"Freunde gestern, Freunde heute, Freunde für immer..."

Kommentar zur Konferenz in München zu dauerhaften Schaffung von Fluchtursachen, 15.-17. Februar 2019.

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Diesen Funkspruch der Royal Navy sollte man sich in Erinnerung rufen, wenn sich an diesem Wochenende in München wieder diejenigen treffen, die den nächsten Krieg auf der sogenannten „Münchner Sicherheitskonferenz“ ausloten.

Das britische Geschwader ließ es sich kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges nicht nehmen, sich mit dem berüchtigt gewordenen Funkspruch von den kaiserlich deutschen Gastgebern anläßlich der Kieler Woche im Vorkrieg 1914 zu verabschieden. Wenige Wochen später schnappte die Hungerblockade gegen Österreich-Ungarn und das kaiserliche Deutschland, die Großbritannien neben der Kriegserklärung an Deutschland und seine Verbündeten verhängt hatte, gegen die sogenannten „Mittelmächte“ zu. Bis weit nach Kriegsende verursachte diese völker-und kriegsrechtswidrige Hungerblockade, die bereits Mitte des ersten Jahrzehntes in London ausgetüftelt worden war, Millionen Opfer auf deutscher und verbündeter Seite. Christopher Clark hat anläßlich des Gedenkens an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 davon geschrieben, daß alle europäischen Mächte geradezu in den Ersten Weltkrieg getaumelt seien. Im Erstaunen über diese Feststellung, die absolut dem widersprach, was in Deutschland durch das sehr spezielle Gedankengut eines Herrn Fritz Fischer zum historischen Mantra gehörte. blieb fast unentdeckt, was Christopher Clark seinerzeit mit dem Mantel des historischen Vergessen verdeckte: die britisch-französische Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Es blieb des amerikanischen Präsidenten Trump überlassen, bei seinem ersten Besuch in Paris im Juli 2017 daran zu erinnern, als er zusammen mit dem französischen Präsidenten Macron das Grab des französischen Weltkriegs-Architekten, Marschall Foch, demonstrativ aufsuchte. Aber alleine schon die Feststellung von Christopher Clark müßte Anlaß genug sein, den Festlegungen von Versailles 1919 über die deutsche Alleinschuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges jeden Boden zu entziehen.


München im Frühjahr 2019 tut jedenfalls gut daran, sich nicht nur mit der französisch-britischen Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zu beschäftigen und historisch gebotene Konsequenzen zu ziehen. Not tut es in München auch, die Rolle der Vereinigten Staaten nicht nur seit dem Kriegseintritt gegen Österreich-Ungarn und dem kaiserlichen Deutschland im Jahre 1917 zu betrachten. Heute hat man den Eindruck, daß es die gewaltige Kriegslist der sogenannten „14 Punkte“ des amerikanischen Präsidenten Wilson gewesen ist, die die Mittelmächte zu einem Waffenstillstand im November 1918 veranlaßten. Um die historischen Konsequenzen einordnen zu können, hat man als Betrachter fast ein „déja“ vue“-Erlebnis in Zusammenhang mit dem Ende des ersten Kalten Krieges 1990. Wie die Mittelmächte 1918 auf einen gerechten Frieden nach den 14 Punkten Wilsons vertrauten und die Waffen streckten, glaubte die sowjetische Führung 1990, auf die Festlegungen in den 2 plus 4 Verträgen zur Wiedervereinigung Deutschlands vertrauen zu können, nach denen die NATO keinesfalls über die Oder als polnisch-deutsche Grenze nach Osten hinaus ausgedehnt werden solle. Die Zusagen im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung wurden noch zusätzlich untermauert. Im November 1990 versprachen sich die Staats-und Regierungschefs fast der gesamten nördlichen Hemisphäre anläßlich der „Charta von Paris“ geradezu in die Hand und feierlich, Krieg aus Europa auf ewig zu verbannen. Das geschah nur, um im März 1999 gegen jede Konsequenz aus den Regeln des Völkerrechts durch die NATO mitten im Frieden im „Gleiwitz-Stil“ Jugoslawien zu überfallen.


Dabei waren es gerade die Vereinigten Staaten, die im Sommer 1988 geradezu eine neue und verbindliche Richtlinie zum Umgang mit der Sowjetunion in Europa dekretierten. Man sagte den Deutschen im Westen, daß sie alles vergessen sollten, was man ihnen gegen jede eigene historische Erkenntnis über Jahrzehnte in der NATO mit auf den Weg gegeben hatte, um die notwendige Haltung des Bündnisses gegenüber der Sowjetunion aufbauen zu können. Das neue Motto lautet sehr einsichtig, daß die Sowjetunion in Mitteleuropa rein defensiv unterwegs sei, keinesfalls aggressiv. Alles, was sie mache, sei der Konsequenz aus Napoleon und Hitler geschuldet: dem Schutz von Mütterchen Rußland. Dabei hat man es tunlichst in Washington unterschlagen, an den Befehlshaber und britischen General Ironside für die alliierte Invasion Rußlands in Zusammenhang mit der russischen Revolution zu erinnern. Diese Erkenntnis wurde mit der Stationierung von NATO-Truppen an der heutigen russischen Westgrenze geradezu in den Wind geschrieben. Wenn die Festlegung aus dem Sommer 1988 zwingend gewesen ist, dann ist die vom Westen gegenüber Rußland heute geschaffene Lage in Europa eine „Zerstörung des europäischen Friedens“


Da hilft es auch nicht, wenn geradezu in der Dimension einer „Horde von Hunnen“ eine kriegsstarke Gruppe amerikanischer Abgeordneter zur Konferenz an diesem Wochenende in München einfällt. Sie werfen bestenfalls die Frage danach auf, wer in München für die Vereinigten Staaten spricht? Die Antwort auf diese Frage ist für uns alle wichtig. Alleine schon deshalb, weil die Vereinigten Staaten ausweislich ihrer Geschichte nicht ohne Krieg sein können. Dazu erlebt die gesamte Welt derzeit den Machtkampf zwischen dem amerikanischen Präsidenten Trump und der von beiden Parteien in Washington gestellten Kriegskoalition. Trump ist schon mit dem Willen zum Frieden zur Wahl angetreten und seine Wähler machen deutlich und klar, daß sie die Zinksärge mit ihren Kindern satt haben. Dafür wird der gewählte Präsident mit Unrat jeder Art drangsaliert, weil er den Weg der Welt zum nächsten Krieg nicht will. Die Kampfgruppe amerikanischer Abgeordneter wird mit deutschen Steuermitteln in München den Gegenkurs einschlagen. Warum läßt Deutschland das zu?

Willy Wimmer, 13. Februar 2019
  

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

"Freunde gestern, Freunde heute, Freunde für immer..."

Wie auf der aktuell laufenden 55. Münchner Sicherheitskonferenz, wo man sich bei Merkel für ihre Hetze mit „Standing Ovation“ bedankte
https://de.sputniknews.com/politik/20190216323992489-msk-merkel-rede/
und für sie (Wahrscheinlich nach ihrem bevorstehenden, vorzeitigen Rausschmiss aus dem Kanzleramt!) scheinbar gleich den Posten als EU-Ratschefin schaffen will?
https://www.journalistenwatch.com/2019/02/16/wird-angela-merkel/

Weil auch der de Maiziere langsam anfängt auszupacken?
https://philosophia-perennis.com/2019/02/16/de-maiziere-gibt-endlich-alles-zu-so-war-es-wirklich-im-september-2015/

Ist es da nicht bezeichnend, dass ausgerechnet Hitlers Großneffe meint:

«Die Kanzlerin tut, was sie tun muss»???
https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/was-hitlers-grossneffe-in-den-usa-von-trump-merkel-und-seinem-diktatoren-vorfahren-haelt-133560786

Gravatar: Christian Dirk Bähr

@ Clemens

Das kaiserliche Deutschland von Wilhelm II befand sich auf der Überholspur, die nicht dadurch zur Schnellstraße werden würde, indem man Kriege anzettelt.
Die Bagdadbahn, an der man die Londoner City sogar noch beteiligte, zeigt den eigentlichen Konflikt, der noch heute trägt: See- versus Landmacht.

Gravatar: Hartmut Fischer

Alte „Schuldfragen“ zu perpetuieren bringt gar nichts, weil wir allein durch unsere Existenz, unseren umweltzerstörenden Lebensstandard, unser Zwangswachstums-Wirtschaftssystem und unsere katastrophale Vermehrung alle schuldig sind, denn wir müssen alle um Ressourcen und einen Platz an der Sonne kämpfen, ob als Einzelne oder als ganze Gesellschaften und Staaten !
Und auch der absolut nachhaltige Selbstversorger muss in der Lage und vorbereitet sein, seine Ressourcen zu verteidigen !
Das altrömische Sprichwort „Si vis pacem, para bellum !“ (Wenn Du Frieden willst, bereite Dich auf den Krieg vor) beschreibt diese unerbittliche Wahrheit.
Der „grüne“„Realo“ Fischer hat das im Jugoslawienkonflikt klar erkannt und seine Verarschung der „Ökopaxe“ mit dem Auschwitzvergleich zu (s)einem glänzenden Geschäft gemacht.
Insofern lügt jeder (absolute) Pazifist sich und anderen in die Tasche und genauso die Schwärmer, die eine grenzenlose Einwanderung befürworten: Sie (zer)stören den inneren Frieden dieses Landes, indem sie damit den Kampf um Ressourcen (Arbeit, Wohnung, Nahrung) ebenso unbegrenzt verschärfen. Und eine entsprechende Interpretation des Grundgesetzes ist nichts als staatsfeindlich !
Das nicht rechtzeitig erkannt zu haben geht auf das Konto unserer humanitär verblendeten „Eliten“ unter Führung der angeblich so „allweisen Mutti“ Merkel !
In Zukunft werden „wir“ auch in Person unserer Politiker jedenfalls wieder sehr viel härter werden und uns viel stärker wappnen müssen, denn die Friedensträume unter dem nicht mehr zweifelsfrei garantierten amerikanischen Schutzschirm und die europäischen Harmonie- und Wachstumsträume sind endgültig ausgeträumt !

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Trump ist schon mit dem Willen zum Frieden zur Wahl angetreten und seine Wähler machen deutlich und klar, dass sie die Zinksärge mit ihren Kindern satt haben. Dafür wird der gewählte Präsident mit Unrat jeder Art drangsaliert, weil er den Weg der Welt zum nächsten Krieg nicht will. Die Kampfgruppe amerikanischer Abgeordneter wird mit deutschen Steuermitteln in München den Gegenkurs einschlagen. Warum lässt Deutschland das zu?“ ...

Kam deshalb nun ein „Aufschrei“ - auch aus Venezuela?
https://www.rubikon.news/artikel/der-unbequeme-aufschrei

Wollen die Briten die Gesamtsituation nun etwa dafür nutzen, um wieder Großmacht zu werden – auch weil Präsident „Putin der gefährlichste Führer seit Hitler“ ist
https://deutsch.rt.com/meinung/84261-grossbritannien-will-wieder-grossmacht-werden/
und der Westen seine Kriege – letztlich sogar mit der Bundeswehr als Speerspitze(?) - doch grundsätzlich nur für den Erhalt des Friedens auf der Welt führt bzw. führen will???

Gravatar: Armes Migrant in bööse Naziland

# Clemens

Die Hunger bzw. Kontinentalblockade (völkerrechtswidrig) wurde vom "bösen Albion" also erst n a c h den Kriegserklärungen ÖU an Serbien (28.7.14) und des Deutschen Reichs an Russland (1.8.14), 2.8.14 an Luxemburg, am 3.8.14 an Frankreich , am 4.8. an Belgien am ebenfalls 4.8.16 erklärt.

Niemand - am allerwenigsten ich selber - hat bezweifelt, daß die Briten das 'Spiel mit der Schuld am Krieg' meisterhaft beherrsch(t)en - und zwar um so viel besser als die Deutschen, daß man neidlos oder neidvoll konstatieren muß, daß sie in Punkto Hinterlist und PERFIDIE in einer völlig anderen Liga spielten als die Deutschen.

Natürlich gehört es mit zur Inszenierung der eigenen 'Unschuld', des eigenen 'leider-Gezwungenseins-etwas-tun-zu-müssen, das-man-eigentlich-natürlich-vollkommen-verabscheut-jedoch ... die-Umstände ... die-Umstände(!!!) - sie zwangen einen nun mal zu tun, was man dann tat.

Dass Großbritannien - oder auch, wem das lieber ist, eine kleine Elite innerhalb der britischen politischen Klasse - diesen Krieg gegen das Deutsche Reich bereits ab 1904 minutiös geplant hat - wozu natürlich auch, als Teil der Gesamtinszenierung, der Begin der Hungerblockade NACH der deutschen Kriegserklärung gehörte - ... all das kann man heute nachlesen - in allen häßlichen Einzelheiten:

https://www.amazon.de/Sie-wollten-Krieg-Wolfgang-Effenberger/dp/3864453305

https://www.amazon.de/Krieg-nicht-enden-durfte-Anglo-Amerikanische/dp/3864456568

https://www.amazon.de/Unterwegs-Weltherrschaft-England-Weltkrieg-ausl%C3%B6ste/dp/3905923238

Und was die vorangehenden Kriegserklärungen des Deutschen Reiches betrifft: Die geopolitische Lage bestimmt das Schicksal!

Das Deutsche Reich lag in der Mitte - und die Möglichkeit eines Zweifrontenkrieges war das, worauf es sich aufgrund seiner Mittellage einzustellen hatte. Und die einzige Möglichkeit einen solchen Krieg - gegen alle Wahrscheinlichkeit - dennoch gewinnen zu können, liegt für das Opfer in der Mitte nun mal darin zu versuchen, zunächst mit fast allen Kräften den möglichen Angreifer auf der einen Seite anzugreifen und zu besiegen ... um danach mit den durch einen Sieg wieder frei gewordenen Kräften den Feind auf der anderen Seite anzugreifen und zu besiegen.

Da dem eigentlichen Feind, dem eigentlichen Drahtzieher - nämlich Großbritannien - das natürlich auch klar war, konnte es mit genau dieser wahrscheinlichsten Handlungsweise des vorgesehenen Opfers KALKULIEREN. Was ja dann auch geschehen ist.

Und bis heute mit Erfolg - wie man an ihrer Sicht der Dinge problemlos ablesen kann.

Gravatar: germanix

@ Clemens

Ihr Kommentar mit nichts aussagenden Daten, Prozente und Straßennamen, die keinen interessieren und uns nicht weiterbringen, befasst sich nicht mit dem Thema: "Freunde gestern, Freunde heute, Freunde für immer..."!

Die Zukunftsperspektive, auf die "Münchener Sicherheitskonferenz" bezogen, ist wesentlich wichtiger, als irgendwelche Kriegserklärungen, die wann, wo und überhaupt vor über hundert Jahren vollzogen wurden!

Eine Bedrohung des Weltfriedens findet durch solche Konferenzen, beflügelt durch dumpfen Ehrgeiz HEUTE hier und in unserem Land statt! Da hilft kein Datensalat aus dem 1. u. 2. Weltkrieg - "es war einmal"!

Dieser Bedrohung des Weltfriedens müssen wir entgegentreten! Kein deutscher Politiker der Linksfaschistischen Polit-Klasse, diskutiert öffentlich über Atombomben, strategische Waffen und der völkerrechtswidrigen Osterweiterung - und apathische Bürger wollen davon nichts wissen!

Die Gefahr eines Krieges ist nach heutigem Ermessen nicht von der Hand zu weisen! Wer das verneint, hat den Knall nicht gehört!
Daher muss Merkel und Konsorten Einhalt geboten werden! Völkerrechts- und vertragsrechtswidrig sind Deutsche Soldaten in der Ukraine stationiert! Jugoslawien ist völkerrechtswidrig überfallen worden. Dass Russland durch die Annexion der Insel Krim lediglich das Handeln der BRD/US-Imperialisten einschränken musste, ist Selbstverteidigung!

Und genau um die Erweiterung nach Osten - geht es den Imperialisten in dieser Münchner Konferenz!

Daher muss ein Zeichen gesetzt werden - wir müssen mit Russland und auch China eine wesentlich stärkere wirtschaftliche Bindung aufbauen!

Dann wird China, wenn die Amerikaner meinen, das zu torpedieren, seine Schlüsse daraus ziehen und Amerika drohen, so wie es sonst immer bisher die USA getan hat.

Also - es geht um HEUTIGE strategische Ausrichtungen, wirtschaftlicher, aber auch kriegerischer Akte!

Freunde gestern müssen nicht unbedingt heute unsere Freunde sein und Freunde heute müssen nicht für immer sein! Fragt sich, ob das Freunde sind, denen wir Milliarden Reparationsleistungen gezahlt und heute noch zahlen.

Gravatar: Clemens

" Christopher Clark hat anläßlich des Gedenkens an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 davon geschrieben, daß alle europäischen Mächte geradezu in den Ersten Weltkrieg getaumelt seien. Im Erstaunen über diese Feststellung, die absolut dem widersprach, was in Deutschland durch das sehr spezielle Gedankengut eines Herrn Fritz Fischer zum historischen Mantra gehörte. "
Da tut W.Wimmer dem Historiker Fritz Fischer unrecht, der hatte mit Belegen gezeigt, daß Deutschland bzw. das Deutsche Reich eine erhebliche Mitschuld am Ausbruch des ersten WK hatte.
Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Fischer-Kontroverse
Jeder der sich mal die Abfolge der Kriegserklärungen (z.B. DHM, Lemo) ansieht wird das klar " Österreich-Ungarn 28. Juli 1914 an Serbien 6. August 1914 an Rußland

Deutsches Reich 1. August 1914 an Rußland 2. August 1914 an Luxemburg 3. August 1914 an Frankreich 4. August 1914 an Belgien 9. März 1916 an Portugal 27. August 1916 an Rumänien

Großbritannien 4. August 1914 an das Deutsche Reich 12. August 1914 an Österreich-Ungarn 5. November 1914 an das Osmanische Reich 15. Oktober 1915 an Bulgarien
Serbien 6. August 1914 an das Deutsche Reich 7. November 1914 an das Osmanische Reich "
Die Hunger bzw. Kontinentalblockade (völkerrechtswidrig) wurde vom "bösen Albion" also erst n a c h den Kriegserklärungen ÖU an Serbien (28.7.14) und des Deutschen Reichs an Russland (1.8.14), 2.8.14 an Luxemburg, am 3.8.14 an Frankreich , am 4.8. an Belgien am ebenfalls 4.8.16 erklärt.
Wer am 1. und 3. August jeweils Russland und Frankreich den Krieg erklärt und loschlägrt, kann so unschuldig wie häufig getan wird, nicht sein. Das hat F.Fischer erkannt und belegt.
Auch wenn man sich die Forderungen Bethman Hollwegs und den Diktatfrieden ( ÖU und des DR) von Brest Litowsk gegenüber Russland vom 3.3.18 ansieht ,

" Russland verlor durch diesen Friedensvertrag 26 % des damaligen europäischen Territoriums, 27 % des anbaufähigen Landes, 26 % des Eisenbahnnetzes, 33 % der Textil- und 73 % der Eisenindustrie sowie 73 % der Kohlegruben. Die Randvölker des ehemaligen russischen Kaiserreiches tauschten die russische Herrschaft mit dem Protektorat der Mittelmächte.[13] Alle abzutretenden Gebiete umfassten insgesamt 1,42 Millionen km², auf denen rund 60 Millionen Menschen,[14] mehr als 1/3 der Gesamtbevölkerung des einstigen Russischen Reiches, lebten."
Kein Zweifel daran, daß Versailler Diktat gleich ungerecht war und die Alleinschuld des DR ein Hohn.
Kein Grund aber nun den spieß umzudrehen und die durchaus belegten und vernüftigen Anmerkungen Fischers ins Lächerliche zu ziehen.

Kronzeuge Christopher Clark schrieb:
" So gesehen war der Kriegsausbruch eine Tragödie, kein Verbrechen. Wenn man dies anerkennt, so heißt das keineswegs, dass wir die kriegerische und imperialistische Paranoia der österreichischen und deutschen Politiker kleinreden sollten, die zu Recht die Aufmerksamkeit Fritz Fischers und seiner historischen Schule auf sich zog. Aber die Deutschen waren nicht die einzigen Imperialisten, geschweige denn die einzigen, die unter einer Paranoia litten. Die Krise, die im Jahre 1914 zum Krieg führte, war die Frucht einer gemeinsamen politischen Kultur: Aber sie war darüber hinaus multipolar und wahrhaft interaktiv – genau das macht sie zu dem komplexesten Ereignis der Moderne, und eben deshalb geht die Diskussion um den Ursprung des Ersten Weltkriegs weiter, selbst ein Jahrhundert nach den tödlichen Schüssen Gavrilo Princips an der Franz-Joseph-Straße.[48]“

Gravatar: Old Shatterhand

Sehr gut geschrieben Herr Wimmer, großes Kompliment.

Sie fragen warum lässt Duetschland das zu? Meine Antwort; weil Dummheit nicht weh tut und Geld nciht stinkt!!!

Gravatar: karlheinz gampe

Deutschland lässt das zu, weil die verlogene, rote CDU Kriminelle, die Stasi Merkel die Fäden zieht und anscheinend unsere Politiker erpressbar sind. (geheime Stasi Akten?) Die Frage ist in wessen Auftrag handelt diese rote CDU Kriminelle ? Sie tut sich ja in vielen Geheimorganisationen um z. Bsp. den Bilderbergern, Freimaurern, der Atlantik Brücke, Deep State usw.. Sind diese geheimen Organisationen, welche die Politik am Bürger vorbei machen, ohne dass der Bürger angeblich der Souverän Einfluss nehmen kann,
nicht als kriminelle Vereinigungen zu sehen ?

Gravatar: berger

Wo hat die NGO of Germany Freunde ? Alle wollen doch
die totale Vernichtung der DEUTSCHEN, dafür sind sie
doch eingetreten in der UNO.

Gravatar: germanix

@ Willy Wimmer

Nun bin ich ehrlich gesagt, ein Dilettant gegenüber dieser profunden Berichterstattung mit dem Kommentar!

Dennoch versuche ich, meinen Beitrag zu leisten! Tatsache ist, dass die USA seit 1949 durch Interventionskriege mindestens 25 Millionen Zivilisten ermordet hat!

Das war vermutlich die Nachspeise vom 1. u. 2. Weltkrieg! Gerne spielt die USA Krieg, wenn es im Ausland ist und vor allem in Europa, aber nicht im eigenen Land!

Mit der US-Kriegsmaschinerie hat sich schon immer sehr viel Geld verdienen lassen! Das die Merkel-BRD sich ständig vor den US-Karren spannen lässt und Russland damit brüskiert, ist gelinde beschrieben ekelerregend!

Putin hat Ende 2001 im Bundestag bei einer Rede, Deutschland und der EU die Hand ausgestreckt! Stehender Applaus war ihm sicher. 2 Tage später nach dem Telefonat USA/BRD, war die Euphorie vorbei! Die deutsche Bundesregierung duckte sich weg! und keiner wollte zugeben, dass er geklatscht hat!
Und der Kriegstreiber USA bestärkte von nun an die Bundesregierung, als Lakai tätig zu werden!

Dafür schäme ich mich und bitte die Russen, dass sie uns verzeihen mögen!

Unser Handeln bei den nächsten Wahlen: Wir werden daran arbeiten, Russland in die europäische Union einzuflechten - was Amerika keinesfalls gefallen wird!

Doch China mutiert zur Weltmacht und wir sollten unsere Diplomatie nutzen, mit China gute Geschäfte zu tätigen!

Sollte ein Land den aggressiven Plänen der USA gegenüber Russland in der Zukunft, einen Riegel vorschieben wollen, um die Geschäfte Russlands und der Chinesen mit Deutschland und der EU zu torpedieren, dann kann außer Russland nur noch China mit dem Zeigefinger drohen und Militärstützpunkte durch Flugzeugträger in den Gewässern der Vereinigten Staaten zu installieren!
Wetten, dass das den USA überhaupt nicht gefallen dürfte? Der Krieg könnte diesmal in den USA ausgetragen werden - was dem einen Recht ist, ist dem anderen billig!

Möchte allerdings klar stellen, dass damit keine kriegerische Handlung heraufbeschwört werden soll!

Im Gegenteil - diplomatisch ausgedrückt - bei einer Präsenz der Chinesen vor den US-Küsten, könnte es zu "Liebkosungen" durch die Amerikaner führen und Interventionen durch die USA verhindern helfen...!!!

Die US-Marine ist schon seit Jahrzehnten mit Militärstützpunkten vor Asien - warum soll China nicht das Gleiche dürfen!

Dieser Text wird auch an die Regierung Putin gesendet - nur um sicher zu gehen, Anregungen auch in Ost-Europa wirken zu lassen. Die Amerikaner sind eh bei uns näher dran, als uns lieb ist!

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Weil Deutschland kein Deutschland mehr ist und dunkle Mächte diese vom Cäsarenwahn befallenen Hofschranzen , die obendrein ihr biologisches Geschlecht verneinen gequält( regiert) wird !!!!!!

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