Europaparlament sendet überfälliges Signal gegen Christenverfolgung

Erfolgreiche Initiative: Resolution verurteilt Gewalt in Syrien, Pakistan und Iran. Worten müssen nun Taten folgen

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Es ist ein Anfang: Mit einer breiten Mehrheit hat das Plenum des Europäischen Parlaments heute erstmals eine Resolution (RC-B7-449/2013) verabschiedet, die Christenverfolgung und Verbrechen an der religiösen Minderheit in Syrien scharf verurteilt und wortwörtlich nennt. Für mich als Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Mitautor des Papiers, ist das ein wichtiger Schritt: Endlich folgen auch Linke und Liberale dem klaren Kurs der Europäischen Volkspartei (EVP) und sprechen im Plenum das aus, was hunderte Millionen Menschen weltweit erleiden: Verfolgung, Vertreibung und Tod - weil man an Christus glaubt. Einzig die Abgeordneten der extremen Linken stimmten nicht für die Resolution: Sie sollten sich schämen!

Die Zeit des Wegschauens hat nun endlich auch für die anderen politischen Kräfte im Europaparlament ein Ende. Im Namen der gesamten christdemokratischen EVP-Fraktion hatte ich dem Plenum einen Resolutionstext mitvorgeschlagen, der aktuelle, ganz konkrete Fälle der Christenverfolgung im syrischen Maaloula und dem pakistanischen Peshawar sowie den Tod des iranischen Pastors Saeed Abedini verurteilt.

Andere, von mir bislang miteingebrachte Resolutionen waren von Linken und Liberalen entweder abgelehnt oder so verändert worden, dass sie das Problem der Christenverfolgung nicht beim Namen nannten, sondern lediglich allgemein die Missachtung der Religionsfreiheit oder die Unterdrückung von Minderheiten kritisierten. Und das, obwohl Christen weltweit nachweislich die am meisten verfolgte Gruppe sind.

Das Europaparlament steht solidarisch an der Seite der Opfer von Christenverfolgung. Der heute verabschiedeten Resolution müssten nun Taten folgen: Ich werde nicht müde, die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton wegen ihrer Untätigkeit gegenüber Christenverfolgung zu verurteilen. Diese Menschenrechtsverbrechen dulden kein Wegducken - sie müssen auf die europäische Agenda und ihren Niederschlag in Guidelines und Arbeit des Auswärtigen Dienstes der EU! Ein Europa der Werte muss sich mit aller Macht schützend vor die verfolgten Christen stellen – weltweit.

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