Laschet

Die Unterstützer von Röttgen haben in einem größeren Anteil ihre Stimmen auf der Seite von Laschet plaziert, als auf der Seite von Merz. Jetzt verdankt Laschet seine Wahl Röttgen, der ihn einst als Landesvorsitzender geschlagen hatte. Der direkte Vergleich im ersten Wahlgang sah Merz vorne.

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Die Unterstützer von Röttgen haben in einem größeren Anteil ihre Stimmen auf der Seite von Laschet plaziert, als auf der Seite von Merz. Jetzt verdankt Laschet seine Wahl Röttgen, der ihn einst als Landesvorsitzender geschlagen hatte. Der direkte Vergleich im ersten Wahlgang sah Merz vorne.
 
Da Laschet sich als Fortsetzung von Merkel dargestellt hatte, müssen die Röttgen-Unterstützer das goutiert haben, denn außer der ständigen Kriegstrommelei durch den Kandidaten Röttgen gab es kein weiteres Merkmal auf der Seite von Röttgen. Er dürfte sich dennoch bei dem Block an Wählerinnen und Wählern, die er auf seiner Seite zusammenführen konnte, als Faktor in der CDU/CSU etabliert haben. Dass wird in den künftigen Auseinandersetzungen mit Rußland und China auf seiten der USA von großer Bedeutung sein. Laschet wird in diesen Fragen schon den Anschein zu vermeiden haben, daß Röttgen ihn treibt.
 
Da Laschet sich als Inkarnation von Merkel dargestellt hat, wird die Auseinandersetzung derjenigen, die eine neue Zeit und Absetzung von Merkel für dringend erforderlichhalten, mit Laschet entschieden leichter fallen, als dies bei einem Vorsitzenden Merz der Fall gewesen wäre. Merz wäre bei jeder Position gegen Merkel extrem kritisch von den Profiteuren Merkels gesehen und auch bekämpft worden. Das wird bei Laschet kaum der Fall sein, da er ohne Not sich in diese Rolle begeben hat und bestenfalls von zwei Seiten unter Feuer genommen wird: den Merkel Anhängern, weil er nicht deutlich genug auf ihrer Seite steht. Die Merz-Freunde brauchen nichts zu berücksichtigen.
 
Politische Mitbewerber werden über diese Wahl deshalb erfreut sein, weil "klare Kante und Laschet" Widerspruch in sich selbst darstellen.
 
Es ist müßig, über die Frage Laschet/Söder zu spekulieren. Die Lage für Laschet wird sich ohnehin dramatisch verschärfen, da die Deutschen für den Fall, daß es noch Wahlen zum Bundestag geben sollte, ihn für ihr Überleben und die Drangsalierungen verantwortlich machen werden. Merz ätte freier diese Zeit überstanden, da er sich von Merkel abgesetzt hatte und nicht Ministerpräsident ist. Sei es drum. Von FJS stammt der berühmte Satz, daß die Dinge "auf den Grund des Schlundes faulen müssen."

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hajo

Der Gewinner entspringt genau dem Umfeld der katholischen Soziallehre und als Berater, was man immer darunter verstehen kann, von Rita Süßmuth dürfte ja seine innere Einstellung klar sein, ein Herz-Jesus-Marxist und deshalb auch sein Affinität zur SED-Zentralratsvorsitzenden

Diese Mischung zwischen katholischer Scheinheiligkeit und protestantischer puritanischer Hinterlist läßt nicht hoffen, daß wir wieder in geordnete Bahnen gelangen, solange uns diese Truppe beherrscht, die sich ja nur durch Vortäuschung falscher Tatsachen über Wasser hält und die Massen ihnen das auch noch abnehmen.

Hinzu kommt noch ein bayrischer Wendehals, der seine große Chance darin sieht, alte Werte zu opfern um den Mainstream zu bedienen um selbst Kanzler zu werden und daran werden wir alle zugrunde gehen, denn wirtschaftlich sind wir bereits am Boden zerstört und die Sorgen der Leute scheinen sie wenig zu stören, was dann noch Hoffnung schöpfen läßt, wenn sich der ganze Laden entläd und diese Typen in die Wüste entläßt.

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