Frage an die Trolle: Ist Putin ein Mann der CIA?

Seit dem 24. Februar führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Das Resultat ist verheerend und es wird nicht besser.

Veröffentlicht:
von

Egal welche Art der Argumente ich nehme, die ansonsten von Verschwörungstheoretikern genommen werden: Ich werde den Verdacht nicht los, dass Wladimir Putin ein Mann der CIA ist. Dabei konzentriere mich ganz auf die einfachste und zugleich billigste aller Fragen: »Cui bono?« »Wem nutzt es?« In diesem Fall: Wem nutzt der Krieg Russlands gegen die Ukraine? (...)

Gestärkt geht allein die Nato aus diesem Krieg hervor. Und da haben die USA ohnehin das Sagen, gefolgt von Großbritannien. Der Zusammenhalt dieser militärisch verbündeten Länder war seit langem nicht mehr so stark. Stärker, als es sich Washington jemals hätte vorstellen können. Mit Finnland und Schweden werden zwei weitere skandinavische Länder sehr wahrscheinlich der Nato beitreten, nachdem die Türkei ihre Blockade aufgelöst hat. Dass Helsinki und Stockholm keine Atomwaffen bei sich stationieren lassen wollen, mag ein Troll als Beschränkung plakatieren – aber für Polen und die baltischen Staaten gilt bisher die gleiche Beschränkung.

Das vom französischen Präsidenten als »hirntot« bezeichnete Bündnis wurde innerhalb von wenigen Wochen so quietsche-lebendig wie ein junger Spross im ersten Frühling. Bis auf die Hasenfüße aus Deutschland liefern alle Waffen Richtung Kiew. Und das, nachdem Putin mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht hat.

Es ist kein Szenario denkbar, in dem die Nato schneller hätte reaktiviert werden können, als der Einmarsch der Russen in der Ukraine. Und mit einigem Glück wird das westliche Verteidigungsbündnis seinen unsichersten Kantonisten in Kürze los. Ankara muss nur weiter drohen.

(...)

Der gesamte Osten der Ukraine wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich zum Schlachtfeld. Mit anderen Worten: Zum Labor für die neuesten Waffensysteme. Dabei riskieren die USA relativ wenig und vor allem nicht das Leben ihrer Soldaten. Ja, sowas zählt, anders als in Russland, in den USA. Auch dafür sind die amerikanischen Waffenhersteller sicherlich dankbar. Und an wen geht der Dank? – Richtig. An Präsident Putin.

Das Schlimmste aber wird sein: Sollten die Russen tatsächlich die polnische Grenze erreichen, dann ist genau die Lage entstanden, vor der der Kreml immer gewarnt hat: Eine gemeinsame lange Grenze Russlands mit der Nato. Und das auf einem Territorium, das sich weiter im Krieg mit Russland befindet.

(...)

Wer auch immer das Ziel verfolgt haben sollte, Russland zu schaden – besser hätte er es sich nicht ausdenken können. Selbst das stille Bündnis mit Peking ist für Putin ein Danaergeschenk. Russland hat mit seinen 140 Millionen Einwohnern und einem Bruttosozialprodukt von New York gegen die bevölkerungsmäßig und ökonomische Großmacht China nicht viel zu melden. Denn falls eines klar sein sollte: Peking ist nicht das Baltikum. Moskau wird bestenfalls Juniorpartner in einem höchst ungleichen Bündnis und einer weiteren endlosen Grenze, die Russland nicht die Kraft hat, zu sichern.

Putin als Mann aus dem Geheimdienst wird gewußt haben, was er da macht. Und die Frage, warum er das gemacht hat, lässt sich beantworten, wenn man fragt, wem es nutzt. Die Verbindungen zur CIA herzustellen, war dem KGB-Offizier sicher ein leichtes. Wer weiß, wann das geschah.

Alles Spekulationen? – Sicher: Alles Spekulationen. Aber in einem erschreckend hohen Grade plausibel. Vielleicht wissen die Trolle mehr und verraten es uns. Wir sind ganz Ohr.

[Ganzer Beitrag]

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang