eine neues Gesetz zur Verschleierung vorlegen. Der ist es völlig egal, was sie macht, solange sie nur populär genug und an der Regierung ist.

Zitat:"Deshalb braucht man noch Braunkohlekraftwerke mit ihren schlechten CO2 - Werten um Versorgungssicherheit zu gewährleisten."

Bräuchten wir eigentlich nicht (mehr), wenn wir neben Sonne und Wind auch auf schwarzstartfähige Gaskraftwerke umstellen würden. Aber das kostet Geld und RWE und Co. wären wenig begeistert. Die machen mit ihren alten, abgeschriebenen CO2-Schleudern beste Gewinne. Besonders mit den Resevekraftwerken, die bei sinnfreiesten CO2-Emissionen (die befeuern ihre Kessel nur deshalb, dass die nicht ausgehen und leicht hochgefahren werden können) ordentlich EEG-gesponsert werden.

Zitat:"Der an manchen Tagen im Übermaß vorhandene Ökostrom kann nicht gespeichert werden, da keine ausreichenden Speicherkapazitäten vorhanden sind und auch nicht in absehbarer Zeit geschaffen werden können."

Was von Fachleuten schon seit vielen Jahren angemahnt wird. Was aber, aufgrund mangelnden Sachverstandes, von der Politik ignoriert wurde.

Zitat:"Die Kosten werden den Bürgern durch die EEG - Umlage aufgebürdet."

Ist doch klar, wer solls denn sonst zahlen? Die Industrie?

Zitat:"Und nun wird nach neuesten Informationen der CO2 - Ausstoß der Benziner zum Problem."

War im Prinzip schon vorher ein Problem (weil fossiler Kohlenstoff), aber ein wenig beachtetes. Aber da sich die Deutschen nun auch Einschränkungen beim Auto gefallen lassen (Dieselfahrverbote), fühlt sich Merkel anscheinend sicher genug, auch Benziner anzugehen. Unterstützt von der lauten und medial sehr präsenten Umweltlobby und der Automobilindustrie, die bald eine breite Palette an E-Autos im Angebot haben wird und sich über die Neuwagenverkäufe freuen wird. Wen interessiert da schon der kleine Pendler, der sich gerade noch seine alte Benzinkutsche leisten kann, um zur Arbeit zu kommen.

Merkel ist in Ihrer Wahrnehmung der Außenwelt inzwischen recht isoliert (jedenfalls wirkt es so) und wird eigentlich nur noch von Medien (und darin präsenten Gruppen), deren (schwer nachvollziehbaren) Umfragen und der Industrielobby erreicht.

Ach ja, sind erst mal genügend Diesel und Benziner durch E-Gurken ersetzt, werden auch die angegangen, denn schon allein der Energieaufwand, den Akku herzustellen, schnürt einen CO2-Rucksack für einen Stromer, den der erst durch eine Fahrstrecke von 100.000 km bei emissionsfrei produzierten Ladestrom gegenüber einem Benziner abbauen kann, also, dass die dann die Mehremissionnen für den Akku kompensiert wurden. (Beim derzeitigen deutschen Strommix liegt die Strecke bei über 300.000 km.)

Zitat:"Da ist Merkel doch 2010 in Brüssel vorstellig geworden und hat dafür gesorgt, dass die erhöhten Grenzwerte für die Fahrzeughersteller von der EU zurückgenommen wurden."

Das nennt sich Lobbyarbeit. Ich erwarte von einer deutschen Kanzlerin, sich für deutsche Interessen auch. Auch wenns nur die der Autohersteller sind, denn auch die sichern unseren Wohlstand. Zumal zu dem Zeitpunkt DE gerade einen Boom hatte, den Merkel nicht gefährdet sehen wollte, schon allein um die sich abzeichnenden Kosten durch die Schuldenkrise Griechenlands zu übertünchen.

Zitat:"Damit hat sie doch die Autoindustrie ermundert sich keine Gedanken zur weiteren Verbesserung ihrer Abgaswerte zu machen."

Die deutsche Autoindustrie baut vor allem Fahrzeuge in der Mittelklasse und im oberen Sigment und die emittieren nun mal mehr CO2 (und darum ging es) als Kleinwagen. Franzosen und Italiener z.B. produzieren viel mehr Kleinwagen, die hat die Reduktion der CO2-Emissionen nicht nur nicht gekratzt, die haben dahinter gesteckt, um der deutschen Automobilindustrie eine reinzuwürgen.

Zitat:"Die vermutlich anfallenden Kosten werden wie beim Diesel auch wieder zu Lasten der Bürger gehen."

Natürlich. Zu wessen denn sonst?

Zitat:"Bei all den Problemen hat sie wohl vergessen sich um die Digitalisierung und den Ausbau der dazu benötigten Netze zu kümmern."

Auch hier: Nicht vergessen, sie hat es einfach ignoriert. Digital ist was mit Computer und Neuland, irgendwelcher Nerd-Kram, ist nicht auf ihrem Schirm. Jedenfalls solange ihr Handy funktioniert. Die Frau ist ein DAU von der übelsten Sorte.

Zitat:"Da liegt Deutschland als stärkste Wirtschaftskraft in Europa leider weit zurück."

Eigentlich ganz Europa. Selbst die früheren europäischen Netzwerkausrüster sind weitgehend weg vom Fenster. Kommt inzwischen (fast) alles aus den USA oder Ostasien. Inklusive Abhörschnittstellen...

Zitat:"Was verlangen wir auch alles von einer Kanzlerin - welche sich um all die technischen Probleme kümmern muss"

Die kümmert sich nur um ihre Umfragewerte. Das ist das bestimmende Kriterium ihrer Regierungspolitik. Und genau genommen wurde Merkel doch immer wieder gewählt, weil b) sich die Deutschen mit einer Frau an der Spitze selbst gefallen haben und a) Merkel für die ewige Nichtänderung steht. Und besonders das gefällt den Deutschen.

Zitat:"und schon bei der Prüfung der Atomkraftwerke ihr ganzes Wissen eingesetzt hat."

Was die Sicherheit betrifft, das ist gar nicht mal so kompliziert (kompliziert ist auch anfällig, KISS ist angesagt: "Keep It Simple and Stupid"). Ist viel "Klappertechnik". (Ich habe vor 20 Jahren mal in einer Firma gearbeitet, die ein neues Steuersystem für ein AKW gebaut hat. Alles, was mit Sicherheit zu tun hatte, war alte "Klappertechnik", mehrfach redundant. Ich als Programmierer habe da nichts zu suchen gehabt.)

Zitat:"Eigentlich müsste es doch für solche Probleme Fachminister geben, welche der Kanzlerin die Zuarbeit machen müssten."

Wir haben praktisch niemanden in der höheren Politik, der fachlich dazu in der Lage wäre.

Zitat:"Aber sie ist ja immer die alleinige Entscheiderin und was dabei rauskommt kann man ja sehen."

Merkel entscheidet / entschied ganz selten wirklich etwas, die richtet sich danach, was gerade populär ist bzw. zu sein scheint oder was ihr auf dem Platintablett serviert wird. Ansonsten gilt bei ihr das kohlsche Aussitzen.

Zitat:"Eins was sie allerdings sehr gut beherrscht, unser Steuergeld im Ausland zu verteilen,dass muss man ihr lassen."

Nennt sich Scheckbuchdiplomatie und war bereits unter Kohl Gang und Gäbe und zumindest teilweise erfolgreich. Ohne Scheckbuch wäre die deutsche Vereinigung wahrscheinlich nicht zustande gekommen. Man kann in gewisser Weise sagen, Kohl hat die DDR gekauft. Also nicht direkt, aber dadurch, dass DE gerade den Sowjets bei vielen Dingen finanziell sehr kräftig unter die Arme gegriffen hat.
Scheckbuchdiplomatie ist zwar teuer, kann aber auch recht erfolgreich sein, wenn sie richtig angewendet wird. Und da wären wir bei einem der Grundprobleme der Regierung Merkel: Der richtigen Anwendung der bestehenden Möglichkeiten.

Zitat:" "Die beste Methode um die Intelligenz eines Führenden zu erkennen, ist, sich die Leute anzusehen, die er um sich hat"

"Niccolo Machiavelli" "

Entscheidend ist, was hinten rauskommt. - Helmut Kohl

(Und ich fühle mich bei Merkel immer mehr an Kohl erinnert, nicht nur von der Volumität. Auch das Aussitzen und das Klammern ans Amt kommt mir sehr bekannt vor. Kohls Mädchen verhält sich immer mehr wie ihr Ziehvater damals. Und auch die Stimmung "Alles, nur nicht Merkel (Kohl)" ist wie damals.)

Verkohlte Grüße,

Dirk S

Gravatar: Lutz Schnelle

Man muß ja nicht alles gut finde, was die Frau von Storch so postuliert. Zudem klint mir das alles sehr nach den Altparteien, vor allem der FDP, die mit diesem Mist ihre Punkte gesammelt hat.

Es gibt keine Künstliche Intelligenz, das ist eine materialistische Märe. Oder möchte Frau von Storch als Cyborg enden?

Ich halte es mit Schlecky Silberstein: Schaltet das Internet abt! das ist die größte Verblödungs-, Überwachungs- und Mobbingmaschiene der Welt.

Haben wir keine normalen Idee?

Gravatar: Sigmund Westerwick

Beispiel Norwegen

In Norwegen gibt es in jedem noch so kleinen Ort Internet, und das ist bei Fläche und Topografie gar nicht so einfach, hinzu kommt dass Norwegen eine relativ kleine Bevölkerung hat, und da rechnet sich eine Investition noch schlechter als in Deutschland.

Trotzdem haben die Norweger überall Internet, und statt zu reden haben sie es einfach ans laufen gebracht ( übrigens auch Elektromobilität ).
Die Regierung Merkel redet nur herum und macht sich wichtig, es werden Kommisiionen mit allen möglichen Überschriften gegründet, wo sich dann Parteipolitiker ins korrekte Medienlicht setzen können.
Die Bilanz der Regierung ist sehr mäßig, sei es Internet, Elektromobilität, Erneuerbare Energien, Infrastruktur, Renten, es scheint systematisch vieles falsch zu laufen.
Das derzeitige politische System ist durchweg in Unfähigkeit erstarrt, und tatsächlich kann nur eine neue Partei wie die Afd etwas bewegen.

Gravatar: Dirk S

@ Lutz Schnelle

Zitat:"Zudem klint mir das alles sehr nach den Altparteien, vor allem der FDP, die mit diesem Mist ihre Punkte gesammelt hat."

Yep. Ist eben Politsprech. Kann man der Frau von Storch aber nicht vorwerfen, ist eben kein Thema, das sich Juristen leicht erschließt. Zumal Techniker in der Politik ohnehin massiv unterrepräsentiert sind. (Könnte man mal eine Quote fordern....)

Zitat:"Es gibt keine Künstliche Intelligenz, das ist eine materialistische Märe."

Ki ist überbewerted. Und wie die nun zu ihren Ergebnissen kommt, ist meist auch kaum nachvollziehbar. Es gibt Bereiche, da wird KI nützlich einsetzbar sein und Bereiche, da muss man die Finger davon lassen. Aber derzeit wollen vor allem Google, Amazon, Facebook und Co. ihre Investitionen wieder reinholen.

Zitat:"Oder möchte Frau von Storch als Cyborg enden?"

Wird sie wahrscheinlich nicht. Es sei denn, es wird ein gesetzlicher Zwang zur Cyborgisierung beschlossen. Oder wir werden von den Borg assimiliert.

Zitat:"Schaltet das Internet abt!"

Ooch nö. Es gibt auch sinnvoll nutzbare Angebote.

Zitat:"das ist die größte Verblödungs-, Überwachungs- und Mobbingmaschiene der Welt."

Da stimme ich wiederum zu. Aber dem kann man vorbeugen: Eine ordentliche Schulbildung soll Wunder wirken...

@Sigmund Westerwick

Zitat:"Beispiel Norwegen"

Norwegen hat über Jahrzehnte riesige Einnahmen aus dem Ölgeschäft gehabt und hat damit völlig andere Voraussetzungen als DE.

Zitat:"In Norwegen gibt es in jedem noch so kleinen Ort Internet, und das ist bei Fläche und Topografie gar nicht so einfach,"

Via Satellit ist das gar nicht mal so schwer. Nur die Antwortzeiten sind hoch, das wäre der Nachteil.

Zitat:"hinzu kommt dass Norwegen eine relativ kleine Bevölkerung hat,"

Die allerdings zum größten Teil in Städten wohnt, was den Aufbau eines Versorgungsnetzes doch erleichtert.

Zitat:"und da rechnet sich eine Investition noch schlechter als in Deutschland."

Wie schon geschrieben, Norwegen hat viel Geld aus der Ölförderung.

Zitat:"Trotzdem haben die Norweger überall Internet, und statt zu reden haben sie es einfach ans laufen gebracht"

Könnte man hier auch hinbekommen. Nur sind da die Behörden, Elektrophoben und Ökos vor.

Zitat:"( übrigens auch Elektromobilität )."

Norwegen bietet da auch beste Voraussetzungen: Billigen Strom aus Wasserkraft und man fährt praktisch nur innerhalb der eigenen Stadt. Längere Strecken werden geflogen.

Zitat:"Die Regierung Merkel redet nur herum und macht sich wichtig, es werden Kommisiionen mit allen möglichen Überschriften gegründet, wo sich dann Parteipolitiker ins korrekte Medienlicht setzen können."

Yep. Liegt aber einfach daran, dass Merkel und ihre Crew mit dem Thema überfordert sind.

Zitat:"Die Bilanz der Regierung ist sehr mäßig, sei es Internet, Elektromobilität, Erneuerbare Energien, Infrastruktur, Renten, es scheint systematisch vieles falsch zu laufen."

Da läuft nichts falsch, da läuft gar nichts. Merkel hat als Kanzlerin weniger Entscheidungen gefällt, als sie Dienstjahre hat und nachdem ihre Letzte in einer völligen Katastrophe endete, wird sie auch keine mehr fällen.
Merkel redet viel, macht aber gleichzeitig nichts, denn wer nichts macht, macht nichts verkehrt.
Die Sache ist eben, dass so ziemlich alles, was Sie genannt haben, aus den "läuft von alleine" Phasen herausgetreten sind und an Grenzen kommen, ab denen unangenehme Entscheidungen gefällt werden müssen. Und wenn es sich nur darum handelt, dass man viel Geld in die Hand nehmen muss (Internet, Elektromobilität, Infratsruktur). Richtungsentscheidungen wie bei der Energiewende oder wichtige Zukunftsenscheidungen wie bei der Rente sind Merkels Feinde, da wird ausgesessen (hat schon bei Kohl funktioniert). Und so sammelt sich langsam aber sicher ein Berg an ungelösten Problemen an, der irgendwann Merkel verschütten wird. Nur den dann beiseite zu räumen, das wird anstrengend und teuer.

Zitat:"Das derzeitige politische System ist durchweg in Unfähigkeit erstarrt,"

Yep. Auf Wunsch des Wählers. Merkel hat nie was bewegt. Nicht mal sich selbst.

Zitat:"tatsächlich kann nur eine neue Partei wie die Afd etwas bewegen."

Jain. Die AfD hat durchaus die Altparteien aufgescheucht und teilweise aus ihrer Lethagie gerissen. Und das ohne Parteiprogramm. Nur haben die Altparteien nicht die Konsequenzen aus dem Erfolg der AfD gezogen, die wäre nämlich gewesen, dass mal langsam wieder was passiert. Statt dessen haben sich die Altparten auf den "Kampf gegen Rechts" und die Übernahme gerade noch den eigenen Leuten vermittelbaren AfD-Positionen beschränkt. Aber sie haben sich nie die Frage gestellt, wie eine Partei ohne Programm so einen Erfolg haben kann. Nun ja, hat was mit denken zu tun, also nix für Politiker.

Bewegte Grüße,

Dirk S

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