Gegendarstellung

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„Spiegel online“ schreibt am 23.11. 13:

„Christian Petzold, 53, ist einer der erfolgreichsten Regisseure Deutschlands. Mit Dramen wie ‚Barbara’ oder ‚Die innere Sicherheit’ gewann er zahlreiche Preise, unter anderem den Deutschen Filmpreis, den Grimme-Preis und den Silbernen Bären“.

Richtig ist:

Christian Petzold ist einer der misserfolgreichsten Regisseure des deutschen Förderkinos. Jedenfalls, wenn man unter Erfolg nicht die Zahl der euphorischen Pressekritiken und die Menge der von den üblichen Institutionen an die üblichen Verdächtigen ausgeschütteten Trophäen versteht, die ein Film erhält, sondern die Zahl der Zuschauer, die er ins Kino lockt. Petzold-Filme sind schon Blockbuster, wenn sie wie „Barbara“ summa summarum 250 000 Menschen ins Kino holen (zum Vergleich: „Fuck Ju Göhte“ generierte bereits am zweiten Wochenende 970 000 Zuschauer).

Die meisten Petzold-Filme sind noch weitaus erfolgloser. Das Drama „Yella“ etwa interessierte ganze 80 000 Menschen. Würden nicht die von den meisten Kritikern routinemäßig geschmähten Komödien-Macher wie Til Schweiger (z.B. „Keinohrhasen“, sechs Millionen Zuschauer) dafür sorgen, dass Kinos in Deutschland überhaupt ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage behalten, würden Petzold-Filme noch weniger Publikum versammeln. Nämlich gar keines.

Wer mal einen Petzold-Film gesehen hat, weiß freilich: das wäre kein großer Verlust.

Beitrag erschien zuerst auf: achgut.com

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