“Heile, heile, Gänsje”? In Mainz wird nichts mehr gut!

Ernst Negers Enkel Thomas will sich den Moralaposteln und Diskriminierungsalarmisten nicht beugen. Drei Generationen haben sich am Firmenlogo auch nicht gestört. Doch die Mainzer Sprach- und Denkpolizei weiß, was gut für uns ist.

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Den wortgewaltigen Keulenschwingern der Anti-Rassismus-Front ist nichts heilig. Sie stürzen sich auf jeden, den sie rassistischer Gesinnungen verdächtigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob nach objektiven Maßstäben tatsächlich Rassismus vorliegt – es reicht die bloße Unterstellung der latenten Gefahr. Die Richter im Namen des Guten haben nichts zu befürchten, trägt sie der Jubel des Zeitgeistes doch über die niederen Sphären von Anstand, Moral und Gesetz hinweg. So fest schwingen sie ihre Keulen, dass ihre Opfer sich bitte nie wieder regen mögen. Einer ihrer aktivsten Vertreter, David Häußer, darf sich heute über den “Klodeckel” freuen. In Mainz haben er und seine eifrigen Mitstreiter es aktuell auf einen altehrwürdigen Handwerksbetrieb abgesehen, der 1909 gegründet wurde und heute unter dem Namen Ernst Neger Bedachungen GmbH bekannt ist. Seit den 1950er Jahren ziert ihn ein zum Namen passendes Firmenlogo, das einen Dunkelhäutigen so zeigt, wie man ihn von naturverbundenen Stämmen in weiten Teilen Afrikas kennt: Mit Kreolen, Tellerlippen und Bastrock. Man kann das Logo mögen, oder auch nicht, doch darf man eines getrost feststellen: Sein Erfinder, das 1989 verstorbene Mainzer Fastnachts-Urgestein Ernst Neger, ist sicher über jeden Verdacht erhaben, ein Rassist zu sein.

Neger wollte die durch seine Karnevalsauftritte erlangte Bekanntheit für einen einprägsamen Firmenauftritt nutzen und schuf das Logo des “singenden Dachdeckermeisters” in Form eines Dunkelhäutigen, der heiter den Hammer schwingt. Er bildete dabei die Realität der Zeit ab. Wer dort mehr hineininterpretiert als das, was es ist, will offenbar Böses. Und bis heute haben sich drei Generationen am Firmenlogo auch nicht gestört. Doch so, wie die Political Correctness dem Negerkuss den Garaus gemacht hat und sich seit Jahren am Zigeunerschnitzel austobt, so, wie sie Kinderbücher zensiert und bereits überlegt, historische Romane umzuschreiben, so möchte sie auch das Logo der Firma Ernst Neger vernichten. Da ist es unerheblich, ob sich je ein vermeintlich Betroffener gerührt und seiner gefühlten Diskriminierung Ausdruck verliehen hat. Die Sprach- und Denkpolizei weiß, was gut für uns ist. Glücklicherweise zeigt sich Ernst Negers Enkel Thomas standhaft. Der aktuelle Firmeninhaber denkt nicht im Traum daran, sich den Moralaposteln zu beugen. Warum auch? Der Auftritt seiner Gegner gibt ihm Recht. Die Beleidigungen und Drohungen, mit der die selbsterklärten Guten ihre Ideologie durchzusetzen versuchen, spricht für sich – und vor allem gegen sie. Da definiert sich Gut und Böse völlig neu.

Es ist das Grundübel der Diskriminierungs-Alarmisten, dass sie die Welt nicht so begreifen, wie sie ist. Totale Gleichheit ist ihre Utopie, was so lange ehrenwert ist, wie es um gleiche Rechte und Pflichten, vor allem aber um gleiche Chancen geht. Doch das ist nicht das Anliegen der Gutmenschen. Sie träumen vielmehr von einer egalitären Gesellschaft, die erst durch einen uniformen Auftritt und gleichförmiges Denken alle Unterschiede überwindet. Die Geschichte hat uns gelehrt, wie Versuche enden, derartige Gesellschaftssysteme zu errichten. Doch zurück zur aktuellen Hetzkampagne gegen Neger, die noch einen ganz anderen Beigeschmack hat: Ihr Urheber entstammt dem links-grünen Milieu und lieferte den Grünen im Mainzer Landtag eine willkommene Steilvorlage, die diese dankbar aufgriffen. In Rheinland-Pfalz wird in einem Jahr ein neuer Landtag gewählt und Thomas Neger sitzt für die CDU im Mainzer Stadtparlament. Der stellvertretende Pressesprecher der Grünen-Landtagsfraktion schwärzte ihn eilig bei Facebook an, das Negers dortiges Firmenlogo umgehend löschte. Denunziation ist die Waffe derer, denen die Argumente fehlen. Die Grünen verlassen sich darauf, dass man ihnen dies immer wieder nachsieht. Wenn sie sich da mal nicht täuschen…

Zuerst erschienen auf meinungsfreiheit24.wordpress.com

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Kerstin

Dazu passt:

https://www.youtube.com/watch?v=qMuM4glK2iA

Soetwas konnte 1999 noch ungestraft im deutschen Fernsehen laufen. Heute, 16 Jahre später ist das schon unvorstellbar.
Es gruselt einem, wenn man darüber nachdenkt, wie schnell wir in eine politisch-korrekte Sprach- und Denkdiktatur geraten sind.

Gravatar: Andreas Schneider

Angesichts der hier - völlig richtig - angesprochenen 3 Generationen Mitmenschen daf die Fage erlaubt sein, wie viele "Neger" sich (wenn überhaupt) über diese Nichtigkeit beschwert haben.

Ende der 70er Jahre war ein Arzt tansanischer Herkunft (und entsprechendem Äußeren) mein Nachbar - gäbe es nur solche Mitmenschen, wäre jeglicher Streit auf dieser Welt beendet! Ich erinnere mich noch heute eines feucht-fröhlichen Abends, den meine Eltern mit dem Arzt und seiner deutschen Frau verbrachten. Zu vorgerückter Stunde - und zugegenebermaßen etwas angeheitert - drückte der Mann seiner besseren Hälfte einen dicken Schmatzer auf die Wange und bekundete dazu in seinem unnachahmlichen Dialekt: "Das war ein Negerkuss!"

Ob die Mainzer Sitten- und Moralwächter meinen Ex-Nachbarn darob wohl der Eigendiskriminierung bezichtigt hätten?

Gravatar: francomacorisano

Ist die Neuauflage der Hexenverbrennung jetzt auch in Mainz angekommen? Viele Jahre hat das Logo niemand gestört. Selbsternannte Sittenwächter stellen sich jetzt über Recht und Gesetz und wollen uns vorschreiben, was "politisch korrekt" ist und was nicht. Lieber Thomas Neger, Ihr Großvater hätte sich niemals diesen neuen Blockwarten gebeugt. Bleiben Sie standhaft! Die breite Mehrheit der Menschen steht hinter Ihnen. Freiheit ist kein Geschenk – sie muss täglich neu verteidigt werden!

Gravatar: Klaus Wohlfahrt

Herr Schneider,
ihre amüsante Geschichte von anno dazumals ist wirklich der schlagende Beweis dafür, dass Menschen afrikanischer Herkunft den Ausdruck "Neger" unbedingt für sich reklamieren.
Danke für diesen Beitrag!

Gravatar: Karin Weber

Hier sind mal die aktuellen Zustände und Methoden der Denkdiktatur-Architekten beschrieben:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/heinz-wilhelm-bertram/wie-die-gruenen-uns-klammheimlich-die-gender-und-vegan-sklaverei-unterschieben.html

Diese Leute haben mittlerweile die gesamte Gesellschaft infiltriert. Schleichend, wie ein Gas durchströmt es die gesamte Gesellschaft und zerstört. Die rot-grüne Saat geht auf:

http://www.badische-zeitung.de/liebe-familie/immer-mehr-maenner-entscheiden-sich-fuers-single-leben--73569859.html

Gravatar: Karin Weber

Ich mache jeden Morgen eine kleine Zeitungsschau. Durch Zufall bin ich auf diesen Beitrag bei den DTN gestoßen, in dem subtil schon der nächste Kreis von Diskriminierten (und Zuwanderungsfähigen) aufbereitet wird:

>> Die Deutschen – das Kaiserreich war im Ersten Weltkrieg der engste Verbündete des Osmanischen Reichs – seien dafür genauso verantwortlich wie die Türken.

«Die Deutschen tragen Verantwortung für jeden Tropfen armenischen Blutes», meint Türkay. «Aus meiner Sicht haben die Armenier das Recht, die Deutschen für die nächsten 100 Jahre zu hassen. Hätten sie das Osmanische Reich nicht unterstützt, wäre das alles nicht passiert.» Ayik, der Vorsitzende des Kirchenstiftung, formuliert das etwas diplomatischer. Ihm sei gar nicht so wichtig, ob die Bundesregierung die Massaker an seinem Volk als Völkermord anerkenne oder nicht, sagt er. «Eine Entschuldigung wäre genug».<<

Quelle: http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2015/04/510418/die-angst-der-armenier-in-der-tuerkei-und-ihre-wut-auf-die-deutschen/

Das Schema ist immer gleich: Der Deutsche ist Schuld. Das sind die Opfer. Wir müssen helfen.

Nach diesem Trinom gutmenschlichen Denkens wird das Menschenrechtszentrum im Hirn der Bürger aktiviert und jedweder Widerspruch bereits im Vorfeld neutralisiert. Persönlich wusste ich bisher nicht, dass meine Großeltern am Völkermord in Armenien beteiligt waren, aber an den von Griechenland "errechneten" Reparationszahlungen erkennt man ja, wohin das letztlich führen soll.

Es ist scheinbar nur eine Frage der Zeit, bis der Opferkreis "Armenien" durch Rot-Grün entdeckt wird.

Möglicherweise muss sich ja der Deutsche in diesem Kontext auch für, wie im Beitrag geschildert, die Verwendung des Wortes "Neger" ungefragt bei den betroffenen Ethnien finanziell erkenntlich zeigen, um so seine historische Schuld abarbeiten zu können.

Ich würde mittlerweile nicht mehr sagen, dass das politische Deutschland ein Irrenhaus ist. Da würde ich den echten Irren schweres Unrecht tun.

Gravatar: geabgsdb

Wenn Sie ernsthaft glauben sollten, dass eine Sequenz, in der über den Sprachwandel des Begriffs "Negerkuss" kritisch reflektiert wird, heute nicht mehr "ungestraft" im Fernsehen laufen könnte, haben Sie sich schon komplett aus der Realität verabschiedet.

Gravatar: Jorgos

Diese Deppen verwechseln den Englisch/USAmerikanischen Begriff " Nigger " der sicher Herabwürdigend gemeint ist mit dem im deutschen Sprachraum geläufigen Begriff "Neger." der nie diskriminierend gemeint war. Und der Begriff Farbiger trifft auf alle Menschen zu, auch weiß ist eine Farbe.

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