›Klima-Leugner‹ – Ein grünes Narrativ

Mit Begriffen und Bezeichnungen werden Mythen geschaffen. Und Mythen schaffen Propaganda. ›Klimaleugner‹ ist ein Beispiel.

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Dass das Klima sich momentan ändert, wird nur von sehr wenigen Zeitgenossen bestritten - vorausgesetzt, man hat sich vorher geeinigt, was Klima denn ist. Laut Wiki beschreibt Klima einen Durchschnitt. Genauer: »Klima ist der mit meteorologischen Methoden ermittelte Durchschnitt der dynamischen Prozesse in der Erdatmosphäre«.

Da es sich um einen Durchschnittswert handelt, lässt er sich mit einzelnen Werte zwar ändern – allerdings sollte diese Änderung nicht zu beachtlich ausfallen, da andernfalls der Durchschnitt kein Durchschnitt war. Es ist wie in der Soziologie: Die Tendenz ist entscheidend. Gegenbeispiele haben keine Bedeutung. Es wird praktisch permanent pauschalisiert.

Das so definierte Klima lässt sich nicht leugnen. Man kann die ermittelten Werte bestreiten, man kann die Verfahren anzweifeln, man kann den Sinn der Berechnung in Frage stellen. Aber das Klima an sich ist eine definierte physikalische Größe. Und daher ist die Rede vom ›Klima-Leugner‹ erst einmal Unsinn.

Wer ihn verwendet weist daher stets darauf hin, dass es eine Abkürzung wäre; ein Kürzel für Leute, die meinen, es gäbe momentan keine Veränderung unseres Klimas. Doch wie gesagt, eine Veränderung des Klimas wird nur wenigen Leuten bestritten.

Was relativ viele bestreiten, das sind die Gründe für diesen Wandel. Weiter wird von vielen bestritten, die Änderungen wären außergewöhnlich. Doch gerade sie werden immer wieder als ›Klima-Leugner‹ nicht nur bezeichnet, sondern geradezu denunziert.

Natürlich ist das den so in die Ecke gestellten schon längst aufgefallen. Doch alle Hinweise auf eine korrekte Wortwahl werden mit süffisanten Hinweisen retourniert, es würde sich nur um eine Abkürzung handeln. Jeder wüsste doch, dass man das Klima nicht leugne.

Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Die Abkürzung ist eben längst nicht so harmlos, wie von den Denunzianten propagiert. Die Bezeichnung als ›Leugner‹ unterstellt einen Zustand der bewussten Verleugnung – hier die Verleugnung des Klimas. Handelt es sich bei dem verleugneten um etwas reales, wird aus dem Leugner im Handumdrehen einer, der die Realitäten verleugnet. Und schon wartet auf der nächsten Stufe der Vorwurf des Schwachsinns.

Das ist es, wozu das Wort ›Klima-Leugner‹ tatsächlich dient: Der politische Gegner wird als Schwachsinniger dargestellt, der etwas bezweifelt, was nur bezweifelt, wer nicht ganz bei Trost ist. Und da sämtliche Kritiker der alles andere als bewiesenen Behauptung, der Klimawandel sei ein menschliches Werk, ›Klima-Leugner‹ genannt werden können und genannt werden, handelt es sich um ein Wort, das einer Propagandamaschine entstammt.

Denn es dient nicht allein dazu, den politischen Gegner zum Idioten zu stempeln. Es eignet sich zudem in seiner populistischen Schlichtheit bestens im alltäglichen Medienkampf. Wäre jeder gezwungen, ›Leugner des menschengemachten Klimawandels‹ zu sagen, zöge das eine Erläuterung und ein Nachdenken über die Worte hinter sich her. Und womöglich würden dann wenigstens einige merken, dass die Rede vom ›Wissenschaftskonsens‹ gleichfalls ein perfider Trick ist, aus 60 prozentiger Sicherheit ein fast sicher zu erleugnen.

Aber so sind sie, die Narrative, die sich durchgesetzt haben. Sie geben sich als schlicht und selbstverständlich. ›Klima-Leugner‹ ist so ein Wort. Es hat alle Eigenschaften, um es zu einem Klassiker der Sprache des heutigen, Gutdeutschen Reiches zu machen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Gerd Müller

Menschen die glauben daß KOBOLDE Elektroautos antreiben, daß elektr. Strom in Leitungen gespeichert werden kann, daß die Nazis die Frauenkirche in Dresden zerstört haben,daß Analphabeten zuwandern müssen damit sie sich in unseren Sozialsystemem zu Hause fühlen können, daß sich die Inkubationszeit bei Corona verdoppeln kann, also dumme Menschen,
die glauben und behaupten natürlich auch, daß man das Klima verleugnen könnte ......

Gravatar: Klaus Ermecke

Wir benutzen folgende Definitionen:

"Wetter" ist der Zustand der Atmosphäre an einem Ort zu einem Zeitpunkt.

"Klima" ist eine statistische Sicht auf Wetterdaten der Vergangenheit (d.h. wir sehen es eigentlich als einen Meta-Begriff). Es gibt folglich beliebig viele Möglichkeiten, für unterschiedliche Betrachtungen jeweils ein "spezielles Klima" zu definieren. Ein Geologe wird andere Kriterien auswählen als ein Winzer oder Flughafenbetreiber.

"Klimawandel" ist - entgegen allen wütenden Behauptungen - nicht präzise definiert und die Hypothese der Existenz eines solchen daher nicht falsifizierbar.

"Klimaleugner" ist ein geheimer Kampfruf und bedeutet im Klartext "Vorwärts, wir Schwachköpfe!".

Gravatar: H. Meier

Ich finde, dass in der Diskussionen um die Veränderungen des Klimas, die dramatischen Naturkatastrophen wie die großen Vulkanausbrüche oder Meteoriten-Einschläge komplett von den sogenannten „Klimaforschern“ ausgeblendet werden,
eine sehr unehrliche, einseitige Absicht verrät.
Tatsache ist, die größten Klimaveränderungen mit großen Hungersnöten und dramatischen Folgen sind nie durch Menschen, sondern vor allem durch Vulkanismus entstanden, davon kann sich jeder ein objektives Bild machen.
Wen will man denn beschuldigen und täuschen?
Man will hinterlistig mit „CO2-Steuern“ die Bevölkerung abkassieren, einen „CO2-Zertifikate-Ablaßhandel“ etablieren, um Finanzmogulen ala Al Gore und Soros Eingriffe in Klima-Lobbypolitik zu verschaffen, um die Bevölkerung zu massiv täuschen.
Diese Hinterhältigkeit der „Klimagauner“ ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.
Scheinheilige Figuren wie Merkel schrotten die sichere Stromversorgung, zugunsten einer Münchhausen-Wind-Monster-Phantom-Technik, um angeblich dem Klimaschutz zu huldigen.
Die Dämonen und Hexen des Mittelalters waren die bösartigen Gestalten und solche haben wir als politische Aktivisten auch in der Gegenwart, mit ihren aktuellen Portraits.

Gravatar: Wolf Keller

Bei uns auf dem Gymnasium wurde Anfang der 60er noch davon geredet, dass eine neue Eiszeit kommt und das, obwohl damals die Luft in den Staedten wesentlich schlechter war als heute.
In meiner Heimatstadt Karlsruhe gab es damals Jahre mit Kaelterekorden und teilweise bis zu einem halben Meter Schnee, etwas was man im Oberrheintal eher selten hat.
Das Klima aendert sich staendig und die Hauptursache ist der Stern der dafuer sorgt, dass es uns ueberhaupt gibt, die Sonne.
Diese ganzen Klimahysteriker wollen einfach nicht begreifen, dass sich die Intensitaet der Sonnestrahlung immer wieder aendert und zwar unabhaengig davon ob wir Autos fahren oder nicht!
Im Uebrigen liegt die Luftverschmutzung u.a. daran, dass mehr und mehr Deutsche mit Holz heizen und das nachhaltig, denn dadurch werden Waelder, hauptsaechlich in Suedosteuropa NACHHALTIG vernichtet, denn ein Baum ist in wenigen Tagen verheizt, braucht aber viele Jahre um zu wachsen!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Was relativ viele bestreiten, das sind die Gründe für diesen Wandel. Weiter wird von vielen bestritten, die Änderungen wären außergewöhnlich. Doch gerade sie werden immer wieder als ›Klima-Leugner‹ nicht nur bezeichnet, sondern geradezu denunziert.“ ...

Weil sonst die tatsächlich Verantwortlichen – zumindest für den Teil der vom Menschen gemachten Erderwärmung - genannt werden müssten, bei denen es sich auch m. E. in erster Linie um unser(?) aller(?) heißgeliebte(?) Göttin(?) incl. ihrer Nato-Freunde handelt?!
https://www.isw-muenchen.de/2019/07/militaer-und-krieg-als-klimakiller-nummer-eins/

Gravatar: harald44

Zitat: "Dass das Klima sich momentan ändert, wird nur von sehr wenigen Zeitgenossen bestritten "
Hier wird nicht unterschieden zwischen lokaler Wetteränderung und globaler Klimaveränderung, und das ist falsch.
Beispiel 1: Es regnete in Mitteleuropa 2018 und 2019 zwar weniger als normal, aber dafür regnete es in Nordafrika und z. B. in Israel mehr als normal. Wenn die Wolken hierzulande nicht abregnen, dann ziehen sie halt weiter und regnen woanders ab.
Also kein Beispiel für Klimawandel, sondern für eine lokale Wetteränderung.
Beispiel 2: Es war in Mitteleuropa 2018 und 2019 zwar wärmer als normal, dafür aber war es beispielsweise in der Wüste Gobi deutlich kühler als normal, und die Wüste Gobi ist viel größer als der mitteleuropäische Raum.
Also kein Beispiel für Klimawandel, sondern für eine lokale Wetteränderung, die sich in wenigen Jahren wieder umgekehrt haben kann.
Beispiel 3: Gletscher in den Alpen und auf Grönland schmelzen derzeit ab. Aber woher wissen wir, ob nicht die Gletscher in den Anden, den Rocky Montains, dem Uralgebirge oder dem Himalaya derzeit größer werden? Und alle diese Gebirge sind deutlich größer als die Alpen.
Also auch kein Beispiel für (globalen) Klimawandel, sondern nur für eine lokale Wetteränderung mit ihrern Folgen (mehr Schnee, längere Gletscher).
Beispiel 4: Aber die Temperatur scheint doch weltweit zuzunehmen? Woher will man das mit der erforderlichen Genauigkeit und Meßsicherheit wisssen, was man doch niemals genau genug wird messen können? Es gibt nicht nur die Erdoberfläche, es gibt auch noch den Luftraum über der Erde und das riesige Wasserreservoir der Meere.
Zwar wissen wir, daß es auf der Nordhalbkugel eine Eiszeit gab, das ohne jeden Zweifel, aber wir wissen auch, daß zur selben Zeit die Antarktis eisfrei war, und wie damals die Temperaturen sich auf den anderen Landmassen verteilten, das wissen wir doch auch nicht.
Also auch hier - wahrscheinlich - nur wieder eine lokale Verschiebung der Wetterphänomene, denn global, und wirklich erdumfassend, kann sich das Klima auf der Erde nur ändern, wenn die Kraft der Sonne zeitweilig, und das können auich mal zehn- oder hunderttausend Jahre sein, sich abschwächt, sei es durch mehr oder weniger Sonnenflecken oder andere solare Phänomene, die noch unerforscht sind.

Gravatar: Erdö Rablok

Gott-Sei-Dank bin ich nur ein Klimaleugner und kein Klimalügner und auch kein öffentlich-rechtlicher-Relotius.

Gravatar: Hans-Peter Klein

"Klimaleugner" ist ein Überbegriff aber nicht nur, wie Sie schreiben, ein Kürzel für
"... Leute, die meinen, es gäbe momentan keine Veränderung unseres Klimas."
Diese generellen Leugner eines Klimawandels an sich sind nur eine kleine Splittergruppe innerhalb der "Klimaleugner", unter sich uneinig mit dem anderen, größeren Teil derer, die den maßgeblich vom Menschen verursachten, sich rapide vor unser aller Augen vollziehenden globalen Klimawandel und dessen Ursachen, nämlich der im globalen Maßstab viel zu hohe Ausstoß fossiler Verbrennungsabgase, rundherum abstreiten, leugnen, stattdesssen z.B. die Sonne als alleinige Ursache behaupten.
Man ist sich bestenfalls im Kampf gegen die Energiewende einig, am Fakt und an der Ursache des Klimawandels scheiden sich innerhalb der "Klimaleugner" vehement die Geister.

Kurzum: Die Verwendung des Kürzels "Klimaleugner" als "grünes Narrativ" halte ich für legitim, jedem ist eigentlich klar, welche Gruppierung damit gemeint ist.

Umgekehrt betiteln eben jenen "Klimaleugner" ihre Gegner (Befürworter der Energiewende) nur allzu gerne als "Klima-Hysteriker", "Klima-Idioten", Klima-Hüpfer", "Klima-Fanatiker", Beispiele gibt es massenhaft, gerade hier hier auf FW und auf achgut.com.

Viel kritischer sehe ich die Verwendung des Begriffs "Klimaskeptiker", da Skeptiker ein für mich positiv besetzter Begriff ist. Ein Skeptiker sondiert die Argumente der Akteure, von Fachleuten bis zu denen, die sich dafür halten und trifft darauf basierend eine vorläufige persönliche Entscheidung, bis neue, überzeugendere Argumente aus der Fachwelt eine Neubewertung der bisherigen Position erfordern.

In diesem Sinne wäre ich ein Klimaskeptiker der bisher den anerkannten Klimatologen (z.B. PIK) einen weit höheren Vertrauensvorschuss entgegen bringt wie deren Gegenspielern (z.B. EIKE, Heartland Institute, mit Vertrauensvorschuss = Null). Vor allem durch die höhere Überzeugungskraft der Argumente an sich aber auch in der Art ihrer Vermittlung:

* sachlich, faktenbasiert, up to date und ehrlich mit Angaben der noch bestehenden Unsicherheiten seitens der Wissenschaft, z.B. bei PIK, klimafakten, sceptical science.

* dagegen populistisch, einseitig-selektiv, grob-verzerrend und viel zu oft Schnee von gestern z.B. bei EIKE, dazu in einer abstoßenden Sprache die regelmäßig auf Stammtischniveau abgleitet, weit entfernt, in der Wissenschafts-Community auch nur einen Hauch von Akzeptanz zu erfahren.

Worüber man reden könnte wäre das setzen von ".."
bei "Klimaleugnern",
gälte dann natürlich umgekehrt auch bei "Klimahysterikern", usw.

MfG, HPK

Gravatar: harald44

Nachtrag:
Zitat: "Aber das Klima an sich ist eine definierte physikalische Größe."
Eben das ist falsch, denn das Klima hat keine physikalische Definition - welche denn? - und ist folglich auch keine physikalische Größe.
Nur Wetterdaten sind physikalische Größen wie z. B. die Windgeschwindigkeit [m/s], die Wolkenbedeckung bezogen auf den sichtbaren Himmel [%] oder die Regenmenge in [ltr/m2], und viele andere mehr.

Gravatar: harald44

Gottseidank kümmert sich das Klima - etwas hemdsärmelig definiert als die Summe aller globalen Wettererscheinungen auf der Erde (hemdsärmelig deswegen, weil man Wettererscheinungen unterschiedlicher physikalischer Dimension niemals "summieren" kann) - keinen Deut weder um Klimabefürworter noch um Klimaschützer noch um sogenannte Klimaleugner.
Das Wetter macht so wie schon von Anbeginn der Erde an, was es will. Daher gibt es nur Wetterdaten, die man durch Wetterstationen messen und deren Verlauf über die Zeit man ermitteln kann, aber es gibt keine einzige Klimameßstation auf der Erde.
Warum nicht?
Weil man Klima ebensowenig messen kann wie Heimweh oder Sehnsucht oder ähnliches.

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