Macron oder de Gaulle? Das ist die ungelöste europäische Frage!

General de Gaulle sprach vom "großen deutschen Volk". Dieses Volk lag ihm zu Füßen und nahm begeistert seine Idee vom "Europa der Vaterländer" auf. Nie mehr Krieg in Europa, Wohlstand für die Menschen, Freiheit und die Regentschaft der Menschen- und Bürgerrechte, das war die Vision von Charles de Gaulle. Die Menschen wollen auch heute dieses Europa. Es ist infam, wenn Macron und Merkel Kritiker als Europa-Feinde und Nationalisten verteufeln.

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Irgendwie kann man es verstehen, daß der französische Staatspräsident, Herr Macron, der Verfolgung durch die „Gelbwesten“ entkommen will. Die staunende Nachbarschaft verfolgt seit Monaten, die hochgradig entzündlich die Stimmung bei unseren Nachbarn tatsächlich ist. Den Nenner für diesen Unmut muß man nicht lange suchen. Durch die Globalisierung ist nach internationalen Statistiken Frankreich zu 65 % de-industrialisiert worden. Und dann gehen die europäischen Verantwortlichen auch noch hin und sabotieren eine industrielle Hochzeit zwischen zwei bedeutenden europäische Eisenbahn-Unternehmen, um der chinesischen Konkurrenz eines Staatsunternehmens die französischen und deutschen Arbeitsplätze vor die Füße zu knallen.  Da wird eine „schöne, neue Welt“ für die Globalisierungsgewinner und die entsprechenden Strippenzieher gezimmert, und in „la douce France“ kann man sich noch nicht mal mehr den Sprit erlauben, um zu einer mies bezahlten Arbeitsstelle zu kommen. Wird seitens Herrn Macron dagegen gesteuert? Wie sollte er? Es waren doch gerade die Kreise, die auf den neuen Götzen der Globalisierung gesetzt haben, die ihn auf den Schild zum Präsidenten gehoben haben. Alles macht er, um wenigstens in dem Dauerpalaver mit Bürgermeistern und anderen die Fassade zu wahren. Aber an die „Reichensteuer“ wagt er sich nicht heran. Sollen seine Französinnen und Franzosen doch, wie Marie Antoinette es einmal so treffend formulierte, doch „Kuchen essen, wenn sie schon kein Brot mehr haben“.

Solange es noch Wahlen in Frankreich oder bei uns gibt, wird die Herrschenden eine Frage verfolgen? Warum betreiben sie keine Wirtschafts-Finanz- oder Sozialpolitik, die für ihre Wählerinnen und Wähler in ihren Heimatländern Arbeitsplätze schafft, die ihnen nicht nur einen guten Lohn sondern auch eine auskömmliche Rente für den Lebensabend garantieren?

Emanuel Macron und seine „Schwester im Geiste“, Frau Dr. Angela Merkel, können sich nicht einkriegen, was die zur Schau gestellte Abneigung gegen den amerikanischen Präsidenten Trump anbelangt. Die Staatslautsprecher in beiden Staaten, Frankreich und Deutschland, formulieren von morgens bis abends neue Abscheulichkeiten über Präsident Trump, um auf Distanz zu gehen. Das hätten sie und andere machen sollen, als von Clinton bis Obama ein amerikanischer Präsident nach dem anderen einen Krieg nach dem anderen vom Zaun gebrochen hat, um die amerikanische Weltherrschaft umsetzen zu können. Bislang macht Präsident Trump das nicht und eigentlich müßten ihm die Merkels dieser Welt die Füße küssen. Stattdessen zeigt man Abscheu. Am Beispiel von Präsident Macron und seinen Europa-Thesen wird allerdings deutlich, wo er und andere den Unterschied zwischen Präsident Trump und sich sehen. Trumps:“ Amerika first“ will den Arbeiterinnen und Arbeitern, also der überwiegenden Mehrheit der Menschen in jedem Land, den zum Leben nötigen Arbeitsplatz wieder in South Dakota und nicht in Shenzen zur Verfügung stellen. Was ist daran falsch? Wenn die EU-Dödel ein Verständnis dafür hätten, wem sie zuvörderst verpflichtet sind, wären sie schon vor Präsident Trump auf diese Idee gekommen.

Präsident Macron raisonniert über die „Wut der Völker“ und macht jeden nieder, der aus diesem weithin geläufigen Umstand versucht, Politik zu gestalten, um den Absturz der Völker zu verhindern. Er kommt nicht auf die Idee, sich und alle anderen Staats-und Regierungschefs zu fragen, wer für die von ihm festgestellte Wut verantwortlich ist. Das ist doch seine „Klasse“, wenn man die europäischen Staats-und Regierungschefs als solche bezeichnen will. Warum sollen die Wählerinnen und Wähler so blöd sein, wie die „Speck-Klasse“ annimmt? Warum sollten die Menschen in Europa nicht dahinter kommen, in der von ihm vorgeschlagenen „Agentur für die Bewahrung der Demokratie“ eine europäische Zensurbehörde zur Machtsicherung nach dem Muster bereits in Deutschland bestehender Einrichtungen sehen zu müssen?

Man muß schon ein bestimmtes Alter haben, um sich an den triumphalen Staatsbesuch eines Weltkriegs-Generals in Deutschland zu erinnern. General de Gaulle sprach mit Leidenschaft und Kalkül vom „großen deutschen Volk“. Dieses Volk lag ihm zu Füßen und nahm begeistert seine Idee vom „Europa der Vaterländer“ auf. Nie mehr Krieg in Europa, Wohlstand für die Menschen, Freiheit und die Regentschaft der Menschen-und Bürgerrechte, das war die Vision von Charles de Gaulle. Die Menschen wollen auch heute dieses Europa, das sie so wertschätzt, wie sie als Bürgerinnen und Bürger einen Anspruch haben. Es ist infam, wenn Macron und Merkel jeden, der sie für ihr offenkundiges politisches Scheitern verantwortlich macht, mit dem Soros-Europa als Europa-Feind und Nationalisten verteufeln. Man sollte auf den Präsidenten eines anderen Landes dabei hören, eines Landes, das Charles de Gaulle wie selbstverständlich zu Europa gezählt hatte. Präsident Putin hat sich klar gegen jede Form von Nationalismus gewandt und ihn als Feind des Menschen bezeichnet. Die Liebe zum eigenen Land und damit die überzeugenden Gefühle des patriotisch denkenden Bürgers, das ist ihm wichtig. Nach dem Pamphlet des französischen Präsidenten Macron zum zukünftigen Europa kann man einen Bogen zwischen Präsidenten schlagen. Da denkt man an Charles de Gaulle und Wladimir Putin, wenn es um eine gedeihliche Zukunft geht, aber nicht an Präsident Macron.

Willy Wimmer, 6. März 2019      

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Walter

Mein Dank an "Herrn Wimmer," für diesen wertvollen Beitrag, welchem ich in allen Punkten voll zustimmen kann.
Was Charles de Gaulle und Konrad Adenauer für Europa positives geleistet haben, wird von Macron und Merkel wieder negiert.

Gravatar: Aufbruch

Herr Wimmer, Sie haben ja so Recht. Aber was nützt das, wenn Ihnen die, die gerade das Sagen haben, nicht Recht geben? Wenn die, die vom Polit/Medien-Kartell derart verblendet wurden, nicht sehen wohin die Reise geht und diese Herrschaften immer wieder in den Sattel heben? Wenn unser politisches Establishment dem Bürger nicht das gibt, was ihm einst von de Gaulle und Adenauer versprochen wurde, ist das schon schlimm. Genau so schlimm sind aber auch die gleichgechalteten Medien, die die Bürger derart hinters Licht führen, dass sie nicht mehr wahrnehmen, was gerade passiert.

Das politische Leichtgewicht Macron wurde gegen Le Pen von den tranatlantischen Strippenziehern um Soros und Genossen wahrscheinlich mit Milliarden nach oben gepusht. Jetzt muss sich Macron bezahlt machen. Er versucht es aus seiner misslichen innenpolitischen Lage heraus. Aber er versagt kläglich. Was er bietet, ist derart verworren und leicht zu durchschauen, dass nur genau so verblendete Ideologen wie die Grünen, seinen Unsinn begrüßen. Wenn jemand Wut hat, hat das seinen Grund. Wenn die wütenden Bürger auf die Straße gehen, ist das ihr gutes Recht. Aber die Angst, dass diese wütenden Bürger "falsch" wählen könnten, treibt Macron und Konsorten den Schweiß auf die Stirn. Statt die Wut der Bürger ernst zu nehmen und die Missstände abzustellen, wird versucht den letzten Rest an Demokratie den wir noch haben, die freien Wahlen, unter Kuratel zu stellen. Es ist die Angst derjenigen, die zwischen die Fronten geraten sind. Zwischen den Bürger und Wähler und zwischen ihre Auftraggeber, die transatlantischen Strippenzieher um Soros. Man sollte, Herr Wimmer, nicht nur auf Putin hören, sondern auf einen Mann, der der EU angehört, auf Viktor Orban. Die durch keine demokratische Legitimation gedeckte Einmischung von Soros wird von Orban schonungslos offenbart. Er selbst hat den Strippenzieher seines Landes verwiesen. Nun bekommt er über seine Höflinge Soros' Rache zu spüren. Die sollte er aber nicht überbewerten. So lange seine Wähler zu ihm stehen, kann er den Herrschaften trotzen. Er soll weiter ein Dorn im Fleisch derer sein, die Europa den Europäern wegnehmen wollen.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Freiheit und die Regentschaft der Menschen- und Bürgerrechte, das war die Vision von Charles de Gaulle. Die Menschen wollen auch heute dieses Europa. Es ist infam, wenn Macron und Merkel Kritiker als Europa-Feinde und Nationalisten verteufeln.“ ...

Um damit zu kaschieren, dass die eigentlich Feinde der Völker Europas in den Genannten zu suchen sind?

Sind es nicht Merkel und Macron, welche offensichtlich sehr bewusst ´drauf und dran` sind, „Europa ins Elend zu stürzen“???
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/merkel-und-macron-drohen-europa-ins-elend-zu-stuerzen/

Welch Glück, dass es da noch einen Herrn Orban gibt!!!
https://www.journalistenwatch.com/2019/03/06/so-orban-streit/

Gravatar: karlheinz gampe

Die Mehrheit der Franzosen will keinen Macron mehr, der ala IM Merkel nicht für das französische Volk sondern auch nur für die Lobby arbeitet.

Gravatar: Hajo

Solche Leute wie de Gaulle und Adenauer gibt es heute nicht mehr, da werden Typen in`s Amt gehievt, die weder die Voraussetzung, das Standing und erst recht nicht aus ihrer Vergangenheit heraus befähigt wären ein Land zu führen, aber heutzutage ist alles möglich, der Westen jubelt eine Osttante zu, der Osten ergreift die Freiheit des Westens und so werden die Koordinaten schon seit Jahrzehnten verschoben und waren sie früher noch von ihrer eigenen Führungsstärke überzeugt und handelten danach, wird heute alles im sogenannten Team abgewickelt, wobei das langsam überbordend ist, denn an diesem Tisch sitzt mittlerweile im Team die halbe Welt und was das soll entzieht sich jeder Erkenntnis, vermutlich hängt es mit der inneren Zerissenheit zusammen, denn wie heißt es so schön: Wenn du nicht mehr weiter weißt, dann bilde einen Arbeitskreis und man könnte auch sagen, viele Köche verderben den Brei und so ist sie halt die Gesellschaft, eine formlose Masse, oben angefangen bis hinunter ins kleinste Glied, da kann nichts mehr daraus werden.

Gravatar: Sting

Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Hans Penner schrieb einen interessanten Brief an die deutsche Kanzlerin:

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

der deutsche Teil der Bevölkerung würde es sicher sehr begrüßen, wenn Sie nicht wiederum für das Amt des Bundeskanzlers kandidieren würden. Sie hatten sich von einer Marxistin zu einer Neomarxistin gewandelt, die Deutschland als Nationalstaat abschaffen will. Sie haben den verfassungsfeindlichen Islam legitimiert und zum Bestandteil Deutschlands erklärt. Der Islam bekämpft die UN-Menschenrechte-Charta (siehe hier) und will demnach das Grundgesetz abschaffen.

Ihre Politik beruht auf irrationalen Vorstellungen und fügt unserem Volk exorbitante volkswirtschaftliche Schäden zu. Als Beispiel sei Ihre katastrophale Energiepolitik genannt. Wenn Sie tatsächlich Physik studiert haben, sollten Sie den 1. Hauptsatz der Thermodynamik kennen, wonach Energie nicht erneuert werden kann. Es gibt keine „erneuerbaren Energien“.

Sie sollten außerdem wissen, daß man statistische Mittelwerte nicht „schützen“ kann. Ihre Forderung nach „Klimaschutz“ ist deshalb ausgesprochener Schwachsinn.

Sie sollten wenigstens soviel von der Atmosphärenphysik verstehen um zu wissen, daß die Absorption der 15µm-Erdoberflächenabstrahlung durch das Kohlendioxid der Tropophäre praktisch gesättigt ist. Die Klimasensitivität des Kohlendioxids liegt unter 1°C. Ihr „Zwei-Grad-Ziel“ ist deshalb totaler Unsinn.

In Ihrer Rede zum 7. Petersberger Klimadialog haben Sie sich auf den blamablen „Stern-Report“ von 2006 bezogen. Der Autor dieses Reports ist kein Naturwissenschaftler und geht von falschen Voraussetzungen aus: „Der Klimawandel ist eine ernsthafte globale Bedrohung und verlangt eine dringende globale Beantwortung“. Welch ein Unsinn! Seitdem es Wolken gibt, gibt es einen Klimawandel, nicht erst jetzt! Die Sonne wandelt das Klima, nicht der Mensch.

Allerdings könnte Ihre Kandidatur viele CDU-Sympathisanten der AfD zuführen, was sehr zu begrüßen wäre. Die AfD ist die einzige Partei, die im Gegensatz zu Ihnen westliche Werte und den demokratischen Rechtsstaat gegen die grausame Diktatur des Islam verteidigt.

Lat. „populus“ heißt „Volk“. Rechtspopulisten sind Leute, die das Recht des Volkes verteidigen. Ein Rechtspopulist sind Sie sicher nicht.

Mit besorgten Grüßen

Hans Penner

Gravatar: Sting

Hinter den Kulissen der Macht: Was AKK und Merkel planen….
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https://www.neopresse.com/politik/hinter-den-kulissen-der-macht-was-akk-und-merkel-planen/#comment-363375
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In Berlin weiß man es hinter den Kulissen längst: Die nächste Regierungsumbildung wird ganz offensichtlich geplant. Keine kleine Neuorientierung, sondern die Auflösung der aktuellen Regierung zugunsten von „Jamaika“. Union, FDP und Grüne werden die nächste Regierung stellen, wenn nicht alle Zeichen täuschen. Und zwar ohne, dass Sie noch befragt würden.

Merkel wie Benedikt

Angela Merkel plant den Rückzug. Schon längst werden die Grünen, zuletzt nach einem Bericht des „Focus“, zu politischen Treffen geraten, die „privat“ stattfinden. „Politische Salons“, in denen schlicht eine persönliche und politische Annäherung stattfindet. Schon längst hat die FDP durch ihren Vorsitzenden Lindner wissen lassen, dass sie sich eine Jamaika-Koalition vorstellen könne. Auch ohne Neuwahlen. Voraussetzung laut Lindner: Merkel muss weg.

Die Union wird derzeit in der Position sein, dass sie zumindest keine entscheidenden Stimmen bei einer Neuwahl hinzubekäme. Das wiederum bedeutet, die Union hat mit ihrer aktuellen Fraktion keine besondere Neigung, die je eigenen Mandate aufs Spiel zu setzen. Die FDP möchte ohnehin mitregieren, nur – aus fast schon persönlichen Gründen – eben nicht mit Merkel. Die Grünen sehen sich ohnehin fast als zweite politische Kraft in Deutschland. Neuwahlen könnten sogar dazu führen, dass sich ihr Anteil im Bundestag erhöht. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite würde die positive Stimmung möglicherweise auch recht schnell wieder verfliegen, wenn es zum Schwur kommt. Zum Schwur der Wähler....ALLES LESEN !!!

Gravatar: Karl Brenner

"Europa der Vaterländer"

Es wird immer gerade das gefordert, was gerade möglich ist. Die Gestalten im Hintergrund behalten das Heft in der Hand. Bei der jetzigen Macronette ist es einer der französischen Rothschilds.

Die Macronette fährt also durch Frankreich und discutiert.

Einziges Thema, welches nicht angesprochen werden darf: Migration und Islamisierung

Noch Fragen?

Gravatar: Hajo

Ein Muttersöhnchen auf dem Thron Napoleons und eine Stasi-Tante in Kohl`s Traum im Spreebogen, das alles ist an Schizophrenität nicht mehr zu übertreffen und selbst die Verbindung ist der Ausdruck tiefster Ohnmacht, denn eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als sich Deutsche und Franzosen lieben, das ist historisch begründet und hört dort auf, wo man nichts mehr gewinnen kann, warten wir es ab.

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