Gutes Geld und schlechtes Geld

All die Verwirrung um Geld entsteht, weil nicht zwischen „gutem Geld“ und „schlechtem Geld“ unterschieden und beides in einem großen Topf so lange durcheinandergerührt wird, bis es niemand mehr auseinanderzuhalten vermag. 

 

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Worum geht es?

         

Keine Hose hat sich jemals selbst genäht, kein Haus erbaut sich von allein, kein Brot fällt gebacken vom Himmel. Lebensnotwenige Konsumgüter gibt es nur deshalb, weil unzählige fleißige Hände zusammenarbeiten, weil Menschen ihre Lebenszeit, ihre Kraft, ihr Geschick und ihre Intelligenz einsetzen, um diese Dinge anzufertigen. Die Natur stellt lediglich Rohstoffe zur Verfügung. Dank menschlicher Intelligenz und Arbeitskraft wird ein Überschuß an Gütern erzeugt, und die Menschen beginnen zu tauschen. Als Mittel zum Tausch dient das Geld. Die Marktpreise entstehen. Geld aber kann noch mehr als das. Durch kluges Wirtschaften sammelt sich ein Vorrat an schönen und praktischen Dingen an, das Leben wird reicher. Auch Reichtum läßt sich mit Geld messen. Geld kann von den Besitzern investiert werden, dann hebt es den Wohlstand aller. „Der wirkliche Reichtum ist natürlich das, was wir herstellen und verbrauchen: die Nahrung, die wir zu uns nehmen, die Kleidungsstücke, die wir tragen, die Häuser, in denen wir wohnen. Es sind Eisenbahnen und Straßen und Autos, Schiffe, Flugzeuge und Fabriken, Schulen, Kirchen und Theater, Klaviere, Gemälde und Bücher.“ (1)

 

 

Gutes Geld

 

Gutes Geld ist Warengeld, also ehrliches Geld. Dem ehrlichen Geld steht ein reales Wirtschaftsgut gegenüber. Gutes Geld repräsentiert die „Einrichtung“ der Welt; es steckt „geronnene Arbeitsleistung“ darin. Wir sagen: das Geld ist gedeckt. Ehrliches Geld ist gutes Geld. Gutes Geld hat den Völkern zu Wohlstand verholfen und Frieden gestiftet. Gutes Geld ermöglicht Arbeitsteilung und Spezialisierung, und auf diese Weise erzeugt es wirtschaftlichen Erfolg. Gutes Geld ist der Wertmaßstab, mit dessen Hilfe der erwirtschaftete Wohlstand 1 : 1 abgebildet wird. Es gleicht darin der Funktion des Thermometers, das die Lufttemperatur messen und auf einer Skala darstellen kann. Würde das Aufstellen mehrerer Meßgeräte an der tatsächlichen Raumtemperatur etwas ändern? Niemand wäre so töricht, dies anzunehmen. Beim Geld allerdings versagt dieselbe gedankliche Logik völlig. Trotz aller gegenläufigen Erfahrungen trifft man häufig auf die lächerliche Vorstellung, das Vergrößern der Geldmenge aus dem Nichts vermehre gleichzeitig den Wohlstand. Vermehrt wird etwas ganz anderes, nämlich Unsicherheit, Unruhe, Mißtrauen und Streit. Damit kommen wir zum schlechten Geld.

 

Schlechtes Geld

 

Schlechtes Geld ist Falschgeld oder Scheingeld. Es „erscheint“ aus dem Nichts, und nichts steht dahinter. Wir sagen: das Geld ist ungedeckt. Schlechtes Geld ist die verderbte Frucht des Neides, der Herrschsucht und der Willkür der Mächtigen. Obwohl das schlechte Geld keinen inneren Wert besitzt und absolut nichts repräsentiert, berechtigt es den, der es als erstes in die Hand bekommt, zum leistungsfreien Bezug von real vorhandenen Gütern: Nahrung, Kleidung, Haus und so fort. Der Tausch guter Ware gegen schlechtes Geld ist ein unredlicher Vorgang, der auf Täuschung beruht. Der Verkäufer wird um den Wert des weggegebenen Gutes geschädigt, denn statt eines Gegenwerts erhält er lediglich ein leeres Versprechen: „Ich werde dir zu einem beliebigen Zeitpunkt die Schuld in guter Ware zurückzahlen – wenn du Glück hast!“ Das ist die verborgene Sprache des schlechten Geldes. Der Empfänger aber versteht diese Sprache nicht, er hat sie nicht gelernt.

Schlechtes Geld spekuliert auf Zukunftsgüter; Dinge also, die es noch nicht gibt, die erst noch erzeugt werden müssen. Schlechtes Geld ist der Kredit, den die einen auf Kosten der anderen aufnehmen in der irrigen Meinung, die Schulden durch die Übergabe des Papiers beglichen zu haben. Leider dreht sich das Rad der Illusionen schneller als der Mensch laufen kann. Die Schulden eilen der Realität davon. Ohne dies zu merken, bezahlen wir mit schlechtem Geld für echte Güter und Dienstleistungen, das heißt, wir nehmen fremdes Eigentum in Besitz, verzehren Vorräte, die andere Menschen angelegt haben und geben zum Ausgleich dafür nichts als leere Versprechungen. Es erscheint wie ein böser Traum: Wir enteignen einander durch die Weitergabe von Falschgeld! Natürlich tun wir das nicht in böser Absicht. Ohne Wissen und Wollen bedienen wir eine arglistige Maschinerie, deren verderbliches Wirken die meisten von uns trotz großen Arbeitsfleißes täglich ein wenig ärmer werden läßt.

Das schlechte Geld ist aus demselben Material gemacht wie das gute Geld, es hat dieselbe Form und dieselbe Größe wie das gute Geld, und es hat denselben Namen: „Geld“! Das schlechte Geld tritt listig im Gewande des guten Geldes auf. Rein äußerlich ist es von diesem nicht zu unterscheiden. Und also nehmen wir das schlechte Geld anstelle des guten an, ohne auch nur im mindesten mißtrauisch zu werden. Auf der Weide der Währungen ist das schlechte Geld der Wolf im Schafspelz.

Schließlich ist schlechtes Geld ein Kind der Gewalt. Wo es auftaucht, zerstört es alsbald den Frieden.

Ungedecktes Papiergeld wurde gedruckt, um die furchtbaren Kriege des 20. Jahrhunderts zu finanzieren, und am Ende war das Volk mittellos.

Durch die fortgesetzte Erzeugung schlechten Geldes verschieben sich allmählich und unmerklich die Besitzverhältnisse. Güter gehen in das Eigentum von Personen über, die nichts oder wenig dafür geleistet haben. Jene, die emsig arbeiten und sparen, verlieren hingegen ihren rechtmäßigen Anspruch auf die Früchte ihrer Arbeit. Die schleichende Veränderung der Besitzverhältnisse ist ungerecht. Zu einem unbekannten Zeitpunkt sprengt dies unweigerlich den friedlichen Zusammenhalt jeder Wirtschaftsgemeinschaft. Wenn die tektonischen Verschiebungen im Untergrund zu groß werden, entladen sich die Spannungen durch ein Erdbeben.

 

Hybridgeld

 

Kursierte das Falschgeld isoliert im Wirtschaftskreislauf, dann würde es in seiner Verlogenheit schon bald erkannt und geächtet. Niemand wollte das „Schein-Geld“ im Austausch gegen echte Leistungen entgegennehmen. Seine verheerende Wirkung erzeugt das schlechte Geld durch die Vermählung mit dem guten Geld: das unfruchtbare Hybridgeld ist aus der Taufe gehoben.

Edelmetallwährungen boten bessere Handhabe, das schlechte Geld zu entlarven: Aussehen, Konsistenz und Gewicht der Münze verrieten, ob sie falsch war oder echt. Falschmünzen wurden durch herzhaftes Daraufbeißen erkannt. Weil das Volk die freiwillige Annahme schlechter Münzen verweigerte, zwangen die Herrscher dem Volk mit Hilfe von strengen Gesetzen das schlechte Geld auf. Diese Zeiten sind vorüber. Die Regierungen von heute können auf offenen Zwang verzichten. Wir alle nehmen das schlechte Geld bereitwillig an, weil wir es für gutes Geld halten, da es nun vom schlechten nicht zu unterscheiden ist. Die Verschlechterung des Papiergeldes erfolgt ganz einfach durch Nachdrucken. Das ungedeckte „schlechte“ Papier verbindet sich mit dem gedeckten „guten“. Dazu muß kein Ofen geheizt, kein Metall eingeschmolzen, legiert und neu geprägt werden. Die Papiergeldwährung ist ein wahrer Segen für die Herrscher.

 

Geld und Wirtschaft

 

Es heißt: Geld hält die Wirtschaft in Schwung. Noch mehr Geld kurbelt die Wirtschaft an! Und alles betet den semantischen Unsinn nach. Was hält denn tatsächlich die Wirtschaft in Schwung? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir klären, von welchem Geld die Rede ist.

Zum „Ankurbeln“ der Wirtschaft stellt der Staat Geld zur Verfügung, das er selbst erzeugt. Dieses schlechte Geld hält jedoch nicht die Wirtschaft in Schwung, sondern etwas ganz anderes: die Politik. Dieser Sektor brummt umso satter, je schlechter es der Wirtschaft geht. Schlechtes Geld kurbelt niemals das wirtschaftliche Wachstum an, sondern füttert die Finanzmärkte, das Bankwesen, die damit verflochtenen politischen Entscheidungsgremien, die Verwaltungen. Das ist die traurige Wahrheit. Die Realwirtschaft, die ganz und gar politikfern ist, erstickt indes unter der bürokratischen Gängelung. Verunmöglicht werden wirtschaftliches Planen, wirtschaftliches Rechnen, wirtschaftliche Preisbildung. Jede unternehmerische Tätigkeit wird zum unkalkulierbaren Risiko. Die Fleißigen werden für ihren Arbeitseifer bestraft, kurz: schlechtes Geld schadet jeder nationalen Wirtschaft.

Je größer die Anteile des schlechten Geldes am Gesamtgeldvolumen sind, desto geringer wird die Kaufkraft der Geldeinheit. Die Hybridgeldmenge wächst schnell. Sie vermehrt sich rascher als zum Beispiel die Menge der Nahrungsmittel, der Kleidungsstücke, der Häuser, der Straßen, der Autos, der Klaviere, der Bücher und so weiter. Da das Hybridgeld als Gutschein für den Bezug all dieser Dinge akzeptiert wird, schrumpft das Kapital rascher, als Güter hergestellt werden können. Wirtschaftskrisen und Arbeitslosigkeit sind die Folge. Unzählige Menschen geraten in Not. Hybridgeld verfügt eben nicht über die wunderbare Zauberkraft des guten Geldes, Reichtum zu erzeugen und den durch Arbeitsteilung erreichten Wohlstand zu erhalten. Hybridgeld ist hinterhältiger noch als schlechtes Geld, weil sich letzteres enttarnen läßt. Hybridgeld gegenüber sind wir wehrlos. Es trägt neben den Falschanteilen auch das lebensnotwendige, gute Geld in sich. Ohne gutes Geld aber können wir wirtschaftlich nicht existieren.

 

Hybridgeld erzeugt Schulden

 

Schlechtes Geld ist reines Schuldgeld. Hybridgeld besteht daher zu einem Teil aus Schulden. Schuldgeld wird durch Kredite erzeugt, welche von den Banken bereitwillig vergeben werden. Der Kreditnehmer erhält Banknoten, die wie gutes Geld aussehen und deshalb als vollwertige Gutscheine akzeptiert werden. Mit diesen Gutscheinen werden auf dem Wirtschaftsmarkt Güter und Dienstleistungen bezogen. Aus allem bisher Gesagten wird nun klar, daß dieser Vorgang ein großer Schwindel ist. Der Konsument, der mit Kreditgeld bezahlt, steht in der Schuld einer Vielzahl unbekannter Personen. Die Güter, die er gegen wertloses Papier eintauscht, sind in mühevoller Arbeit erzeugt worden. Vermehrte persönliche Arbeitsanstrengung aber reicht niemals aus, um die erzeugte Schuld zu tilgen. Das gelingt nur nominal. Substantiell bleiben die Ungleichgewichte erhalten. Im Streben um wirtschaftliche Unabhängigkeit verbringen viele ehrbare Menschen die Jahrzehnte ihres Erwerbslebens in atemloser Hetze. Doch so lange sie für ihre Arbeitsleistung mit Hybridgeld entgolten werden, wächst die kollektive Schuld, und damit zugleich die private. Selbst mit übermenschlichem Fleiß ist die wachsende Kluft nicht zu überbrücken. Erst körperliche und mentale Erschöpfung setzen dem fruchtlosen Treiben ein Ende. Das ist schwer zu verstehen und noch schwerer zu erklären. Aber dennoch entspricht es der Realität.

 

Woher kommt das schlechte Geld?

 

Das schlechte Geld entsteht aus der Zusammenarbeit von Staat und Zentralbank. Der Staat ist der größte Schuldner. Wir haben uns daran gewöhnt, daß sich der Staat verschuldet, und nicht nur das: manche meinen, der Staat müsse noch viel mehr Schulden machen, damit es uns allen wieder besser gehe. Wer „leiht“ dem Staat das viele Geld? Was steckt hinter dem ganzen Zauber? Und: Wer ist das überhaupt, „der Staat“? Das naiv-animistische Denkmodell, nach dem der „Staat“ ein Wesen sei, das denken und handeln könne, sollte in aufgeklärten Zeiten ausgedient haben. Der Staat ist eine Abstraktion, wie zum Beispiel das Klima. Auch das Klima hat keinen Willen. Einen solchen besitzt nur der einzelne Mensch. Es sind also Personen, die im Dienste des Staates stehen, und diese Personen denken und handeln. Ob dabei das Wohl der Mitmenschen und der Wirtschaft im Zentrum der Bemühungen steht, muß angesichts der aktuellen Politik bezweifelt werden.

Wenn nun der „Staat“ Schulden macht, ist das nicht mit dem privaten Vorgang des Schuldenmachens vergleichbar. Auf mittelbarem Wege, nämlich über die Herstellung schlechten Geldes, erlangen die Herren der Geldproduktion die Verfügungsgewalt über den Besitz der Bürger. Riesige Verwaltungsapparate verzehren die Ersparnisse des arbeitenden Volkes. Dadurch werden keine neuen Werte geschaffen, sondern bereits vorhandene verzehrt. Das Hybridgeld bewirkt in geheimnisvoller Weise die Umverteilung von Besitz von unten nach oben.

 Niemals wird der „Staat“ seine „Schulden“ zurückzahlen, da ein Staat nicht „arbeiten“ und daher keine Wirtschaftsgüter hervorbringen kann.

 

Schulden machen arm, nicht reich

 

Wie kann Staatsverschuldung zu nationalem und individuellem Wohlstand führen, da doch den Werktätigen etwas Reales weggenommen und dafür mit wertlosem Papier entgolten wird? Papiergeld zu erzeugen ist Kinderspiel. Ein Daumendruck, und einer Zahl auf dem Buchgeldkonto werden beliebig viele Nullen angefügt. So vermehrt sich das schlechtes Geld, mit dem gute Dinge bezahlt werden.

Die Herstellung eines Autos mag heute dank fortschrittlicher Fertigungstechnologie eine Angelegenheit von Tagen sein. Um die „Gutscheine“ herzustellen, die zum Bezug dieses Autos berechtigen, muß niemand am Fließband oder in der Montagehalle stehen. Die in den Fabrikhallen arbeiten, damit dieses Auto vom Fließband laufen kann, erhalten für unverdünnten Schweiß verdünntes Hybridgeld. Ein Heer ungenannter Werktätiger sorgt dafür, daß wir alle die Dinge des täglichen Bedarfs käuflich erwerben können. Alle diese Arbeitskräfte erhalten für ihre Mühe Hybridgeld. Sie denken bis heute, es sei gutes Geld.

 

Baumblätter-Geld würde niemand annehmen

Nicht nach Geld streben die Menschen, sondern nach wirtschaftlicher Sicherheit. Sie hoffen, am nächsten Tag oder nach Jahren das gesparte Geld nach Belieben gegen Güter und Dinge des täglichen Bedarfs eintauschen zu können. Nur reale Dinge sind lebenserhaltend. Bloße Versprechungen machen nicht satt. Hybridgeld verspricht viel, hält aber wenig. Mit Reichtums-Illusionen aus Papier können persönliche Krisenzeiten nicht überwunden werden. Zum Sparen eignen sich deshalb weder Hybridgeld noch Falschgeld. Nur gutes Geld ist eine sichere Wertanlage.

Wenn heute die Regierung verkündete, daß ab sofort das Laub der Bäume als Geld zu gelten habe, so würde doch niemand dieses Geld haben wollen, obwohl – oder weil! – es in schier unbegrenzter Menge an den Bäumen hinge. Blättergeld wäre schlechtes Geld, und jeder erkennte dies sofort. Schlechtes Geld aus den staatlichen Druckerpressen aber ist schlechter noch als Baumblätter-Geld, denn es kann zu jeder Jahreszeit „geerntet“ und in den Wirtschaftskreislauf eingeschleust werden. Papiergeld ist unbegrenzt vermehrbar.

 

Fassen wir das Wesentliche zusammen

 

Die Illusion von Wohlstand entsteht durch schlechtes Geld, das für gutes Geld gehalten wird. Nicht das Geld an sich ist schlecht, sondern das schlechte Geld, das aus Schulden besteht. Dieses tritt im Gewand des guten auf, wird zum guten Geld addiert und vermehrt dessen Menge in unzulässiger Weise. Es entsteht Hybridgeld. Ein intellektueller Kurzschluß führt dazu, daß zusammengezählt wird, was abgezogen werden sollte. Soll und Haben werden addiert. Wir rechnen uns Schulden als Guthaben an. Verkörpert wird dieser Irrtum durch das Hybridgeld.

Für eine Zeitlang hält das Hybridgeld die Wirtschaft tatsächlich am Laufen, da es unverzichtbare Anteile guten Geldes enthält. Je kleiner die guten Anteile, desto schwächer die Kaufkraft des Hybridgeldes. Desto größer ist der Vertrauensschwund. Arbeitsteilung beruht auf gegenseitigem Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung. Einem Dieb und Halunken wird niemand Wertschätzung entgegenbringen. Zum ehrlichen Verkehr in der Wirtschaft gehört unwiderruflich ehrliches, also gutes Geld.

Inflation ist unvermeidlich, wenn dem Staat das Monopol über die Währung und die Herstellung von Geld überlassen wird. Denn dies heißt, den Staat zur „unbeschränkten Selbstbedienung einzuladen. Bekanntlich könnte man ebensogut einen Hund wochenlang unbewacht in einer Metzgerei einsperren und von ihm erwarten, daß er täglich nur ein Würstchen frißt.“ (2)

Wann und wo auch immer in der Geschichte der Menschheit das Papiergeld als einziges Zahlungsmittel zugelassen war, ist das staatliche Währungsmonopol zur Herstellung beliebig großer Mengen schlechten Geldes mißbraucht worden. In der Folge traten Inflation, Teuerung, Wirtschaftsflauten, Verarmung und sittliche Verrohung auf.

An und für sich ist gegen Papiergeld nichts einzuwenden. Für eine gewisse Zeitspanne mag auch Papiergeld durchaus gutes Geld sein – und unter Engeln bleibt das sogar so. Da die Versuchung allzugroß und die Welt nun einmal nicht nur von Engeln bevölkert ist, hat sich im Verlaufe der Zeit ursprünglich werthaltiges Papiergeld durch Drucken von Falschgeld noch immer zu wertlosem Hybridgeld verdünnt. Es gibt leider keinen Grund zur Annahme, daß es diesmal anders sein sollte.

 

(1) Henry Hazlitt. Economics! Über Wirtschaft und Mißwirtschaft. Olzog Verlag, München 2009, Seite 195

(2) Erich Leverkus. Freier Tausch und fauler Zauber.

Vom Geld und seiner Geschichte. Fritz Knapp Verlag,

Frankfurt am Main 1990, Seite 207

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: FDominicus

Die Antwort Herr Berand auf Ihre Frage ist einfach (jedenfall für delebets) wenn es nicht genug "Weise gibt" gründet man noch einen Ausschuß der "Weisesten der Weisen" und fordert "mehr Kontrolle".

Das bunte Papier fliest gerade den größten Schuldner am ehesten vor die damit "echte" Dinge kaufen können und dafür schlechtes hingeben müssen. Diejenigen die das Geld "nehmen müssen" sind die "Hans im Glück" .... Nur das wir keine Mutter haben die uns ernähren wird....

Gravatar: B.Berand

Lieber Mitbürger,

dann warte ich gespannt auf die Ergüsse Ihres Hirns, wenn Sie mir erläutern, wie man durch das exzessive Bedrucken von Papier (oder Baumwolle) wirtschaftlichen Wohlstand schaffen kann. Ich warte gespannt... aber wohl vergeblich.

Gravatar: @berand

was willst du denn von mir? im gegensatz zu fast allen gleichgeschalteten Leuten hier bin ich der einzige, der sien hirn nutzt. go home

Gravatar: B.Berand

Lieber Mitbürger,

ich hoffe, Sie meinen nicht deutsche Unis. (Nebenbei: ich habe dort WiWi studiert. Was für eine Zeitverschwendung.)

Was würden Sie von Metereologen halten, die einen Hurricane der Stärke fünf, der 10 Kilometer vor der Küste Floridas steht, nicht erkennen? Wahrscheinlich gar nichts - und das zu recht.

Was würden Sie von Wirtschaftsweisen halten (Sachverständigenrat, die vortrefflichsten ihrer Zunft), die die größte Krise seit 80 Jahren nicht haben kommen sehen (Progonose 1,5%, Realität -5%)? Nun....

Zu studieren bedeutet nicht, das auswendig zu lernen, was einem ein paar - offenkundig ahnungslose - Staatsbedienstete vorbeten. Zu studieren bedeutet, das eigene Hirn einzuschalten. Sie sollten damit langsam anfangen....

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