Heute oder gestern schon gesprungen?

Kinderarmut in Deutschland - mal schauen.

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liebe Hunde oder wenn Sie meinen wo ein Stöcken ist muß man auch rüberspringen? Sie wissen nicht was ich meine? Sie haben nicht die neueste Studie der Bertelsmann Stiftung mitbekommen? Da will ich Ihnen gerne mal mit Links zu unsere Systempresse aushelfen:

www.google.de/search

Schlagen Sie nach. Ich schrieb dazu in 2011 ! www.q-software-solutions.de/blog/2011/05/armut/

sciencefiles stellen gestern nocht schonungsloser fest:https://sciencefiles.org/2016/09/12/die-entdeckung-der-kinderarmut-bertelsmann-studie-trifft-hoerige-journalisten/

Zitat: „Das bringt uns zurück zum statistischen Artefakt der Steigerung der Kinderarmut: Wenn Arbeitslosigkeit und Hartz-IV-Bezug stagnieren oder gar zurückgehen, die Kinderarmut, gemessen als Anzahl von Kindern mit einem oder zwei Eltern in Hartz-IV-Bezug aber zunimmt, dann hat man damit eine zunehmende Fertilität von Hartz-IV-Eltern, keine zunehmende Kinderarmut gemessen, jedenfalls dann, wenn man Wissenschaftler und nicht damit beschäftigt ist, ideologische Botschaften unter die Leute zu bringen.“

Ok und schon vor langer Zeit schrieb Frau Kablitz:

zuercherin.com/alles-darf-die-armut-nur-aufhoeren-darf-sie-nicht/

Und was ist mit Ihnen? Sind sie schon gesprungen. Haben Sie Ihrem „Entsetzen“ in den sozialem Medien genügend Ausdruck gegeben? Oder verstehen Sie das Konzept von relativer Armut als entweder kein Konzept oder darunter einen absoluten Blödsinn wie ich?

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Duffy

@Dr. Kovács: genau das ist das Stöckchen, über welches wir springen sollen! Entweder begegnet man der "Kinderarmut", indem man die Betroffenen ihren Eltern wegnimmt und in komfortable Internate steckt plus Tschengeld, oder man ändert etwas an der Familiensituation. Ich verstehe auch nicht, warum es verwerflicher sein soll, auf Kinder zu schießen als auf andere Personen. Da wird ganz primitiv manipuliert und das macht mich sauer. Wer wirklich helfen will, der lese Bert Brechts "Der gute Mensch von Sezuan". Keiner mag es, wenn ein anderer sein letztes Hemd für einen opfert. Aber wer mir die Möglichkeit gibt, mit Fleiß und Einsatz meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, so daß ich erhobenen Hauptes anderen in die Augen blicken kann, der ist mein Held.

Gravatar: FDominicus

Ich bin da völlig bei Ihnen, der Kern bleibt ja bestehen - relative Armut = absoluter Blödsinn. Weil es
a) willkürlich und
b) subjektiv ist.

Was ich ja versuchte mit dem Milliardär und Millionär auszudrücken.

Nur schrieb ich ja ist so eine Art Gesinnungstest, wer springt zeigt schon das gewünschte Verhalten. Überspitzt ausgedrückt. "Oh die armen .... " die ... können Sie füllen mit was auch immer Sie wollen.

Fakt ist auch Wohlfahrt funktioniert wie jedes andere Angebot auch und schafft sich seine Nachfrage und Wohlfahrt ist nichts Neues. Nur eben wie weit man es treibt ist schon neu.

Es gibt dazu sogar ein böses Buch:
"Armut ist Diebstahl: Warum die Armen uns ruinieren"

Und wer sich ein wenig in Geschichte auskennt, kann zumindest den Weg erkennen. Ich weiß Geschichte muß sich nicht wiederholen, nur tut sie es doch immer mal wieder.

Beste Beispiel für ein Land was sich zugrunde richtete: Venezuela. Ob "Kinderarmut" oder "allgemeine Armut" es läuft über diesselbe Schiene.

@Hans Meier: und Kinder ohne echte, bzw. verantwortliche Eltern, immer mies dran. "

Dem kann man nichts hinzufügen. Armut ist kein Maßstab für die Qualität der Elternschaft und es ist auch kein Maßstab über die "soziale Gerechtigkeit". Wenn die nämlich darin besteht Arme so gut es geht arm zu halten....

Gravatar: Hans Meier

Ein sehr wesentlicher Aspekt scheint hier völlig ausgeblendet zu sein.

Die statistisch nicht erfasste Sparte, in der ein ober-potenter Pascha hauptberuflich ein Familien-Unternehmen mit seinen bis zu vier Frauen führt, ist dabei gar nicht als Tatsache einer tatsächlichen Hartz 4 Wirklichkeit zu veröffentlichen, ohne in Verruf zu kommen.

Denn es ist gemeiner Neid, derer die sich mit nur einer Frau rumschlagen, die ihnen noch nicht mal aufs Wort gehorcht, sondern in serieller Monogamie die Freunde wechselt, mit der sie neue Kinder hat, sonst müsste sie und ihr Partner ja arbeiten gehen.

Genau so neidisch können einheimische Frauen sein die sich sehr sexy geben, die aber gegen die streng-keusch verpackten Muslimas, die einen der aktivsten Araber zuhause am Start haben, und das tägliche Turnier gewinnen, keine echte Chance haben.

Was die Armut angeht, sind Statistiken ein albernes Instrument für Argumente und Kinder ohne echte, bzw. verantwortliche Eltern, immer mies dran.

Gravatar: Dirk S

@ FDominicus

Zitat:"Das folgt nicht zwingend."

Letztendlich wird aber die Einkommensgleichverteilung abgebildet. Und je geringer die Unterschiede sind, desto weniger "relativ Arme" gibt es. Oder ganz sozialistisch: "Armut für alle!" Das ist eben die Konsequenz.

Zitat:"Spielen wir mal folgendes Gedankenexperiment."

Das brauchen wir nicht. Denn auch in Ihrem Gedankenexperiment gilt: "Relative Armut" verschwindet nur dann, wenn alle (mehr oder weniger) gleich arm sind. (Wenn alle gleich reich wären, dann gäbe es keine Armutsdiskussion.)

Zitat:" Wir setzen die absolute Amutsgrenze auf sagen wir mal kleiner als 1000 GE und die relative auf 50 % des mittleren Durschnittseinkommen."

Wir können auch das Definieren bleiben lassen und uns an folgende Werte halten:

Absolute Armut: 1Dollar / Tag (Weltbank)
Armutsgefährdet (DE): 60% des Medianeinkommens
Existenzminimum (DE): 43% des Medianeinkommens
Releative Armut (DE): 40% des Medianeinkommens

Und es wird nicht mit dem Durchschnittseinkommen, sondern mit dem Medianeinkommen (https://de.wikipedia.org/wiki/Mittleres_Einkommen) gearbeitet. Damit ist der Rest Ihres Gedankenexperiments, das auf dem Durchschnittseinkommen basiert, erst einmal hinfällig. (Auch wenn mir klar ist, was Sie zeigen wollen.)

Jedenfalls zeigen die offiziellen Definitionen, dass in DE niemand "absolut arm" ist, und niemand "relativ arm" sein muss, da der Wohlfahrtsstaat das Einkommen auf das Existenzminimum aufstocken würde, womit das Einkommen über der Grenze für die "relative Armut" liegt. Bleibt nur noch die "Armutsgefährdung" und mit der wird, gerade von Seiten der Wohlfahrtsverbände, ausgiebigst argumentiert und moralisiert.

Aber es ist sinnfrei, wenn wir beide uns hier mit Gedankenexperimenten und Spitzfindigkeiten bewerfen (mach ich auch gerne ;-) ), an Ihre grundsätzliche Kritik an dem relativen Armutsbegriff schließe ich mich an. Denn so werden die sozialen Probleme, die es im Lande gibt, ideologisch verbogen und sinnvolle Lösungen verhindert.

Denn Sinn und Zweck der "relativen Armut" und vor allem der "Armutsgefährdung" ist es, einen Grund zu liefern, der arbeitenden Bevölkerung noch mehr weg zu nehmen und damit die nichtarbeitende zuzuwerfen. So etwas nennt sich dann "Wohlfahrt" und ist ein Riesengeschäft mit einer Menge gut dotierter Pöstchen. Und deshalb muss und wird es weiterhin "Arme" geben. Es besteht kein Interesse daran, das Problem zu lösen.
Andersrum sind rund 20% "Armutsgefährdete" für einen Wohlfahrtsstaat ein normaler Wert.

Und als jemand, der sein halbes Leben in einer Sozialhilfehochburg verbracht hat, weiß ich, dass die Lösung der "Kinderarmut" so einfach wie unpopulär wäre: Kinder dürfen kein Geschäftsmodell mehr sein. Damit würde die Kinderarmut bekämpft und langfristig auch die relative bei Erwachsenen. Was aber nicht im Interesse der Armutsprofiteure wäre.

Armut kann man nicht mit dem Verteilen von Geld bekämpfen. Man muss den Menschen ihr "Armutsdenken" nehmen. Und sie zu Leistungen und Eigenverantwortung antreiben. Nur so werden sie der Armut entkommen.

So und jetzt darf man mich verfluchen.

Unverfluchbare Grüße,

Dirk S

Gravatar: Marcel Elsener

@Lord
Ich empfehle Ihnen, den Artikel auf sciencefiles.org zu lesen, den Herr Dominicus in seinem Artikel angegeben hat. Dort wird auch das mit der Kinderarmut aus soziologischer Sicht näher erklärt.

Herr Adorján Kovács hat insofern Recht, als dass Kinder normalerweise nicht selbständig allein arm sind sondern nur als Folge des Umfeldes, in dem sie leben - normalerweise ist das die Familie. Kinderarmut ist insofern ein reiner Propagandabegriff, da sie als eigenständiger Zustand in der Regel gar nicht existiert, weil sie nicht losgelöst von der Armut der Eltern oder Pflegeeltern betrachtet werden kann. Wer von Kinderarmut schwafelt, der versucht dem Empfänger der Botschaft eine irreführende Information unterzujubeln.

Gravatar: Bärbel Bätsch

Herr

Adorján Kovács

haben Sie schon einmal etwas von Schularbeiten gehört?

Gravatar: Lord

@ Adorján Kovács

Wenn die Eltern arm sind, sind die Kinder also nicht arm ...?

Gravatar: FDominicus

@H.Roth Sie haben recht, haben Sie mal geschaut wie das durch die Presse rennt? Unglaublich ? Nein völlig vorhersehbar....

Gravatar: Adorján Kovács

Es gibt keine Kinderarmut. Es gibt nur die Armut von Eltern. Der Begriff ist ein Unwort des Neusprechs. Oder arbeiten bei uns die Kinder?

Gravatar: H.Roth

Über dieses Stöcklein läßt sich leicht springen. Das Wort Kinderarmut rührt ebenso das Mitleid, wie Bilder mit weinenden Kindern. Ja, da läßt der gebeutelte Steuerzahller sich dann gerne noch ein wenig mehr beuteln, um dieser Not mit Hilfe des barmherzigen Sozialstaates beizukommen, der sich die hohe Aufgabe aufs Panier geschrieben hat - gleich Robin Hood - dem Reichen zu rauben und dem Armen zu schenken. Und reich sind wir nun mal alle, wenn wir nicht arm sind. Und wenn wir auch arm sein sollten, so teilen wir doch gerne unsere Armut. Und das hat der fürsorgliche Staat ja gut erkannt, dass man auch Armut teilen kann. Also werden gerade Familien mit (zahlreich vorhandenen) Kindern ihres Lebensunterhaltes beraubt, damit man der Not dieser Welt beikommt und endlich kein Unterschied mehr zwischen Armen und noch Ärmeren zu sehen ist.
Keinem anderen Zweck dient diese "Studie".

Gravatar: FDominicus

@Dirk S. Das folgt nicht zwingend. Ich habe das in dem Link auf die Seite von 2011 festgehalten:
Spielen wir mal folgendes Gedankenexperiment. In einer Volkswirtschaft verdienen 1/3 1000 GE, 1/3 2000 GE und 1/3 3000 GE. Wir setzen die
absolute Amutsgrenze auf sagen wir mal kleiner als 1000 GE und die relative auf 50 % des mittleren Durschnittseinkommen.

Also unser Durchschnitteinkommen ist exakt 2000 GE somit, somit gibt es derzeit weder absolut gesehen Arme noch relative. Nun erhöhen wir das Einkommen des mittleren Drittels auf 2050 GE.

Wir bekommen also ein Durchschnittseinkommen von 1/3 * 1000 + 1/3 * 2050 + 1/3 * 3000 = 2016,67

Dem unteren Drittel passiert gar nichts und trotzdem haben wir nun eine relative Armut von 1/3 der Bevölkerung. Und das nur weil der „mittlere“ Sektor etwas besser dasteht. Noch paradoxer wird es wenn nur ein Topverdiener von 6000 GE in dieser Volkswirtschaft ankäme. Auch dann geht es niemanden faktiv schlechter aber auch dann gäbe es auf einmal 1/3 mehr „Arme“.

Wie sie sehen können kann eine marginale Ausweitung zu massivem Anstieg der "relativ" Armen führen, von 0 auf 33 % finde ich schon "bermerkenswert".

Die Frage die man bei relativ stellen muß, relativ zu wem. . Relativ gesehen zu den meisten Menschen in Bangladesch sind die Mehrzahl der Deutschen reich. Relativ gesehen zu einem Milliardär ist ein Millionär tausend mal "ärmer".

Wie man aber sehen kann ist die politische Zielrichtung klar zu sehen. Nehmen wir mein Beispiel und betrachten den mit den 6000 € Einkommen. Eliminiere ich den politisch in meinen Beispiel, verschwindet die relative Armut. Um was es geht ist um die Eliminierung derjenigen die mehr haben als einem die neidischen zugestehen wollen.

Es ist eben kein Konzept oder nur insoweit wie man es benutzen kann mehr Gewalt gegen Einzelne auszuüben.

Gravatar: Dirk S

In Wirklichkeit gibt das Konzept der "relativen Armut" nichts anderes als die Einkommensgleichverteilung an. Je höher die Anzahl der "relativ Armen", desto ungleicher die Einkommensverteilung.
Oder anders gesagt: 1946 war in DE die "relative Armut" bewundernswert gering. Es ging allen gleich schlecht.

Gleichverteilte Grüße,

Dirk S

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